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Deutsche Wirtschaft

Preisabsprachen - Stahlkartell muss 646 Millionen Euro Strafe zahlen

Wegen unrechtmäßiger Preisabsprachen hat das Bundeskartellamt Millionenbußen gegen mehrere Stahlhersteller verhängt - darunter auch gegen den angeschlagenen Konzern Thyssenkrupp:

Thyssenkrupp, Voestalpine, Ilsenburger Grobblech und weitere Stahlhersteller müssen wegen illegaler Absprachen bei Preisen eine hohe Buße zahlen. Das beschloss das Bundeskartellamt.   mehr ...

KFW Capitals - Bundesregierung plant Milliarden-Fonds für Start-ups

Steuergelder sollen Start-ups absichern. Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium sind sich dabei einig:

Die Bundesregierung plant eine massive Verstärkung der Förderung von Start-up-Unternehmen. Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium arbeiten nach Informationen des Handelsblatts an einem neuen Dachfonds aus staatlichem und privatem Geld, der Gründern größere Finanzierungsrunden erleichtern soll. "Das Konzept ist weit vorangeschritten", sagte ein Regierungsvertreter. Zum Start ist ein Volumen von rund einer Milliarde Euro im Gespräch, im Erfolgsfall sollen die Mittel aufgestockt werden.   mehr ...

Menschenrechte - Firmen fordern Kontrolle

Deutsche Unternehmen sollen per Gesetz gezwungen werden, bei der Produktion soziale und ökonomische Standards einzuhalten. Dabei kommt die Forderung von den Unternehmen selbst:

Erstmals fordert eine Gruppe von Unternehmen aus Deutschland gemeinsam ein verbindliches Lieferkettengesetz, mit dem die Einhaltung von menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten bei Zulieferern gewährleistet werden soll. 42 Unternehmen haben sich in einer am Montag veröffentlichten Erklärung für ein entsprechendes Gesetz ausgesprochen.   mehr ...

 


Globale Wirtschaft / Welthandel

US-Blockade - EU-Kommission will bei Konflikten auf WTO-Streitschlichter verzichten

Die USA blockieren die Ernennung neuer Berufungsrichter der WTO. Deshalb will die EU-Kommission künftig bei Handelsstreitfällen ohne WTO-Urteil Sanktionen verhängen:
 
Die EU wappnet sich gegen die möglichen Konsequenzen aus der US-Blockade der Welthandelsorganisation (WTO). Wie der neue EU-Handelskommissar Phil Hogan mitteilte, soll das EU-Recht so angepasst werden, dass die Verhängung von europäischen Strafzöllen nicht mehr von der Zustimmung der WTO-Streitschlichter abhängig ist. Dies soll es der EU ermöglichen, in Handelskonflikten reaktionsfähig zu bleiben.   mehr ...

Minister planen Gesetz für Standards in weltweiten Lieferketten

Gegen Kinderarbeit und Ausbeutung: Arbeitsminister Hubertus Heil und Entwicklungsminister Gerd Müller wollen international tätige Konzerne zu Standards verpflichten:
 
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will gemeinsam mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein Gesetz zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards in globalen Lieferketten auf den Weg bringen. "Wir haben mithilfe einer Befragung untersucht, in welchem Ausmaß sich international tätige Unternehmen bereits um sozial und ökologisch nachhaltige Lieferketten bemühen. Die Ergebnisse sind ernüchternd", sagte Heil dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Er selbst und Bundesentwicklungsminister Müller würden gemeinsam einen Gesetzentwurf zur Einhaltung von Standards in der globalen Produktion erarbeiten.   mehr ...

Freihandel - EU-Staaten ratifizieren Handelspakt mit Singapur

Die EU-Staaten haben abschließend grünes Licht für das mit Singapur vereinbarte Handelsabkommen gegeben. Ab dem 21. November werden Handelshemmnisse und Zölle schrittweise abgebaut.   mehr ...

 


Öl- / Gaswirtschaft

Erdgasversorgung: - Zweite Ostseepipeline ist überflüssig

Europäische Erdgasversorgung ist bereits gut diversifiziert und krisenfest, außerdem sinkt der Bedarf an Erdgas

Die geplante Ostseepipeline Nord Stream 2 ist zur Sicherung der Erdgasversorgung nicht notwendig. Deutschland und Europa verfügen bereits jetzt über ein gut ausgebautes Netzwerk von Pipelines und Lieferregionen, das weiter diversifiziert und darüber hinaus im Bedarfsfall durch Flüssiggaslieferungen ergänzt werden kann. Sowohl die deutsche als auch die europäische Erdgasversorgung ist damit krisenfest. Dies zeigen Modellrechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Die Erdgasversorgung ist sicher. Dank einer gut entwickelten Infrastruktur und einer Vielfalt an Lieferländern kann und wird es keine Versorgungsengpässe geben. Selbst ein unwahrscheinlicher Totalausfall der russischen Erdgaslieferungen könnte durch alternative Bezugsquellen und Effizienzsteigerungen ausgeglichen werden. Zudem zeigen Szenarien, dass der Erdgasbedarf eher zurückgeht“, sagt DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert.   mehr ...

Nord Stream 2 - US-Repräsentantenhaus stimmt für Sanktionen wegen Ostsee-Pipeline

  • Das US-Repräsentantenhaus hat für Sanktionen gegen das Pipeline-Projekt Nord Stream 2 gestimmt.
  • Mit den Sanktionen soll unter anderem die Arbeit der Spezialfirmen, deren Schiffe die Rohre im Meer verlegen, erschwert werden.
  • Nord Stream 2 soll ab kommendem Jahr Gas von Russland nach Deutschland transportieren.    mehr ...

Saudi Aramco - So wird Saudi-Arabien noch stärker an den Märkten hängen

Saudi-Arabien bringt seinen staatlichen Ölkonzern an die Börse. Das wird nicht ganz so groß wie geplant. Aber für die Zukunft des Landes hat der Schritt enorme Bedeutung.   mehr ...

 


Automobilindustrie

CO2-Emissionen - Höhere CO2-Messwerte nach WLTP-Umstellung

38,5 Prozent aller bislang im Jahr 2019 neuzugelassenen PKW verursachen laut Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) CO2-Emissionen von 161 g/km oder mehr - das ist ein Plus von 26,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2018. Woher kommt dieser enorme Anstieg? Wiewohl das KBA keine Erklärung liefert, dürfte die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP im September vergangenen Jahres verantwortlich sein. Dazu der ADAC: "Prinzipiell ist die Umstellung gut, die Verbrauchsangaben nach WLTP sind genauer und näher an der Praxis." Die Statistik weist außerdem noch eine weiter Auffälligkeit auf. Die Stabilität der Werte zwischen 2014 und 2018 wirkt angesichts des SUV-Booms kontraintuitiv. Daraus ließe sich beispielsweise schlussfolgern, dass dieser Fahrzeugtyp weniger dreckig ist als von Vielen angenommen - zumindest insofern, dass SUV nicht unbedingt ins CO2-intensivste Messsegment fallen.   mehr ...

Infografik: Höhere CO2-Messwerte nach WLTP-Umstellung | Statista

Abgasskandal - Kanada bringt Volkswagen vor Gericht

Erneut gibt es Ärger für Volkswagen in der Affäre um frisierte Abgaswerte:

Kanada zieht Volkswagen im Abgasskandal zur Verantwortung. Die Regierung hat den Konzern wegen Verstößen gegen Umweltgesetze und Importvorschriften angeklagt, wie sie am Montag in Toronto mitteilte. Die Behörden werfen VW vor, zwischen Anfang 2008 und Ende 2015 fast 128.000 Fahrzeuge eingeführt zu haben, die nicht den Abgas-Standards entsprachen.   mehr ...

Investition in China - BMW und Great Wall bauen Werk für E-Mini

Bis 2022 soll in Zhangjiagang in China ein neues BMW-Werk für den elektrischen Mini entstehen. Zusammen mit dem chinesischen Partner Great Wall Motor investiert der Autobauer rund 650 Millionen Euro.   mehr ...

 

Weitere Schlagzeilen zur Autoindustrie


Internetwirtschaft / Handel

Gericht kippt Genehmigung von Sonntagsarbeit bei Amazon

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat in einem Grundsatzbeschluss entschieden, dass Amazon in Deutschland keine Sonntagsarbeit festsetzen darf:
 
Das zur Weihnachtszeit massiv ansteigende Geschäft beim Internet-Händler Amazon rechtfertigt laut einem Urteil keine Sonntagsarbeit. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster am Mittwoch in einem Grundsatzbeschluss entschieden und damit ein Urteil aus der ersten Instanz bestätigt (Az.: 4 A 738/18).   mehr ...
 
 
Zalando will in der Logistik CO2 reduzieren, Otto will weniger Verpackungsmüll generieren, Autodoc baut in Deutschland die Logistik aus, Ikea investiert in Retouren-Management, Google lässt künftig Pakete tracken und Forscher fordern eine Pflichtgebühr für Retouren.   mehr ...

Studie zum Onlinehandel - Wissenschaftler fordern Ende der kostenlosen Rücksendung

Die Deutschen lieben Bestellungen im Internet - doch ein großer Teil geht retour. Das macht Müll und schadet dem Klima. Forscher wollen nun gesetzliche Rücksendegebühren. Wenige Euro würden reichen.   mehr ...

 
 
Weíteres Spiegel: "Kriselnder Händler - Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt SportScheck."
Heise: "Stationärer Handel - Kundentracking mit Videoüberwachung und WLAN-Router."
Heise: "Onlinehandel steuert 2019 auf Umsatzrekord zu."
Spiegel: "Regionalgesellschaften aufgelöst - Aldi-Süd kündigt rund 600 Mitarbeitern."
Heise: "Polizei warnt vor professionellen Fake-Shops im Internet."
Heise: "Dash Smart Shelf - Amazon stellt smartes Regal mit Nachbestellfunktion vor."
Heise: "Urteil - Fake-Bewertungen rechtswidrig - Burda-Konzern gewinnt Klage."
SZ: "Tourismus - Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Teile von Thomas Cook."
Heise: "Nervige Haustürzustellung - Paketbranche baut Alternativen weiter aus."
Heise: "Online-Rabattschlacht - Alibaba erzielt neuen Verkaufsrekord am "Singles Day"."
FAZ: "Handelskonzern - Metro verkauft das China-Geschäft."

Luftfahrt / Flugverkehr

Kollision von Flugzeugen - "Die Frage ist, wann es passiert"

Hohe Frequenz, mangelhafte Technik: In den vergangenen Jahren ist es im deutschen Luftraum zu mehr als 170 Beinahezusammenstößen gekommen. Experten halten die Gefahr für realistisch:

Im Luftraum über Deutschland kommen sich große und kleine Flugzeuge einem Bericht zufolge immer wieder gefährlich nahe. In den vergangenen vier Jahren habe es mehr als 170 "potenziell gefährliche Annäherungen von Luftfahrzeugen" gegeben, berichtete der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Dienstagabend unter Berufung auf die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU).   mehr ...

Abkehr von Boeing - United Airlines bestellt 50 Flugzeuge bei Airbus

Es ist die vierte Großbestellung einer US-Fluggesellschaft in diesem Jahr: United Airlines setzt bei Langstreckenjets auf den europäischen Hersteller Airbus. Ein Rückschlag für den US-Rivalen Boeing.   mehr ...

Hohe Verluste mit Eurowings - Lufthansa startet neue Billigmarke für Langstrecken

Zu Schnäppchenpreisen in die USA oder die Karibik: Wegen hoher Verluste soll die Billigairline Eurowings Fernziele künftig nicht mehr ansteuern. Die Lufthansa plant eine neue Marke für diese Strecken.   mehr ...

 

Weiteres Heise: "Neue Probleme bei Boeing - Untersuchung von 737 NG nach Entdeckung von Rissen."
Spiegel: "Milliardenauftrag - Emirates kauft 50 Airbus-Langstreckenjets."
FAZ: "660.000 Urlauber betroffen - Deutsche Thomas Cook sagt alle Reisen für 2020 ab."
SZ: "Krise um 737 Max beschert Boeing fast vier Milliarden Dollar Verlust."
Zeit: "Ticketsteuer - Fliegen wird wohl etwas teurer."
FAZ: "Touristikkonzern in der Krise - Deutsche Thomas Cook stellt Insolvenzantrag."
FAZ: "Staat springt bei - Nun sucht Condor einen neuen Eigner."
Zeit: "Klimaschutz - Die Welt fliegt weiter."
Wirtschaftswoche: "Urlaubsländer schlagen nach Thomas-Cook-Pleite Alarm."
TAZ: "Britischer Tourismuskonzern - Thomas Cook ist pleite."
Zeit: "Air Berlin zahlt Millionenkredit des Bundes zurück."
Wirtschaftswoche: "Boeing 737 Max - Die ungewisse Rückkehr des Unglücksfliegers."
Tagesspiegel: "Von Flugscham nichts zu spüren - Easyjet und Lufthansa verzeichnen steigende Buchungen."
Spiegel: "American Airlines wird größter Kunde für neuen Airbus-Langstreckenjet."
Spiegel: "Flugzeugbauer in der Krise - Boeing muss wegen 737-Debakel Milliarden abschreiben
."
FAZ: "Amerikanische Luftfahrtbehörde - Neues Problem bei der Boeing 737 Max entdeckt."
Wirtschaftswoche: "Umstrittener 5-Punkte-Plan - Wie Spohr Eurowings auf den Kopf stellt."
Zeit: "Boeing schließt erstmals seit Absturz von 737 Max Verkaufsvorvertrag."
Zeit: "Flugpreise - Billigflüge werden mehr und günstiger."

Chemieindustrie / Rohstoffe

Kampf um den Abbau der Technologie-Rohstoffe


Elektromobilität

Elektroautos - Zahl der Ladepunkte 2019 um 50 Prozent gestiegen

Das Ladesäulenregister des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaf weist momentan 23.840 Ladepunkt aus:

23.840 Ladepunkte für Elektroautos verzeichnet aktuell das Ladesäulenregister des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Das sind nach Angaben des Verbands 50 Prozent mehr als im Dezember 2018.

Drei Viertel der Ladepunkte werden von Unternehmen der Energiewirtschaft bereitgestellt, teilt der BDEW weiter mit. Weitere Anbieter sind zum Beispiel Parkhaus- und Parkplatzbetreiber, Supermärkte und Hotels.   mehr ...

Geplante Tesla-Fabrik bei Berlin - Brandenburg tritt auf die Bremse

Der E-Autobauer Tesla will Milliarden in eine Fabrik in Grünheide investieren. Nun mehren sich Stimmen, dass das so schnell nicht gehe:

Der Bau der sogenannten Gigafactory in brandenburgischen Gemeinde Grünheide könnte doch nicht so schnell beginnen, wie zuletzt erwartet. Wie der Rundfunk-Berlin Brandenburg berichtet, mehren sich die skeptischen Stimmen.   mehr ...

BMW investiert in Dingolfing 400 Mio. für Produktion des iNEXT

Damit bereitet das Unternehmen seinen größten europäischen Produktionsstandort auf die Fertigung rein batterieelektrisch und hochautomatisiert fahrender BMW Automobile vor.   mehr ...

 
 

US-Wirtschaft

Handelsstreit - Trump verhängt Zölle auf Stahl aus Argentinien und Brasilien

US-Präsident Trump nimmt einen weiteren Kontinent ins Visier seiner protektionistischen Wirtschaftspolitik. Er wirft Argentinien und Brasilien vor, ihre Währungen abzuwerten - und will die beiden Länder dafür bestrafen:

Im Handelsstreit hat sich US-Präsident Donald Trump neue Ziele auserkoren. Trump kündigte auf Twitter an, argentinischen und brasilianischen Stahl mit Strafzöllen zu belegen. Die Zölle würden "unverzüglich" wieder eingeführt, schrieb Trump. Er begründete den Schritt mit der "massiven" Abwertung der Landeswährungen der beiden südamerikanischen Länder. Dies sei "nicht gut für unsere Landwirte". Die USA konkurrieren mit den beiden Ländern bei bestimmten landwirtschaftlichen Produkten wie Soja oder Mais.   mehr ...

Mehr Schulden, weniger Investitionen - Trumps teurer Steuer-Flop

Donald Trump und die Republikaner wollten beweisen, dass Steuersenkungen Wachstum bringen und sich so selbst finanzieren können. Das ist doppelt schiefgegangen.   mehr ...

US-Demokraten wollen 454 Milliarden US-Dollar für "saubere Autos" investieren

Die Autoindustrie in den USA geht derzeit vom Verbrennungs- zum Elektromotor über. Für die Demokraten in den USA besteht an diesem Transformationsprozess kein Zweifel, nur vollziehe er sich aber zu langsam, beispielsweise seien Elektroautos schlichtweg zu teuer. Sollten sie bei den Wahlen im kommenden Jahr die Mehrheit im Senat erobern, wollen sie mit einem umfassenden Plan die Verkehrswende beschleunigen.   mehr ...