Ausbildung

Umstrittene Änderung - Bundestag beschließt Rückkehr zur Meisterpflicht

Fliesenleger und Orgelbauer brauchen ab 2020 wieder einen Meistertitel, wenn sie etwa einen eigenen Betrieb gründen wollen. Kritiker befürchten eine Verschärfung des Fachkräftemangels:

Von der erneuten Einführung der Meisterpflicht sind unter anderem Fliesen- und Parkettleger, Rollladentechniker und Orgelbauer betroffen. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, dürfen auch weiterhin ihr Handwerk selbstständig ausüben. So soll garantiert werden, dass Betriebe, die seit 2004 gegründet wurden, auch weiterhin bestehen können.   mehr ...

Aufstiegsqualifikation - Neuer IHK-Fortbildungsberuf "Fachwirt/in im E-Commerce" startet offiziell

Der IHK-Fortbildungsberuf "Fachwirt/in im E-Commerce" geht offiziell an den Start. Die entsprechende Verordnung über die Prüfung wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die erforderliche Berufspraxis für den Fachwirt reicht je nach Vorbildung von ein bis fünf Jahren.   mehr ...

"Bachelor Professional" für Handwerksmeister kommt

Handwerksmeister können für ihre Ausbildung einen neuen Titel tragen: Ab Januar gibt es für Fortbildungen im beruflichen Bereich die Abschlussbezeichungen "Bachelor Professional" und "Master Professional". Das beschloss der Bundesrat am Freitag. Die Länderkammer billigte damit nach dem Bundestag den Plan von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die mit den neuen Namen die Berufsbildung stärken will. Dagegen hatte es zuvor massiven Widerstand vor allem aus den Hochschulen gegeben.   mehr ...

 


Bildung / Schulsystem

Schulabbrecher - Die Abgehängten von morgen

Eine Untersuchung des DGB zeigt: Jugendliche verlassen die Schule häufiger als früher ohne Abschluss - gleichzeitig stehen ihnen weiterhin aber kaum Lehrstellen offen. Eine heikle Situation:

Da entwickelt sich offenbar etwas gefährlich auseinander: Immer mehr Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss - und gleichzeitig bieten sich für die Schulabbrecher auf dem Ausbildungsmarkt immer weniger Perspektiven. Eine ganze Gruppe junger Menschen droht damit abgehängt zu werden. Das ergibt sich aus einer Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die der Süddeutschen Zeitung vorab vorliegt. Der DGB prüft regelmäßig, was aus den ehrgeizigen Zielen geworden ist, die sich Bund und Länder vor inzwischen elf Jahren auf dem sogenannten Dresdener Bildungsgipfel gesteckt hatten.   mehr ...

Unesco - Deutschland ist Vorbild bei Erwachsenenbildung

Die Unesco hat Deutschland für seine Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene ein gutes Zeugnis ausgestellt. Weltweit haben aber zu wenig Erwachsene Zugang zu Bildung.   mehr ...

Schülervergleich - Die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus der Pisa-Studie

Deutschlands Schüler schwächeln, vor allem in Mathe. Und es tun sich neue Gräben auf: zwischen Gymnasien und den übrigen Schulformen, zwischen Schülern aus benachteiligten und begünstigten Familien. Der Überblick in Grafiken.   mehr ...

 
 

Arbeitsmarkt / Einkommen / Mindestlohn

Mindestlohn - Millionen bekommen schon heute weniger als erlaubt

Die SPD will den Mindestlohn auf zwölf Euro anheben, die Union ist dagegen. Dabei wäre schon vielen Beschäftigten geholfen, wenn sich Unternehmen an das Gesetz hielten:
 
Die SPD will den Mindestlohn perspektivisch auf zwölf Euro erhöhen. Auch die Linkspartei, die Grünen und Gewerkschaften befürworten das. Sie argumentieren, dass erst ab dieser Höhe ein Mindestlohn tatsächlich vor Armut schütze. Die Gegner einer Erhöhung wenden ein, dass dies Millionen Jobs im Niedriglohnsektor vernichten würde. Allerdings erhalten schon heute Millionen Menschen im Arbeitsmarkt nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn.   mehr ...

Gesellschaft - Laue Löhne

In hohem Tempo schwindet in Deutschland die Tarifbindung. Das gefährdet nicht nur die Einkommen, sondern auch den fairen Wettbewerb: Unternehmen können über Lohndumping konkurrieren:

Bundesarbeitsminister Heil hat die Erosion der Tarifbindung als eines der größten Probleme des Arbeitsmarktes ausgemacht. Vor allem die Mittelschicht hängt an den Tarifverträgen. Schon heute hat kein anderes EU-Land einen so hohen Niedriglohnsektor wie Deutschland.

Welche Gründe gibt es für Lohnzurückhaltung in einem Land, das seit Jahren am Rande der Vollbeschäftigung wirtschaftet? Heute arbeiten in Westdeutschland nur noch 57 Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb mit Tarifbindung, in Ostdeutschland sind es 44 Prozent. [Video 28:08]   mehr ...

Arbeitsrecht Crowdworker sind keine Angestellten

Sie testen Apps, laden E-Roller auf: Crowdworker verdienen Geld mit Minijobs, die übers Internet verteilt werden. Arbeitnehmer sind sie deshalb aber nicht, hat nun das Landesarbeitsgericht München entschieden.   mehr ...

 

Fachkräfte in Deutschland

Märchen oder Realität? Seit Jahren hält sich in Deutschland hartnäckig die Story vom Fachkräftemangel:

Dabei ist immer wieder zu lesen, dass die Wirtschaft vor allem auf der Suche nach billigen Arbeitskräften ist und oft nur befristete Arbeitsverträge offeriert. Qualifizierte, oft akademisch gebildete Mitarbeiter sitzen auf der Straße. Meist, weil sie aufgrund Ausbildung oder Erfahrung einfach zu viel verdienen (wollen) ...

 

124.000 offene Stellen für IT-Spezialisten

Ein Anstieg um über 50 Prozent bei den offenen Stellen für IT-Jobs quält die Personalverantwortlichen. Zugleich meckern 72 Prozent über zu hohe Gehaltsforderungen der Bewerber:

In Deutschland gibt es aktuell 124.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Wie der IT-Branchenverband Bitkom am 28. November 2019 mitteilte, entspricht dies einem Anstieg um 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 82.000. Innerhalb von zwei Jahren hat sich damit die Zahl der unbesetzten IT-Stellen mehr als verdoppelt.

Am häufigsten werden mit 72 Prozent zu hohe Gehaltsforderungen der Bewerber beklagt. Jedes dritte Unternehmen vermisst bei Bewerbern die notwendigen Soft-Skills wie Teamfähigkeit, jedes fünfte (20 Prozent) hat Bewerber, die nicht bereit sind, Dienstreisen oder einen Umzug zu machen.   mehr ...

Fachkräfte: Elternzeit bei vollem Gehalt - wie Firmen um Mitarbeiter werben

Immer mehr Unternehmen setzen auf familienfreundliche Zusatzleistungen, um Arbeitnehmer zu gewinnen und zu halten. Das legt die Latte im Wettbewerb um Fachkräfte für alle höher. Hewlett Packard setzt nun ein Ausrufezeichen.

Vier Tage Home Office pro Woche, Arbeitszeitkonten zum Ansparen langer Zusatzurlaube oder eine kostenlose Kinderbetreuung: Angesichts des Fachkräftemangels und vieler junger Arbeitnehmer ohne ausgeprägtes Karrieredenken wächst der Druck auf die Firmen, gute Mitarbeiter bei Laune und im Betrieb zu halten. Das hat auch das IT-Unternehmen Hewlett Packard Enterprise (HPE) erkannt - und offeriert seinen Angestellten ab sofort eine sechsmonatige Elternzeit bei voller Weiterbezahlung.   mehr ...

Zuwanderung von Fachkräften steigt

Die Zuwanderung von Fachkräften nach Deutschland hat sich seit 2009 mehr als verdoppelt. Wie die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bertelsmann Stiftung zeigt, kamen 2009 rund 16.400 Fachkräfte in die Bundesrepublik. Vergangenes Jahr lag die Zahl schon bei knapp 38.700 Personen. Eine positive Entwicklung zwar, aber der Zuzug reicht bei weitem nicht aus, um den Bedarf an Fachkräften in Deutschland zu decken: Aktuell gibt es in Deutschland über 500.000 offene Stellen für das Qualifikationsniveau Fachkräfte. Hinzu kommen über 130.000 weitere offene Stellen für Spezialisten und Experten. Die Zahlen verdeutlichen, dass Deutschland weitere Anstrengungen unternehmen sollte, um die Zuwanderung zum Zweck der Erwerbstätigkeit zu erhöhen.   mehr ...

 


Management / Jobs

Auto, Maschinenbau, IT - Männer dominieren weiter technische Branchen

Technik-Jobs sind in Deutschland meist Männersache und der Lehrer-Beruf oft in Frauenhand, wie das Statistische Bundesamt zeigt.

Männer dominieren nach wie vor zahlreiche technische Berufe in Deutschland. Der Anteil von Frauen in diesen traditionell männlich geprägten Branchen hat sich in den vergangenen Jahren kaum geändert, wie am Montag veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. 2018 waren demnach 89 Prozent der Beschäftigten im Bereich Maschinen- und Fahrzeugtechnik und 85 Prozent der Informations- und Kommunikationstechniker Männer.   mehr ...

Nach monatelanger Verzögerung - Koalition einigt sich auch auf Deckel für Managergehälter

Eigentlich hätte Deutschland schon im Juni eine neue EU-Richtlinie umsetzen müssen. Jetzt hat sich die Koalition auf einen Deckel für Managergehälter geeinigt. Das geht den Gewerkschaften jedoch nicht weit genug.   mehr ...

Neun von zehn Tarifbeschäftigten erhalten Weihnachtsgeld

Wer einen Tarifvertrag hat, bekommt zu Weihnachten meist extra Geld. Die Höhe hängt aber von der Branche und dem Wohnort ab, hat das Statistische Bundesamt ermittelt.   mehr ...
 
 

Universitäten / Studium

Studienanfängerinnen - So viele Frauen wie noch nie

Frauen wollen Pädagogik studieren, Männer etwas Technisches. Stimmt's? Unsere Datenanalyse zeigt, wie sich das Geschlechterverhältnis bei Studienanfängern verändert hat:

Mädchen haben in der Schule die besseren Noten, machen öfter Abitur und beginnen häufiger ein Studium als gleichaltrige Jungen. An den Unis gibt es deswegen mittlerweile so viele Studentinnen wie nie zuvor. Das zeigen Daten des Statistischen Bundesamtes, die ZEIT Campus ONLINE ausgewertet hat. Demnach haben sich im vergangenen Herbst 222.951 Frauen zum ersten Mal für ein Studium eingeschrieben. Wir wollten wissen: Was studieren Frauen und Männer in Deutschland? Ist es wirklich so, dass Männer sich für ein technisches Fach und Frauen häufiger zum Beispiel für Pädagogik entscheiden? Oder ist das ein altes Bild und die Realität in den Hörsälen sieht anders aus?   mehr ...

Pharmaindustrie - Medizinische Fakultäten ignorieren Interessenkonflikte

  • Pharmafirmen versuchen schon im Studium, angehende Ärzte zu beeinflussen.
  • Laut einer Studie gibt es jedoch nur an zwei medizinischen Fakultäten in Deutschland Regeln, die den Studenten Orientierung bieten.
  • Wie ein Fall am Uniklinikum Bonn zeigt, wird unsauberes Verhalten von Lehrenden zudem nicht oder unzureichend geahndet.   mehr ...

Sprachtests - Die Sprache des Geldes

Ohne den teuren Englischtest Toefl bekommt man in vielen Studiengängen keinen Platz. Jetzt stellen die ersten Fakultäten fest: Er könnte überflüssig sein.   mehr ...

 
 

Frauen im Beruf

Gleichstellung in Staatsbetrieben - Mehr Frauen in Aufsichtsräten - aber weniger in den Chefetagen

Nach den Dax-Unternehmen melden auch große öffentliche Firmen mehr Frauen in ihren Aufsichtsräten. In Vorständen und Geschäftsführungen geht der Frauenanteil jedoch zurück:

Zum Stichtag am 1. Januar 2019 ist der Anteil von Frauen in Aufsichtsgremien großer öffentlicher Unternehmen demnach erstmals über die 30-Prozent-Marke geklettert. Er stieg von 29,7 Prozent im Vorjahr leicht um 1,1 Prozentpunkte auf 30,8 Prozent und lag damit laut FidAR gleichauf mit dem Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 30 Dax-Unternehmen.   mehr ...

Börsennotierte Unternehmen - Frauen sind an der Spitze noch immer eine Seltenheit

Der Frauenanteil in den Vorständen der 160 deutschen Börsenunternehmen liegt bei 8,8 Prozent. Obwohl in den Aufsichtsräten fast jedes dritte Mitglied weiblich ist, werden nur wenig Frauen in die Vorstände berufen. Einige Unternehmen haben gar die Zielvorgabe 0 Prozent Frauen mit der Begründung die aktuelle Besetzung sei zufriedenstellend:

Infografik: Frauen sind an der Spitze noch immer eine Seltenheit | Statista

Wie die Grafik von Statista basierend auf einer Auswertung der AllBright Stiftung zeigt, gibt es in den DAX30-Unternehmen nicht eine Frau als Vorstandsvorsitzende. In allen 160 Unternehmen sind es 2,5 Prozent. Am höchsten ist der Anteil der Frauen als Vertreterinnen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Aufsichtsrat mit 34,4 Prozent.   mehr ...

Männliche Aufsichtsräte berufen kaum Frauen in Vorstände - Explizit gesetztes Ziel: "Null Frauen"

Die Dominanz von Männern bei wichtigen Aufsichtsratsposten bremst laut einer Studie den Aufstieg von Frauen in die Topetage deutscher Konzerne. An der Ernennung von Vorständen seien fast ausschließlich Männer beteiligt, obwohl inzwischen im Schnitt 30 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder weiblich seien, heißt es in einer Untersuchung der gemeinnützigen Allbright Stiftung. Demnach lag der Frauenanteil in der Führungsetage der 160 Unternehmen der Dax-Indexfamilie zum 1. Februar bei 8,8 Prozent. Im September 2018 waren es 8 Prozent gewesen.   mehr ... 

 
 

Bewerbungen

KI optimiert Recruiting - Google verpasst Hire ein Update

Knapp ein Jahr ist Googles Recruiting-App Hire alt – jetzt soll künstliche Intelligenz die Suche nach dem richtigen Bewerber optimieren.

Mit ein paar Klicks einen Interview-Termin vereinbaren oder automatisch Lebensläufe nach den passenden Skills durchsuchen: Googles Job-Portal-Tool Hire wird mit einem Update mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, teilte Google mit. Damit soll die Job- beziehungsweise Mitarbeitersuche einfacher und effizienter funktionieren.   mehr ...

Datenschutzgrundverordnung - Acht Punkte, die Personalabteilungen bei der DSGVO beachten müssen

Die Datenschutzgrundverordnung betrifft nicht nur Kunden-, sondern auch Bewerberdaten. Bewerbungsmappen einfach weiterzuleiten geht nicht mehr. Auf diese Dinge müssen Personaler künftig achten.   mehr ...

Bewerbung via Smartphone - Wie die Mobile-Nutzung Recruiting-Prozesse verändert

Unser Alltag ist mobil. Das ist in erster Linie praktisch, verändert aber auch unsere Erwartungshaltung und unser Verhalten. Auswirkungen davon zeigen sich auch vermehrt im Recruiting, denn Mobile-Commerce-Kunden sind gleichzeitig auch potenzielle Bewerber.   mehr ...