Migration / Bevölkerung

Asylverfahren - Wie die Bamf-Chefin versucht, den Ruf ihrer Behörde zu retten

- Das Bamf hat eingeräumt, dass es in der Außenstelle Bremen zu bewussten Manipulationen von Asylverfahren gekommen ist.

- Rückwirkend würden nun alle positiven Entscheidungen der Außenstelle bis zurück ins Jahr 2000 überprüft, es handle sich um 18 000 Fällle.

- Die Versetzung der vorübergehenden Außenstellenleiterin Josefa Schmid nach Deggendorf bezeichnete Cordt als "normal".   mehr ...

Versorgung von Geflüchteten kostete Bund 6,6 Milliarden Euro

Eine Auflistung des Finanzministers zeigt, wie viel Geld für die Flüchtlingsintegration gebraucht wurde. Auch Kosten der Bekämpfung von Fluchtursachen werden aufgeführt:
 
14,2 Milliarden Euro wurden demnach vom Entwicklungs- und dem Außenministerium für die Bekämpfung von Fluchtursachen ausgegeben. Der zweite große Ausgabenposten ist mit 6,6 Milliarden Euro die Hilfe des Bundes für die Länder und Kommunen bei den Flüchtlings- und Integrationskosten – darunter sind beispielsweise Unterkunftskosten, der Ausbau der Kinderbetreuung und der soziale Wohnungsbau.   mehr ...
 

Diese Ausnahmeregel sorgte für viel Aufsehen: Auch reuige Gefährder sollten das Recht haben, den Nachzug von Familienangehörigen zu beantragen. Im Gesetzentwurf über den Familiennachzug wird die entsprechende Passage gestrichen.   mehr ...

Seehofers Asylkonzept Ankerzentren - nur zwei sind dabei

Innenminister Seehofer will Geflüchtete in Ankerzentren unterbringen. Doch die Idee zündet nicht. Mehrere Bundesländer - viele davon CDU-geführt - versagen ihm offenbar die Unterstützung.   mehr ...

Zuwanderung - Merkel verspricht Einwanderungsgesetz in "spätestens zwei Jahren"

In zwei Jahren soll es in Deutschland ein Einwanderungsgesetz geben. "Es eilt", betonte Kanzlerin Merkel.   mehr ...

 


Religion / Kirchen

Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche - Der Papst greift durch

- Im Zuge des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Chile haben alle 34 Bischöfe des Landes ihren Rücktritt angeboten.

- Papst Franziskus muss nun entscheiden, ob er sie alle annimmt oder einzelne herauspickt; dass er alle ablehnt, gilt als unwahrscheinlich.

- Franziskus war zuvor selbst in die Kritik geraten, weil er die Missbrauchsvorwürfe zunächst nicht ernst genommen hatte.   mehr ...

Kreuz-Erlass - Kardinal Marx wirft Söder Spaltung vor

- Nach dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung, dass in jeder Behörde ein Kreuz hängen muss, kritisiert Kardinal Marx den Ministerpräsidenten Söder scharf.

- Der Erlass habe "Spaltung, Unruhe, Gegeneinander" ausgelöst.

- Einer Umfrage zufolge lehnt die Mehrheit der Deutschen das Aufhängen von Kreuzen in Behörden ab.   mehr ...

Klares Bekenntnis - Mehrheit der Deutschen lehnt Kreuze in Behörden ab

Bayerns Kreuz-Erlass stößt bei den meisten Deutschen auf Ablehnung. Sogar die Katholiken sprechen sich mehrheitlich gegen eine Kreuz-Pflicht in Behörden aus.   mehr ...

 
 
FAZ: "Reformationstag - Die Macht des Gewissens: Ohne Luther und die Reformation ist Deutschland nicht zu verstehen. Seine politische Kultur ist viel stärker vom Christentum geprägt, als mancher es wahrhaben will."
Zeit: "Glaube: Atheismus ist immer noch erlaubt! Warum wird jetzt ständig die Religion verteidigt? Ein Einspruch."

Sozialstaat / Hartz IV

Was stimmt nicht mehr mit der Sozialstruktur in unserem Land?

Die Sozialausgaben steigen; gleichzeitig steigt aber auch die Armut oder Armutsgefährdung. Immer mehr Menschen - nicht nur Hartz IV-Empfänger - sind mit ihrem Einkommen kaum mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt würdig zu bestreiten. Es gäbe viel zu tun; ist die Politik aber dazu in der Lage - und willens - daran etwas zu ändern?

 

Bundesregierung spart jährlich 25 Milliarden durch Herunterrechnen der Hartz IV-Sätze

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz für Hartz IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet – mit weitreichenden Folgen auch für Rentner und Einkommenssteuerzahler.  Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr:

Der Regelsatz für erwachsene Hartz IV-Empfänger beträgt 416 Euro im Monat. Ein Betrag, der den wenigsten Empfängern auch „ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben“ ermöglicht, wie es das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. „Das ist mit den Regelsätzen, die wir jetzt haben, mit Sicherheit nicht mehr der Fall“, kritisiert der ehemalige Vorsitzende am Landessozialgericht Hessen, Jürgen Borchert, die Höhe des Regelsatzes. Viele Sozialexperten in Deutschland sehen das genauso.   mehr ...

Wohlfahrtsverbände zweifeln an Plänen für sozialen Arbeitsmarkt

Die großen deutschen Wohlfahrtsorganisationen zweifeln an den Plänen der großen Koalition, einen sozialen Arbeitsmarkt für 150.000 Langzeitarbeitslose mit einer Milliarde Euro finanzieren zu können.   mehr ...

Langzeit-Arbeitslose bleiben länger arbeitslos

Ihre Zahl ist zwar auf 800 000 gesunken. Wer allerdings länger als vier Jahre Grundsicherung bezieht, kommt immer schwerer heraus.   mehr ...

Arme Harzt IV-Empfänger?

Eine aktuelle Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov zeigt, dass die Menschen hierzulande, natürlich auch sensibilisiert durch die aktuelle Situation, den Regelsatz als zu gering einschätzen. 53 Prozent halten die Summe für eher oder auf keinen Fall angemessen. 36 Prozent widersprechen dem. Dass Hartz IV-Empfänger von Armut betroffen sind denken 61 Prozent, 30 Prozent sprechen sich dagegen aus.   mehr ...

 

Spiegel: "Regierungsbericht Sozialausgaben steigen auf über 900 Milliarden Euro."
Zeit: "Arbeitsmodelle: Gefährlich flexibel: Minijobber, Klickworker, Scheinselbstständige: Die neuen Formen der Arbeitsverhältnisse gefährden den Sozialstaat."
Deutschlandfunk: "Viele Hartz-IV-Klagen vor Sozialgerichten erfolgreich: Viele Hartz-IV-Empfänger haben im vergangenen Jahr erfolgreich vor Sozialgerichten geklagt."
Zeit: "Das Agenda-Trauma: Geburtsstunde des Jobwunders oder neoliberale Armutsreform."

Verschwörungstheorien

Paul Nolte im Gespräch - "Wir haben Verschwörungstheorien zu lange wuchern lassen"

Ein Weltbild des permanenten Betrogenwerdens hat sich in die Gesellschaft hineingefressen, sagt der Berliner Historiker Paul Nolte. Ein Gespräch über den Nährboden des Populismus, Dobrindts "konservative Revolution" und den neu-alten Antifeminismus:

Paul Nolte, Jahrgang 1963, ist Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der deutschen, amerikanischen und vergleichenden Politik- und Sozialgeschichte der vergangenen 300 Jahre. Nolte ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Beiträge, zuletzt erschien "Lebens Werk. Thomas Nipperdeys 'Deutsche Geschichte'. Biographie eines Buches".   mehr ...

Reichsbürger - „Und dann hat der Abgrund mich freundlich hereingebeten und mir eine Tasse Kaffee angeboten…“

Tobias Ginsburg reiste mehrere Monate auf den Spuren der Reichsbürger-Bewegung quer durch Deutschland. Von Königreichen über völkische Siedlungsplanungen in Russland bis zu Jürgen Elsässer traf er dabei auf eine weitverzweigte Szene. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Buch zusammengefasst.   mehr ...

"Mächtigstes Werkzeug zur Radikalisierung" - Youtube will mit Wikipedia-Links Verschwörungstheorien entlarven

In der Debatte über den Einfluss sozialer Netze auf die öffentliche Meinung rückt auch Youtube in den Fokus. Die Videovorschläge auf dem Plattform führen Nutzer zu immer radikaleren Inhalten. Gegen Verschwörungstheorien sollen nun Wikipedia-Links helfen.   mehr ...

„Neuansiedlung“ von Ausländern - Matthias Matussek enthüllt selbst erfundenen Skandal der Flüchtlingspolitik

Nach dem Tod von Udo Ulfkotte scheint nun der Publizist Matthias Matussek dessen Lebenswerk fortzuführen. Aktuell verbreitet er – mit großem Erfolg – die Behauptung, hinter der vermeintlich vorübergehenden Aufnahme von vermeintlich Schutzsuchenden stecke in Wahrheit ein groß angelegtes und lang geplantes Programm des Bevölkerungsaustausches in Mitteleuropa. Die vermeintlich qualitätsorientiert arbeitenden Medien verschwiegen dies den Bürgern trotz unbestreitbarer Belege.   mehr ...

 
 
ARD-Mediathek:  "Wenn Verschwörungstheoretiker sich radikalisieren [Video 08:09] "

Renten / Pensionen

Start der Kommission - Zehn Experten, ein Auftrag - Rente retten

Es gibt leichtere Aufgaben: SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil hat die Rentenkommission vorgestellt. Sie soll Wege finden, das System zu stabilisieren - obwohl die Gesellschaft überaltert:

Nun ist also klar, wer bis März 2020 an einem der schwierigsten Zukunftsthemen Deutschlands arbeiten wird. SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat die Mitglieder der Rentenkommission vorgestellt. Vier Frauen und sechs Männer, die Regierungsparteien, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Wissenschaft vertreten.

Geleitet wird das Gremium von zwei Fachpolitikern und ehemaligen Abgeordneten, die bereits selbst im Rentenalter sind: Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) ist gerade 67 Jahre alt geworden, Karl Schiewerling (CDU) wird es in zwei Wochen werden. Bis März 2020, so der Auftrag, sollen sie ein Konzept für die Rentenversicherung der Zukunft vorlegen.   mehr ...

Forscher nennen Rentenpläne "unbezahlbar"

Eine Gruppe von Rentenforschern kritisiert die Rentenpläne der Bundesregierung laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. Um die im Koalitionsvertrag vereinbarten Versprechen zu erfüllen, müsste die Regierung demnach bereits ab der nächsten Legislaturperiode jährlich viele Milliarden Euro zusätzlich an die Rentenkasse überweisen. Ansonsten sei die Finanzierung der Rentenzahlungen nicht gedeckt, wie die Berechnungen des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in München zeigten.   mehr ...

Petition WeAct: Generationengerechtigkeit wieder herstellen - Die gesetzliche Rente solidarisch finanzieren!

Generationengerechtigkeit wieder herstellen - Die gesetzliche Rente solidarisch finanzieren!

Stoppen Sie die Privatisierung der Altersvorsorge! Hören Sie auf, die Menschen zu zwingen, zusätzliche Beiträge zur Altersvorsorge der vorrangig gewinnorientierten Versicherungswirtschaft anzuvertrauen. Stabilisieren Sie die gesetzliche Rente! Heben Sie endlich die Beitragsbemessungsgrenzen deutlich an, erweitern Sie den Versichertenkreis und lassen Sie die staatliche Altersversorgung ohne Eigenbeiträge für Politiker und andere Berufsgruppen schnellstens auslaufen!   mehr ...

 
 
Bundeszentrale für politische Bildung: "Entwicklung des Standardrentenniveaus (RV)."
Der Freitag: "Rentenpolitik - Kein Mut zum Systemwechsel: Die SPD hat ihr Rentenkonzept vorgestellt. An den Grundfesten der Altersvorsorge in Deutschland rüttelt das nicht."

Grundeinkommen / BGE

Eine gute Idee in Zeiten des Wegfalls von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz? Oder nur ein Dummie, damit sich Staat und Wirtschaft aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückziehen können?

Darüber kann man trefflich kontrovers diskutieren - und der Diskurs ist sicherlich erst im Entstehen. Politik und Wirtschaft sind sich nicht einig, wohin der Weg führen wird (und muss) ...

Bild: Archiv-Grundeinkommen.de

Geld ohne Gegenleistung - Warum Deutschland falsch über das Grundeinkommen redet

Wer die Idee einer Grundsicherung mehrheitsfähig machen will, muss auch das Lager der Gegner überzeugen. Der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" schadet dabei enorm:

Endlich redet Deutschland über das Grundeinkommen. Länder wie Finnland oder Kanada haben immerhin längst Pilotprojekte gestartet (beziehungsweise lassen sie nach eine zweijährigen Testphase vorerst sogar schon wieder auslaufen). Denn egal, ob man das Grundeinkommen nun unterstützt oder nicht, es braucht frische Ideen, um etwa dem Strukturwandel zu begegnen, der kommen wird - und zwar bald: 3,4 Millionen Jobs könnten schon in den kommenden fünf Jahren in Deutschland wegfallen. Das sagen nicht etwa technikskeptische Alarmisten, sondern 500 Unternehmen, die repräsentativ für die Gesamtwirtschaft stehen.   mehr ...

DGB und IG Metall - Bedingungsloses Grundeinkommen? Nicht mit den Gewerkschaften

Zum Tag der Arbeit haben sich die Gewerkschaften gegen ein Grundeinkommen für alle ausgesprochen. Warum lehnt ausgerechnet die Arbeitnehmerlobby die Sozialleistung ab?
 
Lange war das bedingungslose Grundeinkommen eine Lieblingsidee von Linken: Jeder Mensch sollte unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage und ohne Gegenleistung vom Staat eine finanzielle Leistung erhalten, die ein auskömmliches Leben ermöglicht. Seit einigen Monaten erhält das Thema wieder Aufwind, Politikerinnen und Politiker aller Parteien diskutieren darüber. Und nun das: Ausgerechnet die Gewerkschaften haben sich zum Tag der Arbeit am Ersten Mai gegen ein solches Grundeinkommen ausgesprochen.   mehr ...

Solidarisches Grundeinkommen - Arbeitsagentur-Chef warnt vor falschen Versprechungen

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, hat Forderungen nach einem solidarischen Grundeinkommen als Alternative zu Hartz IV eine klare Absage erteilt. Die Regierung solle die im Koalitionsvertrag vereinbarten Regelungen für einen sozialen Arbeitsmarkt endlich auf den Weg bringen, sagte Scheele. "Meine Bitte an die Politik ist, endlich anzufangen und die dafür notwendigen Gesetze zu machen, anstatt eine Grundsatzdiskussion über das Für und Wider des Grundsicherungssystems zu führen." Nur so könne man Arbeitslosen helfen, eine Arbeit zu finden und ihre Würde zurückzuerlangen.   mehr ...

 

Le Monde diplomatique: "Gründe für ein Grundeinkommen."
Bundeszentrale für politische Bildung: "Das Silicon Valley fordert ein Grundeinkommen - gut so!"

Tod / Sterbehilfe

Wenn wir sterben, zündet ein Feuerwerk

Beim Sterben verändert sich unser Körper, die Atmung, der Blutkreislauf, das Bewusstsein. Wir erklären, wie genau. Denn den Tod zu kennen, kann Ängste nehmen:

Wie gehen Menschen damit um, dass alle sterben müssen? Wir fragen in der Serie "Der Tod ist groß"  nach der Rolle des Sterbens im Leben und in der Gesellschaft.

Wann fängt es an? Wann macht ein Mensch sich auf den Weg in Richtung Tod?

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Noch im Mutterleib, in dem durchsichtigen Zellhaufen, aus dem jede und jeder von uns entsteht. Hier müssen überflüssige Körperzellen Platz machen. Nur so können sich die Organe des wachsenden Häufchens Mensch entwickeln. Nur so kommt es mit nur zwei Nieren und nur zehn Fingern zur Welt. Ins Erbgut jeder Körperzelle sind Programme eingeschrieben, die wie ein Schleudersitz wirken. Der löst aus, sobald eine Zelle nicht mehr gebraucht wird oder sie dem Körper gefährlich werden könnte. Die Zelle fliegt in den freiwilligen Tod.   mehr ...

Sterbefasten - Das eigene Ende beschleunigen

Befürworter bewerten den freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken als humanen Weg, das Leben zu beenden. Für den behandelnden Arzt kann es einen Konflikt bedeuten.   mehr ...

 


Gesellschaft

Geburtenanstieg - Es werden immer mehr Babys geboren  

In Deutschland sind erneut mehr Babys zur Welt gekommen. Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Geburten auf mehr als 792.000. Der Aufwärtstrend setzt sich damit im fünften Jahr in Folge fort:

In Deutschland bekommen Frauen immer mehr Kinder. Laut Statistischem Bundesamt kamen 2016 mehr als 792.000 Babys zur Welt. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit stieg die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder das fünfte Jahr in Folge und erreichte wieder das Niveau von 1996. Die positive Entwicklung betrifft alle Bundesländer.   mehr ...

Leben - In Regensburg gibt es die meisten Single-Haushalte

Im Stadtkreis Regensburg gibt es die meisten Ein-Personenhaushalte: Mit 56,4 Prozent ist der Anteil so hoch wie sonst nirgends in Deutschland und liegt deutlich über dem Durchschnitt von 37,9 Prozent, wie eine aktuelle GfK-Erhebung zeigt. Der Stadtkreis Würzburg folgt mit 53,5 Prozent auf dem zweiten Rang. Insgesamt ist der Anteil von Single-Haushalten in bayerischen Städten auffällig hoch. Außerhalb von Bayern liegen lediglich Leipzig, Flensburg und Trier in den Top Ten der Stadtkreise mit dem höchsten Anteil an Ein-Personenhaushalten:

Deutschlandweit ist diese Haushaltsform die häufigste, gefolgt von den Mehrpersonen-Haushalten mit
Kindern, wie die Grafik von Statista zeigt. Insgesamt sind kinderreiche Haushalte auf dem Land häufiger als in der Stadt. Spitzenreiter hierzulande sind dabei zwei niedersächsische Landkreise: Der Landkreis Cloppenburg, wo die Haushalte mit Kindern 49,6 Prozent ausmachen, gefolgt vom Landkreis Vechta mit 48,5 Prozent.   mehr ...
 
Infografik: In Regensburg gibt es die meisten Single-Haushalte | Statista

Statistisches Bundesamt - Neugeborene leben immer länger

In Deutschland steigt die Lebenserwartung für Neugeborene weiter an. Zwischen den Bundesländern gibt es aber große Unterschiede: Am Besten sieht es in Baden-Württemberg aus:

Die Lebenserwartung in Deutschland hat sich erneut erhöht. Neugeborene Mädchen leben durchschnittlich 83 Jahre und zwei Monate, neugeborene Jungen 78 Jahre und vier Monate, teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit ist die Lebenserwartung im Zeitraum 2014 bis 2016 um jeweils zwei Monate gegenüber 2013 bis 2015 gestiegen.   mehr ...

Abtreibung - SPD verteidigt §219a-Kompromiss

Die große Koalition will sich auf Reform des „Werbeverbots“ für Schwangerschaftsabbrüche verständigen:

Für die Gießener Ärztin Kristina Hänel ist die Sache klar: Mit dem Spruch „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten“, kommentierte sie am Mittwochmorgen im ZDF-Morgenmagazin die Haltung der SPD. Hänels Fall hatte die Debatte um das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche erneut ins Rollen gebracht. Am Dienstag hatte die SPD mitgeteilt, ihren Gesetzesentwurf zur Streichung des einschlägigen Paragraphen 219a nun doch nicht zur Abstimmung zu stellen – offenbar aus Rücksicht auf den Frieden in der neuen Koalition.   mehr ...

 
 
Der Freitag: "Entfremdung - Alle gegen sich selbst: Der Neoliberalismus macht einsam und krank."

Gesundheit

Altenpflege - Vom Wert der Pflege

Eine gute Versorgung im Alter geht nicht mit unterbezahlten Beschäftigten. Sozialexperten fordern bereits ein neues Pflegesystem nach skandinavischem Vorbild. Der Leitartikel:

Es gibt eine völlig unpassende Werbekampagne des Bundesgesundheitsministeriums, in der adrett zurechtgemachte Senioren und junge Altenpflegerinnen davon schwärmen, wie toll die Pflegepolitik der Bundesregierung ist.   mehr ...

Studie zur Gesundheit - Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland ist zu dick

- Kinder und Jugendliche in Deutschland sind genauso übergewichtig wie schon vor zehn Jahren.

- Das fand das Robert-Koch-Institut in einer "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" heraus.

- Allerdings gibt es deutliche Unterschiede: Vor allem Kinder mit niedrigem sozialökonomischen Status sind betroffen:

Es ist bereits das dritte Mal, dass das Robert Koch-Institut die "Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" durchführt. Aus den jüngsten Ergebnissen geht nun hervor: Jedes siebte Kind in Deutschland ist übergewichtig. Demnach sind 15,4 Prozent der Kinder und Teenager zwischen drei und 17 Jahren zu dick. 5,9 Prozent sind sogar fettleibig. Damit sind aktuell genau so viele Kinder und Jugendliche übergewichtig und adipös wie schon vor zehn Jahren.   mehr ...

Krebs - Für Schwerkranke ist es manchmal besser, sie mit Therapien zu verschonen

Moderne Krebsbehandlungen helfen oft wenig und verschlimmern das Leiden der Todkranken. Die Denkmuster der Ärzte vernebeln den Blick für das, was wirklich wichtig ist.   mehr ...

 
 

Kapitalismus / Ungleichheit / Reichtum

In Zeiten von zunehmender Globalisierung sowie Finanz- und Schuldenkrise hat sich unsere Welt entscheidend verändert. Wie u.a. Thomas Piketty in seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" verdeutlicht hat, konzentriert sich der Reichtum immer mehr auf eine kleine "Elite". Die Mittelschicht schrumpft immer weiter und die Abgehängten verdeutlichen ihre Unzufriedenheit, indem sie ihren Protest via rechte Populisten artikulieren (siehe Frankreich, Niederlande, Österreich und auch Deutschland).

Wann werden sich die sogenannten Eliten auf ein altes Sprichwort der Indianer besinnen, dass man Geld nicht essen kann? Und wann werden sie merken, dass eine Explosion der Unzufriedenheit nur noch eine Frage der Zeit sein könnte?

 

Armuts-Debatte - Opposition wirft Spahn Arroganz und Überheblichkeit vor

Äußerungen des künftigen Gesundheitsministers Jens Spahn haben in der Opposition Empörung ausgelöst. Die Linkspartei beklagt „arrogante Belehrungen“ des CDU-Politikers:

In der Debatte um Armut in Deutschland hat die Opposition scharfe Kritik am künftigen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geübt. Die Fraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, warf Spahn in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Montag vor, die Bezieher von Hartz IV „mit arroganten Belehrungen zu verhöhnen“. „Hartz IV mutet Eltern zu, ihre Kinder für 2,70 Euro am Tag zu ernähren.“ Wer meine, dass dies keine Armut sei, solle sich „vielleicht mal mit einer Mutter unterhalten, die unter solchen Bedingungen ihr Kind großziehen muss“.   mehr ...

Appell an Bundesregierung Tafeln fordern effektivere Bekämpfung von Armut

Der Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel hat eine Debatte über Armut ausgelöst. Nun wenden sich die Tafeln an die künftige Bundesregierung - und fordern "eine sozial-ökologische Wende":

Die Zahl der Armen in Deutschland müsse nachhaltig gesenkt werden - und daran müsse sich eine Regierung, die sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben habe, messen lassen. "Spätestens in zwei Jahren werden wir sehen, ob die großen Ansprüche erfüllt werden konnten", heißt es weiter.   mehr ...

Armut - Armes reiches Deutschland

1,5 Millionen Menschen sind angewiesen auf das Essen der Tafeln - Tendenz steigend. Sind daran die Flüchtlinge schuld? Ein Blick in offizielle Statistiken lohnt.   mehr ...

 






Grenzen des Wachstums

Seit der Club of Rome in den 70ern "die Grenzen des Wachtsums" beschrieben hat, hat sich in der Welt des Kapitalismus nicht wirklich etwas geändert und es werden nach wie vor die falschen Götzen angebetet ...

 

Interview - „Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“

Silke van Dyk forscht zur Postwachstumsökonomie und hält Verzicht für keine Systemalternative:

Studierende und Besserverdienende mögen die Zeit haben, sich in Repair-Cafés und solidarischen Gartenprojekten für eine Welt ohne Wachstumszwang und Umweltzerstörung zu engagieren. Wie aber soll das eine alleinerziehende Kassiererin schaffen?

Politik für viele Jahre

Unser Wachstumswahn droht die Erde für unsere Nachkommen unwirtlich zu machen, warnen 45 Persönlichkeiten und legen ein "Generationen-Manifest" vor, um den kurzsichtigen politischen Debatten hierzulande etwas entgegenzusetzen. Es enthält zehn Forderungen für den Koalitionsvertrag.   mehr ...

Überblick über eine Strömung: Was ist Degrowth? Postwachstumsbewegung ist seit der Krise im Aufwind

Adam Smith wusste es, John Stuart Mill wusste es auch: Wirtschaftswachstum ist begrenzt. Die beiden britischen Philosophen aus vergangenen Jahrhunderten, die das heutige Verständnis von Kapitalismus stark geprägt haben, zeigten unterschiedliche Konsequenzen auf: Entweder gibt es einen zunehmend erbitterten Verdrängungswettbewerb bis zum Untergang oder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.   mehr ...

 

Zeit: "Absage an den Untergang: Warum noch in diesem Jahrhundert die Weltbevölkerung zu schrumpfen beginnt – auf die Hälfte von heute."

Oxfam

Mehr Einsatz für soziale Gerechtigkeit!

Am 20. Februar ist Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Die jüngste Oxfam-Studie zum Thema zeigt jedoch: Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weit auseinander. Acht Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das ist eine schlechte Nachricht. Die gute ist: Wir können etwas dagegen tun:
 
Weltweite Vermögensverteilung 2016: Das reichste Prozent besitzt mehr als die Hälfte des Weltvermögens; die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt nur 0,2 Prozent des Weltvermögens.

Vor zehn Jahren erklärte die UN-Generalversammlung den 20. Februar zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Damit wurde die elementare Bedeutung sozialer Gerechtigkeit für ein friedliches und prosperierendes Zusammenleben, sowohl innerhalb von Nationen als auch zwischen ihnen, hervorgehoben.

Seit dem Beschluss der UN hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich jedoch weiter vertieft. Oxfams jüngste Veröffentlichung ­zeigt auf, dass die derzeit acht reichsten Menschen über ebenso viel Vermögen verfügen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Der gesellschaftliche Wohlstand ist auf der Welt – auch in Deutschland – höchst ungleich verteilt.   mehr ...

 

Weiteres: "Oxfam stellt fest: "An Economy for the 99 Percent: Die acht reichsten Personen besitzen nach neuesten Schätzungen zusammen genauso viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Vermögens- und Einkommenswachstum kommen derzeit vor allem den Reichen zugute. Die ärmere Bevölkerung profitiert kaum. Diese Entwicklung betrifft uns alle: Denn Ungleichheit bedroht die Stabilität und den Zusammenhalt unserer Gesellschaften und bildet einen Nährboden für populistische Bewegungen."   mehr ...