Ausbildung

Handwerksberufe - Bundesregierung beschließt Meisterpflicht

In zwölf Berufsgruppen ist künftig wieder ein Meistertitel notwendig. Betroffen sind unter anderem Handwerksberufe wie Fliesenleger, Böttcher und Raumausstatter:
 
Bei Orgel- und Harmoniumbauern sowie Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern soll künftig wieder die Meisterpflicht gelten. Das Bundeskabinett hat die Wiedereinführung der Meisterpflicht für insgesamt zwölf Handwerke beschlossen. Damit sollen die Qualität und die Qualifikation im Handwerk gestärkt und dessen Zukunft nachhaltig gesichert werden, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die etwa eine Million Betriebe des Handwerks seien eine "tragende Säule des Mittelstands", sagte Minister Peter Altmaier (CDU).    mehr ...

DIHK - Berufsausbildung bei Jugendlichen ein wenig beliebter

Laut DIHK sinkt die Zahl der Betriebe, die nicht alle Ausbildungsplätze besetzen können. Dennoch bleiben viele Stellen offen. Besonders unbeliebt sind Gastro und Verkehr.   mehr ...

Die beliebtesten Ausbildungsberufe 2018

Das Statistische Bundesamt hat die beliebtesten Ausbildungsberufe für 2018 bekanntgegeben. Wie in jedem Jahr gab es einen deutlichen geschlechtsbezogenen Unterschied, welche Berufe die jungen Menschen bevorzugen:

Infografik: Die beliebtesten Ausbildungsberufe 2018 | Statista

Bei den Frauen stand 2018 die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement auf Platz 1, mit rund 19.650 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in diesem Beruf. Auf Platz 2 stand die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten und auf Platz 3 die zur Einzelhandelskauffrau, wie die Statista-Grafik zeigt.

Unter den Männern rangierte der
Ausbildungsberuf Kraftfahrzeugmechatroniker auf dem ersten Platz, gefolgt von der Ausbildung zum Fachinformatiker und zum Elektroniker. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 521.900 Ausbildungsverträge in Deutschland neu abgeschlossen.   mehr ...

Arbeitsmarkt / Einkommen / Mindestlohn

Mehr Menschen haben wieder einen regulären Job

Leiharbeit, Minijob, Befristung ade: Der Anteil der atypisch Beschäftigten ist wieder so niedrig wie vor der Agenda 2010. Dank der Konjunktur und einer anderen Politik:
 
Weniger Menschen gehen einer atypischen Beschäftigung nach und wieder mehr Menschen haben eine reguläre Arbeit. Das zeigen neue Zahlen vom Statistischen Bundesamt. Demnach hatten mehr als 70 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland 2018 wieder einen regulären Job, das heißt: sie waren unbefristet, sozialversicherungspflichtig und mit mindestens 21 Wochenstunden angestellt und gingen dabei keiner Zeit- oder Leiharbeit nach. Damit war die Zahl der Menschen mit einem normalen Job so hoch wie seit 2002 nicht mehr.   mehr ...

Zahl der Arbeitslosen im September um 85.000 gesunken

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September um 85.000 auf 2,234 Millionen gesunken. Damit suchten 22.000 Menschen weniger einen Job als im September des Vorjahres, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag mitteilte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent.   mehr ...

Jobstart - Vier von zehn neuen Mitarbeitern werden befristet eingestellt

Vier von zehn neuen Mitarbeitern werden in Deutschland befristet eingestellt. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Darin steht: Vor allem größere Betriebe nutzen die Möglichkeit einer Befristung. Dagegen greifen Kleinstbetriebe mit weniger als zehn Beschäftigten, bei denen die Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes nicht gelten, seltener darauf zurück.   mehr ...

 

Frauen im Beruf

Gleichstellung in Staatsbetrieben - Mehr Frauen in Aufsichtsräten - aber weniger in den Chefetagen

Nach den Dax-Unternehmen melden auch große öffentliche Firmen mehr Frauen in ihren Aufsichtsräten. In Vorständen und Geschäftsführungen geht der Frauenanteil jedoch zurück:

Zum Stichtag am 1. Januar 2019 ist der Anteil von Frauen in Aufsichtsgremien großer öffentlicher Unternehmen demnach erstmals über die 30-Prozent-Marke geklettert. Er stieg von 29,7 Prozent im Vorjahr leicht um 1,1 Prozentpunkte auf 30,8 Prozent und lag damit laut FidAR gleichauf mit dem Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 30 Dax-Unternehmen.   mehr ...

Börsennotierte Unternehmen - Frauen sind an der Spitze noch immer eine Seltenheit

Der Frauenanteil in den Vorständen der 160 deutschen Börsenunternehmen liegt bei 8,8 Prozent. Obwohl in den Aufsichtsräten fast jedes dritte Mitglied weiblich ist, werden nur wenig Frauen in die Vorstände berufen. Einige Unternehmen haben gar die Zielvorgabe 0 Prozent Frauen mit der Begründung die aktuelle Besetzung sei zufriedenstellend:

Infografik: Frauen sind an der Spitze noch immer eine Seltenheit | Statista

Wie die Grafik von Statista basierend auf einer Auswertung der AllBright Stiftung zeigt, gibt es in den DAX30-Unternehmen nicht eine Frau als Vorstandsvorsitzende. In allen 160 Unternehmen sind es 2,5 Prozent. Am höchsten ist der Anteil der Frauen als Vertreterinnen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern im Aufsichtsrat mit 34,4 Prozent.   mehr ...

Männliche Aufsichtsräte berufen kaum Frauen in Vorstände - Explizit gesetztes Ziel: "Null Frauen"

Die Dominanz von Männern bei wichtigen Aufsichtsratsposten bremst laut einer Studie den Aufstieg von Frauen in die Topetage deutscher Konzerne. An der Ernennung von Vorständen seien fast ausschließlich Männer beteiligt, obwohl inzwischen im Schnitt 30 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder weiblich seien, heißt es in einer Untersuchung der gemeinnützigen Allbright Stiftung. Demnach lag der Frauenanteil in der Führungsetage der 160 Unternehmen der Dax-Indexfamilie zum 1. Februar bei 8,8 Prozent. Im September 2018 waren es 8 Prozent gewesen.   mehr ... 

 
 

Bildung / Schulsystem

100 Jahre Volkshochschule - Hungrige Geister und leere Kassen

Trotz hundertjährigem VHS-Jubiläum ist nicht allen nach feiern zu Mute: Die Lehrkräfte sind oft prekär beschäftigt, die Finanzierung stagniert:

Hundert Jahre alt ist diese Idee – 1919 gilt als Geburtsjahr der Volkshochschulen in Deutschland. Das Jubiläum feiern etwa 350 der insgesamt 895 Schulen am Freitag unter dem Motto „Zusammenleben. Zusammenhalten“ in einer langen Nacht der Volkshochschulen. Schon im Februar fand der offizielle Festakt in der Frankfurter Paulskirche statt, in der 1849 die erste Deutsche Nationalversammlung getagt hatte. Dort sprachen auch der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle und CDU-Vorsitzende und Volkshochschul-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. „Ein Schlüssel zum Status activus des Staatsbürgers ist Bildung“, sagte Voßkuhle. „Wer hundert Jahre im Dienste der Menschen und der Demokratie hinter sich gebracht hab“, so Kramp-Karrenbauer, „braucht sich vor den nächsten hundert Jahren nicht zu fürchten.“   mehr ...

Homeschooling - "Die Schulpflicht ist ein Käfig"

Ab sechs Jahren sind Kinder verpflichtet, in die Schule zu gehen. Es gibt keine Ausnahmen. Der Anwalt Andreas Vogt plädiert stattdessen für eine Bildungspflicht:
 
Schulgegner aus Hessen sind mit ihrer Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gescheitert. Die Eltern hatten ihre Kinder zu Hause unterrichtet und sich der Schulpflicht widersetzt. Daraufhin waren die Kinder von der Polizei abgeholt und sogar zwischenzeitlich von ihren Eltern getrennt worden. Die Straßburger Richter hielten nun fest, dass mit dem teilweisen Sorgerechtsentzug zwar das in Recht der Eltern eingegriffen worden sei, die Gründe dafür seien aber "relevant und ausreichend".   mehr ... 

100 Jahre Waldorf - "Die Waldorfschule ist stark weltanschaulich bestimmt"

Warum in der Waldorfpädagogik mehr Esoterik steckt, als viele Eltern vermuten, erklärt der Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich:

Inzwischen gibt es weltweit über tausend Waldorfschulen - die nach wie vor oft streng der befremdlichen Weltanschauung Steiners folgen, wie der Erziehungswissenschaftler Heiner Ullrich sagt.   mehr ...

 
 

Universitäten / Studium

MBA-Studium - "Die Extra-Meile, die man gehen muss"

Ein "Master of Business Administration"-Abschluss ist teuer und zeitaufwendig, aber hoch angesehen. Wie gut lässt sich das Wissen in der Praxis anwenden? Drei Absolventen berichten:

Neben dem Beruf ein MBA-Studium durchzuziehen, das gleicht nicht gerade einem Spaziergang. Durchschnittlich zwei Jahre dauert das lernintensive Programm - mit Kursen an Wochenenden, langen Lernphasen, für die meist der komplette Urlaub geopfert werden muss, und hohen Kosten: In den Titel Master of Business Administration muss man mehrere Tausend Euro investieren - je nachdem in welchem Land, in welcher Form und bei welchem Anbieter man studiert, auch mehrere Zehntausend Euro. Da ist es angemessen, sich Gedanken zu machen, inwiefern einen diese Ausbildung weitergebracht hat. Drei Absolventen blicken zurück.   mehr ...

Sprachtests - Die Sprache des Geldes

Ohne den teuren Englischtest Toefl bekommt man in vielen Studiengängen keinen Platz. Jetzt stellen die ersten Fakultäten fest: Er könnte überflüssig sein:

Erste Uni-Institute stellen den Test infrage: Während die Zahl der Deutschen, die den Test ablegen, nach Angaben von ETS immer noch steigt, beginnen inzwischen die ersten Uni-Institute, den Toefl infrage zu stellen. So wurde an der Universität Hamburg der Test als Voraussetzung für den Anglistik-Bachelor zum Wintersemester 2012/2013 abgeschafft. Der administrative Aufwand sei zu groß geworden, argumentiert die Studiendekanin und Anglistik-Professorin Susanne Rupp. "Ich halte es auch für problematisch, zu viel auf externe Dienstleister zurückzugreifen, um Sprachkenntnisse zu prüfen", sagt sie. Die Qualität der Studienbewerber habe seitdem nicht merklich nachgelassen. "Bislang sind unsere Erfahrungen durchweg positiv", sagt Susanne Rupp. Auch für den englischsprachigen Masterstudiengang in Agrar- und Ressourcenökonomik an der Universität Bonn ist nun kein Toefl mehr nötig. "Wir haben bei unseren deutschen Bachelorabsolventen keine Defizite gesehen", sagt der Institutsvertreter Ralf Nolten.   mehr ...

Business School - „Die Management-Ausbildung ist zu engstirnig“

Business Schools müssen ihre Struktur und Lehrweise überdenken, sonst verlieren sie an Ansehen und Legitimität, glaubt Volker Rundshagen, Professor für Management mit Schwerpunkt Tourismusmanagement an der Hochschule Stralsund. Orientieren sollten sie sich dabei an den Impressionisten, die der Malerei in der zweiten Hälften des 19. Jahrhunderts eine neue Richtung gaben. Für sein Forschungspapier zu diesem Thema wurde Rundshagen unlängst von der Gesellschaft European Academy of Management ausgezeichnet, die die akademische Disziplin des Managements fördert.   mehr ...

 
 

Management / Jobs

Studie - Fast niemand will mehr Manager werden

Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln:

Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland haben einer neuen Studie zufolge keine Lust auf Führungsverantwortung. Nur sieben Prozent der Mitarbeiter in Deutschland möchten in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen. Das ergab eine Umfrage der Boston Consulting Group (BCG). „Eine Rolle im Management scheint hierzulande unattraktiv zu sein“, sagte BCG-Berater und Studien-Autor Nicolas Hunke der Deutschen Presse-Agentur.   mehr ...

Coaching und Motivation - Das Märchen von der neurologischen Fernsteuerung

Menschen durchschauen und beeinflussen – mit diesem Versprechen füllen NLP-Trainer die Hallen des Landes. Doch die wichtigste Methode der neurolinguistischen Programmierung ist wissenschaftlich widerlegt.   mehr ...

Das Zeitalter der Empathie

 

Fachkräfte in Deutschland

Märchen oder Realität? Seit Jahren hält sich in Deutschland hartnäckig die Story vom Fachkräftemangel:

Dabei ist immer wieder zu lesen, dass die Wirtschaft vor allem auf der Suche nach billigen Arbeitskräften ist und oft nur befristete Arbeitsverträge offeriert. Qualifizierte, oft akademisch gebildete Mitarbeiter sitzen auf der Straße. Meist, weil sie aufgrund Ausbildung oder Erfahrung einfach zu viel verdienen (wollen).

 

Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

Angeblich fehlten der Industrie noch nie so viele IT-Experten wie zurzeit. Doch die Firmen reißen sich um die vorhandenen Softwareentwickler offenbar nicht mit entsprechend höheren Gehältern:

Einen "Rekordengpass in der IT" hat das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln in seinem MINT-Frühjahrsreport 2019 festgestellt. Wenn man dem Gesetz der freien Marktwirtschaft folgt, nach dem der Preis aus Angebot und Nachfrage entsteht, müssten die Gehälter von IT-Fachleuten in den vergangenen Jahren genauso exorbitant angewachsen sein wie der Mangel an diesen Menschen. Sind sie aber nicht. Das zeigt eine Auswertung von Gehaltsdaten, die Gehalt.de für Golem.de durchgeführt hat. Das Gehaltsportal verfügt nach eigenen Angaben über gut eine Million aktuelle Gehaltsdaten. Für Golem.de hat Gehalt.de die Einkommenssituation von IT-Profis in der IT-Branche nach den wichtigsten Kriterien ausgewertet, die wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des Einkommens haben.   mehr ...

Wettbewerb um Fachkräfte - Elektroniker hängen Ingenieure ab

Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure haben derzeit besonders gute Berufsaussichten: 3,7 Prozent von knapp 14.000 ausgewerteten Stellenanzeigen richteten sich an diese Berufsgruppe, zeigt der Arbeitsmarktreport 2019 der Prüfgesellschaft Dekra.   mehr ...

Aus allen möglichen Branchen heißt es: Uns geht das Personal aus. Tatsächlich spricht wenig für einen Mangel. Und selbst wenn – ein Problem wäre das nicht unbedingt.   mehr ...
 
 
 

Bewerbungen

KI optimiert Recruiting - Google verpasst Hire ein Update

Knapp ein Jahr ist Googles Recruiting-App Hire alt – jetzt soll künstliche Intelligenz die Suche nach dem richtigen Bewerber optimieren.

Mit ein paar Klicks einen Interview-Termin vereinbaren oder automatisch Lebensläufe nach den passenden Skills durchsuchen: Googles Job-Portal-Tool Hire wird mit einem Update mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, teilte Google mit. Damit soll die Job- beziehungsweise Mitarbeitersuche einfacher und effizienter funktionieren.   mehr ...

Datenschutzgrundverordnung - Acht Punkte, die Personalabteilungen bei der DSGVO beachten müssen

Die Datenschutzgrundverordnung betrifft nicht nur Kunden-, sondern auch Bewerberdaten. Bewerbungsmappen einfach weiterzuleiten geht nicht mehr. Auf diese Dinge müssen Personaler künftig achten.   mehr ...

Bewerbung via Smartphone - Wie die Mobile-Nutzung Recruiting-Prozesse verändert

Unser Alltag ist mobil. Das ist in erster Linie praktisch, verändert aber auch unsere Erwartungshaltung und unser Verhalten. Auswirkungen davon zeigen sich auch vermehrt im Recruiting, denn Mobile-Commerce-Kunden sind gleichzeitig auch potenzielle Bewerber.   mehr ...