Arbeitsmarkt / Einkommen / Mindestlohn

Corona-Krise und Arbeitsmarkt - Arbeitslosenzahl steigt im Mai um 169 000

Insgesamt sind in Deutschland damit etwa 2,8 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Auch die Zahl der angemeldeten Kurzarbeiter stieg erneut:

Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland sind im Mai durch die Corona-Krise erneut stark gestiegen, aber nicht mehr so stark wie im Vormonat. Im Mai, in dem es normalerweise eine Frühjahrsbelebung gibt, waren 169 000 Menschen mehr arbeitslos als im April - insgesamt 2,8 Millionen. "Der Arbeitsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie weiterhin stark unter Druck", sagte Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit. "Jeder fünfte Arbeitslose geht auf den Corona-Effekt zurück." Im Vergleich zum Jahr davor waren fast 600 000 Menschen mehr ohne Arbeit.   mehr ...

Kurzarbeitergeld - Und dann kommt das Finanzamt

Die deutsche Steuergewerkschaft warnt davor, dass für Millionen Bezieher von Kurzarbeitergeld im kommenden Jahr voraussichtlich einmalig ein höherer Steuersatz zugrunde gelegt wird. Das Einkommen der Steuerpflichtigen werde daher entsprechend höher besteuert, obwohl das Kurzarbeitergeld eigentlich steuerfrei ist. Zudem seien Millionen Menschen, die bislang keine Einkommensteuererklärung abgeben mussten, im kommenden Jahr dazu verpflichtet. Es bestehe eine Erklärungspflicht für alle Bezieher dieser staatlichen Leistung, mit der ein Teil der Nettolohneinbußen kompensiert wird. "Wir als Steuergewerkschaft erwarten, dass dies zu viel Ärger und Unverständnis führen wird", sagte der Bundesvorsitzende der Steuergewerkschaft Thomas Eigenthaler der Süddeutschen Zeitung. Am kommenden Montag will er das Problem im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags erörtern.   mehr ...

Niedriglohn - Mehrheit der Verkäufer verdient nicht mehr als den Niedriglohn

Die Mehrheit der Verkäuferinnen und Verkäufer in Deutschland arbeitet zu Niedriglöhnen. Dies geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, über die die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet. Demnach verdienten diese Gruppe von Arbeitnehmern im Jahr 2018 im Schnitt 1.872 Euro brutto im Monat – 71,6 Prozent von ihnen arbeiteten im Niedriglohnbereich.   mehr ...
 
 
 

Schulsystem / Bildung

Bildungsministerin Karliczek will Ganztagsangebot an Grundschulen ausbauen

Die Bundesbildungsministerin plant, mehr Geld in das Ganztagsangebot an Grundschulen zu investieren. Die Bundesmittel will sie dazu verdoppeln: auf vier Milliarden Euro:

Das Kabinett hatte im November ein Sondervermögen von zwei Milliarden Euro für den Ganztagsausbau beschlossen. Die zusätzlichen Milliarden sollen dem Bericht zufolge im Investitionsprogramm der Bundesregierung, das am 2. Juni im Bundeskabinett besprochen wird, verankert werden. "In dem Investitionsprogramm brauchen wir auch einen weiteren starken Impuls zur Modernisierung unserer Schulen", sagte Karliczek.   mehr ...

Schule unter Verdacht

Schon die Alliierten sahen das dreigliedrige Schulsystem als großes Hindernis für eine Demokratisierung. Fast hätten sie sich durchgesetzt:
 
Bildung und Demokratie sind aufs Engste miteinander verschränkt – diese Überzeugung hegten auch die Besatzungsmächte, als sie ihr Demokratisierungsprogramm für das besiegte Deutschland entwarfen. Schon in den Grundsätzen für die Besetzung, Verwaltung und Kontrolle des Landes, auf die sich die Alliierten im Potsdamer Abkommen von 1945 verständigten, richtete sich der Blick auf das Bildungssystem. Dieses müsse "so überwacht werden, dass die nazistischen und militaristischen Lehren völlig entfernt werden und eine erfolgreiche Entwicklung der demokratischen Ideen möglich gemacht wird".    mehr ...

Big Blue Button - Wie CCC-Urgesteine gegen Teams und Zoom kämpfen

Ein Verein aus dem Umfeld des CCC zeigt in Berlin, wie sich Schulen mit Open Source digitalisieren lassen. Schüler, Eltern und Lehrer sind begeistert.   mehr ...

 
 

Universitäten / Studium

Weiterbildung - Für wen sich ein Fernstudium lohnt

Immer mehr Menschen interessieren sich für ein Fernstudium. Doch wer wissen will, ob sich die Weiterbildung auf Distanz auszahlt, sollte nicht nur den dortigen Lehrplan kennen:

In der Coronakrise wurden Universitäten zwangsläufig zu Fernuniversitäten – und selbst weniger technikaffine Menschen merkt, wie gut sich Wissen über das Internet vermitteln lässt. „Die Anmeldungen zu unseren Akademiestudien, in denen man das Fernstudieren ausprobieren kann, sind um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr gestiegen“, Stephan Düppe von der Fernuniversität in Hagen.   mehr ...

Betriebswirtschaftslehre - "Es geht darum, Denken gelernt zu haben"

Durch Corona wird sehr deutlich, was gute Betriebswirtschaftslehre schon immer ausgezeichnet hat: scharf zu analysieren und einen Standpunkt zu finden – und auch einmal die herrschende Meinung zu überdenken. So sehen wir gerade, dass Effizienz vollkommen überschätzt worden ist. Die ganze Wirtschaft war auf engste Lieferketten getrimmt: Alles just in time, so kurzfristig wie möglich. Dabei wäre es sinnvoll gewesen, viel mehr in Lagerkapazitäten zu investieren.   mehr ...

Corona-Hilfsprogramm - Bund vergibt zinslose Kredite an Studierende in Not

Keine Bafög-Öffnung, dafür zinslose Kredite bis weit ins Jahr 2021 hinein: Mit diesem Plan will die Bundesregierung Studierenden helfen, die in der Coronakrise in Not geraten sind.   mehr ...
 
 
 

Management / Jobs

Coronakrise - Diese 5 Themen werden massiv beschleunigt

Die Coronakrise ist ein Experiment, auch in der Arbeitswelt. Bis vor zwei Monaten hatten viele Firmen das dezentrale Arbeiten schon mal geübt, dann kam Corona – und auf einmal geht alles rasend schnell:

Deutscher Beamtenbund - Im öffentlichen Dienst fehlen 300.000 Mitarbeiter

Nach Einschätzung des Deutschen Beamtenbundes (DBB) fehlen dem Staat derzeit 300.000 Mitarbeiter. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die der DBB zum Auftakt seiner Jahrestagung in Köln veröffentlichte. Demnach fehlen in den Kommunalverwaltungen mehr als 138.000 Bedienstete, in der Kranken- und Altenpflege 40.000 und bei Bundes- und Landespolizei jeweils 25.000. Um die Zahlen zu erheben hatte der DBB die Angaben der rund 40 Gewerkschaften, deren Dachverband er ist, abgefragt.   mehr ...

Umfrage - Warum Angestellte nicht ins Homeoffice wollen

Vier von zehn Festangestellten (41 Prozent) dürfen im Homeoffice arbeiten, aber die Mehrheit von 62 Prozent will das gar nicht. Das geht aus einer nach den Angaben repräsentativen Befragung von 1.002 Berufstätigen in Deutschland zwischen 16 und 65 Jahren im Auftrag des IT-Branchenverbands Bitkom hervor, die am 30. Dezember 2019 veröffentlicht wurde. Wer im Homeoffice arbeiten darf, aber trotzdem lieber ins Büro geht, führt dafür vor allem soziale Gründe an: 59 Prozent sagen, es sei ihnen wichtig, im Team zu arbeiten. 56 Prozent erklären, der direkte persönliche Austausch im Büro sei ihnen wichtig.   mehr ...

 

Frauen im Beruf

Coronavirus - Die Krise der Frauen

Weniger Geld, keine Zeit, mehr Arbeit: Wie die Pandemie sich von Finnland bis Indien auf das andere Geschlecht auswirkt:

Männer- und Frauenleben unterscheiden sich fundamental. Das zu benennen ist keine feministische Ideologie, sondern das Gegenteil davon: schierer Realismus. Trotzdem hört man nun immer wieder das Argument, in einer Pandemie habe man mit "echten" Problemen zu kämpfen, der Feminismus sei dagegen ein Luxus für bessere Tage.

Die Politik trifft gerade weltweit in rasendem Tempo Entscheidungen von ungekannter Tragweite. Nur Leichtsinnige beschränken jetzt ihre Wahrnehmung. Vernünftiger ist es, den Blick zu erweitern und das zu erkennen, was immer noch zu wenig gesehen wird: die Lebenswirklichkeit der Frauen.   mehr ...

Blick hinter die Zahlen – Gutverdienende Frauen - Überraschende Zahlen: In Ostdeutschland verdienen Frauen mehr als Männer

Das Lamento über die schlechtere Bezahlung von Frauen ist allgegenwärtig, gerade um den Weltfrauentag. Dabei gehört auch zur Wahrheit: In den neuen Bundesländern verdienen Frauen mehr als Männer. Wie ist das zu erklären?   mehr ...

Gleichstellung - Geldstrafen für Unternehmen ohne Frauen im Vorstand

  • In den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen nimmt die Zahl der Frauen zu. Anders in den Vorständen.
  • Für den Frauenanteil in Vorständen und den obersten Managementebenen müssen sich Firmen zwar eine Zielmarke geben.
  • Jüngst lag diese Marke bei 70 Prozent aller Betriebe allerdings bei null. Das soll künftig nur noch mit "stichhaltiger Begründung" möglich sein.   mehr ...
 
 

Ausbildung

IT-Berufsausbildung - Neue Ausbildungsverordnung inklusive Big Data, KI und IoT

Update nach 23 Jahren: Die Ausbildungen für vier IT-Berufe sehen ab 1. August 2020 anders aus. Vor allem für die Fachinformatikerausbildung ändert sich viel:

Berufsausbildungen mit den Abschlüssen Fachinformatiker/-in (FI), IT-System-Elektroniker/-in, IT-System-Kaufmann/-frau oder Informatikkaufmann/-frau sind sehr gefragt. Diese vier dualen – also parallel im Betrieb und in der Berufsschule vermittelten – IT-Berufe stießen gleich nach ihrer Einführung im Jahr 1997 auf großes Interesse. Schon im ersten Jahr nahmen fast 5000 Jugendliche eine Ausbildung in den damals neuen Berufen auf. Insgesamt haben bis heute etwa 300.000 Jugendliche ihren Abschluss in einem dieser vier Berufe gemacht. Der besonders gefragte FI konnte sich mit 16.437 neuen Verträgen im Jahr 2019 auf Platz 7 in der Rangliste der beliebtesten Ausbildungen behaupten.   mehr ...

Umstrittene Änderung - Bundestag beschließt Rückkehr zur Meisterpflicht

Fliesenleger und Orgelbauer brauchen ab 2020 wieder einen Meistertitel, wenn sie etwa einen eigenen Betrieb gründen wollen. Kritiker befürchten eine Verschärfung des Fachkräftemangels:.   mehr ...

Aufstiegsqualifikation - Neuer IHK-Fortbildungsberuf "Fachwirt/in im E-Commerce" startet offiziell

Der IHK-Fortbildungsberuf "Fachwirt/in im E-Commerce" geht offiziell an den Start. Die entsprechende Verordnung über die Prüfung wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die erforderliche Berufspraxis für den Fachwirt reicht je nach Vorbildung von ein bis fünf Jahren.   mehr ...

 


Fachkräfte in Deutschland

Märchen oder Realität? Seit Jahren hält sich in Deutschland hartnäckig die Story vom Fachkräftemangel:

Dabei ist immer wieder zu lesen, dass die Wirtschaft vor allem auf der Suche nach billigen Arbeitskräften ist und oft nur befristete Arbeitsverträge offeriert. Qualifizierte, oft akademisch gebildete Mitarbeiter sitzen auf der Straße. Meist, weil sie aufgrund Ausbildung oder Erfahrung einfach zu viel verdienen (wollen) ...

 

Fachkräftemangel? Schön wär's!

Aus allen möglichen Branchen heißt es: Uns geht das Personal aus. Tatsächlich spricht wenig für einen Mangel. Und selbst wenn – ein Problem wäre das nicht unbedingt:

Das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Bewerbern und Arbeitslosen ist so niedrig wie lange nicht mehr. Trotzdem ist Forscher Bossler zurückhaltend, wenn von einem vermeintlichen Fachkräftemangel die Rede ist. "Es kommen immer noch zwei Arbeitslose auf eine offene Stelle", sagt er. "Man kann also nicht sagen, dass es einen generellen Engpass gibt. Im Durchschnitt sind genügend Arbeitskräfte vorhanden." Die Mitarbeitersuche mag für viele Unternehmen zwar schwieriger geworden zu sein – trotzdem sind sie auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor in einer günstigeren Position als die Menschen, die eine Stelle suchen.   mehr ...

Bundesregierung will gezielt ausländische Fachkräfte anwerben

Kanzlerin Angela Merkel spricht von einem Paradigmenwechsel: Das Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften soll Deutschland als Arbeitsplatz attraktiver machen.   mehr ...

Der Fachkräftemangel ist ein Mythos

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht mindestens ein Unternehmer beklagt, vergeblich nach Personal zu fahnden. Dabei kann von einem Fachkräftemangel keine Rede sein – Unternehmen suchen einfach nicht richtig.   mehr ...

 


Bewerbungen

KI optimiert Recruiting - Google verpasst Hire ein Update

Knapp ein Jahr ist Googles Recruiting-App Hire alt – jetzt soll künstliche Intelligenz die Suche nach dem richtigen Bewerber optimieren.

Mit ein paar Klicks einen Interview-Termin vereinbaren oder automatisch Lebensläufe nach den passenden Skills durchsuchen: Googles Job-Portal-Tool Hire wird mit einem Update mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, teilte Google mit. Damit soll die Job- beziehungsweise Mitarbeitersuche einfacher und effizienter funktionieren.   mehr ...

Datenschutzgrundverordnung - Acht Punkte, die Personalabteilungen bei der DSGVO beachten müssen

Die Datenschutzgrundverordnung betrifft nicht nur Kunden-, sondern auch Bewerberdaten. Bewerbungsmappen einfach weiterzuleiten geht nicht mehr. Auf diese Dinge müssen Personaler künftig achten.   mehr ...

Bewerbung via Smartphone - Wie die Mobile-Nutzung Recruiting-Prozesse verändert

Unser Alltag ist mobil. Das ist in erster Linie praktisch, verändert aber auch unsere Erwartungshaltung und unser Verhalten. Auswirkungen davon zeigen sich auch vermehrt im Recruiting, denn Mobile-Commerce-Kunden sind gleichzeitig auch potenzielle Bewerber.   mehr ...