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US-Politik

US-Haushalt - Trump macht 779 000 000 000 Dollar neue Schulden

  • Die Neuverschuldung unter US-Präsident Donald Trump stieg 2018 um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und zwar auf 779 Milliarden Dollar.
  • Im Wahlkampf hatte Trump noch versprochen, das Defizit zu senken. Früher forderte er sogar, solche Haushalts-Defizite komplett zu verbieten.
  • Mehr Geld gab die Regierung für Militär und Heimatschutz aus, gespart wurde dagegen an Schülern und Studenten. Die Steuerreform sorgte zudem für weniger Einnahmen:

Für Politiker, die nicht mit Geld umgehen können, so hat Donald Trump schon 2012 verkündet, darf es kein Pardon geben. "Kein Mitglied des Kongresses sollte sich zur Wiederwahl stellen dürfen, wenn der Haushalt unseres Landes nicht ausgeglichen ist", schrieb er seinerzeit im Kurzmitteilungsdienst Twitter und fügte an: "Defizite müssen verboten werden." Vermutlich ist der Präsident heute froh, dass ihn damals keiner ernst nahm. Hätte sich nämlich der Fernsehmoderator Trump mit seiner Idee durchgesetzt, müsste sich nun der Staatenlenker Trump vom größten Teil seiner parlamentarischen Gefolgschaft verabschieden: Wenige Wochen vor den Kongresswahlen ist der Staatsetat nicht nur nicht ausgeglichen, vielmehr liegt das Defizit auf dem höchsten Stand seit 2013. Damals allerdings war es wegen der Folgekosten der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise noch massiv aufgebläht.   mehr ...

Supreme Court - Was die Ernennung von Kavanaugh für die USA bedeutet

- Der US-Senat hat den umstrittenen Trump-Kandidaten Brett Kavanaugh mit knapper Mehrheit als neuen Richter am Supreme Court bestätigt.

- Mit Kavanaugh beginnt eine neue Ära am höchsten Gerichtshof der USA. Der 53-Jährige ist auf Lebenszeit ernannt.

- Er könnte bei folgenschweren Themen wie Abtreibung und Umweltregulierungen die entscheidende Stimme sein.   mehr ...

Nach Schlappe gegen Iran - USA wollen sich UN-Gericht entziehen

Nach der Niederlage vor dem Internationalen Gerichtshof ziehen die USA Konsequenzen: Alle Verträge, die sie der Rechtssprechung der UN-Richter aussetzen könnten, sollen geprüft werden. Trumps Sicherheitsberater übt zudem deutliche Kritik an der Institution.   mehr ...

 


International News

Stichwahl um Brasiliens Präsidentschaft - Der Scharfmacher spaltet das Land

Fast wäre der rechte Hardliner Jair Bolsonaro auf Anhieb Brasiliens Präsident geworden. Die Stichwahl könnte eng werden - auch weil sein Herausforderer noch einen Trumpf im Ärmel hat:

Noch ist die Schicksalswahl nicht entschieden. Der politische Tsunami, der Brasilien in den vergangenen Wochen überrollt hat, war nicht stark genug, um den Rechtspopulisten Jair Bolsonaro direkt in den Präsidentenpalast zu tragen, wie seine Anhänger gehofft hatten.   mehr ...

Drogenkrieg auf Philippinen - Duterte gesteht „außergerichtliche Tötungen“

Seit Jahren sterben Tausende angebliche Drogenhändler auf den Philippinen offenbar als Folge des „Kriegs gegen Drogen“ der Regierung. Nun äußerte sich der Präsident – und das könnte schwerwiegende Folgen für ihn haben:

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat am Donnerstag erstmals zugegeben, dass unter seiner Führung bei Polizeieinsätzen Personen ermordet wurden. Die Menschen seien im Rahmen des „Kriegs gegen Drogen“ der Regierung ohne Gerichtsverfahren getötet worden. Diese „außergerichtlichen Tötungen“ seien seine einzige Sünde, sagte Duterte.   mehr ...

Anschlag auf Militärparade - Iran droht Vereinigten Staaten und Israel

Bei der Trauerfeier für Opfer des Anschlags auf eine Militärparade hat der Iran seine verbalen Angriffe auf die Vereinigten Staaten verschärft. Die einflussreichen Revolutionsgarden drohten den Vereinigten Staaten am Montag mit „vernichtender“ Vergeltung, nachdem die Teheraner Führung die Vereinigten Staaten für den Anschlag indirekt mit verantwortlich gemacht hatte. Unter den 25 Todesopfern waren auch zwölf Soldaten der Revolutionsgarde. Der stellvertretende Befehlshaber der Elitetruppe, Hossein Salami, schwor auch dem regionalen Erzfeind Israel Rache: „Unsere Antwort wird vernichtend und verheerend sein“, sagte er in einer live im staatlichen Fernsehen übertragenen Rede vor Tausenden Trauernden in der südwestiranischen Stadt Ahwas.   mehr ...
 
 
 
Brot für die Welt: "Atlas der Zivilgesellschaft."

Naher - / Mittlerer Osten

Barham Salih - Irak wählt nach langer Zitterpartie neuen Präsidenten

Kurz vor Ablauf der Verfassungsfrist hat das irakische Parlament ein neues Staatsoberhaupt gewählt: Der kurdische Politiker Barham Salih ist nun Präsident des Landes. Er ernannte bereits einen Ministerpräsidenten:

Rund fünf Monate nach der Wahl im Irak ist der kurdische Politiker Barham Salih nach mehreren Anläufen zum neuen Staatschef des Landes gewählt worden. Die Abgeordneten im Parlament in Bagdad stimmten mit 219 von 329 Stimmen für ihn.   mehr ...

Nordirak - Kurden wählen Regionalparlament

Vor einem Jahr stimmten die Kurden im Nordirak für die Unabhängigkeit vom Rest des Landes. Seither kommt die Region nicht zur Ruhe. Nun wurde ein neues Parlament gewählt:
 
Ein Jahr nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak ist in der Region ein neues Parlament gewählt worden. Mehr als 3,8 Millionen Wähler waren aufgerufen, aus mehr als 750 Kandidaten von 29 politischen Bewegungen insgesamt 111 Abgeordnete des Regionalparlaments in Erbil zu bestimmen. Die erste Abstimmung nach dem militärischen Sieg gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" gilt als richtungsweisend. Als Favoritin der Abstimmung galt die regierende Kurdische Demokratische Partei (KDP).   mehr ...
 

Die letzte Bastion der Rebellen droht zu fallen. Ankara fürchtet eine neue Flüchtlingswelle und stuft einen wichtigen Verteidiger als Terrororganisation ein.   mehr ...

 


Internat. Organisationen

Uno-Gericht - USA müssen Sanktionen gegen Iran teilweise aufheben

Die USA müssen einige ihrer Sanktionen gegen Iran zurücknehmen. Das hat das oberste Gericht der Vereinten Nationen beschlossen:

Die USA müssen nach einem Beschluss des Internationalen Gerichtshofes einige der neu auferlegten Sanktionen gegen Iran vorläufig aufheben. Vor allem Sanktionen, die humanitäre Hilfe und die Sicherheit des Flugverkehrs bedrohten, müssten sofort aufgehoben werden, urteilte das höchste Gericht der Vereinten Nationen am Mittwoch in Den Haag.   mehr ...

Uno - USA stellen Zahlungen an Palästinenserhilfswerk komplett ein

Zuerst reduzierte Donald Trump die Hilfszahlungen an die UNRWA drastisch, nun will er überhaupt nicht mehr zahlen. Deutschland kündigte dagegen an, die Mittel für die Uno-Initiative aufstocken zu wollen.   mehr ...

 


Israel / Nahost-Konflikt

Streit über Botschaftsverlegung - Palästinenser klagen vor Internationalem Gerichtshof gegen die USA

Im Mai hat die Trump-Regierung ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt. Nun klagt die Palästinenserführung gegen die Entscheidung. Es ist das erste Mal, dass die Palästinenser die USA verklagen:

Die Palästinenserführung hat wegen der Verlegung der US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem Klage beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag eingereicht.   mehr ...

Nahostkonflikt - Donald Trump spricht sich für Zweistaatenlösung aus

US-Präsident Donald Trump hat sich für eine Zweistaatenlösung im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ausgesprochen. Ihm gefalle dieser Lösungsansatz, sagte Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. "Das ist es, von dem ich denke, dass es am besten funktioniert." Das Treffen mit Netanjahu ging dem Vorsitz des US-Präsidenten bei einem Treffen des UN-Sicherheitsrats voraus.   mehr ...

Wegen Hisbollah - Israel baut Grenzanlage zum Libanon aus

Vorbild Gazastreifen: Zum Schutz vor Angriffen der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah baut Israel an der Nordgrenze zum Libanon eine Sperranlage.   mehr ...

 

 

Rüstung / Militärische Konflikte

Rüstungsexporte - Regierung genehmigt neue Waffendeals mit Saudi-Arabien

Im Koalitionsvertrag hat sich die Regierung festgelegt, keine Waffen mehr an die Parteien im Jemen-Krieg zu liefern. Nach SPIEGEL-Informationen wurden trotzdem Deals mit Saudi-Arabien, den Emiraten und Jordanien genehmigt:

Als sich die neue Regierung aus Union und SPD formierte, hat sie sich im Koalitionsvertrag bei einem Thema sehr eindeutig festgelegt. "Wir werden ab sofort keine Ausfuhren an Länder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind", heißt es dort über die seit Jahren umstrittenen Rüstungsexporte deutscher Waffenkonzerne in Krisenländer.   mehr ...

Weltraumstreitmacht - US-Regierung treibt Pläne für "Space Force" voran

- Die USA treiben Pläne zum Aufbau einer "Space Force" als neuen Arm der Streitkräfte voran.

- Vizepräsident Pence fordert, dafür acht Milliarden Dollar über fünf Jahre in die Truppe zu investieren.

- Die Pläne müssen aber noch vom Kongress bestätigt werden.   mehr ...

Gegen autonome Waffen - KI-Entwickler unterzeichnen Selbstverpflichtung

Autonom agierende KI-Waffen können Menschen selbstständig töten. Führende KI-Entwickler verpflichten sich, an solchen Systemen nicht mitzuarbeiten.   mehr ...

 
 
Correctiv.org: "Rheinmetall duckt sich weg."

Afrika

Libyen - "Wir sind keine Tiere"

Die Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen in Tripolis eskalieren. Die Migranten, die zwischen den Fronten festsitzen, kämpfen um ihr Überleben. Zwei Protokolle aus Libyen:
 
Seit Tagen erschüttern schwere Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen die libysche Hauptstadt Tripolis. Die von den Vereinten Nationen unterstützte Einheitsregierung hat in der Millionenmetropole den Ausnahmezustand ausgerufen. Im Chaos gefangen sind rund 8.000 Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende, die in Gefangenenlagern quer über Tripolis verteilt waren. Sie hatten zuvor versucht, mit dem Boot nach Europa zu kommen, waren dann von der libyschen Küstenwache zurück an Land gebracht und gefangen genommen worden. In den Lagern haben viele Gewalt, Folter und sexuellen Missbrauch erlebt. Als die Kämpfe in Tripolis eskalierten, sind etliche Wärter geflohen. Sie haben Hunderte Menschen sich selbst überlassen – zum Teil ohne Wasser und Essen.   mehr ...

Hilfe und Geschäfte - China will 60 Milliarden Dollar in Afrika investieren

Die chinesische Führung verspricht dem afrikanischen Kontinent gigantische finanzielle Unterstützung: Präsident Xi Jinping kündigte Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Dollar an - 15 Milliarden davon als "Hilfen und zinslose Kredite":

China forciert seine Strategie als einflussreicher Investor auf dem afrikanischen Kontinent. Die Volksrepublik will den Staaten dort mit 60 Milliarden Dollar (umgerechnet 51,7 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Präsident Xi Jinping kündigte zum Auftakt des China-Afrika-Gipfels in Peking an, in dem Paket seien 15 Milliarden Dollar als "Hilfen und zinslose Kredite" vorgesehen.   mehr ...

Entwicklungshilfe - Müller fordert von Unternehmen mehr Engagement in Afrika

Die deutsche Wirtschaft soll mehr in Afrika investieren. Dazu rief Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) auf. "In den nächsten zehn Jahren wird in Afrika mehr gebaut als in ganz Europa in den letzten hundert Jahren", sagte Müller im ZDF-"Morgenmagazin".   mehr ...

 
 
Der Freitag: "Ein Schritt Richtung Zukunft: Wie Blockchain und Internet der Dinge dem Kontinent auf die Sprünge helfen könnten."
FAZ: "Freihandelszone & Militärhilfe - Ein „Marshall-Plan“ für Afrika: Afrika soll ein Schwerpunkt der deutschen G-20-Präsidentschaft sein. Das sind die Kernthemen für Entwicklungsminister Müller."

Internationaler Terror

UN-Bericht - Bis zu 30.000 IS-Kämpfer im Irak und in Syrien

Der "Islamische Staat" ist im Irak und in Syrien in der Defensive - doch laut einem UN-Bericht hat die Terrormiliz dort noch immer bis zu 30.000 Kämpfer. Viele von ihnen sind aber untergetaucht:

Trotz militärischer Rückschläge hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" im Irak und in Teilen von Syrien noch immer bis zu 30.000 Kämpfer. Das geht aus einem Bericht von Experten der Vereinten Nationen hervor, der dem Sicherheitsrat in New York übermittelt wurde. Ihre Einschätzung geht auf Angaben von Regierungen zurück, die nicht näher genannt werden.   mehr ...

Sami A. - Gefährder gefährden jetzt Tunesien

Aberhunderte Extremisten wie Sami A. sind nach dem Zusammenbruch des IS in ihre Heimat zurückgekehrt, auf eigene Faust oder aus europäischen Staaten abgeschoben. In Tunesien stellen sie den kleinen nordafrikanischen Staat vor gewaltige Sicherheitsprobleme. Schätzungsweise 3000 Tunesier hatten sich seit Mitte 2014 dem "Islamischen Kalifat" angeschlossen, bezogen auf die Gesamtbevölkerung mehr als in jeder anderen Nation der Welt.   mehr ...

Neue Terrorwelle des IS in Syrien

Eine Serie von Anschlägen des Islamischen Staats (IS) hat im Süden Syriens über 200 Tote gefordert. Auch im Nachbarland Irak sind die Extremisten noch immer nicht geschlagen:
 
Die Extremisten des Islamischen Staats (IS) haben die südsyrische Provinz Suweida am Mittwoch mit einer Serie von Anschlägen überzogen. Die Provinz grenzt an Jordanien und an die Gebiete, in denen das Regime von Bashar al-Asad und seine russischen Verbündeten vor rund fünf Wochen eine Grossoffensive gestartet hatten. Im Gegensatz zum Rest der Region sind die meisten Bewohner von Suweida Drusen, eine Minderheit, deren Glauben monotheistische Vorstellungen mit Elementen der altgriechischen Philosophie vereint. Von sunnitischen Jihadisten wie dem IS werden sie deshalb als Häretiker verfolgt.   mehr ...

 

Weiteres Heise: "Europol meldet schweren Schlag gegen IS-Onlinepropaganda – Zweifel an Erfolg."

Spiegel: "Islamismus - Hunderte Extremisten beantragten Asyl."

Spiegel: "Kassensturz beim "Islamischen Staat" - Die Ölquellen sind weg, der Geldschrank ist voll."

Zeit: "Islamischer Staat - An der Heimatfront."

n-tv: "41 muslimische Länder beteiligt - Saudi-Arabien startet Antiterror-Koalition."

SZ: "Syrien und Irak - Was vom "Islamischen Staat" übrig bleibt."

SZ: "Islamismus - Wo sind die deutschen IS-Kämpfer."

n-tv: "Waffenruhe für Terroristen - Der "unverzeihliche" Deal mit dem IS."

Zeit: "Antiterrorkampf - Mit der Strahlenkanone gegen Terroristen."

Zeit: "Marokko - Eine unkalkulierbare Gefahr."

Zeit: "Nahost - Libanesische Armee greift IS an."

NZZ: "Islamistische Terrormiliz Boko Haram - «Sie sagten, wenn wir den Knopf drücken, explodiert die Bombe und wir kommen automatisch in den Himmel»."

n-tv: "Miliz ändert GeschäftsmodellWie der IS finanziell vorgesorgt hat."

Zeit: ""Islamischer Staat" - Kalifat ohne Staat."

Zeit: ""Islamischer Staat" - Mossuls Eroberung ist nicht der Anfang vom Ende."

Spiegel: "Kampf gegen Terrormiliz - US-Militär meldet Tod von IS-Medienchef."

FAZ: "Attentäter von London - Imame verweigern Beerdigungszeremonie."

FAZ: "Doku zu Kampf gegen den Terror - Desaster mit Ansage."

n-tv: "Russland bombardiert fliehende IS-Truppen."

n-tv: "Europol entdeckt neue Plattform - IS baut eigenes soziales Netzwerk auf."

SRF.ch: "US-Angriff in Afghanistan - «Mutter aller Bomben» tötet 36 IS-Kämpfer."

Zeit: "Islamischer Staat" - Palmyra wieder vollständig in syrischer Hand."

FAZ: "EY-Studie - Dem „Islamischen Staat“ geht das Geld aus."

Spiegel: "Exklusive Recherche zum Islamischen Staat - So arbeitet die IS-Propagandaabteilung."

NZZ: "Kampf gegen den IS in Syrien - Brutaler Mord an türkischen Soldaten."

SZ: "Islamischer Staat" - Das IS-Kalifat schrumpft."


China

Uiguren in China - Lückenlose Überwachung und kein Entrinnen

Der chinesische Staat hat in der Provinz Xinjiang ein System errichtet, das den dort lebenden Uiguren sämtliche Freiheiten raubt. Wer nicht spurt, verschwindet für Monate in Umerziehungslagern:

Früher war in dem Gebäude die Parteischule für Finanzwesen der westchinesischen Stadt Yining untergebracht. Doch nun erfüllt es ganz offensichtlich einen anderen Zweck. Ein schweres Eisentor versperrt die Einfahrt. Davor stehen Polizisten Wache. Auf den Mauern ist Stacheldraht befestigt. Überall sind Kameras. Fotografieren streng verboten. Das große Tor öffnet sich, um ein Fahrzeug passieren zu lassen, und gibt einen kurzen Blick auf den Innenhof frei. Er ist voller Stacheldraht.   mehr ...

Wer Xi Jinping kritisiert, landet in der Psychiatrie

Eine 29-jährige Aktivistin hat es mit Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping aufgenommen. Eine Behörde in Schanghai attestierte ihr daraufhin Geisteskrankheit:
 
Chinas junge Generation gilt als unpolitisch. Dieser Umstand ist den herrschenden Kommunisten recht, denn so kommt sie auf keine dummen Gedanken. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, wie der Fall der 29-jährigen Dong Yaoqiong zeigt. Sie veröffentlichte Anfang des Monats ein zwei Minuten langes Video auf Twitter, in dem sie vor einer Metrostation in Schanghai zu sehen war. Sie nahm kein Blatt vor den Mund und kritisierte den Partei- und Staatschef Xi Jinping sowie die die Kommunistische Partei scharf.   mehr ...

Studie - Chinas Internetnutzer begrüßen soziale Punktesysteme

Bis 2020 soll es in China ein Punktesystem für die Bewertung von Bürgern geben. Laut einer Umfrage finden viele Chinesen solche Systeme gut:

Chinesische Internetnutzer stören sich viel weniger an der Überwachung durch Online-Konzerne und Behörden als hierzulande vermutet. So stoßen die sogenannten Sozialpunktesysteme zur Bewertung der Vertrauenswürdigkeit von Bürgern oder Unternehmen in China auf überraschend breite Zustimmung in der Bevölkerung. Ungeachtet westlicher Besorgnis über solche Überwachungsinstrumente ergab eine Umfrage für eine Studie der Freien Universität Berlin (FU), die am Montag in der Bundeshauptstadt vorgestellt wurde, dass 80 Prozent der 2209 Befragten das System "stark" oder "irgendwie" gutheißen. Laut FU ist die Studie repräsentativ für Chinas Internetnutzer.   mehr ...

Maschinelles Lernen - KI bewertet heimlich Klausuren an chinesischen Schulen

In China wird eine KI eingesetzt, die automatisiert Klassenarbeiten benoten kann. Das System nutzt gesammelte Daten von 60.000 chinesischen Schulen als Grundlage - teilweise ohne die Kenntnis der Schüler oder der Eltern. Generell haben nur sehr wenige Forscher Zugriff auf die Ergebnisse.   mehr ...

 
 

Nato

Eklat beim Gipfel in Brüssel - Trump droht, Nato zu sprengen

Beim Nato-Gipfel ist der Streit um Verteidigungsbudgets dramatisch eskaliert. US-Präsident Trump stellte den Partnern ein Ultimatum. Beobachter sprechen von der extremsten Situation seit Jahren:

Die Nato-Krise, die viele bisher noch wegreden wollten - jetzt ist sie da. Am Morgen hatte Donald Trump beim Gipfel in Brüssel eine Sitzung zum Thema Georgien und Ukraine mit einem langen Vortrag zum Thema Verteidigungsausgaben gesprengt. Gut 20 Minuten kritisierte er die anderen Alliierten, da sie seiner Meinung nach zu wenig für ihre Armeen ausgeben. Dabei ging der US-Präsident auch wieder direkt auf Deutschland ein und griff Berlin scharf für seine Ankündigung an, bis 2024 den Wehretat lediglich auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.   mehr ...

Deutschland wird Standort für neues Nato-Hauptquartier

- Die Nato-Mitglieder haben sich nach Informationen der dpa auf einen Standort für eine neue Kommandozentrale in Deutschland geeinigt.

- Vom baden-württembergischen Ulm aus sollen in Zukunft schnelle Truppen- und Materialbewegungen innerhalb des Bündnisses koordiniert werden.

- Das Bündnis reagiert mit dem neuen Zentrum auf die als aggressiv wahrgenommene Politik Russlands.

- Die Aufbauarbeiten an dem neuen Hauptquartier sollen schon im Juli 2018 beginnen.   mehr ...

Nato plant doch keine Eingreiftruppe

Die Nato hat Berichte zurückgewiesen, wonach das Bündnis eine neue Eingreiftruppe von etwa 30 000 Soldaten aufbaue, die innerhalb von 30 Tagen einsatzbereit seien. Ein entsprechender Bericht der Welt am Sonntag war am Samstag von Medien in Deutschland aufgegriffen worden - auch von der SZ in einer früheren Version dieses Artikels.   mehr ...


Todesstrafe

Zahl der Hinrichtungen und Todesurteile geht weltweit zurück

Amnesty International verzeichnet einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen und deutlich weniger Todesurteile. Aber auch 2017 wurden fast 1000 Menschen hingerichtet. Wie viele es genau sind, ist unklar. Das liegt vor allem an China:
 
Amnesty International hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Todesurteile und auch einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen weltweit verzeichnet. Die Menschenrechtsorganisation zählte 993 Exekutionen und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Todesurteile sank sogar um 17 Prozent von 3117 auf 2591. Allerdings fehlt wie in den Vorjahren China in der Statistik, da das Land Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss hält. Amnesty geht davon aus, dass es in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt Jahr für Jahr Tausende von Todesurteilen und Hinrichtungen gibt.   mehr ...

Die Todesstrafe in den USA

Der mutmaßliche Attentäter von New York, Sayfullo S., ist nach einem Strafantrag wegen Unterstützung einer Terrororganisation erstmals vor Gericht erschienen. Im Fall einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Die ist in den USA seit 1976 wieder erlaubt.   mehr ...

Länder mit den meisten Hinrichtungen

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Hinrichtungen ist im vergangenen Jahr weltweit gesunken. Die schlechte Nachricht: Die Gesamtzahl der Todesurteile hat 2016 zugenommen, wie Amnesty International in einem aktuellen Bericht mitteilt. Noch immer werden jährlich viele Menschen zum Tode verurteilt, oft ohne fairen Prozess.   mehr ...

Infografik: Länder mit den meisten Hinrichtungen | Statista
 

Weltgeschichte

Völkermord in Kambodscha - Was wurde aus den Roten Khmer?

Es war eines der schlimmsten Verbrechen nach 1945: der Massenmord durch die Roten Khmer in Kambodscha. Vor einem internationalen Gericht müssen sich Ex-Kader der Steinzeit-Kommunisten verantworten - bald wird wohl das letzte Urteil fallen:

Die Gräueltaten der kommunistischen Schreckensherrschaft sind in dem südostasiatischen Land zur Folklore geworden. Dabei zählt - zumindest nach westlichem Verständnis - zur Vergangenheitsbewältigung nicht nur die Aufklärung über das Geschehene, sondern auch eine politische Distanzierung und juristische Bewertung.   mehr ...

Indiens Unabhängigkeit - Der Anfang vom Ende des Kolonialismus

Vor siebzig Jahren wurde Indien in die Unabhängigkeit entlassen. Die politischen und religiösen Konflikte wurden bis heute nicht beigelegt, geschweige denn befriedet:

Am 15. August 1947 wurde Indien unabhängig. Großbritannien gab seine Kolonie frei. Gestückelt: Britisch Indien wurde aufgeteilt in ein muslimisches Pakistan und in die indische Union. Den genauen Grenzverlauf teilte Lord Mountbatten (1900 – 1979) erst am Tage darauf mit. Als er, übrigens der Onkel von Prinz Philip, dem Ehemann Elisabeth II., nicht mehr Vizekönig von Indien, sondern nur noch Generalgouverneur des neuen Staates war. Das erste Ergebnis der Teilung Indiens waren Flucht und Vertreibung von etwa 20 Millionen Menschen mit Hunderttausenden Toten. Die Idee, die Konflikte zwischen Muslimen und Hindus durch die Schaffung zweier getrennter Staaten beizulegen, war gescheitert. Aus einem Pulverfass waren zwei geworden.   mehr ...