Arbeitsmarkt / Einkommen / Mindestlohn

Corona-Krise - Bundesagentur für Arbeit zehrt großen Teil ihrer Rücklagen auf

Im ersten Halbjahr hat die Bundesbehörde vor allem für Kurzarbeitergeld zehn Milliarden Euro aus ihren Rücklagen verwendet. Diese betrugen im Januar 26 Milliarden Euro:
 
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) muss wegen der Corona-Pandemie in erheblichen Umfang ihre Rücklagen verbrauchen: Wegen der Krise wurden im ersten Halbjahr zehn Milliarden Euro aus der Rücklage entnommen. Diese betrugen noch zum Jahresbeginn 26 Milliarden Euro und seien nun deutlich abgeschmolzen, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums. Die zehn Milliarden Euro seien vorwiegend für das Kurzarbeitergeld aufgewandt worden.   mehr ...

Einzelhandel -Tarifvertrag wird zur Ausnahme

Seit Corona gelten sie als systemrelevant. Doch fast die Hälfte der Kassiererinnen und Kassierer hat den Schutz des Tarifvertrags verloren. Viele verdienen sogar real weniger Geld.   mehr ...

Urteil - Bundesverfassungsgericht bestätigt Verbot von Leiharbeitern als Streikbrecher

Ein Unternehmen darf keine Leiharbeiter einsetzen, um den Streik seiner Belegschaft zu unterlaufen. Mit seinem Urteil bestätigt das Bundesverfassungsgericht eine entsprechende Gesetzesverschärfung.   mehr ...
 
 
 

Ausbildung

Bundesweiter Vergleich - So unterschiedlich verdienen Azubis

Sie lernen das Gleiche, bekommen dafür im Monat jedoch mehr als 200 Euro weniger: Tariflöhne von Auszubildenden unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Eine Studie zeigt, wie groß die Unterschiede sind:
 
In die Lehre zu starten, bedeutet für viele Auszubildende auch, ihr erstes eigenes Geld zu verdienen. Ausbildung ist dabei nicht gleich Ausbildung: Das Monatsgehalt fällt je nach Branche unterschiedlich aus. Und auch, in welcher Region man lebt und arbeitet, hat großen Einfluss darauf, wie viel am Ende des Monats auf dem Konto ist. Für die gleiche Tätigkeit bekommen Lehrlinge in manchen Teilen Deutschlands über 200 Euro mehr - pro Monat.   mehr ...

IT-Berufsausbildung - Neue Ausbildungsverordnung inklusive Big Data, KI und IoT

Update nach 23 Jahren: Die Ausbildungen für vier IT-Berufe sehen ab 1. August 2020 anders aus. Vor allem für die Fachinformatikerausbildung ändert sich viel:.   mehr ...

Umstrittene Änderung - Bundestag beschließt Rückkehr zur Meisterpflicht

Fliesenleger und Orgelbauer brauchen ab 2020 wieder einen Meistertitel, wenn sie etwa einen eigenen Betrieb gründen wollen. Kritiker befürchten eine Verschärfung des Fachkräftemangels:.   mehr ...

 

Der Freitag: "Das Azubi-Wunder."

Management / Jobs

Abschied vom Büro? Sieger Homeoffice: Corona krempelt die Arbeitswelt um

Zu den Risiken und Nebenwirkungen von Corona gehört, dass viele Beschäftigte im Homeoffice arbeiten. Das sollte Unternehmen und Führungskräften zum Nachdenken bringen, finden Fachleute:
 
Corona hat viele Menschen über Nacht ins Homeoffice geschickt. Die Bürobedarf- und Büromöbelbranche stellt sich längst darauf ein - aber: "Das Umdenken muss aber zuallererst in den Köpfen der Führungskräfte stattfinden", sagt Ard-Jen Spijkervet, Chef des Bürobedarfsspezialisten Leitz. Viele der Beschäftigte selbst sind derweil längst von der Heimarbeit überzeugt - am liebsten hätten die meisten wohl einfach die Möglichkeit, abzuwechseln.   mehr ...

Richterin - Arbeitsrecht gilt auch im Homeoffice

Die Präsidentin des Thüringer Landesarbeitsgerichts weist darauf hin, dass die üblichen Regeln auch zuhause gelten. Ansonsten ergäben sich Risiken.   mehr ...

Coronakrise - Diese 5 Themen werden massiv beschleunigt

Die Coronakrise ist ein Experiment, auch in der Arbeitswelt. Bis vor zwei Monaten hatten viele Firmen das dezentrale Arbeiten schon mal geübt, dann kam Corona – und auf einmal geht alles rasend schnell.   mehr ...


Frauen im Beruf

Bundesarbeitsgericht - Hart erkämpfter Sieg

Weil Birte Meier offenbar schlechter bezahlt wurde als männliche Kollegen beim ZDF, hat die Journalistin gegen den Sender geklagt - und darf jetzt das Gehalt der anderen einsehen. Das Urteil könnte auch für andere Branchen Konsequenzen haben:

Eine Frau, die bemerkt, dass sie weniger verdient als ihre männlichen Kollegen, braucht Durchhaltevermögen. So wie die ZDF-Journalistin Birte Meier. Seit fünf Jahren versucht die 49-Jährige, deutsche Gerichte davon zu überzeugen, dass ihr derselbe Lohn zusteht wie den Männern aus ihrer Redaktion. Oder ein Schadenersatz von 80 000 Euro wegen der angenommenen Lohndiskriminierung. Oder zumindest das Recht zu erfahren, was ihre Kollegen verdienen.   mehr ...

Coronavirus - Die Krise der Frauen

Weniger Geld, keine Zeit, mehr Arbeit: Wie die Pandemie sich von Finnland bis Indien auf das andere Geschlecht auswirkt:

Männer- und Frauenleben unterscheiden sich fundamental. Das zu benennen ist keine feministische Ideologie, sondern das Gegenteil davon: schierer Realismus. Trotzdem hört man nun immer wieder das Argument, in einer Pandemie habe man mit "echten" Problemen zu kämpfen, der Feminismus sei dagegen ein Luxus für bessere Tage.   mehr ...

Blick hinter die Zahlen – Gutverdienende Frauen - Überraschende Zahlen: In Ostdeutschland verdienen Frauen mehr als Männer

Das Lamento über die schlechtere Bezahlung von Frauen ist allgegenwärtig, gerade um den Weltfrauentag. Dabei gehört auch zur Wahrheit: In den neuen Bundesländern verdienen Frauen mehr als Männer. Wie ist das zu erklären?   mehr ...

 
 

Schulsystem / Bildung

Neuer Bildungsbericht - Kein Grund zum Schulterklopfen

Die Schulen sind kaum auf digitalen Unterricht vorbereitet. Gravierender jedoch: Die soziale Herkunft entscheidet weiter über den Bildungsweg:

Die zentrale Botschaft des diesjährigen Nationalen Bildungsberichts ist wenig überraschend: Die Schulen sind mangelhaft auf den digitalen Unterricht vorbereitet. Zwar stammen die Daten, aufgrund derer die Bildungsforscher:innen ihr vernichtendes Urteil bilden, aus dem Jahr 2018 und damit von vor dem Ausbruch der Coronapandemie, doch das Argument, die Schulen hätten seit dem Sprung ins kalte Wasser die digitalen Defizite beherzt angegangen, trügt.   mehr ...

Abstandsregeln sollen im neuen Schuljahr entfallen

Nach den Sommerferien sollen möglichst einheitliche Regeln für Schüler gelten. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder verständigt. Gegenwind kommt von der Lehrergewerkschaft GEW.   mehr ...

Bildungsministerin Karliczek will Ganztagsangebot an Grundschulen ausbauen

Die Bundesbildungsministerin plant, mehr Geld in das Ganztagsangebot an Grundschulen zu investieren. Die Bundesmittel will sie dazu verdoppeln: auf vier Milliarden Euro.   mehr ...
 
 
 

Universitäten / Studium

Anja Karliczek - Studierende können ab Dienstag Nothilfen beantragen

Etwa zwei Drittel der Studierenden haben ihren Job wegen der Corona-Pandemie verloren. Die Bildungsministerin will sie mit monatlichen Zuschüssen unterstützen:
 
Studierende, die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Notlagen geraten sind, sollen in Kürze staatliche Hilfen erhalten können. "Ab Dienstag können die Betroffenen nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Monat über ein bundesweit einheitliches Online-Verfahren beantragen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der Augsburger Allgemeinen. Die Anträge werden vor Ort vom jeweiligen zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet.   mehr ...

Weiterbildung - Für wen sich ein Fernstudium lohnt

Immer mehr Menschen interessieren sich für ein Fernstudium. Doch wer wissen will, ob sich die Weiterbildung auf Distanz auszahlt, sollte nicht nur den dortigen Lehrplan kennen.   mehr ...

Betriebswirtschaftslehre - "Es geht darum, Denken gelernt zu haben"

Durch Corona wird sehr deutlich, was gute Betriebswirtschaftslehre schon immer ausgezeichnet hat: scharf zu analysieren und einen Standpunkt zu finden – und auch einmal die herrschende Meinung zu überdenken. So sehen wir gerade, dass Effizienz vollkommen überschätzt worden ist. Die ganze Wirtschaft war auf engste Lieferketten getrimmt: Alles just in time, so kurzfristig wie möglich. Dabei wäre es sinnvoll gewesen, viel mehr in Lagerkapazitäten zu investieren.   mehr ...

 
 

Fachkräfte in Deutschland

Märchen oder Realität? Seit Jahren hält sich in Deutschland hartnäckig die Story vom Fachkräftemangel:

Dabei ist immer wieder zu lesen, dass die Wirtschaft vor allem auf der Suche nach billigen Arbeitskräften ist und oft nur befristete Arbeitsverträge offeriert. Qualifizierte, oft akademisch gebildete Mitarbeiter sitzen auf der Straße. Meist, weil sie aufgrund Ausbildung oder Erfahrung einfach zu viel verdienen (wollen) ...

 

Fachkräftemangel? Schön wär's!

Aus allen möglichen Branchen heißt es: Uns geht das Personal aus. Tatsächlich spricht wenig für einen Mangel. Und selbst wenn – ein Problem wäre das nicht unbedingt:

Das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Bewerbern und Arbeitslosen ist so niedrig wie lange nicht mehr. Trotzdem ist Forscher Bossler zurückhaltend, wenn von einem vermeintlichen Fachkräftemangel die Rede ist. "Es kommen immer noch zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle", sagt er. "Man kann also nicht sagen, dass es einen generellen Engpass gibt. Im Durchschnitt sind genügend Arbeitskräfte vorhanden." Die Mitarbeitersuche mag für viele Unternehmen zwar schwieriger geworden zu sein – trotzdem sind sie auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in einer günstigeren Position als die Menschen, die eine Stelle suchen.   mehr ...

Bundesregierung will gezielt ausländische Fachkräfte anwerben

Kanzlerin Angela Merkel spricht von einem Paradigmenwechsel: Das Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften soll Deutschland als Arbeitsplatz attraktiver machen.   mehr ...

Der Fachkräftemangel ist ein Mythos

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht mindestens ein Unternehmer beklagt, vergeblich nach Personal zu fahnden. Dabei kann von einem Fachkräftemangel keine Rede sein – Unternehmen suchen einfach nicht richtig.   mehr ...

 


Bewerbungen

KI optimiert Recruiting - Google verpasst Hire ein Update

Knapp ein Jahr ist Googles Recruiting-App Hire alt – jetzt soll künstliche Intelligenz die Suche nach dem richtigen Bewerber optimieren.

Mit ein paar Klicks einen Interview-Termin vereinbaren oder automatisch Lebensläufe nach den passenden Skills durchsuchen: Googles Job-Portal-Tool Hire wird mit einem Update mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, teilte Google mit. Damit soll die Job- beziehungsweise Mitarbeitersuche einfacher und effizienter funktionieren.   mehr ...

Datenschutzgrundverordnung - Acht Punkte, die Personalabteilungen bei der DSGVO beachten müssen

Die Datenschutzgrundverordnung betrifft nicht nur Kunden-, sondern auch Bewerberdaten. Bewerbungsmappen einfach weiterzuleiten geht nicht mehr. Auf diese Dinge müssen Personaler künftig achten.   mehr ...

Bewerbung via Smartphone - Wie die Mobile-Nutzung Recruiting-Prozesse verändert

Unser Alltag ist mobil. Das ist in erster Linie praktisch, verändert aber auch unsere Erwartungshaltung und unser Verhalten. Auswirkungen davon zeigen sich auch vermehrt im Recruiting, denn Mobile-Commerce-Kunden sind gleichzeitig auch potenzielle Bewerber.   mehr ...