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EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

Bundesbankchef warnt vor Konjunkturrisiken Weidmann hält EZB bei Abschwung für hilflos

Der Chef der Bundesbank hat die Regierung laut "Handelsblatt" vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage gewarnt. Europas Zentralbank könne im nächsten Abschwung kaum reagieren:

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die Regierung offenbar vor gestiegenen Konjunkturrisiken gewarnt. Zwar sei das Wirtschaftswachstum in Deutschland derzeit noch "intakt", die politischen Risiken für eine Konjunkturabkühlung würden aber "zunehmen", sagte Weidmann laut "Handelsblatt" in einer Sitzung des Bundeskabinetts am 6. Juli, in der er zu Gast war.   mehr ...

Zinspolitik der EZB - Kein Land in Sicht für Sparer

Nur wenige Tage nach dem Ratstreffen im lettischen Riga, das ein Ende der lockeren Geldpolitik in Europa eingeleitet hat, tritt die Europäische Zentralbank (EZB) wieder auf die Bremse. Präsident Mario Draghi erteilte Hoffnungen auf bald steigende Zinsen eine klare Absage.   mehr ...

Europäische Zentralbank - Die unheimliche Macht

Warum die Europäische Zentralbank 20 Jahre nach ihrer Gründung zu einflussreich und zu intransparent ist – und was das mit der Italien-Krise zu tun hat.   mehr ...

 
 
FAZ: "Vor fünf Jahren - „Whatever it takes: Vor genau fünf Jahren sprach EZB-Präsident Mario Draghi seine berühmten Worte, um die Euro-Krise zu beruhigen. Die Folgen waren gravierend."

Finanzpolitik 

Target-Salden - Keine Angst vor der Billionenbombe

Mit Horrormeldungen über den drohenden Ruin Deutschlands machen Populisten Stimmung gegen Europa. Dabei ist alles halb so wild, und niemand verheimlicht etwas:

Vielleicht haben Sie es noch nicht bemerkt, aber Deutschland steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Das ist zumindest der Eindruck, der sich aufdrängt, wenn man in diesen Tagen die Debatte über die sogenannten Target-Salden der Europäischen Zentralbank verfolgt.   mehr ...

Kindergeld und kalte Progression - Scholz-Paket für Milliardenentlastungen im Kabinett

Ein schöner Tag für Finanzminister Olaf Scholz: Das Bundeskabinett soll am Mittwoch milliardenschwere Steuerentlastungen beschließen, die über den Koalitionsvertrag hinausgehen:

Das Bundeskabinett wird am Mittwoch ein Paket von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) beschließen, darunter auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Erhöhung des Kindergelds um zehn Euro.

Insgesamt soll eine Familie mit einem Bruttojahreseinkommen von 60.000 Euro ab dem kommendem Jahr um gute neun Prozent entlastet werden, das entspricht einer jährlichen Steuerentlastung von 251 Euro.   mehr ...

Scholz killt die Finanztransaktionssteuer

Vorschlag des neuen deutschen Finanzministers macht langjährige Verhandlungen zur Farce:

Bundesfinanzminister Olaf Scholz macht mit seinem Vorschlag, die geplante europäische Finanztransaktionssteuer (FTS) auf Aktien zu beschränken, eine verhängnisvolle Kehrtwende. "Scholz knickt vor der Finanzlobby ein, macht die mehr als fünfjährigen Verhandlungen von zehn EU-Ländern zur Farce und killt die Finanztransaktionssteuer", sagt Detlev von Larcher von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzmärkte und Steuern. "Hand in Hand begraben Scholz und Macron die Finanztransaktionssteuer zugunsten einer schlichten Börsensteuer wie der britischen stamp duty."   mehr ...

 
 

Finance News

Die US-Steuerreform führt zu milliardenschweren Abflüssen aus der Schweiz

Die US-Steuerreform ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und hat bereits in den ersten drei Monaten Spuren am Standort Schweiz hinterlassen. Sie habe wie erwartet zu deutlichen Abflüssen von Steuersubstrat aus der Schweiz geführt, sagt Martin Naville, Direktor der Handelskammer Schweiz-USA. Der Trend dürfte in den nächsten Monaten anhalten.   mehr ...

Schulden-Deal für Griechenland steht - Athen bekommt zehn Jahre mehr Zeit

- Nach Jahren der Abhängigkeit von EU-Notkrediten kann Griechenland von Mitte August an wieder Kredite auf dem freien Finanzmarkt aufnehmen.

- Die Verlängerung der Kredite sorgt zudem ökonomisch für eine faktische Schuldenreduzierung.

- Außerdem erhält Griechenland einen Cash-Puffer, der dem Land helfen soll, dringende Ausgaben zu finanzieren.   mehr ...

Währungspolitik - US-Notenbank erhöht den Leitzins

- Zum siebten Mal seit dem Ende der jüngsten Rezession hat die US-Notenbank ihren Leitzins angehoben.

- Er liegt jetzt bei 1,75 bis zwei Prozent, ein Viertelprozentpunkt höher als zuvor.

- Zuletzt hatte es 2008 und damit noch vor dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise eine Zwei vor dem Komma gegeben.   mehr ...

 
 

Steuerflucht / Unternehmenssteuern

Steueroase Irland - Apples Steuertricks kosten EU-Staaten mindestens vier Milliarden Euro

- Den EU-Staaten entgehen durch Apples Steuertricks Einnahmen in Höhe von vier bis 21 Milliarden Euro in den Jahren 2015 bis 2017, schätzt ein neuer Report.

- Der iPhone-Konzern versteuere seine europäischen Gewinne demnach geschätzt nur mit zwei bis neun Prozent. Üblich sind in Deutschland mehr als 20 Prozent.

- Apple widerspricht: Der Konzern zahle stattdessen Milliarden Dollar Steuern in den USA.   mehr ...

Eil-Petition - Bundesregierung will den Kampf gegen Steuervermeidung in Brüssel blockieren!

Jetzt unterzeichnen!

Das wäre ein Schlag ins Gesicht aller ehrlichen Steuerzahler und Unternehmer! Die Bundesregierung will nächste Woche eines der wirksamsten Mittel gegen die Steuervermeidung von Apple, IKEA & Co in Brüssel blockieren. Es geht um die sogenannte länderbezogene Steuerberichterstattung. Das bedeutet: Großunternehmen müssen offenlegen, in welchem Land sie wie viele Gewinne erwirtschaftet und Steuern gezahlt haben. Mit dieser Transparenz pro Geschäftsland wird dem Verschieben von Gewinnen in Steueroasen faktisch ein Riegel vorgeschoben.   mehr ...

 
 
Spiegel: "Niederlande und die Paradise Papers - Das Steuerparadies nebenan."
Heise: ""Paradise Papers" - Neue weltweite Steuer-Enthüllungen – Apple, Facebook und Twitter auf der Liste."

Banken / Spekulation

Deutsche Bank - Tadel der Notenbank führt zu US-Sammelklage

Nach einem Medienbericht über Kritik der US-Notenbank an der Deutschen Bank, war die Aktie eingebrochen. Nun verlangen Investoren Schadenersatz, denn sie seien falsch über Geschäftspraktiken informiert worden:

Der jüngste Kurssturz von Deutsche-Bank-Aktien hat für das Frankfurter Geldhaus ein juristisches Nachspiel in den USA. In einer am Donnerstag in New York eingereichten Sammelklage wird das Institut beschuldigt, Investoren falsch und irreführend über die Geschäftspraktiken in den USA informiert zu haben.   mehr ...

Kommentar zu Digitalprojekten - Deutsche Banken scheitern an der Zukunft

Die deutschen Geldhäuser beerdigen auf fast beeindruckende Weise Digitalprojekte am laufenden Band. Wie wollen sie mit diesem altbackenen Vorgehen in Zukunft mithalten?

Diese Banken haben es den amerikanischen Internetriesen jetzt einmal richtig gezeigt. Einige der größten Kreditinstitute des Landes haben sich zusammengeschlossen und ein eigenes Unternehmen gegründet, um den amerikanischen Bezahlanbieter Paypal in die Schranken zu weisen. Sie gründeten ein eigenes Bezahlportal. Der Lohn: Mehr als 100000 Internetshops akzeptieren Zahlungen über sie, im Online-Bezahlmarkt ist die App führend. Das Problem an der Geschichte: Sie spielt leider nicht in Deutschland, sondern in den Niederlanden. Paypal ist dort bis heute keine relevante Größe.   mehr ...

Mehr als 7000 Jobs fallen weg - Deutsche Bank bestätigt massiven Stellenabbau

Direkt vor ihrer Hauptversammlung serviert die Deutsche Bank den Aktionären ein Rezept, mit dem sie wieder profitabel werden will: Tausende Angestellte sollen gehen. Wird das die Eigner beruhigen?   mehr ...

Postbank schließt mehr als 100 Filialen

Kunden der Postbank müssen vielerorts bald längere Wege in Kauf nehmen, wenn sie an den Schalter wollen: Die Bank will bis Ende dieses Jahres mehr als jede zehnte ihrer rund 1.000 Filialen schließen. "Am Ende werden es deutlich über 100 in diesem Jahr sein", zitierte die Bild am Sonntag Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß.   mehr ...

 


Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben.

Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" gegenseitig sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Deutschland und Italien: Das Wirtschaftswachstum

Ein Vergleich seit dem Vertrag von Maastricht zeigt, dass ein guter Teil der gegenseitigen Polemiken unbegründet ist. Italiens Wachstum war nicht immer schwächer, aber seit der Finanzkrise hinkt es hinterher.

In der Grafik wurde das reale Bruttoinlandsprodukt der beiden Länder für das Jahr 1991 mit 100 normiert. Man kann sehen, dass die Entwicklung bis zum Jahre 2009 – dem Einbruch nach dem Ausbruch der Finanzkrise – nahezu parallel gelaufen ist. Mit anderen Worten: Das reale Wirtschaftswachstum Deutschlands und Italiens war von 1991 bis 2008 nahezu identisch.   mehr ...

Griechenland - Stürmische Märkte

Für Griechenland war der 24. Mai ein wichtiger Tag. In Brüssel wurde der entscheidende Schritt zur abschließenden Evaluierung des dritten und letzten Bailout-Programms (Memorandum) vollzogen. Die Eurogroup hat das am letzten Wochenende in Athen erzielte Übereinkommen der Finanzexperten, das sogenannte Staff Level Agreement (SLA) abgesegnet. Das ebnet den Weg zu dem endgültigen Beschluss der Eurozonen-Finanzminister am 20. Juni. An diesem Tag wird der Abschluss des (dritten) griechischen Sparprogramms zum 20. August dieses Jahres besiegelt, begleitet von einer letzten Auszahlung des ESM in Höhe von 11 Milliarden Euro.   mehr ...

Auslöser der Finanzkrise - Das Ende einer Legende

Ein bekanntes Narrativ lautet: Die im Jahre 2007 ausgebrochene Finanzkrise ist hauptsächlich das Ergebnis einer verfehlten Geldpolitik gewesen. Die Fakten sehen anders aus.   mehr ...

 


Internetwährungen / Blockchain

Kryptogeld im Wert von 533 Millionen US-Dollar bei Hackerangriff gestohlen

Die japanische Kryptogeldbörse Coincheck hat am Freitag den Handel mit Kryptowährungen ausgesetzt, nachdem Kryptogeld in beträchtlicher Höhe verschwunden war. Seitdem befinden sich viele Kryptowährungen auf Talfahrt:

Laut der in Tokio ansässigen Kryptogeldbörse Coincheck wurden bei einem Hackerangriff 500 Millionen Einheiten des Kryptogelds NEM gestohlen. Dies entsprach zu dem Zeitpunkt einem Wert von rund 533 Millionen US-Dollar. Nach Einschätzung von Experten handelt es sich damit um den bislang größten Diebstahl in der Geschichte der Kryptowährungenm also höher als der im Jahr 2014 auf der Plattform Mt. Gox entstandene Schaden, der damals auf einen Wert von rund 500 Millionen US-Dollar geschätzt wurde.   mehr ...

Bezahldienstleister Stripe stellt Bitcoin-Unterstützung ein

2014 begann der Bezahldienst Stripe, Bitcoinzahlungen zu unterstützen, weil er auf eine günstige Alternative zu Kreditkarten hoffte. Die Hoffnung wurde enttäuscht, Stripe beendet seine Akzeptanz des Kryptogelds:

Der US-Bezahldienstleister Stripe will seine Unterstützung von Bitcoinzahlungen bis April 2018 schrittweise beenden. Das Kryptogeld habe sich in den vergangen Jahren eher zu einer Art Geldanlage denn zu einem Zahlungsmittel entwickelt, hieß es in einem Blogbeitrag des Unternehmens. So bräuchten Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk oftmals zu lange, um dort bestätigt zu werden. Zugleich schwanke der Wert erheblich, so dass es zu Fehlbeträgen komme, wenn die Zahlungen endlich angekommen seien. Ebenfalls seien die Transaktionsgebühren zu hoch.   mehr ...

Blockchain-Jobs - Neuer Trend auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Die Blockchain gilt als der Tech-Trend der kommenden Jahre. Auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt lassen sich derzeit einige Entwicklungen dazu beobachten, verrät Annina Hering vom Indeed Hiring Lab:

Annina Hering ist Economist im Hiring Lab der Jobsuchmaschine Indeed. Als Teil eines internationalem Teams, bestehend aus Ökonomen und anderen Wissenschaftlern, analysiert sie globale Arbeitsmarktentwicklungen. Im Rahmen einer kürzlich erstellten Untersuchung auf der eigenen Plattform haben die Analysten einen neuen Trend in Deutschland bemerkt: Von Januar bis Dezember 2017 wuchs die durchschnittliche Zahl der Stellen mit Bezug zu Blockchain-Technologie um 625 Prozent. Im selben Zeitraum nahmen die Suchanfragen um 661 Prozent zu. Ob es sich da um einen kurzfristigen Hype oder einen langfristigen Trend für den Arbeitsmarkt handelt, war Thema unseres Gesprächs mit der Ökonomin.   mehr ...