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International News

Verbrechen gegen Volksgruppe in Myanmar Internationaler Strafgerichtshof will sich mit Rohingya befassen

Myanmars Militärs werden schwere Verbrechen gegen die Minderheit der Rohingya vorgeworfen. Doch das Land erkennt den Internationalen Strafgerichtshof nicht an. Die Richter sehen ihre Zuständigkeit dennoch begründet:

Der Internationale Strafgerichtshof hat sich für die strafrechtliche Verfolgung von Verbrechen gegen die Volksgruppe der Rohingya in Myanmar zuständig erklärt. Dies teilte das Gericht in Den Haag mit. Dabei geht es um den Vorwurf der Vertreibung der Rohingya nach Bangladesch und schwere Menschenrechtsverletzungen.   mehr ...

Entscheidung des Obersten Gerichts - Sex von Homosexuellen in Indien nicht mehr strafbar

Das Oberste Gericht in Indien hat nach jahrelangem Rechtsstreit das Verbot von homosexuellem Geschlechtsverkehr aufgehoben. Das Verbotsgesetz, das 1861 unter britischer Kolonialherrschaft in Kraft gesetzt worden war, sei ein "Instrument der Diskriminierung" von schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Menschen geworden, sagte Richter Dipak Misra in Neu-Delhi.   mehr ...

Währungskrise - Argentinien führt Exportsteuern ein

Die Währung verliert an Wert, die Inflation steigt dramatisch an: Argentinien steckt tief in einer schweren wirtschaftlichen Krise. Die Regierung reagiert mit neuen Steuern.   mehr ...

 
 
Brot für die Welt: "Atlas der Zivilgesellschaft."

Afrika

Libyen - "Wir sind keine Tiere"

Die Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen in Tripolis eskalieren. Die Migranten, die zwischen den Fronten festsitzen, kämpfen um ihr Überleben. Zwei Protokolle aus Libyen:
 
Seit Tagen erschüttern schwere Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen die libysche Hauptstadt Tripolis. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Einheitsregierung hat in der Millionenmetropole den Ausnahmezustand ausgerufen. Im Chaos gefangen sind rund 8.000 Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende, die in Gefangenenlagern quer über Tripolis verteilt waren. Sie hatten zuvor versucht, mit dem Boot nach Europa zu kommen, waren dann von der libyschen Küstenwache zurück an Land gebracht und gefangen genommen worden. In den Lagern haben viele Gewalt, Folter und sexuellen Missbrauch erlebt. Als die Kämpfe in Tripolis eskalierten, sind etliche Wärter geflohen. Sie haben Hunderte Menschen sich selbst überlassen – zum Teil ohne Wasser und Essen.   mehr ...

Hilfe und Geschäfte - China will 60 Milliarden Dollar in Afrika investieren

Die chinesische Führung verspricht dem afrikanischen Kontinent gigantische finanzielle Unterstützung: Präsident Xi Jinping kündigte Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Dollar an - 15 Milliarden davon als "Hilfen und zinslose Kredite":

China forciert seine Strategie als einflussreicher Investor auf dem afrikanischen Kontinent. Die Volksrepublik will den Staaten dort mit 60 Milliarden Dollar (umgerechnet 51,7 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Präsident Xi Jinping kündigte zum Auftakt des China-Afrika-Gipfels in Peking an, in dem Paket seien 15 Milliarden Dollar als "Hilfen und zinslose Kredite" vorgesehen.   mehr ...

Entwicklungshilfe - Müller fordert von Unternehmen mehr Engagement in Afrika

Die deutsche Wirtschaft soll mehr in Afrika investieren. Dazu rief Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) auf. "In den nächsten zehn Jahren wird in Afrika mehr gebaut als in ganz Europa in den letzten hundert Jahren", sagte Müller im ZDF-"Morgenmagazin".   mehr ...

 
 
Der Freitag: "Ein Schritt Richtung Zukunft: Wie Blockchain und Internet der Dinge dem Kontinent auf die Sprünge helfen könnten."
FAZ: "Freihandelszone & Militärhilfe - Ein „Marshall-Plan“ für Afrika: Afrika soll ein Schwerpunkt der deutschen G-20-Präsidentschaft sein. Das sind die Kernthemen für Entwicklungsminister Müller."

Israel / Nahost-Konflikt

Wegen Hisbollah - Israel baut Grenzanlage zum Libanon aus

Vorbild Gazastreifen: Zum Schutz vor Angriffen der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah baut Israel an der Nordgrenze zum Libanon eine Sperranlage:

Eine sieben Meter hohe Betonmauer, auf der zwei Meter Zaun mit Stacheldraht stehen, soll über die 130 Kilometer lange Grenze zwischen Israel und Libanon gebaut werden. Damit will sich der israelische Staat vor Attacken durch die schiitische Hisbolla-Miliz schützen.   mehr ...

Palästinenser - Uno geht Geld für Hilfen im Gazastreifen aus

Schon im Januar kürzte die US-Regierung ihre Zahlungen für Hilfen im Gazastreifen, um die Palästinenser zu Friedensgesprächen zu drängen. Nun geht der Uno das Geld für die Region aus - und die Medikamente.   mehr ...

Vergiftete Siege

- Ein weiterer Gaza-Feldzug des israelischen Militärs wird immer wahrscheinlicher.

- Die hochgerüstete Armee würde dabei höchstwahrscheinlich gewinnen.

- In der Vergangenheit haben Militärschläge und Kriege Israel jedoch keine Sicherheit gebracht, zumindest nicht auf Dauer.    mehr ...

 

FAZ: "Weißes Haus will Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkennen."
FR: "Israel - Von Amona nach Amichai: Erstmals seit 25 Jahren genehmigt Israel im Westjordanland eine völlig neue Siedlung."

Naher - / Mittlerer Osten

Syrien - Maas warnt vor humanitärer Katastrophe in Idlib

Außenminister Heiko Maas hat vor den Folgen eines Angriffs auf das von Rebellen gehaltene Idlib gewarnt. Iran und Russland verteidigen die syrische Regierung.   mehr ...

Drohende Entscheidungsschlacht - Türkei verstärkt Truppen in syrischer Rebellenprovinz Idlib

Die letzte Bastion der Rebellen droht zu fallen. Ankara fürchtet eine neue Flüchtlingswelle und stuft einen wichtigen Verteidiger als Terrororganisation ein:

Vor dem erwarteten Angriff der syrischen Armee auf die Rebellenhochburg Idlib hat die Türkei ihre Truppen dort weiter verstärkt. Ein Konvoi mit rund 20 Fahrzeugen habe den türkischen Grenzort Kilis erreicht und solle in Syrien stationiert werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete am Samstag, zuvor seien Verhandlungen zwischen der Türkei und dem syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al Qaida über dessen Auflösung gescheitert.   mehr ...

Kämpfe im Jemen - UN-Ermittler werfen Saudi-Arabien Kriegsverbrechen vor

Saudi-Arabien und seine Verbündeten greifen zivile Einrichtungen im Jemen an. Das müsste geahndet werden, fordern Fachleute der Vereinten Nationen. Die Lage könnte weiter eskalieren:

Die UN-Kommission zu Jemen hat der Militärkoalition unter Saudi-Arabien Kriegsverbrechen zur Last gelegt. Gezielte Luftangriffe auf zivile Ziele hätten viele Menschenleben gefordert, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Kommission. Militärflugzeuge der Koalition hätten in den vergangenen Jahren Wohngebiete, Märkte, Beerdigungen, Hochzeiten, Gefängnisse, zivile Schiffe und Gesundheitseinrichtungen angegriffen. Zudem verletze die Koalition mit der Blockade von Seehäfen, Flughäfen und Landverbindungen in den Jemen das humanitäre Völkerrecht, erklärte der Vorsitzende der Kommission, der Tunesier Kamel Jendoubi.   mehr ...

 


Internat. Organisationen

Uno - USA stellen Zahlungen an Palästinenserhilfswerk komplett ein

Zuerst reduzierte Donald Trump die Hilfszahlungen an die UNRWA drastisch, nun will er überhaupt nicht mehr zahlen. Deutschland kündigte dagegen an, die Mittel für die Uno-Initiative aufstocken zu wollen:

Die USA stellen ihre Zahlungen an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) ein. Das erklärte das Außenministerium am Freitag in Washington. Vor wenigen Tagen hatte die US-Regierung auf Anweisung von Präsident Donald Trump bereits mehr als 200 Millionen Dollar (172 Millionen Euro) an Hilfen für die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland gestrichen. Zudem soll das Weiße Haus darüber nachdenken, Millionen Palästinensern den Flüchtlingsstatus abzuerkennen.   mehr ...

Vereinte Nationen - Michelle Bachelet ist neue UN-Menschenrechtskommisarin

Die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet ist zur Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen gewählt worden. Die Entscheidung erfolgte im Konsens der Versammlung von 193 Staaten.    mehr ...

Ohne Reformen droht der WTO das Nichts

Die von den USA angezettelten Handelskonflikte könnten eine Chance für Reformen des Welthandelssystems sein. Solche Reformen lassen sich jedoch nur durch eine «kritische Masse» von WTO-Mitgliedern vereinbaren.   mehr ...

 


US-Politik

So (un)beliebt ist Präsident Donald Trump

Seit seinem Amtsantritt hat der amerikanische Präsident Donald Trump an Rückhalt in der Bevölkerung eingebüsst, seit Anfang 2018 stabilisieren sich seine Werte aber wieder. International sinkt unter Trump das Vertrauen in die USA. Die Entwicklung in der Übersicht:
 
Seit rund 60 Jahren erhebt das Gallup Center regelmässig die Beliebtheit des amerikanischen Präsidenten. So unpopulär wie Donald Trump war in dieser Zeit noch kein Präsident nach seinem ersten Amtsjahr: Im Vergleich zu seinen Vorgängern steht der 45. Präsident mit Abstand am schlechtesten da. Gerade einmal 39 Prozent der Bevölkerung hiessen Trumps Kurs nach einem Jahr gut.   mehr ...

Paul Manafort - Jury spricht Trumps Ex-Wahlkampfmanager in acht Anklagepunkten schuldig

Im Prozess gegen Donald Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort hat die Jury den Angeklagten in mehreren Punkten schuldig gesprochen - unter anderem wegen Steuerhinterziehung. Ihm droht eine hohe Gefängnisstrafe:

Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, den Finanzbehörden Einkünfte in Millionenhöhe verschwiegen zu haben, die er als politischer Berater in der Ukraine machte. Außerdem ging es darum, dass er Banken belogen haben soll, um Kredite in Höhe von 20 Millionen US-Dollar (17 Millionen Euro) zu bekommen.

Manafort droht damit eine Haftstrafe, die ihn für den Rest seines Lebens hinter Gitter bringen könnte. Die Höchststrafe beträgt 80 Jahre Gefängnis. Sein Anwalt Kevin Downing sagte, sein Mandant sei enttäuscht von dem Schuldspruch und prüfe alle seine Möglichkeiten.   mehr ...

Trumps Ex-Anwalt Cohen bekennt sich wegen illegaler Wahlkampffinanzierung schuldig

Der langjährige Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, hat vor einem Gericht in New York eingeräumt, gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben. Cohen habe ausgesagt, dass er dies im Auftrag eines Kandidaten getan habe, ohne dessen Namen zu nennen, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und der Sender CNN am Dienstag übereinstimmend. Seine Aussage wurde aber so interpretiert, dass er sich damit nur auf Trump beziehen konnte.   mehr ...

 


Internationaler Terror

UN-Bericht - Bis zu 30.000 IS-Kämpfer im Irak und in Syrien

Der "Islamische Staat" ist im Irak und in Syrien in der Defensive - doch laut einem UN-Bericht hat die Terrormiliz dort noch immer bis zu 30.000 Kämpfer. Viele von ihnen sind aber untergetaucht:

Trotz militärischer Rückschläge hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" im Irak und in Teilen von Syrien noch immer bis zu 30.000 Kämpfer. Das geht aus einem Bericht von Experten der Vereinten Nationen hervor, der dem Sicherheitsrat in New York übermittelt wurde. Ihre Einschätzung geht auf Angaben von Regierungen zurück, die nicht näher genannt werden.   mehr ...

Sami A. - Gefährder gefährden jetzt Tunesien

Aberhunderte Extremisten wie Sami A. sind nach dem Zusammenbruch des IS in ihre Heimat zurückgekehrt, auf eigene Faust oder aus europäischen Staaten abgeschoben. In Tunesien stellen sie den kleinen nordafrikanischen Staat vor gewaltige Sicherheitsprobleme. Schätzungsweise 3000 Tunesier hatten sich seit Mitte 2014 dem "Islamischen Kalifat" angeschlossen, bezogen auf die Gesamtbevölkerung mehr als in jeder anderen Nation der Welt.   mehr ...

Neue Terrorwelle des IS in Syrien

Eine Serie von Anschlägen des Islamischen Staats (IS) hat im Süden Syriens über 200 Tote gefordert. Auch im Nachbarland Irak sind die Extremisten noch immer nicht geschlagen:
 
Die Extremisten des Islamischen Staats (IS) haben die südsyrische Provinz Suweida am Mittwoch mit einer Serie von Anschlägen überzogen. Die Provinz grenzt an Jordanien und an die Gebiete, in denen das Regime von Bashar al-Asad und seine russischen Verbündeten vor rund fünf Wochen eine Grossoffensive gestartet hatten. Im Gegensatz zum Rest der Region sind die meisten Bewohner von Suweida Drusen, eine Minderheit, deren Glauben monotheistische Vorstellungen mit Elementen der altgriechischen Philosophie vereint. Von sunnitischen Jihadisten wie dem IS werden sie deshalb als Häretiker verfolgt.   mehr ...

 

Weiteres Heise: "Europol meldet schweren Schlag gegen IS-Onlinepropaganda – Zweifel an Erfolg."

Spiegel: "Islamismus - Hunderte Extremisten beantragten Asyl."

Spiegel: "Kassensturz beim "Islamischen Staat" - Die Ölquellen sind weg, der Geldschrank ist voll."

Zeit: "Islamischer Staat - An der Heimatfront."

n-tv: "41 muslimische Länder beteiligt - Saudi-Arabien startet Antiterror-Koalition."

SZ: "Syrien und Irak - Was vom "Islamischen Staat" übrig bleibt."

SZ: "Islamismus - Wo sind die deutschen IS-Kämpfer."

n-tv: "Waffenruhe für Terroristen - Der "unverzeihliche" Deal mit dem IS."

Zeit: "Antiterrorkampf - Mit der Strahlenkanone gegen Terroristen."

Zeit: "Marokko - Eine unkalkulierbare Gefahr."

Zeit: "Nahost - Libanesische Armee greift IS an."

NZZ: "Islamistische Terrormiliz Boko Haram - «Sie sagten, wenn wir den Knopf drücken, explodiert die Bombe und wir kommen automatisch in den Himmel»."

n-tv: "Miliz ändert GeschäftsmodellWie der IS finanziell vorgesorgt hat."

Zeit: ""Islamischer Staat" - Kalifat ohne Staat."

Zeit: ""Islamischer Staat" - Mossuls Eroberung ist nicht der Anfang vom Ende."

Spiegel: "Kampf gegen Terrormiliz - US-Militär meldet Tod von IS-Medienchef."

FAZ: "Attentäter von London - Imame verweigern Beerdigungszeremonie."

FAZ: "Doku zu Kampf gegen den Terror - Desaster mit Ansage."

n-tv: "Russland bombardiert fliehende IS-Truppen."

n-tv: "Europol entdeckt neue Plattform - IS baut eigenes soziales Netzwerk auf."

SRF.ch: "US-Angriff in Afghanistan - «Mutter aller Bomben» tötet 36 IS-Kämpfer."

Zeit: "Islamischer Staat" - Palmyra wieder vollständig in syrischer Hand."

FAZ: "EY-Studie - Dem „Islamischen Staat“ geht das Geld aus."

Spiegel: "Exklusive Recherche zum Islamischen Staat - So arbeitet die IS-Propagandaabteilung."

NZZ: "Kampf gegen den IS in Syrien - Brutaler Mord an türkischen Soldaten."

SZ: "Islamischer Staat" - Das IS-Kalifat schrumpft."


Rüstung / Militärische Konflikte

Weltraumstreitmacht - US-Regierung treibt Pläne für "Space Force" voran

- Die USA treiben Pläne zum Aufbau einer "Space Force" als neuen Arm der Streitkräfte voran.

- Vizepräsident Pence fordert, dafür acht Milliarden Dollar über fünf Jahre in die Truppe zu investieren.

- Die Pläne müssen aber noch vom Kongress bestätigt werden:

Im Juni verkündete US-Präsident Donald Trump seine Pläne für einen Ausbau der US-Armee: Eine "Space Force" solle die US-Streitkräfte zur dominanten Militärmacht im Weltraum machen. Die Forderung ging schnell im üblichen Trump-Wahnsinn unter. Jetzt treibt Vize-Präsident Mike Pence die Pläne seines Vorgesetzten in einer Rede im Pentagon voran, was Trump auf Twitter begeistert kommentierte.   mehr ...

Gegen autonome Waffen - KI-Entwickler unterzeichnen Selbstverpflichtung

Autonom agierende KI-Waffen können Menschen selbstständig töten. Führende KI-Entwickler verpflichten sich, an solchen Systemen nicht mitzuarbeiten:

Das im britischen Cambridge und US-amerikanischen Massachusetts ansässige Future of Life Institute (FLI) hat am Mittwoch eine Selbstverpflichtung ins Leben gerufen, die verhindern soll, dass sich Unternehmen, Ingenieure, Wissenschaftler und andere Personen an der Entwicklung, dem Bau, Handel oder der Benutzung mit Künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteter autonomer Waffensysteme beteiligen. Das Versprechen haben bisher 176 Organisationen und 2515 Einzelpersonen unterzeichnet – darunter Google DeepMind, die European Association for Artificial Intelligence (EurAI), einige Universitäten sowie einzelne Wissenschaftler und Unternehmerpersönlichkeiten wie Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk.   mehr ...

Abrüstung war einmal - Atommächte modernisieren ihre Arsenale

Friedensforscher sehen keine Anzeichen dafür, dass auch nur eine einzige Atommacht weltweit auf ihre Nuklearwaffen verzichten will. "Alle Staaten, die Atomwaffen besitzen, haben entweder begonnen, sie zu modernisieren oder langfristige Programme dafür angekündigt", sagte Shannon Kile vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. "Keiner von ihnen ist bereit, für die absehbare Zukunft auf nukleare Abrüstung hinzuarbeiten."   mehr ...

 
 
Correctiv.org: "Rheinmetall duckt sich weg."

China

Uiguren in China - Lückenlose Überwachung und kein Entrinnen

Der chinesische Staat hat in der Provinz Xinjiang ein System errichtet, das den dort lebenden Uiguren sämtliche Freiheiten raubt. Wer nicht spurt, verschwindet für Monate in Umerziehungslagern:

Früher war in dem Gebäude die Parteischule für Finanzwesen der westchinesischen Stadt Yining untergebracht. Doch nun erfüllt es ganz offensichtlich einen anderen Zweck. Ein schweres Eisentor versperrt die Einfahrt. Davor stehen Polizisten Wache. Auf den Mauern ist Stacheldraht befestigt. Überall sind Kameras. Fotografieren streng verboten. Das große Tor öffnet sich, um ein Fahrzeug passieren zu lassen, und gibt einen kurzen Blick auf den Innenhof frei. Er ist voller Stacheldraht.   mehr ...

Wer Xi Jinping kritisiert, landet in der Psychiatrie

Eine 29-jährige Aktivistin hat es mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping aufgenommen. Eine Behörde in Schanghai attestierte ihr daraufhin Geisteskrankheit:
 
Chinas junge Generation gilt als unpolitisch. Dieser Umstand ist den herrschenden Kommunisten recht, denn so kommt sie auf keine dummen Gedanken. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, wie der Fall der 29-jährigen Dong Yaoqiong zeigt. Sie veröffentlichte Anfang des Monats ein zwei Minuten langes Video auf Twitter, in dem sie vor einer Metrostation in Schanghai zu sehen war. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und kritisierte den Partei- und Staatschef Xi Jinping sowie die die Kommunistische Partei scharf.   mehr ...

Studie - Chinas Internetnutzer begrüßen soziale Punktesysteme

Bis 2020 soll es in China ein Punktesystem für die Bewertung von Bürgern geben. Laut einer Umfrage finden viele Chinesen solche Systeme gut:

Chinesische Internetnutzer stören sich viel weniger an der Überwachung durch Online-Konzerne und Behörden als hierzulande vermutet. So stoßen die sogenannten Sozialpunktesysteme zur Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Bürgern oder Unternehmen in China auf überraschend breite Zustimmung in der Bevölkerung. Ungeachtet westlicher Besorgnis über solche Überwachungsinstrumente ergab eine Umfrage für eine Studie der Freien Universität Berlin (FU), die am Montag in der Bundeshauptstadt vorgestellt wurde, dass 80 Prozent der 2209 Befragten das System "stark" oder "irgendwie" gutheißen. Laut FU ist die Studie repräsentativ für Chinas Internetnutzer.   mehr ...

Maschinelles Lernen - KI bewertet heimlich Klausuren an chinesischen Schulen

In China wird eine KI eingesetzt, die automatisiert Klassenarbeiten benoten kann. Das System nutzt gesammelte Daten von 60.000 chinesischen Schulen als Grundlage - teilweise ohne die Kenntnis der Schüler oder der Eltern. Generell haben nur sehr wenige Forscher Zugriff auf die Ergebnisse.   mehr ...

 
 

Nato

Eklat beim Gipfel in Brüssel - Trump droht, Nato zu sprengen

Beim Nato-Gipfel ist der Streit um Verteidigungsbudgets dramatisch eskaliert. US-Präsident Trump stellte den Partnern ein Ultimatum. Beobachter sprechen von der extremsten Situation seit Jahren:

Die Nato-Krise, die viele bisher noch wegreden wollten - jetzt ist sie da. Am Morgen hatte Donald Trump beim Gipfel in Brüssel eine Sitzung zum Thema Georgien und Ukraine mit einem langen Vortrag zum Thema Verteidigungsausgaben gesprengt. Gut 20 Minuten kritisierte er die anderen Alliierten, da sie seiner Meinung nach zu wenig für ihre Armeen ausgeben. Dabei ging der US-Präsident auch wieder direkt auf Deutschland ein und griff Berlin scharf für seine Ankündigung an, bis 2024 den Wehretat lediglich auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.   mehr ...

Deutschland wird Standort für neues Nato-Hauptquartier

- Die Nato-Mitglieder haben sich nach Informationen der dpa auf einen Standort für eine neue Kommandozentrale in Deutschland geeinigt.

- Vom baden-württembergischen Ulm aus sollen in Zukunft schnelle Truppen- und Materialbewegungen innerhalb des Bündnisses koordiniert werden.

- Das Bündnis reagiert mit dem neuen Zentrum auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands.

- Die Aufbauarbeiten an dem neuen Hauptquartier sollen schon im Juli 2018 beginnen.   mehr ...

Nato plant doch keine Eingreiftruppe

Die Nato hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Bündnis eine neue Eingreiftruppe von etwa 30 000 Soldaten aufbaue, die innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit seien. Ein entsprechender Bericht der Welt am Sonntag war am Samstag von Medien in Deutschland aufgegriffen worden - auch von der SZ in einer früheren Version dieses Artikels.   mehr ...


Todesstrafe

Zahl der Hinrichtungen und Todesurteile geht weltweit zurück

Amnesty International verzeichnet einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen und deutlich weniger Todesurteile. Aber auch 2017 wurden fast 1000 Menschen hingerichtet. Wie viele es genau sind, ist unklar. Das liegt vor allem an China:
 
Amnesty International hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Todesurteile und auch einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen weltweit verzeichnet. Die Menschenrechtsorganisation zählte 993 Exekutionen und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Todesurteile sank sogar um 17 Prozent von 3117 auf 2591. Allerdings fehlt wie in den Vorjahren China in der Statistik, da das Land Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss hält. Amnesty geht davon aus, dass es in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt Jahr für Jahr Tausende von Todesurteilen und Hinrichtungen gibt.   mehr ...

Die Todesstrafe in den USA

Der mutmaßliche Attentäter von New York, Sayfullo S., ist nach einem Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation erstmals vor Gericht erschienen. Im Fall einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Die ist in den USA seit 1976 wieder erlaubt.   mehr ...

Länder mit den meisten Hinrichtungen

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Hinrichtungen ist im vergangenen Jahr weltweit gesunken. Die schlechte Nachricht: Die Gesamtzahl der Todesurteile hat 2016 zugenommen, wie Amnesty International in einem aktuellen Bericht mitteilt. Noch immer werden jährlich viele Menschen zum Tode verurteilt, oft ohne fairen Prozess.   mehr ...

Infografik: Länder mit den meisten Hinrichtungen | Statista
 

Weltgeschichte

Völkermord in Kambodscha - Was wurde aus den Roten Khmer?

Es war eines der schlimmsten Verbrechen nach 1945: der Massenmord durch die Roten Khmer in Kambodscha. Vor einem internationalen Gericht müssen sich Ex-Kader der Steinzeit-Kommunisten verantworten - bald wird wohl das letzte Urteil fallen:

Die Gräueltaten der kommunistischen Schreckensherrschaft sind in dem südostasiatischen Land zur Folklore geworden. Dabei zählt - zumindest nach westlichem Verständnis - zur Vergangenheitsbewältigung nicht nur die Aufklärung über das Geschehene, sondern auch eine politische Distanzierung und juristische Bewertung.   mehr ...

Indiens Unabhängigkeit - Der Anfang vom Ende des Kolonialismus

Vor siebzig Jahren wurde Indien in die Unabhängigkeit entlassen. Die politischen und religiösen Konflikte wurden bis heute nicht beigelegt, geschweige denn befriedet:

Am 15. August 1947 wurde Indien unabhängig. Großbritannien gab seine Kolonie frei. Gestückelt: Britisch Indien wurde aufgeteilt in ein muslimisches Pakistan und in die indische Union. Den genauen Grenzverlauf teilte Lord Mountbatten (1900 – 1979) erst am Tage darauf mit. Als er, übrigens der Onkel von Prinz Philip, dem Ehemann Elisabeth II., nicht mehr Vizekönig von Indien, sondern nur noch Generalgouverneur des neuen Staates war. Das erste Ergebnis der Teilung Indiens waren Flucht und Vertreibung von etwa 20 Millionen Menschen mit Hunderttausenden Toten. Die Idee, die Konflikte zwischen Muslimen und Hindus durch die Schaffung zweier getrennter Staaten beizulegen, war gescheitert. Aus einem Pulverfass waren zwei geworden.   mehr ...