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Zeitgeschichte

Wannseekonferenz vor 80 Jahren - Die Organisatoren des Völkermordes

In einer Berliner Villa besprachen Nazifunktionäre vor 80 Jahren den Massenmord an Millionen Juden. Wer waren diese Männer? Und wurde der Holocaust erst 1942 am Wannsee geplant? Die wichtigsten Fragen und Antworten:
 
Zu der als Wannseekonferenz bekannten Tagung in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin lud Reinhard Heydrich ein und führte den Vorsitz. Er war Chef des Reichssicherheitshauptamts (RSHA) und stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Heydrich war im Juli 1941 vom »Reichsmarschall« Hermann Göring beauftragt worden, die organisatorischen Maßnahmen zur »Endlösung der Judenfrage« vorzubereiten. Anlass zur Einladung waren auch die Probleme, die bei den bereits 1941 stattgefundenen Massentötungen und Deportationen aufgetreten waren.   mehr ...

50 Jahre "Radikalenerlass" - Verfassungsfeinde?

Eine ARD-Dokumentation zeigt, wie der Radikalenerlass von Januar 1972 eine ganze Generation dem Staat entfremdet:

Wenn schwarz-weiß die Wasserwerfer auffahren und Stefan Austs strammlinke Panorama-Stimme erklingt, ist immer ein weiteres Kalenderblatt für die RAF zu befürchten, doch in Hermann G. Abmayrs Film geht es um ein Phänomen, das vor fünfzig Jahren Deutschland viel gründlicher erfasste als der Terrorismus. Der Radikalenerlass sollte echte oder vermeintliche Verfassungsfeinde aus dem Staatsdienst fernhalten und erreichte, dass sich damit, wie Heribert Prantl als Jurist erläutert, eine ganze Generation dem Staat entfremdete.   mehr ...

Zwanzig Jahre Guantanamo - Schließt das Lager

Vor zwanzig Jahren wurde das US-Internierungslager Guantanamo auf Kuba errichtet. Es wurde zum Symbol für staatliche Willkür und Folter - und beförderte die weltweite Erosion völkerrechtlicher Standards.   mehr ...

 
 

Privatfernsehen - PayTV

ProSiebenSat.1 bündelt Digital- und App-Angebote auf Joyn

Die Digitalangebote von ProSiebenSat.1 sollen künftig nur noch auf Joyn zu sehen sein. Die verschiedenen Apps des Senders werden so weitgehend überflüssig:

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 will seine Digital- und App-Angebote auf seiner Streamingplattform Joyn konzentrieren. Bislang gibt es mehrere Apps für Mobilgeräte und Smart-TV wie etwa eine eigene ProSieben-App. Diese werden sukzessive fast alle verschwinden und das fragmentierte Angebot auf der Plattform zentral gebündelt, wie das börsennotierte Medienhaus in Unterföhring bei München am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.   mehr ...

Neuer Anstrich - Streamingdienst TVNow heißt künftig RTL+

Die Mediengruppe RTL Deutschland und die RTL Group wollen ihre Marken zusammenführen, weshalb die Streamingmarke TVNow bald RTL+ heißen soll.   mehr ...

„Goldene Kartoffel“ für „Spiegel TV“ - Negativpreis für „Clan“-Dokus

Der Medien-Negativpreis „Goldene Kartoffel“ geht in diesem Jahr an „Spiegel TV“. Die Organisation Neue deutsche Medienmacher*innen verleiht ihren Preis für „unterirdische Berichterstattung“ an das Magazin für dessen Berichterstattung über sogenannte „Clan-Kriminalität“, wie sie am Mittwoch bekanntgegeben hat.   mehr ...

 

Medien / Zeitungen

Großbritannien - Regierung will Beiträge und Subventionen für BBC streichen

In einem radikalen Schritt plant die britische Regierung, die Beiträge zum Rundfunk abzuschaffen. Damit müsste sich die BBC grundlegend umbauen:

Mit Empörung hat die Opposition auf Pläne der britischen Regierung reagiert, die Beitragsgebühren für die BBC zu streichen und staatliche Subventionen einzufrieren. Premierminister Boris Johnson wolle mit dem Vorhaben nur von seinen Verfehlungen in der "Partygate"-Affäre um Lockdown-Partys im Regierungssitz ablenken, kritisierte die Labour-Partei. Labour-Expertin Lucy Powell warf der Regierung am Montag "Kulturvandalismus" vor. "Dies ist Teil einer Ablenkungsstrategie, um allen außer sich selbst die Schuld zu geben", sagte Powell dem Sender Talk Radio.   mehr ...

Mediensterben in Hongkong - "Citizen News" hört auf

Das Mediensterben in Hongkong, einst einer der wenige Orte in Asien mit echter Pressefreiheit, geht weiter: Die unabhängige Hongkonger Nachrichtenseite Citizen News teilte mit, am Dienstag die Arbeit einzustellen. Die Webseite werde dann nicht mehr aktualisiert und die Inhalte "nach einiger Zeit" vom Netz genommen. "Mit dem radikalen Wandel in unserer Gesellschaft hat sich das Umfeld für den Journalismus verschlechtert", heißt es in einem Abschiedsschreiben, das die Redaktion auf Facebook verbreitete. Man könne die selbst gesteckten Ziele nicht mehr ohne Furcht erreichen und auch nicht mehr für die Sicherheit der Mitarbeitenden garantieren. Citizen News war 2017 von einer Reihe erfahrener Hongkonger Reporterinnen und Reportern gegründet worden und hatte sich vollständig durch Crowdfunding finanziert.   mehr ...

Medienregulierer leiten Verfahren gegen russischen Sender RT ein

Deutsche Medienregulierer haben gegen das russische Staatsmedium RT wegen des Starts eines deutschsprachigen Live-Programms ein Verfahren eingeleitet. Hintergrund ist, dass deutsche Regulierer keine Rundfunklizenz erteilt haben. Die Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, Eva Flecken, teilte am Freitag der dpa mit: "Dass es sich um Rundfunk handelt, ist fraglos." Für dieses Programm sei bei der Medienanstalt weder eine Rundfunkzulassung beantragt noch erteilt worden. "Wir haben daher heute ein förmliches Verfahren eingeleitet. Die Veranstalterin hat bis zum Ende des Jahres Zeit, sich zur Sache zu äußern."   mehr ...

 
 
Weiteres Spiegel: "»Völkisch-nationalistisch sowie minderheitenfeindlich« - Verfassungsschutz stuft »Compact«-Magazin als gesichert extremistisch ein."
SZ: "Corona-Berichterstattung - 84 Presserat-Beschwerden gegen "Bild"-Bericht."
TAZ: "Berichterstattung über Corona - Kritik an Medien überprüft."
Heise: "Deutsches Zeitungsportal öffnet Zugang zu Zeitungen aus den Jahren 1671 bis 1950."
Spiegel: "Medien-Negativpreis - »Goldene Kartoffel« für bürgerliche Medien wegen »polarisierender« Identitätsdebatte."
Zeit: "Studie - Viele Sachsen haben nur geringes Wissen über Medien."
Zeit: "Axel Springer entbindet "Bild"-Chefredakteur Reichelt von Aufgaben."
Spiegel: "Medien - RTL übernimmt Zeitschriftensparte von Gruner + Jahr."
SZ: ""Apotheken Umschau" und Presserat - Was ist das für ein Heft?."
TAZ: "Veränderungen bei der „SZ“ - Ende der Parallelstruktur."
TAZ: "Enthüllungsbuch über „Bild“ - Die Brutalität des Boulevards."
Meedia.de: "IVW-Blitz-Analyse - „Handelsblatt“, „taz“, „Zeit“ und „F.A.S.“ legen zu."
Heise: "Bund stoppt Pläne für Millionenförderung von Presseverlagen."
FAZ: "Fernsehsender in Deutschland - Putins neue Waffe im Informationskrieg."
Der Newstest.de: "Mach den digitalen Nachrichtentest!"
FAZ: "Studie zum Medienvertrauen - Lügenpresse-Vorwürfe überzeugen kaum."
FAZ: "Für Trump, gegen das Impfen - Wer steckt hinter der „Epoch Times“?"
SZ. "BGH zu Clickbaiting - "Am äußersten Rand der Pressefreiheit"."
TAZ: "Fünf Jahre Übermedien - Happy Birthday, Reparierer."
TAZ: "Subventionen für Presse - Zeigt her eure Auflage."
Heise: "Neuer Medienstaatsvertrag auf der Zielgeraden."
Golem: "DAB+ - Digitalradio-Verbreitung wächst nur sehr langsam."
Statista: "Tageszeitungen - Axel Springer von Printkrise besonders betroffen."
Wirtschaftswoche: "Medienvertrauen - Von wegen Lügenpresse."

Kultur News

Kopierschutz und DRM - US-Filmwirtschaft lässt Widevine Dump von Github entfernen

Mit dem Tool von Widevine Dump ließen sich Filme und Serien von Netflix, Prime Video oder Disney+ herunterladen:

Der US-Filmverband Motion Picture Association (MPAA) hat erreicht, dass die Tools von Widevine Dump von Github entfernt wurden. Wie erst jetzt bekanntwurde, hat der MPAA bereits am 31. Dezember 2021 einen Brief an Github geschrieben und darauf hingewiesen, dass diese gegen den Digital Millennium Copyright Act verstoßen würden.   mehr ...

Kampagne gegen Coronamaßnahmen - YouTube sperrt zeitweise #allesaufdentisch-Kanal

Die umstrittene Promi-Protestaktion setzt Covid-19 mit einer Erkältung gleich und stellt die Impfung als tödlich dar. Nun darf der Kanal nach SPIEGEL-Informationen eine Woche lang keine neuen Videos hochladen.   mehr ...

Auszeichung für Alexei Nawalny - Unterstützung aus Brüssel

Das Europäische Parlament ehrt den prominentesten Kremlkritiker mit dem diesjährigen Sacharow-Preis für Menschenrechte.   mehr ...

 

Weiteres Spiegel: "Wirtschaftsnobelpreis - David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens ausgezeichnet."
Heise: "Friedensnobelpreis für den Kampf um Pressefreiheit und gegen Fake News."
Heise: "Nobelpreis für Literatur geht an Abdulrazak Gurnah."
SZ: "#allesaufdentisch - "Alles dichtmachen", Zweite Staffel."
Zeit: "Otto Palandt - Verlag benennt nach NS-Juristen benannte Werke um."
SZ: "Unesco-Weltkulturerbe - Erstmals wird jüdisches Kulturgut in Deutschland ausgezeichnet."
SZ: "Kultur in der Pandemie - Ein Lichtblick."
Zeit: "Geschlechtergerechte Sprache - Kritik an Gendersternchen in staatlichen Stellen."
FAZ: "Academy Awards 2021 - Oscar für besten Film geht an „Nomadland“."
SZ: "Aktion "Alles dichtmachen" - Alle nicht ganz dicht?"
SZ: "Doku auf Netflix - Code und Vorurteil."
TAZ: "Film über den Mord an Jamal Khashoggi - Die eigene Meinung als Verbrechen."
#SZ: "Amanda Gormans "The Hill we climb" - Ein Stein der Hoffnung."
Zeit: "Popmusik - Beyoncé und Taylor Swift stellen Grammy-Rekorde auf."
Spiegel: "Gesetzesreform - Der Jugendschutz wird moderner – ein bisschen."
Zeit: "Landesmedienanstalten - Chinesischer Sender CGTN verliert Sendeerlaubnis auch in Deutschland."
Zeit: "Nach dem Lockdown - Länder planen schrittweise Öffnung von Kultureinrichtungen."
Heise: "Champions League - KEK gibt grünes Licht für Amazons Rundfunklizenz."
Spiegel: "Ticketverkäufer Eventim will Impfausweise vor Konzerten überprüfen."
FAZ: "Wer ist Amanda Gorman? - Mit Lyrik in die Welt getreten."
Tagesschau: "20 Jahre Wikipedia - Enzyklopädie ohne Profis."
SZ: "Literarisches Quartett - Strampeln mit Büchern."
TAZ: "Neurechtes Magazin „Cato“ - Die Grenzen der Szene ausweiten."
Golem: "Film - Kleinere Kinos wollen Kunden digital erreichen."
Heise: "Literatur-Nobelpreis 2020 geht an Louise Glück."
SZ: "Konzerte und Corona - "Viele stehen unmittelbar vor dem Bankrott"."
TAZ: "Disney in der Coronakrise - 28.000 MitarbeiterInnen gekündigt."
SZ: "Emmy-Verleihung - Maria Schrader gewinnt Emmy als beste Regisseurin."
Heise: "maiLab - Journalistin Nguyen-Kim gewinnt den Goldene Kamera Digital Award."
SZ: "Wegen Corona-Maßnahmen - Keine Hallenausstellung bei Frankfurter Buchmesse."
Zeit: "Kulturförderung - Bund unterstützt Musikclubs und Konzertstätten mit 27 Millionen Euro."
SZ: "Konzertbesuche zur Coronazeit - Zuhören mit Maske - statt mit Abstand."
Spiegel: "Coronakrise - Bund stockt Stipendien für Kulturschaffende auf."
Heise: "Klassiker neu gelesen - Der Untergang des Abendlandes."
ZDF: "Little Richard ist tot - Trauer um einen Rock'n'Roll-Priester."
SZ: "Buchbranche und Corona - Auf einmal kommt es nur auf Solidarität und gute Bücher an."
SZ: "Juli Zeh zur Corona-Krise  - "Die Bestrafungstaktik ist bedenklich"."
Zeit: "Nachruf: Bill Withers - Melancholisch, warm und weise."
Zeit: "Beethoven-Jahr - "Ein weltweit verehrter Megastar"."
SZ: "Dresden - Al-Sisi bekommt Semperopernball-Orden wieder aberkannt."
FAZ: "Bester Roman des Jahres - Saša Stanišic erhält Deutschen Buchpreis."
Zeit: ""Nature's 10" - Wissenschaftsmagazin ehrt Greta Thunberg."

Leistungsschutz / Urheberrecht

Facebook lehnt Millionenforderung der Verlage ab

Im Gegensatz zu Google will Facebook keine Lizenzgebühren für die Nutzung von Presseinhalten zahlen:

Das soziale Netzwerk Facebook will weiterhin keine Lizenzgebühren für die Nutzung von Inhalten deutscher Presseverlage zahlen. Nach Angaben der Verwertungsgesellschaft Corint Media hat der US-Konzern entsprechende Forderungen in Millionenhöhe abgelehnt. Der Mitteilung vom 22. Dezember 2021 zufolge hält Facebook die aktuelle Nutzung von Presseveröffentlichungen für nicht lizenzpflichtig.   mehr ...

Google schließt erste Verträge mit deutschen Verlagen

"Spiegel", "Zeit", "Handelsblatt" & Co. gehören zu den ersten hierzulande, denen Google Vergütungen nach dem neuen Leistungsschutzrecht zahlt.   mehr ... 

Urheberrechtsreform - Gesetz für Upload-Filter und Sperrknopf tritt in Kraft

Die Regeln der umkämpften Urheberrechtsnovelle greifen jetzt. Die Haftung der Plattformen wird damit ausgeweitet. In der EU droht ein Flickenteppich an Regeln.   mehr ...

 


Journalismus

Zahnloser Tiger - Deutscher Presserat rügt „Bild“ mehrfach, lässt sich jetzt aber erstmal Zeit

Der Deutsche Presserat hat bekannt gegeben, dass er nach vielen aktuellen Beschwerden ein Verfahren gegen „Bild“ eingeleitet hat – und das klingt so langwierig und bürokratisch, wie es nun auch sein wird:

Konkret geht es um einen Artikel, für den „Bild“ öffentlich bereits heftig kritisiert worden ist. Nachdem die Politik Anfang Dezember härtere Maßnahmen im Kampf gegen Corona beschlossen hatte, stellte „Bild“ drei Wissenschaftler:innen unter der Überschrift „Die Lockdown-Macher“ an den medialen Pranger. Das „Experten-Trio“, hieß es, schenke „uns Frust zum Fest“.   mehr ...

Nach antisemitischen Äußerungen - Deutsche Welle stellt Mitarbeiter frei

Der Sender reagiert auf SZ-Recherchen zu antisemitischen Äußerungen von Mitarbeitern. Nun soll es eine unabhängige Untersuchung geben - durch zwei prominente Gesichter.   mehr ...

Studie der Otto-Brenner-Stiftung - Konstruktiv berichten allein reicht nicht

Eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung analysiert Beispiele konstruktiver Berichterstattung während der Corona-Pandemie. Die Autoren sehen Potenziale für mehr Dialog, kritisieren aber auch eine drohende Déformation professionelle für den journalistischen Berufsstand.   mehr ...

 
 
Medium.com: "Danke, Trump: Der Journalismus ist nicht am Ende, sondern am Anfang."

Pressefreiheit / Zensur

Anonymisierungsdienst - Russland zensiert das Tor-Netzwerk

Seit Anfang Dezember blockieren einige russische Internetprovider Tor, jetzt hat die Medienaufsicht den Zugang zur Webseite des Dienstes gesperrt:

Russlands Kommunikations- und Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor geht massiv gegen das Tor-Netzwerk vor. Am Dienstag hat das Amt die Webseite des Anonymisierungsdienstes auf seine schwarze Liste gesetzt, sodass Internet-Zugangsanbieter des Landes den Zugang dazu sperren müssen. Das hinter dem Service stehende Tor-Projekt sieht davon vor allem Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und Aktivisten vor Ort betroffen, die sich selbst online zu schützen versuchten.   mehr ...

Julian Assange - UN-Berichterstatter nennt Assange-Urteil Armutszeugnis für die Justiz

Ein Gericht hat das Auslieferungsverbot für Julian Assange gekippt. Seine Verlobte kündigt Berufung an. Journalisten fürchten durch das Urteil einen irreparablen Schaden.   mehr ...

Ukraine - Präsident lässt große oppositionelle Nachrichten-Website sperren

Der ukrainische Präsident Selenjskyj geht gegen eine regierungskritische Website vor und erlässt Sanktionen gegen ein im Ausland lebendes Blogger-Paar.   mehr ...

 


Fernsehen / Rundfunk

Neuauftrag für ARD & ZDF - Länder wollen an Gebühren vorerst nicht rühren

Die Länder stellen einen Entwurf zu "Auftrag und Strukturoptimierung" der Öffentlich-Rechtlichen zur Konsultation. ZDFneo und Phoenix stehen zur Disposition:

ARD, ZDF und das Deutschlandradio sollen künftig auch "den gesamtgesellschaftlichen Diskurs in Bund und Ländern fördern" sowie ein "Gesamtangebot für alle" unterbreiten. Dies geht aus dem Diskussionsentwurf zu "Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" der Rundfunkkommission der Länder hervor, den die federführende Staatskanzlei Rheinland-Pfalz am Freitag online zur Konsultation gestellt hat.   mehr ...

NDR und Media Broadcast - Fernsehen über 5G wird breit ausgestrahlt

In Hamburg startet Fernsehen über 5G in einem Modellversuch von NDR und Media Broadcast. Das gaben der öffentlich-rechtliche Sender und Media Broadcast am 26. Oktober 2021 bekannt. An den Standorten Hamburg-Moorfleet und Heinrich-Hertz-Turm wurde ein 5G-Broadcast-Netz in Betrieb genommen.   mehr ...

Kritik an Sendezeiten - Aufstand bei der ARD

Dort könnten bald die Sendezeiten für Politmagazine reduziert und der "Weltspiegel" abgeschoben werden. Dagegen wehren sich nun: Redaktionsleiter, Korrespondenten und freie Mitarbeiter.   mehr ...

 


Streaming

RTL Group hebt Streamingziele an und macht aus TV Now "RTL+"

Die RTL Group hat ihre Ziele angepasst. Die Mediengruppe will unter anderem ein crossmediales Angebot aufbauen und hat dafür auch TV NOW in RTL+ umbenannt:

Die RTL Group hat ihre Ziele für ihr Streaming-Segment angehoben und auch eine größere Medienstrategie angekündigt. Bis Ende 2026 strebt das Unternehmen zehn Millionen zahlende Abonnenten für ihre Streaming-Plattformen an. Das teilte die Mediengruppe am Donnerstag in Luxemburg in ihrem Quartalsbericht mit. Der Name des bisherigen Streamin-Portals "TV Now" wird mit dem neuen Bericht abgelegt – ein wesentlich breiteres Angebot der Mediengruppe firmiert nun unter dem Namen "RTL+".   mehr ...

Sky Q künftig auch über das Internet

Sky Q ist ab dem morgigen Dienstag neben Kabel und Satellit mit einer neuen Box auch über das Internet verfügbar:

Mit „Sky Q über das Internet“ ist die Sky Q Plattform ab dem morgigen Dienstag auch über das Internet verfügbar. Das bedeutet, dass für den Empfang von Sky Q kein Kabelfernseh- oder Satellitenanschluss mehr erforderlich ist, teilte der Pay-TV-Anbieter am Montag mit.   mehr ...

Bezahlte TV- und VoD-Inhalte - 4,2 Milliarden Euro Umsatz 2020 in Deutschland

Die gesamten Umsätze von Pay-TV und Paid-Video-on-Demand haben 2020 in Deutschland die 4-Milliarden-Grenze erstmals überschritten. Sie erreichten ein Umsatzvolumen von 4,2 Milliarden Euro, teilte der Verband Privater Medien (Vaunet) am Dienstag mit. Vaunet erwartet, dass Ende 2021 etwa 20,1 Millionen Subscription-Video-on-Demand-Abos (SVoD) erreicht sein werden.   mehr ...

 


Bildungsfernsehen - Dokumentationen

Afghanistan - Unser verwundetes Land

Der Dokumentarfilm blickt auf 40 Jahre Krieg mit den Augen derer, die am meisten unter ihm leiden: den Frauen Afghanistans. Er beginnt in den 1960er-Jahren, als noch Frieden herrscht:

Mit dem Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan hat die radikalislamistische Terrormiliz der Taliban überall im Land die Macht übernommen. Am 15. August rückten die Taliban in die Hauptstadt Kabul vor. Aus diesem Anlass zeigen wir die Dokumentation über Frauen in Afghanistan.   mehr ...

Serie "Schlafschafe" im ZDF - Nichts als die Wahrheit

Was tun, wenn die eigene Partnerin plötzlich an Unsinn glaubt? Die kleine, schnelle Serie "Schlafschafe" erzählt, wie Verschwörungserzählungen eine Familie zerstören.   mehr ...

Doku „Krieg und Holocaust“ - Auffrischungskurs in deutscher Kriegsgeschichte

Schulfernsehen im positiven Sinn: Die zehnteilige Dokumentation „Krieg und Holocaust“ erzählt vom Weg in die „dunkelste Stunde der Menschheit.   mehr ...

 


Rundfunkbeitrag

"Starkes Signal" - Rundfunkbeitrag darf erhöht werden

Das Bundesverfassungsgericht hat den Streit über den Rundfunkbeitrag beendet: Der Beitrag darf um 86 Cent angehoben werden. BR-Intendantin Wildermuth sprach von einem starken Signal für die Rundfunkfreiheit:

Formal ging es um 86 Cent. Das ist der Betrag, um den der Rundfunkbeitrag steigen darf. 18,36 Euro beträgt er nun rückwirkend zum 20. Juli. Dem Tag, an dem das Bundesverfassungsgericht den jetzt veröffentlichten Beschluss getroffen hat.

Es geht um Rundfunkfreiheit: Tatsächlich ging es aber um viel mehr: die Sicherung der Rundfunkfreiheit. Diese ist in Artikel 5 des Grundgesetzes hinterlegt. Und die Verfassungsrichter halten klar fest, dass das Land Sachsen-Anhalt die Rundfunkfreiheit verletzt hat, indem es unterlassen hat, im Dezember 2020 dem Medienänderungsstaatsvertrag zuzustimmen. Als einziges Bundesland. Alle anderen hatten bis dahin den Vertrag bereits ratifiziert.   mehr ...

Rekordsumme für ARD und ZDF - 8,11 Milliarden Euro aus dem Rundfunkbeitrag

Trotz Corona und eines prominenten Beitragsverweigerers, der im Gefängnis sitzt: Die öffentlich-rechtlichen Sender nehmen in der Pandemie Rekordsummen ein.   mehr ...

Kein höherer Rundfunkbeitrag - Deutschlandradio kündigt Tarifverträge

Nach der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent auf 18,36 Euro werden beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk erste Konsequenzen deutlich. Das Deutschlandradio hat von einem Sonderkündigungsrecht der laufenden Tarifverträge Gebrauch gemacht, wie der öffentlich-rechtliche Sender auf Anfrage von dpa bestätigte.   mehr ...

 


Musikbranche

Apple Music - 1 Cent pro Stream für Musiker

Apple schüttet pro abgespieltem Song offenbar rund das Doppelte an Künstler aus als Spotify. Beim Marktführer werde dafür deutlich mehr gestreamt:

Apple Music hat erstmals preisgegeben, was Musiker:innen für die Wiedergabe eines Musikstücks bei dem Streaming-Dienst erhalten: Es werde im Durchschnitt rund 1 Cent pro Stream bezahlt, hieß es am Freitag in einem Schreiben an auf Apple Music vertretene Künstler, wie das Wall Street Journal berichtet. Die "Penny pro Stream"-Vergütung von Apple Music liege deutlich über Spotify: Der Marktführer zahle im Durchschnitt nur rund ein Drittel bis die Hälfte eines Cents pro Stream.   mehr ...

Apple Music kommt auf Google-Lautsprecher

Wer einen smarten Lautsprecher mit Google Assistant nutzt, kann künftig auch Apple Music als Musikstreamingabo integrieren. Damit ist Apple Music derzeit der einzige in Deutschland verfügbare Musikstreamingabodienst, der auf allen drei Plattformen für smarte Lautsprecher läuft. Denn Apple Music gibt es für Apples eigene Homepod-Produkte sowie für die Echo-Lautsprecher von Amazon.   mehr ...

Universal Music - Bob Dylan verkauft alle Songrechte an Musikkonzern

Bob Dylan hat die Rechte an seinen mehr als 600 Songs an Universal Music verkauft. Medienberichten zufolge wird der Betrag auf mehr als 300 Millionen Dollar geschätzt.   mehr ...

 


Talkshows

ARD & ZDF - Die Talkshow-Gesellschaft

Die Talkshows der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bilden die Realität des politischen Systems mit ihrer Gästebesetzung nur unzureichend ab. Das geht aus der Studie die "Talkshow-Gesellschaft" des Think-Tanks „Das Progressive Zentrum“ hervor. Hierfür wurden insgesamt 1.208 Folgen „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Maischberger“ und „Maybrit Illner“ ausgewertet. Rund 66 Prozent aller Gäste kommen der Untersuchung zufolge aus Politik und Medien, 8,8 Prozent aus der Wissenschaft, 6,4 Prozent aus der Wirtschaft. Vertreter_innen der organisierten Zivilgesellschaft stellen dagegen nur 2,7 Prozent der Eingeladenen. Letztendlich, offenbart die Datenanalyse laut Pressemitteilung der Studienmacher_innen "Unterschiede in der Repräsentation verschiedener gesellschaftlicher Kräfte und politischer Ebenen, was auf eine „Krise der Repräsentation“ schließen lässt."   mehr ...

Infografik: Die Talkshow-Gesellschaft | Statista

Negativ-Medienpreis - "Goldene Kartoffel" geht an ARD- und ZDF-Talkshows

Mit der "Goldenen Kartoffel" will eine Initiative misslungene Berichterstattung über die Einwanderungsgesellschaft auszeichnen. 2019 sollen gleich vier öffentlich-rechtliche Talkshows den Negativpreis bekommen.   mehr ...

ARD und ZDF - Kulturrat fordert ein Jahr Sendepause für Talkshows

Der Geschäftsführer des Kulturrats kritisiert die einseitige Themenauswahl und die Qualität der Talkshows in ARD und ZDF. Er empfiehlt den Sendern eine einjährige Pause.   mehr ...

 

SZ: "Bundestagswahl - Die TV-Debatte als Wahlhölle."

Übermedien: "Talkshows - Einseitig und verzerrend."


eBooks

EuGH - Gebrauchte E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden

Ein nierderländischer Leseclub, der "gebrauchte" E-Books weitervermittelt, benötigt für seine Dienste die Erlaubnis der Urheber:

Gelesene E-Books dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht ohne weiteres als "gebrauchte" Exemplare übers Internet weiterverkauft werden. Nach EU-Recht handele es sich dabei um eine "öffentliche Wiedergabe", für die es die Erlaubnis der Urheber bedürfe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag (Rechtssache C-263/18).   mehr ... 

Bundesregierung befürwortet niedrigere Steuern für E-Books

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wonach für elektronische Publikationen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten soll.   mehr ...

EU-Parlament ebnet Weg für niedrigere Steuer auf E-Books

Die günstigeren Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher und Zeitungen soll es auch bei ihren digitalen Pendants geben können, hat das EU-Parlament beschlossen.   mehr ...