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Bildungsfernsehen - Dokumentationen

Scobel: Marx heute

War Karl Marx am Ende eher Visionär oder Revolutionär?

Vor 200 Jahren wurde der Philosoph und revolutionäre Vordenker Karl Marx geboren. Seine Ideen scheiterten im Praxistest Ende des 20. Jahrhunderts, doch seine Philosophie ist überraschend lebendig. Was würde Karl Marx zur heutigen Gesellschaft sagen? Wäre er mit der sozialen Marktwirtschaft zufriedener als mit dem Manchesterkapitalismus seiner Tage?   mehr ...

TV-Tipp: Doku ZDF - „Das Geschäft mit der Armut“ im Stream

„Das Geschäft mit der Armut“ zeigt die Machenschaften globaler Lebensmittelkonzerne in Schwellenländern: Sie liefern zuckerhaltigen Produkte in die entlegensten Dörfer und verhindern traditionelle Landwirtschaft. Ganze Länder werden abhängig:
 
Das Geschäft mit der Armut im Stream: In Schwellen- und Entwicklungsländer haben internationale Lebensmittelkonzerne eine neue Zielgruppe entdeckt: die Armen. Sie haben zwar kaum Geld, sollen das wenige jedoch für importierte Lebensmittel aus dem Westen ausgeben. Mit welchen Tricks ihnen das gelingt und wie sie so ganze Länder abhängig machen und Krankheiten wie Diabetes fördern, zeigt die Doku „Das Geschäft mit der Armut„.   mehr ...

Wissenschaftsdoku: Eine faire Welt - nur Utopie?

Fairness ist ein Wert, den jeder für erstrebenswert hält. Warum akzeptieren wir dennoch ein großes Maß an Ungleichheit und nehmen soziale Ungerechtigkeit einfach hin? Welches Fairness-Gefühl haben Kinder?

Wie lassen sich Ungerechtigkeiten auf wirtschaftlicher, politischer, Rassen- und Geschlechter-Ebene bekämpfen? Die Länder Costa Rica und Island sind positive Beispiele dafür, wie ganze Volkswirtschaften auf ein faires Miteinander ausgerichtet sein können.    mehr ...

Unabhängige Dieselforschung? Wie die Automobilindustrie die Wissenschaft steuert

Die deutsche Autoindustrie hat 2016 mindestens 25 Millionen Euro Fördergelder an mehrere Uni- und Hochschulinstitute vergeben. Von dieser Summe floss jedoch nichts in die Forschung zu den negativen Auswirkungen von Dieselemissionen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die REPORT MAINZ an den zehn deutschen Hochschulen durchgeführt hat, die mit Automobilherstellern kooperieren.   mehr ...

 

3sat: "Digitale Aufklärer - Auf der Suche nach der Wahrheit im Internet  [Video 02:43]"

BR: "Homo Digitalis - Wie die Digitalisierung unser Denken verändert."

ARD: "Exclusiv im Ersten - Keine Luft zum Atmen [Video 29:09]"

ARD: "Der Klimareport - Ist das Klima noch zu retten?  [Video 43:58]"

ARD: "Dokumentation "Grünes Gold" - Der Krieg um das Land."

Christoph Butterwegge: "Bedingungsloses Grundeinkommen - "Hinter die Fichte geführt".

ARD: "Bauer sucht Zukunft  [Video 28:16]"


Privatfernsehen - PayTV

"Germany's Next Topmodel" - Verhängnisvolle Mädchenstunde

Heidi Klum spielt seit 13 Jahren mit dem Traum jugendlicher Frauen vom Beruf als Supermodel. Warum findet sie noch Kandidatinnen - und ihre Fernsehshow Zuschauer?

Folge elf geht schlecht los für Trixi und endet kaum besser. Heidi Klum hat erklärt, die Mädchen seien inzwischen zwölf Wochen von ihren Liebsten getrennt. Deshalb wurden sie nun eingeflogen: der Freund von Julianna, die Mutter von Klaudia, die beste Freundin von Christina. Großes Hallo in der Modelwohnung in den Bergen von Los Angeles, einzig für Trixi ist kein Besuch gekommen. Sie wird viel weinen in dieser Folge - als die anderen acht Kandidatinnen ihre Liebsten herzen und knutschen, als sie beim Videodreh ihren Text vergisst, als Heidi Klum sie am Ende aus der Sendung wirft, obwohl sie ihr in den vergangenen Wochen sehr ans Herz gewachsen sei: "Aber es geht hier nicht um Sympathie, sondern es geht um Leistung."   mehr ...

Alles unter einem Dach - Deswegen sortiert Sky seine Sender neu

Der Bezahlsender Sky hat sein gesamtes Angebot gründlich renoviert. Von Mai an wird die deutlichste Veränderung Sky Q sein. Damit sind aber nicht nur aufwendige Neuproduktionen gemeint.   mehr ...

Kampf um Bezahlsender Comcast bietet 25 Milliarden Euro für Sky

Das Bieterrennen um den britischen Bezahlsender Sky setzt sich fort. Der US-Kabelkonzern Comcast bestätigte ein bereits Ende Februar angekündigtes Gebot von gut 25 Milliarden Euro. Die Aktie von Sky legte nach der Mitteilung um mehr als drei Prozent zu.   mehr ...

 


Rundfunkgebühren

Bundesverfassungsgericht - Rundfunkbeitrag verfassungswidrig? Was in Karlsruhe auf dem Spiel steht

Ist der Rundfunkbeitrag eine rechtmäßige Abgabe oder eine verfassungswidrige Steuer? Das Bundesverfassungsgericht verhandelt am Mittwoch über viele heikle Fragen. Die wichtigsten Fakten:

Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am Mittwoch die Verhandlung zum Rundfunkbeitrag begonnen. Die Richter prüfen zwei Tage lang, ob der Beitrag für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in seiner jetzigen Form zu Recht erhoben wird.   mehr ...

Gebührendebatte - Politik stellt ARD und ZDF Spar-Ultimatum - Sender mauern

Der Streit zwischen Politik und öffentlich-rechtlichem Rundfunk ist eskaliert: Die Rundfunkkommission der Länder forderte weitere Sparanstrengungen - ARD und ZDF stellen sich stur.   mehr ...

Steuergeld fürs TV-Programm - Dänen kippen die Rundfunkgebühr

Deutschlands Nachbarn im Norden verabschieden sich vom gebührenfinanzierten Rundfunk. Finanzminister Jensen geht davon aus, dass dadurch alle Dänen sparen. Das Geld für die öffentlich-rechtlichen Sender soll stattdessen aus dem Steuertopf kommen.   mehr ...

Volksabstimmung über "No Billag" - Zweite Chance für die Öffentlich-Rechtlichen in der Schweiz

Eine große Mehrheit der Wähler hat gegen eine Abschaffung der Rundfunkabgaben in der Schweiz gestimmt. Trotzdem kann beim SRF nicht viel bleiben, wie es war.   mehr ...

Weiteres NZZ: "Schweiz - Die SRG in Zahlen."

Kultur News

EU-Gericht weist Netflix-Klage gegen deutsche Filmförderung ab

Nach einer Neuordnung der deutschen Filmförderung muss auch ein US-Dienst wie Netflix einzahlen, wenn er Zuschauer in Deutschland hat. Netflix wollte die Regelung vor dem EU-Gericht kippen, die Richter nahmen die Klage jedoch erst gar nicht an.

Der Videostreaming-Dienst Netflix ist mit einer grundsätzlichen Klage vor dem Gericht der Europäischen Union gegen Einzahlungen in die deutsche Filmförderung gescheitert. Die Richter lehnten die Netflix-Klage als unzulässig ab, ohne zu prüfen, ob sie begründet ist. Netflix hatte sich gegen eine Neuregelung der Filmförderung gewehrt, nach der auch Videodienste ohne Sitz in Deutschland in die Filmförderung einzahlen müssen. Sie war 2014 beschlossen und 2016 von der EU-Kommission freigegeben worden. (Az.: T-818/16).  mehr ...

Neu im Kino: System Error – über den Aberglauben ans Wirtschaftswachstum

Ein neuer Dokumentarfilm blickt hinter die Kulissen von Finanzindustrie und Kapitalismus und sucht Antworten auf die Frage: Warum wollen wir auf einem endlichen Planeten unendlich wachsen?

Im neuen Kino-Film „System Error“ begibt sich Filmemacher Florian Opitz („Der Große Ausverkauf“, „Speed – auf der Suche nach der verlorenen Zeit“) in die Welt von amerikanischen Hedgefondsmanager, europäischen Finanzstrategen und brasilianischen Fleischproduzenten – also in die Welt von Menschen, die unser modernes kapitalistisches Wirtschaftssystem am Laufen halten.   mehr ...

200 Jahre Karl Marx - Mit Marx die Welt verstehen

Ob globale Finanzströme oder Automatisierung: Zum ersten Mal in seiner Geschichte scheint der Kapitalismus wirklich so zu funktionieren, wie Marx es beschrieben hat:.   mehr ...

 


Nobelpreise

Unruhe um Literaturnobelpreis - Kultursinn, Klüngeleien, Korruption

Die Schwedische Akademie steckt in einer schweren Krise. Was verbirgt sich hinter der Einrichtung, die den Literaturnobelpreis vergibt und immer genau 18 Mitglieder haben muss?

In diesem Jahr wird die Schwedische Akademie keinen Literaturnobelpreis vergeben. Nach einem Belästigungs- und Korruptionsskandal möchte das Jury-Gremium erst das "Vertrauen der Öffentlichkeit in die Akademie wiederherstellen", hieß es am Freitag.   mehr ...

Schwedische Akademie schrumpft - Jemand muss doch den Nobelpreis vergeben

Nach zwei prominenten Rücktritten kämpft die prestigeträchtige Schwedische Akademie ums Überleben. Wie handlungsfähig ist sie noch?

Achtzehn Stühle hat die Schwedische Akademie in Stockholm, die den Literaturnobelpreis vergibt. Zwei sind seit längerem kalt, ohne dass die Inhaberinnen formal austreten können. Drei wurden letzte Woche leer, weil sich die Inhaber am weichen Kurs der Akademie in Sachen Katarina Frostenson störten – ihrem Mann, der kein Mitglied ist, warfen achtzehn Frauen im November sexuelle Übergriffe vor, er führte einen von der Akademie finanziell unterstützten Kulturclub, in den Frostenson involviert war, und er soll auch eine Reihe von Nobelpreis-Entscheidungen vorab ausgeplaudert haben.   mehr ...

 


Pressefreiheit

Arbeitsbedingungen für Journalisten weltweit - Ranking der Pressefreiheit 2018

Die Pressefreiheit in Europa ist zunehmend gefährdet. Das geht aus der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen hervor. In keiner anderen Region der Welt habe sich die Lage so verschlechtert, heißt es im Bericht. Wie die Grafik von Statista zeigt, ging es für Deutschland zwar einen Rang bergauf, in Spanien und Polen verschlechterten sich die Werte. Besonders deutlich stiegen auch Tschechien und die Slowakei ab.

Beim Ranking der Pressefreiheit wird unter anderem die Unabhängigkeit der
journalistischen Arbeit vor Ort bewertet. Auch gewaltsames Vorgehen gegen Medienschaffende sowie ungerechtfertigte Haftstrafen von Reportern zählen in das Ranking mit rein.   mehr ...

Infografik: Ranking der Pressefreiheit 2018 | Statista

"Wir unterlassen nicht" - Pressemitteilung zur URLwww.afd-im-bundestag.de 

AfD geht gegen kritischen Journalismus vor. Fachmagazin »der rechte rand« wird geforderte Unterlassungserklärung nicht unterzeichnen!

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) will dem Fachmagazin »der rechte rand« die Nutzung der Domain „afd-im-bundestag.de“ untersagen. Mark Roth, Mitglied der Redaktion, erklärt dazu: „Berichterstattung über die AfD ist unser journalistisches Recht und als AntifaschistInnen unsere Aufgabe. Wir werden die geforderte Unterlassungserklärung nicht abgeben.
Wir unterlassen gar nichts.“  
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Journalisten klagen gegen den Geheimdienst

Das deutsche BND-Gesetz gefährdet die Pressefreiheit, warnen internationale Investigativreporter - und ziehen in Karlsruhe vor Gericht. Denn: Wer Journalisten überwacht, gefährdet auch Whistleblower.   mehr ...

OSZE - Pressefreiheit weltweit so stark bedroht wie lange nicht   mehr ...

Frankfurter Buchmesse - Von Nazis und Narzissten: die deprimierenden Lehren aus dem Buchmesse-Eklat   mehr ...

 
 
Telepolis: "Sollen Pressefotografen Hilfspolizisten spielen? Die Durchsuchung der Wohnungen mehrerer Fotografen sorgt für scharfe Kritik und wird noch die Gerichte beschäftigen."

Medien / Zeitungen

IVW-Blitz-Analyse überregionale Zeitungen - Bild und Bild am Sonntag verlieren mehr als 10%

Die beiden Springer-Schlachtschiffe Bild und Bild am Sonntag führen weiter die Rankings der meistverkauften Tages- und Wochenzeitungen Deutschlands an. Doch auch im ersten Quartal 2018 ging es für das Duo am deutlichsten von allen Titeln nach unten. Die Bild am Sonntag büßte 10,8% bei den Abos und im Einzelverkauf ein, Bild sogar 12,3%. Leichte Gewinne gab es für das Handelsblatt und einige kleine Wochenzeitungen:

Zwar büßten auch fast alle anderen überregionalen Tageszeitungen Verkäufe ein, doch keine so deutlich wie die 12,5% der Bild. Die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine verzeichnen ein verhaltenes Minus von 2,2% und 2,0%, die taz eins von 0,8% und das Handelsblatt gewann dank weiter steigender ePaper-Abos 0,6% hinzu. Deutlicher sehen die Verluste hingegen bei der Welt (-8,5%) und dem Neuen Deutschland (-7,1%) aus.   mehr ...

Provider verloren - Russischer Sender RT stellt Ausstrahlung in Washington ein

Der staatliche russische Auslandssender RT (früher Russia Today) kann Berichten zufolge zum 1. April nicht mehr in der US-Hauptstadt Washington senden. Der Provider, der das Programm des TV-Kanals bislang gesendet habe, habe RT aus dem Netzwerk genommen, teilte Chefredakteurin Margarita Simonjan am Donnerstagabend in Moskau mit. Dies hänge mit dem Status von RT als "ausländischer Agent" zusammen, sagte sie der Agentur Interfax zufolge.   mehr ...

Bild, Bild.de - BILD wird BreitBILD

Mal Hand aufs Herz: Hätte man sich jemals vorstellen können, dass man sich Kai Diekmann als BILD-Chefredakteur zurückwünscht? Der Kai Diekmann, der meinte, er könnte einen Politiker wie Karl-Theodor zu Guttenberg zum Kanzler hochschreiben, und der selbst zahllose BILD-Kampagnen gegen Minderheiten fuhr. Doch bei Diekmann hatte man noch das Gefühl, der macht dies als professioneller und abgewichster Boulevard-Journalist. Der schreibt heute „Hü“ und morgen „Hott“, weil er wusste, dass sich schweigende Mehrheiten durchaus mal ändern, und das gesunde Volksempfinden eine launische Diva sein kann. Ihm war das Produkt im Zweifel näher als seine persönliche Meinung.   mehr ...

„In welchem Land gibt es den nächsten Macron?“ - Politstratege erklärt, wie moderner Wahlkampf mit Big Data funktioniert

Viel wurde in den vergangenen Tagen über Facebook und die britische Datenfirma Cambridge Analytica geredet. Auf dem Online Marketing Rockstars (OMR) Festival hat Guillaume Liegey über den modernen Wahlkampf in Zeiten von Big Data gesprochen. Der Franzose hatte den Präsidentschaftswahlkampf von Emmanuel Macron koordiniert.   mehr ...

 
 
NZZ: "Medienkritik: «Du Nazi!» – «Du Gutmensch!»: Es ist höchste Zeit, die Nazikeulen-Gutmenschen-Diskussionen einzustellen."

Fernsehen / Streaming

DVB-T2 HD Ausbau in Bayern - DVB-T2 HD startet Ende April in Augsburg und weiteren Regionen Oberbayerns

Vom 23. bis 26. April wird in Augsburg und weiteren Regionen Bayerns das Antennenfernsehen auf DVB-T2 HD umgestellt. Das bedeutet für alle, die Fernsehen über die Antenne empfangen, mehr Programmvielfalt und hochauflösende Fernsehbilder. Insgesamt 16 öffentlich-rechtliche Programme gehen in FullHD - Auflösung an den fünf Standorten Augsburg-Hotelturm, Pfaffenhofen, Gelbelsee sowie Hochberg und Untersberg auf Sendung. Das bisherige Antennenfernsehen DVB-T wird dort zugleich eingestellt. Hinweis-Einblendungen im Fernsehprogramm informieren die Betroffenen im Vorfeld.   mehr ...

Streaming - Netflix wächst weiter sehr stark

Netflix sieht sich als Medienfirma und weniger als IT-Konzern. Die Aktie des Streaminganbieters konnte in diesem Jahr um 60 Prozent zulegen:

Netflix hat in seinem ersten Quartal 7,41 Millionen neue Abonnenten gewonnen. Das gab das Unternehmen bekannt. 5,46 Millionen kamen im Ausland hinzu. Die Analysten hatten 6,5 Millionen neue Abonnenten erwartet. Damit erreicht der Streaminganbieter nun weltweit 125 Millionen Menschen.   mehr ...

Geoblocking in der EU - Ab Ostern muss Netflix grenzenloser streamen

Ein deutsches Abo bei Netflix oder SkyGo war im EU-Ausland bisher nur eingeschränkt nutzbar. Das ändert sich jetzt. Aber manchen geht der Schritt noch nicht weit genug.   mehr ...

 


Journalismus

OPCW-Bericht - Russland war’s! Die Geschichte einer vergifteten Eilmeldung

Also doch. „OPCW bestätigt russische Herkunft des Giftes im Fall Skripal“, schrieb die Nachrichtenagentur AFP gestern Nachmittag um kurz nach eins, und sie verschickte die Neuigkeit als Eilmeldung, natürlich. Schließlich wird derzeit über keine Frage so intensiv spekuliert, wie über jene, woher die Substanz stammt, mit der der frühere russische Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet wurden. AFP lieferte scheinbar die Antwort.

Dabei äußert sich die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in ihrem Abschlussbericht, den sie gestern vorlegte, gar nicht zur Herkunft des Stoffes. Sie hat also auch nicht gesagt, dass Russland der Produzent sei. AFP hatte das aber so gedeutet und auch noch mal in einer längeren Übersicht um 13:32 Uhr verbreitet. Bis zur Korrektur verging dann viel Zeit. „Der Interpretationsfehler“, schreibt AFP auf Anfrage, „entstand in unserem Londoner Korrespondentenbüro“. Zwei Stunden später sei er bemerkt worden.   mehr ...

Amokfahrt in Münster - Live: Alles, was n-tv und Welt nicht so genau wissen

„Amokfahrt in #Muenster: Große Anteilnahme“, meldete die Mediengruppe RTL am Sonntag auf Twitter. Und weil sie Mitgefühl bei RTL in Prozent messen, folgte auch gleich der Beleg:

„Insgesamt 7,24 Mio. Zuschauer informierten sich gestern bei @ntvde. Die Breaking News ab kurz vor 17 Uhr erzielten Marktanteile von im Schnitt bis zu 3,5%.“

Die Polizei hatte, wie in solchen Situationen üblich, früh darum gebeten, nicht über das Motiv des Täters oder den Tathergang zu spekulieren. Digitale Netzwerke quellen bei solchen Taten bekanntlich über vor Desinformation und bösen Gerüchten, was schlimm genug ist, und nicht steuerbar.

Besonders ärgerlich ist es dann aber, wenn an der Verwirrung auch noch Fernseh-Journalisten mitwirken, in Sendern, die lange von einem „Anschlag“ sprechen. Sie meinen: einen islamistischen Anschlag, und n-tv sieht für einen Anschlag längere Zeit „klare Hinweise“, was auch so eingeblendet wird.   mehr ...

Schlechter Journalismus füttert „Fake News

Eine neue Studie der Stiftung Neue Verantwortung hat den Verlauf zehn ausgesuchter, prominenter Falschmeldungen im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 untersucht. Darin zeigen die Forscher: Stimmt, die meisten Fake News werden durch übliche Verdächtige wie die „Epoch Times“, „Junge Freiheit“ oder die AfD verbreitet. Medien wie der ARD-„Faktenfinder“, der BR-„Faktenfuchs“, die „Süddeutsche Zeitung“ oder „Spiegel Online“ übernehmen dann oft die Rolle als „Debunker“, also Richtigsteller falscher Information. Nur tun sie das leider oft zu spät, und sie bekommen nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit des Publikums, das auf die falsche Meldung hereingefallen ist.   mehr ...

 
 
Medium.com: "Danke, Trump: Der Journalismus ist nicht am Ende, sondern am Anfang."
Correctiv.org: "Übergriffe und Wirkungen - Was wir bei CORRECTIV derzeit erleben: Die Angriffe auf CORRECTIV nehmen derzeit massiv zu. Nicht alle Attacken sind offen und fair. Kampagnenartig wird versucht, unsere Arbeit zu stören."
EJO-online.de: ""Bullshit" verdrängt Journalismus:Die Warnzeichen sind allzu lange ignoriert worden. Die Informationsmedien laufen Gefahr, im Online-Zeitalter den Wettlauf mit den Propagandisten zu verlieren."

Leistungsschutz / Urheberrecht

Vergütungszwang gefordert - Voss will Leistungsschutzrecht deutlich verschärfen

Von wegen Kompromiss: Der Verhandlungsführer im EU-Parlament, Axel Voss, hat die Pläne für ein europäisches Leistungsschutzrecht noch deutlich verschärft. Nun drohen spanische Verhältnisse in ganz Europa:

Ein Vergütungszwang für die Nutzung von Online-Medien soll nach dem Willen des Europaabgeordneten Axel Voss (CDU) die Finanzierung von Presseverlagen und Nachrichtenagenturen in Europa verbessern. Das geht aus dem Vorschlag hervor (PDF), den der Verhandlungsführer des Europaparlaments bei der Reform des Urheberrechts am Mittwoch vorgelegt hat. Mit seinen Plänen geht Voss noch deutlich über den Vorschlag der EU-Kommission für ein Leistungsschutzrecht hinaus. Der Deutsche Startup-Verband kritisierte den Vorschlag umgehend.   mehr ...

Urheberrecht - Bär lehnt Leistungsschutzrecht strikt ab

Die designierte Staatsministerin für Digitales dürfte bald vor ihrer ersten Bewährungsprobe stehen. Da Dorothee Bär das Leistungsschutzrecht für Presseverleger ablehnt, droht eine Lobbyschlacht mit den Verlagen.   mehr ...

EU-Kommission hält kritische Studie zurück

Die EU-Kommission hält seit mehr als einem Jahr eine Studie zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger unter Verschluss. Möglicherweise, weil sie inhaltlich nicht zur eigenen Linie passt. Denn die 29-seitige Analyse mit dem Titel Online News Aggregation and Neighbouring Rights for News Publisherserklärt die deutsche und die spanische Version jenes Leistungsschutzrechts, das die Kommission jetzt EU-weit einführen möchte, für wirkungslos und geradezu kontraproduktiv.   mehr ...

 

Zeit: "Die Panoramen bleiben frei: Fotografen atmen auf. Das Europaparlament hat gegen eine Einschränkung der Panaromafreiheit entschieden."

Öffentlich-Rechtliches Fernsehen/Rundfunk

„Super-Mediathek“ - ARD und Verlage überlegen deutschen Facebook-Rivalen

Eine deutsche Alternative zu Facebook und Youtube? Genau das könnte eine „Super-Mediathek“ mit Inhalten von Verlagen und Öffentlich-Rechtlichen werden. Aber es gibt viele Hürden:

Wenn es gemeinsam gegen einen übermächtigen Feind geht, vergessen sogar die ärgsten Streithähne ihre Auseinandersetzungen – zumindest für eine kurze Zeit. Die Überlegungen des aktuellen ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, eine deutsche Alternative zu den US-Plattformen Facebook und Youtube aufzubauen, stoßen bei Mathias Döpfner, Präsident des Zeitungsverlegerverbandes BDZV und Chef des Axel-Springer-Verlags, auf Zustimmung. Wilhelm, zugleich BR-Intendant, schwebt eine Art „Super-Mediathek“ vor, wie der Deutschlandfunk berichtet.   mehr ...

ARD und ZDF im Internet - Gegen die Presse

ARD und ZDF jubeln über die Rundfunkabstimmung in der Schweiz. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk scheint gestärkt. Hinter den Kulissen bereiten die Bundesländer dessen weitere Expansion vor.   mehr ...

Wie Europa über öffentlichen Rundfunk debattiert

In Frankreich gelten sie als "Schande der Republik", in Dänemark liefern sie zwar erfolgreiche Serien wie "Borgen" - zahlen will aber trotzdem niemand. Ein Überblick der Kritik an öffentlich-rechtlichen Sendern.   mehr ...´

 
 
Heise: "Öffentlich-Rechtliche im Kampf gegen Fake-News: Das ZDF will Falschmeldungen in sozialen Medien entgegentreten, sich aber nicht an Facebooks eigener Fake-News-Initiative beteiligen. Auch die ARD plant eigene Projekte."


Talkshows

Medien-Bashing bei „Hart aber fair“ - Sind Journalisten schuld am Aufstieg der AfD?

Haben die Medien eine Mit-Schuld am Aufstieg der AfD? Und wenn ja, wir groß ist diese? Die Rolle der Medien beim Aufstieg der AfD wurde in der gestrigen „Hart aber fair“-Sendung im Ersten erneut ausführlich diskutiert. Eine besondere Rolle fiel dabei dem früheren ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu.

Nikolaus Brender? Da war doch mal was … Brender war von 2000 bis 2010 Chefredakteur des ZDF. Sein Vertrag wurde damals nicht verlängert, weil sich vor allem der damalige hessische CDU-Ministerpräsident Roland Koch im ZDF-Verwaltungsrat gegen ihn ausgesprochen hatte. Brenders Demission wegen politischer Einflussnahme gilt als Sündenfall des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Nach dem Fall Brender musste der ZDF-Staatsvertrag nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu geschrieben und staatsferner gestaltet werden.   mehr ...

Bundestagswahl - Die TV-Debatte als Wahlhölle

Alice Weidel ist unsympathisch, Christian Lindner eitel, Katrin Göring-Eckardt langweilig: Sat1 diskutiert Politik entlang persönlicher Angriffe und erleichtert keine Wahlentscheidungen:

Getroffen bis ins Mark. So lässt sich der Blick von Alice Weidel deuten, den die Kamera einfängt, in Großaufnahme. Gerade hat ihr Sat-1-Moderator Claus Strunz eröffnet, dass 88 Prozent der Deutschen einer Umfrage des Senders zufolge die AfD-Spitzenkandidatin nicht als Nachbarin haben wollen. "Sie wissen, warum wir Sie das fragen", sagt Strunz und grinst. Klar, weil Ihr Co-Kandidat Alexander Gauland das mal über den Fußballnationalspieler Jérôme Boateng gesagt hat.   mehr ...

 


eBooks

EU-Parlament ebnet Weg für niedrigere Steuer auf E-Books

Die günstigeren Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher und Zeitungen soll es auch bei ihren digitalen Pendants geben können, hat das EU-Parlament beschlossen:

Elektronische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften könnten bald niedriger besteuert und somit billiger werden. Das Europaparlament stimmte am Donnerstag einer Richtlinie zu, nach der die EU-Staaten die Mehrwertsteuer der elektronischen Ausgaben wie bei Druckerzeugnissen senken dürfen. Ob die Länder dem folgen und ob die Ermäßigung an Verbraucher weitergeben wird, ist offen. Die EU-Kommission hatte die Reform der Mehrwertsteuer im Dezember auf den Weg gebracht.

Die Bundesregierung ist schon seit längerem für die Steuersenkung. Für gedruckte Bücher und journalistische Erzeugnisse gilt in Deutschland ein ermäßigter Satz bei der Mehrwertsteuer von 7 statt 19 Prozent – aber eben nicht für digitale Ausgaben. Verleger hatten deshalb Gleichbehandlung gefordert. Derzeit müssen sie EU-weit mit mindestens 15 Prozent besteuert werden. Nun können die Mitgliedsstaaten den jeweils für Printprodukte gültigen Satz anwenden.   mehr ...