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Journalismus

Medien und Demokratie - Brief an die deutschen Journalisten

Wie tickt die Presse in diesem Land? Anders als in meiner Heimat, den Vereinigten Staaten? Was tun gegen „Fake News“? Dazu habe ich 53 Publizisten befragt. Ihr Selbstverständnis ergibt ein spannendes Bild. Ein Gastbeitrag:

Auf Einladung der Robert Bosch Stiftung habe ich mich drei Monate in Deutschland aufgehalten und in dieser Zeit mit vielen von Ihnen gesprochen. Heute nun möchte ich berichten, was ich über den deutschen Journalismus und seine gegenwärtige Lage herausgefunden habe.   mehr ...

OPCW-Bericht - Russland war’s! Die Geschichte einer vergifteten Eilmeldung

Also doch. „OPCW bestätigt russische Herkunft des Giftes im Fall Skripal“, schrieb die Nachrichtenagentur AFP gestern Nachmittag um kurz nach eins, und sie verschickte die Neuigkeit als Eilmeldung, natürlich. Schließlich wird derzeit über keine Frage so intensiv spekuliert, wie über jene, woher die Substanz stammt, mit der der frühere russische Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia vergiftet wurden. AFP lieferte scheinbar die .   mehr ...

Amokfahrt in Münster - Live: Alles, was n-tv und Welt nicht so genau wissen

„Amokfahrt in #Muenster: Große Anteilnahme“, meldete die Mediengruppe RTL am Sonntag auf Twitter. Und weil sie Mitgefühl bei RTL in Prozent messen, folgte auch gleich der Beleg.   mehr ...

 
 
Medium.com: "Danke, Trump: Der Journalismus ist nicht am Ende, sondern am Anfang."
Correctiv.org: "Übergriffe und Wirkungen - Was wir bei CORRECTIV derzeit erleben: Die Angriffe auf CORRECTIV nehmen derzeit massiv zu. Nicht alle Attacken sind offen und fair. Kampagnenartig wird versucht, unsere Arbeit zu stören."
EJO-online.de: ""Bullshit" verdrängt Journalismus:Die Warnzeichen sind allzu lange ignoriert worden. Die Informationsmedien laufen Gefahr, im Online-Zeitalter den Wettlauf mit den Propagandisten zu verlieren."

Leistungsschutz / Urheberrecht

Leistungsschutzrecht - Verleger fordern weiter Millionen von Google

Die deutschen Presse-Verleger fordern von Google weiter eine Vergütung für Snippets. Sie rechnen aber mit einer langen juristischen Auseinandersetzung:

Fünf Jahre nach dem Inkrafttreten des deutschen Leistungsschutzrechts für Presseverlage (LSR) rechnen namhafte Verleger weiterhin mit signifikanten Zahlungen von großen Internetkonzernen. "Beim Rechtsstreit mit Google haben wir uns auf eine grundsätzliche Auseinandersetzung eingestellt", sagte der Kölner Verleger Christian DuMont Schütte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.   mehr ...

EuGH-Urteil zum Urheberrecht - Quellenangabe reicht nicht

- Eine Schule veröffentlichte auf ihrer Seite ein Referat samt Foto, ohne den Fotografen um Erlaubnis zu fragen. Das Foto hatte eine Schülerin von einer anderen Webseite kopiert.

- Der Europäische Gerichtshof wollte auch für Schulen keine Ausnahme gelten lassen:

Auch wenn ein Foto im Internet frei zugänglich ist, kann es nicht ohne neue Zustimmung des Fotografen auf einer anderen Website veröffentlicht werden. Das bedeutet: Wer ohne Erlaubnis Bilder von anderen Webseiten auf seine Seite stellt, verletzt Urheberrecht - auch wenn er dabei die Quelle angibt. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag entschieden. (Az. C-161/17)   mehr ...

Leistungsschutzrecht - Lobbyschlacht um die Zukunft des Internets

Eine Woche vor der entscheidenden Abstimmung im Europaparlament wird weiter erbittert über die Reform des Urheberrechts gestritten. Die Beteiligten werfen sich gegenseitig Desinformationskampagnen vor.   mehr ...

 


Pressefreiheit

Burma sperrt Reporter ein, die ein Massaker aufgedeckt haben

Ein Gericht in Rangun hat zwei einheimische Reuters-Journalisten wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu je sieben Jahren Haft verurteilt. Die beiden Reporter hatten eine Greueltat der Armee an der muslimischen Minderheit der Rohingya enthüllt:
 
Die Hoffnungen über den Reform- und Demokratisierungsprozess in Burma haben am Montag einen weiteren Tiefschlag erlitten: Die beiden Reuters-Reporter, die gegen Ende 2017 über ein Massaker in einem Rohingya-Dorf recherchierten, sind zu je sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht befand, dass sich der 28-jährige Kyaw Soe Oo und sein vier Jahre älterer Kollege Wa Lone illegal geheime Dokumente beschafft hätten. Dies, obwohl es klare Hinweise dafür gibt, dass die beiden in einen Hinterhalt gelockt wurden. Das Urteil, das sich auf ein Gesetz gegen Geheimnisverrat aus britischen Kolonialzeiten stützt, sorgt international für Entrüstung. Sowohl die USA als auch die EU setzten sich für eine Freilassung ein.   mehr ...

Presseschau zu Medien gegen Trump - "Der schmutzige Krieg gegen die freie Presse muss aufhören"

Der "Boston Globe" und mehr als 300 weitere US-Medien wehren sich mit Leitartikeln gegen die Angriffe von Donald Trump. Doch nicht alle Zeitungen sind von dieser koordinierten Aktion überzeugt.   mehr ...

Arbeitsbedingungen für Journalisten weltweit - Ranking der Pressefreiheit 2018

Die Pressefreiheit in Europa ist zunehmend gefährdet. Das geht aus der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen hervor. In keiner anderen Region der Welt habe sich die Lage so verschlechtert, heißt es im Bericht. Wie die Grafik von Statista zeigt, ging es für Deutschland zwar einen Rang bergauf, in Spanien und Polen verschlechterten sich die Werte. Besonders deutlich stiegen auch Tschechien und die Slowakei ab.   mehr ...

Infografik: Ranking der Pressefreiheit 2018 | Statista

 
 
Telepolis: "Sollen Pressefotografen Hilfspolizisten spielen? Die Durchsuchung der Wohnungen mehrerer Fotografen sorgt für scharfe Kritik und wird noch die Gerichte beschäftigen."

Kultur News

print at home - Bundesgerichtshof untersagt Eventim-Onlineticketgebühr

Die Funktion print@home für Tickets darf nichts kosten. Dies hat der Bundesgerichtshof nun bestätigt. CTS Eventim war ein schlechter Verlierer und hatte immer wieder Berufung gegen die Verbraucherschützer eingelegt.

Eine Servicegebühr von bis 2,50 Euro für die elektronische Übermittlung einer Eintrittskarte zum Selbstausdrucken ist unzulässig. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 23. August 2018 bestätigt (Aktenzeichen III ZR 192/17). Die Urteilsgründe sind bisher nicht veröffentlicht. Gegen CTS Eventim hatte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geklagt.   mehr ...

Gedenken an Aretha Franklin - "Salut an die Königin"

Der Tod von Soulsängerin Aretha Franklin erschüttert die Musikbranche. Die Reaktionen:

Ihr Tod kam nicht unangekündigt, tagelang kursierten bereits Meldungen über Aretha Franklins Gesundheitszustand. Und doch zeigt sich die Musikbranche tief betrübt, als die Soulsängerin nun am Donnerstag gestorben ist.   mehr ...

Online-Umfrage - Bürger sollen sich an Medienstaatsvertrag beteiligen

Bürger und Medienschaffende sind dazu eingeladen, "aus dem Rundfunkstaatsvertrag einen Medienstaatsvertrag zu machen“, wie es aus Mainz .   mehr ...

 


Fernsehen / Streaming

Netflix testet Werbung zwischen Serienepisoden - Dafür gibt es im Netz heftige Kritik

Der Streamingdienst Netflix ist unter anderem so beliebt, weil er ganz ohne Werbung auskommt. Die etwa 130 Millionen Nutzer weltweit können ohne Warten oder Werbeunterbrechung ihre Lieblingsserien und Filme streamen und ganze Staffeln am Stück anschauen. Dass dabei zwischendurch keine Werbung nervt, ist einer der größten Vorteile gegenüber dem Fernsehen.

Jetzt hat Netflix aber erstmals Werbeunterbrechungen zwischen einzelnen Episoden eingeführt.   mehr ...

Deutsche Konkurrenz für US-Streaminganbieter

- Deutsche TV-Sender arbeiten seit längerem an Alternativen zu US-Streamingdienstleistern wie Netflix und Amazon Prime.

- Hierfür setzen viele Sender auf Kooperationen. Bis vor wenigen Jahren verhinderte das Kartellamt noch einen Zusammenschluss.

- Anstelle einer Vielzahl gesonderter Sendermediatheken plädiert Leonhard Dobusch, Mitglied des ZDF-Fernsehrates, für ein "öffentlich-rechtliches Internet":

Beinahe wären ARD und ZDF ihrer Zeit weit voraus gewesen: Schon 2010 hatten sie die Idee für eine große deutsche Streamingplattform, das gemeinsame Projekt sollte "Germany's Gold" heißen. Doch das Kartellamt sagte nein, genau wie zuvor schon zu einem Gemeinschaftsportal von RTL und ProSiebenSat. 1 ("Amazonas"). Aber die Zeiten haben sich geändert. 2014 kam Netflix nach Deutschland und warf gemeinsam mit Youtube und Amazon Prime die Sehgewohnheiten der Zuschauer über den Haufen. Jetzt wünschen sich viele, es gäbe doch eine heimische Plattform, die es mit den Diensten aus den USA aufnehmen könnte. Die ganze Branche, so scheint es, schmiedet Pläne, um den US-Konzernen Konkurrenz zu machen - oder machen sie am Ende vor allem einander Konkurrenz? Wer arbeitet eigentlich an was? Ein Überblick.   mehr ...

Kartellamt genehmigt Streaming-Plattform von TV-Sendern

ProSiebenSat.1 und der US-Konzern Discovery können ihre gemeinsame Streamingplattform ausbauen. Das Bundeskartellamt genehmigte am 23. Juli 2018 die Erweiterung der gemeinsamen Videoplattform 7TV um die Angebote Eurosport Player und Maxdome.   mehr ...

 


Öffentlich-Rechtliches Fernsehen/Rundfunk

Prominent präsentiert - Hayalis Nebentätigkeiten

Ein schöner Sommertag im Juni, in einem Eventzentrum direkt am Brandenburger Tor in Berlin: Hier trifft sich die Glücksspiel-Branche - die "Deutsche Automatenwirtschaft" - zu ihrem alljährlichen Kongress, dem sogenannten "Gaming Summit". Mehr als 30 Referenten diskutieren in verschiedenen Panels aktuelle Fragen rund um das Glücksspiel. Moderiert wird die ganztägige Veranstaltung von der prominenten ZDF-Journalistin Dunja Hayali, seit vielen Jahren Gesicht des Morgenmagazins und inzwischen auch einer eigenen Talkshow.
 
Einige Beobachter sind verwundert, sie hier auf der Bühne stehen zu sehen - immerhin  handelt es sich um eine Branche, die nach wie vor in der Kritik steht, weil sie ihr Geld auch mit der Spielsucht verdient. Sie habe sich intensiv mit der Branche beschäftigt, sagt Dunja Hayali im ZAPP-Gespräch, es handele sich um einen "legalen Wirtschaftszweig" und : "Solange ich da das tue, was ich sonst auch immer tue auf der Bühne bei jedem Fachkongress, nämlich kritischen Journalismus, unabhängig, fair und respektvoll, solange sehe ich kein Problem."   mehr ...

Nicht in diesem Ton

- Welche Pläne haben Fernsehsender für ihre Zuschauer, die immer älter werden?

- Sie tun zwar viel für Barrierefreiheit oder Hörgeschädigte. Aber für ältere Menschen, die oft hör- und sehbeeinträchtigt sind, gibt es keine speziellen Maßnahmen.

- Auf die Frage der SZ, was sie konkret tun, um diese Gruppe zu erreichen, können die Sender nichts Konkretes nennen.   mehr ...

„Super-Mediathek“ - ARD und Verlage überlegen deutschen Facebook-Rivalen

Wenn es gemeinsam gegen einen übermächtigen Feind geht, vergessen sogar die ärgsten Streithähne ihre Auseinandersetzungen – zumindest für eine kurze Zeit. Die Überlegungen des aktuellen ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, eine deutsche Alternative zu den US-Plattformen Facebook und Youtube aufzubauen, stoßen bei Mathias Döpfner, Präsident des Zeitungsverlegerverbandes BDZV und Chef des Axel-Springer-Verlags, auf Zustimmung. Wilhelm, zugleich BR-Intendant, schwebt eine Art „Super-Mediathek“ vor, wie der Deutschlandfunk berichtet.   mehr ...

 
 
Heise: "Öffentlich-Rechtliche im Kampf gegen Fake-News: Das ZDF will Falschmeldungen in sozialen Medien entgegentreten, sich aber nicht an Facebooks eigener Fake-News-Initiative beteiligen. Auch die ARD plant eigene Projekte."

Medien / Zeitungen

Tageszeitung - "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende"

Der Geschäftsführer der "taz" sieht die Zukunft der Zeitung im Onlinejournalismus. Die Mitarbeiter müssten sich auf das Ende der Printausgabe einstellen:
 
Die taz wird möglicherweise bald nicht mehr als tägliche Printausgabe erscheinen. Das kündigte der Geschäftsführer der Zeitung, Karl-Heinz Ruch, in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. "Das Zeitalter der gedruckten Zeitung ist zu Ende", schrieb Ruch. "Der Journalismus lebt im Netz weiter." Über das Schreiben hatten zunächst der Mediendienst turi2 und die Süddeutsche Zeitung berichtet.   mehr ...

„Raubverlage“ florieren - Tausende Forscher sind auf Fake-Journale hereingefallen

Immer mehr seriöse Forscher lassen sich von „Raubverlagen“ das Geld aus der Tasche ziehen. Ihr Ziel: der schnelle Ruhm. Nun sind Zahlen über das Ausmaß auf dem Tisch, Gegenmaßnahmen werden gefordert.   mehr ...

Verwechslungen - Die guten Menschen vom Compact Verlag

Ein kleiner Verlag aus München macht Bücher für weltoffene Kunden - doch er heißt genauso wie das rechte Magazin, das über Flüchtlinge herzieht. Zu Besuch bei Buchmenschen, die der Verzweiflung nahe sind.   mehr ...

 


Rundfunkgebühren

Beitragsservice hat bereits 800.000 Menschen angeschrieben

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat im Laufe des Sommers 2018 rund 800.000 Menschen angeschrieben, um herauszufinden, ob sie Rundfunkgebühren zahlen müssen oder nicht. Aktuell gleicht der Beitragsservice seine Daten mit denen der Meldeämter ab:

Der Beitragsservice des öffentlichen Fernsehens und Rundfunks hat in diesem Sommer begonnen, seine Datenbanken zu aktualisieren. Nach Angaben von Heise.de, die sich auf eine Meldung der DPA berufen, sollen bereits 800.000 Menschen angeschrieben worden sein.   mehr ...

Bundesverfassungsgericht - Rundfunkbeitrag im Wesentlichen verfassungsgemäß

Der 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag ist im Großen und Ganzen mit dem Grundgesetz vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht beanstandete in seinem Urteil jedoch, dass Menschen mit zwei Wohnungen, die den Beitrag bislang doppelt zahlen müssen, zu stark benachteiligt würden.   mehr ...

Unendliche Geschichte endet? – Urteil zum Rundfunkbeitrag steht bevor

Das Ende eines langjährigen Streites steht bevor: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet am kommenden Mittwoch (18. Juli) darüber, ob der Rundfunkbeitrag in seiner jetzigen Form rechtmäßig ist oder nicht. Im Kern geht es dabei um zwei Fragen: Zum einen muss das höchste deutsche Gericht feststellen, ob es sich bei dem Beitrag nicht vielmehr um eine Steuer handelt. Wäre dies der Fall, hätten die Länder, die den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag aufgesetzt haben, keine Gesetzgebungskompetenz.   mehr ...


Privatfernsehen - PayTV

Sky - Bieterschlacht um Pay-TV-Sender geht weiter

Im Wettbieten um die britische Sendergruppe Sky will der US-Kabelriese Comcast mit einer erhöhten Offerte Rupert Murdochs Medienkonzern 21st Century Fox ausstechen. Comcast hob sein Angebot nach Angaben vom Mittwochabend (Ortszeit) von 12,5 auf nun 14,75 britische Pfund in bar pro Sky-Aktie an. Damit werde Sky insgesamt mit rund 26 Milliarden Pfund (29,4 Mrd Euro) bewertet. Comcast überbietet so den Mitbewerber Fox, der seine Offerte kurz zuvor von 10,75 auf 14 Pfund je Aktie erhöht hatte, womit Sky auf 24,5 Milliarden Pfund (27,7 Mrd Euro) taxiert würde.   mehr ...

Netflix - The Beginning of Life, The Series

Mittels neuer technischer und neurowissenschaftlicher Erkenntnisse untersucht die Serie, wie Umwelteinflüsse auf Babys wirken – und wie Babys unsere Zukunft bestimmen:

Diese Serie über frühkindliche Entwicklung behandelt Lernphasen, die Bedeutung der Interaktion zwischen Kind und Erwachsenen sowie die Herausforderungen für neue Eltern.   mehr ...

"Germany's Next Topmodel" - Verhängnisvolle Mädchenstunde

Heidi Klum spielt seit 13 Jahren mit dem Traum jugendlicher Frauen vom Beruf als Supermodel. Warum findet sie noch Kandidatinnen - und ihre Fernsehshow Zuschauer?   mehr ...

 
 

Talkshows

ARD und ZDF - Kulturrat fordert ein Jahr Sendepause für Talkshows

Der Geschäftsführer des Kulturrats kritisiert die einseitige Themenauswahl und die Qualität der Talkshows in ARD und ZDF. Er empfiehlt den Sendern eine einjährige Pause:
 
Der Deutsche Kulturrat hat ARD und ZDF dazu aufgefordert, ihre Talkshows zu überarbeiten und ein Jahr lang keine mehr zu senden. Der Geschäftsführer Olaf Zimmermann kritisierte in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung die einseitige Berichterstattung in den Sendungen. "Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen", sagte Zimmermann.   mehr ...

TV-Kritik „Hart aber fair“ - Wie man Feinde erfindet

Frank Plasberg gerät schon vor der Sendung zum Thema Flüchtlinge unter Druck. Das zeigt, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk zum politischen Schlachtfeld für Linke und Rechte geworden ist. Die anschließende Sendung zeigt, wie Widerstand zu leisten ist.   mehr ...

Medien-Bashing bei „Hart aber fair“ - Sind Journalisten schuld am Aufstieg der AfD?

Haben die Medien eine Mit-Schuld am Aufstieg der AfD? Und wenn ja, wir groß ist diese? Die Rolle der Medien beim Aufstieg der AfD wurde in der gestrigen „Hart aber fair“-Sendung im Ersten erneut ausführlich diskutiert. Eine besondere Rolle fiel dabei dem früheren ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu.   mehr ...

Bundestagswahl - Die TV-Debatte als Wahlhölle

Alice Weidel ist unsympathisch, Christian Lindner eitel, Katrin Göring-Eckardt langweilig: Sat1 diskutiert Politik entlang persönlicher Angriffe und erleichtert keine Wahlentscheidungen.   mehr ...

 


Bildungsfernsehen - Dokumentationen

ARD-Doku über Vergewaltigungsprozesse - Wenn man sich rechtfertigen muss, eine schwere Straftat angezeigt zu haben

Ein ARD-Film schildert, wie es vergewaltigten Frauen in den Mühlen der Strafverfolgung ergeht. Der Film ist ein Plädoyer für besseren Opferschutz - und bestes, relevantes Fernsehen:

Diese Dokumentation ist ein Skandal. Sie ist deshalb ein Skandal, weil die Taten, die dort zur Sprache kommen, aber vor allem deren juristische Aufarbeitung so passiert sind. Eine vergewaltigte Frau, die sich vor Gericht ihre eigene Vergewaltigung auf Video anschauen muss; eine vergewaltigte Frau, deren Peiniger trotz Anklage nicht der Prozess gemacht wird; eine vergewaltigte Frau, die durch ihre unwürdige Vernehmung beinahe in den Freitod getrieben worden wäre: Sie sind Beispiele, aber keine Ausnahmen. Vergewaltigt - wir klagen an! ist ein journalistisch sauber durchargumentiertes Plädoyer für den Opferschutz.   mehr ...

Scobel: Marx heute

War Karl Marx am Ende eher Visionär oder Revolutionär?

Vor 200 Jahren wurde der Philosoph und revolutionäre Vordenker Karl Marx geboren. Seine Ideen scheiterten im Praxistest Ende des 20. Jahrhunderts, doch seine Philosophie ist überraschend lebendig. Was würde Karl Marx zur heutigen Gesellschaft sagen? Wäre er mit der sozialen Marktwirtschaft zufriedener als mit dem Manchesterkapitalismus seiner Tage?   mehr ...

TV-Tipp: Doku ZDF - „Das Geschäft mit der Armut“ im Stream

„Das Geschäft mit der Armut“ zeigt die Machenschaften globaler Lebensmittelkonzerne in Schwellenländern: Sie liefern zuckerhaltigen Produkte in die entlegensten Dörfer und verhindern traditionelle Landwirtschaft. Ganze Länder werden abhängig.   mehr ...

 

3sat: "Digitale Aufklärer - Auf der Suche nach der Wahrheit im Internet  [Video 02:43]"

BR: "Homo Digitalis - Wie die Digitalisierung unser Denken verändert."

ARD: "Exclusiv im Ersten - Keine Luft zum Atmen [Video 29:09]"

ARD: "Der Klimareport - Ist das Klima noch zu retten?  [Video 43:58]"

ARD: "Dokumentation "Grünes Gold" - Der Krieg um das Land."

Christoph Butterwegge: "Bedingungsloses Grundeinkommen - "Hinter die Fichte geführt".

ARD: "Bauer sucht Zukunft  [Video 28:16]"


Nobelpreise

Unruhe um Literaturnobelpreis - Kultursinn, Klüngeleien, Korruption

Die Schwedische Akademie steckt in einer schweren Krise. Was verbirgt sich hinter der Einrichtung, die den Literaturnobelpreis vergibt und immer genau 18 Mitglieder haben muss?

In diesem Jahr wird die Schwedische Akademie keinen Literaturnobelpreis vergeben. Nach einem Belästigungs- und Korruptionsskandal möchte das Jury-Gremium erst das "Vertrauen der Öffentlichkeit in die Akademie wiederherstellen", hieß es am Freitag.   mehr ...

Schwedische Akademie schrumpft - Jemand muss doch den Nobelpreis vergeben

Nach zwei prominenten Rücktritten kämpft die prestigeträchtige Schwedische Akademie ums Überleben. Wie handlungsfähig ist sie noch?

Achtzehn Stühle hat die Schwedische Akademie in Stockholm, die den Literaturnobelpreis vergibt. Zwei sind seit längerem kalt, ohne dass die Inhaberinnen formal austreten können. Drei wurden letzte Woche leer, weil sich die Inhaber am weichen Kurs der Akademie in Sachen Katarina Frostenson störten – ihrem Mann, der kein Mitglied ist, warfen achtzehn Frauen im November sexuelle Übergriffe vor, er führte einen von der Akademie finanziell unterstützten Kulturclub, in den Frostenson involviert war, und er soll auch eine Reihe von Nobelpreis-Entscheidungen vorab ausgeplaudert haben.   mehr ...

 



eBooks

EU-Parlament ebnet Weg für niedrigere Steuer auf E-Books

Die günstigeren Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher und Zeitungen soll es auch bei ihren digitalen Pendants geben können, hat das EU-Parlament beschlossen:

Elektronische Bücher, Zeitungen und Zeitschriften könnten bald niedriger besteuert und somit billiger werden. Das Europaparlament stimmte am Donnerstag einer Richtlinie zu, nach der die EU-Staaten die Mehrwertsteuer der elektronischen Ausgaben wie bei Druckerzeugnissen senken dürfen. Ob die Länder dem folgen und ob die Ermäßigung an Verbraucher weitergeben wird, ist offen. Die EU-Kommission hatte die Reform der Mehrwertsteuer im Dezember auf den Weg gebracht.

Die Bundesregierung ist schon seit längerem für die Steuersenkung. Für gedruckte Bücher und journalistische Erzeugnisse gilt in Deutschland ein ermäßigter Satz bei der Mehrwertsteuer von 7 statt 19 Prozent – aber eben nicht für digitale Ausgaben. Verleger hatten deshalb Gleichbehandlung gefordert. Derzeit müssen sie EU-weit mit mindestens 15 Prozent besteuert werden. Nun können die Mitgliedsstaaten den jeweils für Printprodukte gültigen Satz anwenden.   mehr ...