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Bildungsfernsehen - Dokumentationen

Kleine Germanen - Eine Kindheit in der rechten Szene

"Kleine Germanen" erzählt in einer Kombination aus Dokumentar- und Animationsfilm von Kindern, die tagtäglich dazu erzogen werden, das vermeintlich Fremde zu hassen. Wie fühlt es sich an, in einer Welt aufzuwachsen, in der die nationale Identität über allem steht? Eine Aussteigerin erzählt von ihren Erfahrungen:
 
Als Kind hat Elsa mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit dem ausgestreckten rechten Arm hat sie „Für Führer, Volk und Vaterland!“ gerufen. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war, und versucht zu verstehen, was die Erziehung in einem rechtsradikalen Umfeld aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat. Ausgehend von dieser authentischen Geschichte, gewährt „Kleine Germanen“ in einer spannenden Verbindung aus Animations- und Dokumentarfilm Einblicke in die Strukturen rechtsextremer Familien verschiedenster Ausprägung. Wir erleben mit, was es heißt, in einem solchen Umfeld aufzuwachsen und tagtäglich dazu erzogen zu werden, das vermeintlich Fremde zu hassen. Wie ist es, in einer Welt aufzuwachsen, in der der Stolz auf die nationale Identität über allem steht? Und was wird aus diesen „kleinen Germanen“, wenn sie später einmal groß sind? Das Schicksal von Elsa und ihren eigenen Kindern ist nur ein Beispiel von vielen. Elsa gelingt zwar der Ausstieg aus der rechtsradikalen Szene, aber ihre Entscheidung hat dramatische Folgen.
 
„Kleine Germanen“ blickt über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen unterspült wird, und konfrontiert den Betrachter mit den Protagonisten einer Ideologie, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen.   mehr ...

AfD-Leaks - Die geheimen Chats der Bundestagsfraktion

Im September 2017 zieht die AfD zum ersten Mal in den Bundestag ein. Mehr als 70 Abgeordnete treten später einer streng vertraulichen Chatgruppe bei. Sie nennt sich "Quasselgruppe". Rund 40.000 Posts liegen NDR und WDR jetzt vor. Sie zeigen, was die AfD-Politiker denken und wie sie reden, wenn sie glauben, dass ihnen keiner zuhört. Häufiges Streitthema: Wie rechtsextrem soll die Partei sein? Ein Abgeordneter fragt: "Wollen wir eine national-sozialistische oder eine freiheitlich-konservative Partei sein?" Eine Kollegin genervt: "Fällt es so schwer, mal nicht über das Dritte Reich zu reden?" Der Schlüssellochblick in die AfD-Fraktion enthüllt extreme Umsturz- und Rachephantasien wie diese: "Die Ratte Merkel an der Spitze! Diese Volksverräterin gehört lebenslang in den Knast!" Je länger die AfD im Bundestag sitzt, desto größer wird der Frust: "Was fremdschämen angeht, bin ich durch die Partei extrem belastbar geworden," ärgert sich ein Abgeordneter. "Die Wähler haben keine Ahnung, was sie erwartet, wenn sie AfD wählen," raunt eine andere, und: "Die AfD ist am Arsch." Das ernüchternde Fazit im Chat-Dialog: "Die Fraktion war mal der Leuchtturm der Partei." Antwort: "Ist er immer noch, nur das Licht ist aus." [Video 44:00]   mehr ...

Mehr Geld, mehr Waffen, mehr Soldaten - Was stoppt Putin?

Drei Gipfel – ein Thema: Wie bringt der Westen den russischen Präsidenten Putin zum Einlenken. US-Präsident Biden nahm persönlich an allen drei Treffen von EU, G7 und NATO teil. Das zeigt, wie hoch der Westen die Gefahr einschätzt, die vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine für Europa und den Westen ausgeht. Von den Gipfeln sollte ein Zeichen der Stärke und Geschlossenheit ausgehen. Weisen die Entscheidungen in die richtige Richtung?   mehr ...

 
 

Pressefreiheit / Zensur

Proteste nach dem Tod von Mahsa Amini - Wie Iran seinen Bürgern den Internet-Hahn abdreht

Wegen der Unruhen schränkt das Mullah-Regime den Zugang zum Netz stark ein. Noch dringen Bilder nach außen, doch die Wirkkraft der Protestaufmärsche nimmt Schaden. Kann das Satelliten-Internet von Elon Musk helfen?   mehr ...

Frankreich - Reporter ohne Grenzen fordert Sperrung von russischen Medien

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF), die sich weltweit für Pressefreiheit einsetzt, hat am 8. September 2022 einen Antrag eingereicht, der die Sperrung von russischen Medien in Frankreich fordert. Als Grund wird die Ausstrahlung von Propaganda im Kontext des Ukrainekriegs angegeben. Eine Pressemitteilung vom 12. September 2022 erklärt den Schritt.   mehr ...

Tag der Pressefreiheit - Gewalt gegen Journalisten nimmt zu

Beim Thema Pressefreiheit ist Deutschland nicht mit China oder Russland zu vergleichen. Aber auch hierzulande verschlechtert sich die Lage. "Reporter ohne Grenzen" meldet auch Übergriffe durch Polizisten.   mehr ...

 


Medien / Zeitungen

Zeitungsverband stellt sich neu auf - Bestenfalls artiger Applaus

Nach Kritik verabschiedet sich Mathias Döpfner als Präsident des Zeitungsverbands BDZV. Ein Präsidialsystem soll es künftig nicht mehr geben:

Der BDZV heißt ja schon seit Längerem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger. Von daher geht das an Uralt-Videospiele erinnernde Space-Invader-Grün, in dem der BDZV-Kongress am Dienstag in Berlin daherkommt, voll in Ordnung. Erster Tagesordnungspunkt ist der Auftritt von Mathias Döpfner. Schwanengesang als BDZV-Präsident, sein Thema ist die Freiheit.   mehr ...

Propaganda und Fake News - EU-Kommission will Medien vor Einflussnahme schützen

Die EU-Kommission will ein Medienfreiheitsgesetz einbringen, um Menschen vor Beeinflussungsversuchen zu schützen. Fake News sollen weniger Chancen haben.   mehr ...

Deutsche Zeitungen erstmals mit Digital-Erlösen in Milliardenhöhe

In Deutschland haben Zeitungsverlage 2021 mehr als eine Milliarde Euro mit digitalen Angeboten umgesetzt. Ein Drittel stammte aus dem Vertrieb von E-Papern.   mehr ...


Musikbranche

Spotifiy - Klausel zu Preisanpassungen in Abos ist unzulässig

Das Berliner Landgericht hat entschieden, dass Spotifys Verträge unzulässig sind. Der Musikstreamingdienst benachteilige Verbraucher unangemessen:

In den Nutzungsbedingungen zu Abonnements des Musikstreamingdienstes Spotify gibt es Klauseln, die besagen, dass der Preis angepasst werden kann, sollten die Gesamtkosten für die Bereitstellung der Streamingdienste sich erhöhen – nicht jedoch bei einer Senkung der Kosten. Gegen diese Klausel klagte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Das Landgericht Berlin entschied zugunsten des Klägers: "Die Preisanpassungsklausel in den Abonnementbedingungen des Musikstreamingdienstes Spotify ist unzulässig."   mehr ...

Musik - Umsatz mit Tonträgern wächst zum ersten Mal seit 20 Jahren

2021 ist der Umsatz durch Musikstreaming erneut gestiegen, um 18,5 Prozent. Sogar Tonträger konnten wieder zulegen:

Der Musikmarkt hat weltweit im vergangenen Jahr 18,5 Prozent zugelegt. Laut dem Global Music Report des Weltverbandes International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) lag der Umsatz 2021 bei 25,9 Milliarden US-Dollar, 2020 waren es noch 21,6 Milliarden US-Dollar. Es ist das siebte Jahr in Folge, in dem der Musikmarkt gewachsen ist.   mehr ...

Apple Music - 1 Cent pro Stream für Musiker

Apple schüttet pro abgespieltem Song offenbar rund das Doppelte an Künstler aus als Spotify. Beim Marktführer werde dafür deutlich mehr gestreamt.   mehr ...

 


Zeitgeschichte

Zum Tod von Michail Gorbatschow - Vom unerfüllten Traum, eine Diktatur zu demokratisieren

Er hat den Kalten Krieg beendet, die Wiedervereinigung ermöglicht - und sich selbst als Führer eines Weltreichs abgeschafft. Nun ist Michail Gorbatschow im Alter von 91 Jahren gestorben:

Wir schreiben das Jahr 1985. Führer des Westens ist Ronald Reagan. Mit ihm ist ein ehemaliger Hollywood-Schauspieler an der Macht, der die Sowjetunion lange als "Reich des Bösen" versteht. Reagan, der 2004 starb, ist zumindest am Anfang seiner Amtszeit fest in der Gedankenwelt des Kalten Krieges gefangen. Die Bedrohung aus Moskau ist allerdings real: Hochmoderne sowjetische Raketen richten sich gen Westen. Die Nato reagiert mit dem "Doppelbeschluss": Reagan lässt neue Atomraketen nach Westeuropa bringen und steckt gigantische Summen in die Entwicklung eines Raketenabwehrschirms, der im Weltall stationiert werden soll. Zwischen Sowjetunion und USA, zwischen Warschauer Pakt und Nato droht ein Atomkrieg - mit unabsehbaren Folgen für die Erde.   mehr ...

Beginn des Bosnienkriegs vor 30 Jahren - Hilflos, unklar und teils vergessen

Am 6. April 1992 begann der Krieg in Bosnien. Die diffuse Haltung der deutschen Gesellschaft diesem Land gegenüber hat sich bis heute nicht geändert.   mehr ...

Holocaust - Was in Auschwitz geschah

Am 27. Januar 1945 erreichten Soldaten der Roten Armee das Vernichtungslager. Nach und nach erschloss sich ihnen die Dimension der NS-Verbrechen.   mehr ...

 


Fernsehen / Rundfunk

Die ARD in der Krise - Nächste Runde

Nach dem Skandal beim RBB prüft jetzt der NDR Beschwerden von Mitarbeitern im Landesfunkhaus in Kiel. Und beim MDR gibt es vor Prozessbeginn gegen Udo Foht einen Rücktritt. Ein Überblick:

Die ARD hat nicht nur in Berlin beim RBB ein Imageproblem. In dieser Woche geht es plötzlich wieder um einen ganz anderen Skandal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, und auf einmal gibt es zu diesem alten Fall sogar einen neuen Rücktritt.   mehr ...

Vodafone verliert viele Kunden im Kabelnetz

Vodafone Deutschland hat im vergangenen Quartal im Kabelnetz Kunden und Umsatz verloren. Das gab der Netzbetreiber am 25. Juli 2022 bekannt. Die Zahl der Kabelnetzkunden sank um 34.000.   mehr ...

Neuer Medienstaatsvertrag - Politik macht Auflagen für Unterhaltung bei ARD und ZDF

Die Ministerpräsidenten beschließen eine Reform des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Kleiner werden ARD und ZDF dadurch nicht, dafür gibt es Einschränkungen beim Entertainment.   mehr ...

 


Streaming

Freevee - Amazon startet werbegestützten Streaming-Sender

Amazon hat seinen kostenlosen, werbegestützten Streaming-Channel Freevee in Deutschland gestartet. Freevee lässt sich auch ohne Prime-Mitgliedschaft schauen und bietet sowohl Serien- und Filmklassiker als auch Eigenproduktionen an. Die Werbepausen unterbrechen die Inhalte wie beim linearen Fernsehen und kommen in unseren ersten Tests nicht vorneweg.   mehr ... 

Konkurrenz zu Netflix und Disney+ - Amazon verpasst Prime Video viele Änderungen

Mit einer komplett neuen Oberfläche für Prime Video will Amazon im Konkurrenzkampf gegen Netflix und Disney+ besser dastehen.   mehr ...

Netflix gegen Konten-Sharing - Fernseher nur noch im eigenen Zuhause

Netflix testet weitere Strategien gegen das Account-Sharing. Auf TVs lässt sich der Streamingdienst in bestimmten Ländern nur noch im eigenen Zuhause nutzen.   mehr ...

 


Kultur News

Sparkurs in Großbritannien - BBC legt Sender zusammen und streicht 70 Stellen

Wie die britische öffentlich-rechtliche Rundfunkorganisation bekannt gab, sollen die Sender BBC News und BBC World News fusionieren – mit Folgen für viele Angestellte:
 
Die britische BBC legt ihre Nachrichtensender zusammen und streicht deshalb Dutzende Stellen. Wie die Rundfunkorganisation bekannt gab, sollen die Sender BBC News und BBC World News fusioniert werden, wodurch rund 70 Beschäftigte ihre Jobs verlieren dürften. Die Kürzungen sind Teil einer Reihe von Sparmaßnahmen, die nach der Einfrierung der Rundfunkgebühren nötig wurden. Der neue Sender BBC News, der im April 2023 an den Start gehen soll, wird tagsüber von London und während der britischen Nacht von Singapur und Washington senden.   mehr ...

Documenta - Ein Fall zieht Kreise

Der Bundestag diskutiert über den Antisemitismus-Skandal auf der Documenta:

In einer knapp einstündigen Debatte hat sich am Donnerstagabend der Bundestag mit dem Skandal um das antisemitische Bild "People's Justice" auf der Documenta beschäftigt. Wie schon in der Aussprache im Kulturausschuss am Mittwoch waren sich Vertreter aller Fraktionen einig in ihrer Abscheu über das Kunstwerk und darin, dass dringend aufgeklärt werden müsse, wie das 100 Quadratmeter große Banner offenbar ohne weitere Prüfung auf dem zentralen Platz aufgehängt werden konnte. Ebenso klar war für alle, dass der Vorfall auf der Documenta im Kontext des zunehmenden Antisemitismus im deutschen Alltag zu sehen sei. Sie forderten mehr Aufklärung, Bildungsangebote in den Schulen und Reformen bei der Documenta selbst. Auch personelle Konsequenzen wurden gefordert.   mehr ...

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in Frankreich

Der französische öffentlich-rechtliche Rundfunk soll künftig mit Steuergeldern statt einer Rundfunkgebühr finanziert werden. Die Sender fürchten um ihre staatliche Unabhängigkeit.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Debatte um Kunstschau - Antisemitismusbeauftragter verlangt Aufarbeitung des Documenta-Skandals."
TAZ: "Ukraine gewinnt den ESCSieg mit Laienstimmen."
SZ: "Streit bei Schriftstellervereinigung - Yücel tritt als PEN-Präsident zurück."
Deutschlandfunk: "New York - Pulitzer-Preisträger bekanntgegeben – darunter „New York Times“ und „Washington Post“."
Heise: "Russische Kinos zeigen Raubkopien von Filmen."
SZ: ""Sag nicht ,schwul'"-Gesetz - Der Kulturkampf erschüttert Disney World."
Golem: "Oscars 2022 - Erstmals erhält ein Streamingtitel den Oscar als bester Film."
Golem: "Kopierschutz und DRM - US-Filmwirtschaft lässt Widevine Dump von Github entfernen."
Spiegel: "Kampagne gegen Coronamaßnahmen - YouTube sperrt zeitweise #allesaufdentisch-Kanal."
TAZ: "Auszeichung für Alexei Nawalny - Unterstützung aus Brüssel."
Spiegel: "Wirtschaftsnobelpreis - David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens ausgezeichnet."
Heise: "Friedensnobelpreis für den Kampf um Pressefreiheit und gegen Fake News."
Heise: "Nobelpreis für Literatur geht an Abdulrazak Gurnah."
SZ: "#allesaufdentisch - "Alles dichtmachen", Zweite Staffel."
Zeit: "Otto Palandt - Verlag benennt nach NS-Juristen benannte Werke um."
SZ: "Unesco-Weltkulturerbe - Erstmals wird jüdisches Kulturgut in Deutschland ausgezeichnet."
SZ: "Kultur in der Pandemie - Ein Lichtblick."

Journalismus

Bundesverfassungsgericht - Journalisten dürfen geleakte Daten nutzen

Der neue Straftatbestand der Datenhehlerei ist nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts keine Gefahr für den Journalismus:

Das Bundesverfassungsgericht sieht im Straftatbestand der Datenhehlerei keine Gefahr für die Pressefreiheit. Nach Ansicht der Karlsruher Richter dürfen Journalisten geleakte Dokumente entgegennehmen, auswerten und veröffentlichen, ohne sich dadurch strafbar zu machen. Anderslautende Befürchtungen wies das Gericht als unbegründet zurück und nahm eine entsprechende Verfassungsbeschwerde daher nicht zur Entscheidung an (Az.: 1 BvR 2821/16).   mehr ...

Zahnloser Tiger - Deutscher Presserat rügt „Bild“ mehrfach, lässt sich jetzt aber erstmal Zeit

Der Deutsche Presserat hat bekannt gegeben, dass er nach vielen aktuellen Beschwerden ein Verfahren gegen „Bild“ eingeleitet hat – und das klingt so langwierig und bürokratisch, wie es nun auch sein wird.   mehr ...

Nach antisemitischen Äußerungen - Deutsche Welle stellt Mitarbeiter frei

Der Sender reagiert auf SZ-Recherchen zu antisemitischen Äußerungen von Mitarbeitern. Nun soll es eine unabhängige Untersuchung geben - durch zwei prominente Gesichter.   mehr ...

 


Leistungsschutz / Urheberrecht

BGH-Urteil - Internetplattformen können bei Urheberrechtsverstößen haften

Wenn Dritte urheberrechtlich geschützte Inhalte über sie verfügbar machen, können Onlinedienste dafür künftig haftbar gemacht und zur Auskunft verpflichtet werden – unter bestimmten Bedingungen:
 
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat erstmals festgestellt, dass Internetplattformen wie YouTube und Uploaded unter bestimmten Bedingungen Schadensersatz für Urheberrechtsverletzungen leisten müssen (Az. I ZR 135/18 u.a.). Das kann auch gelten, wenn die Urheberrechtsverletzungen von Dritten begangen wurden. Die Betreiber der Plattformen können im Grundsatz auch zur Auskunft verpflichtet werden, wer die Rechtsverletzungen begangen hat und müssen hierzu E-Mail-Adressen der fraglichen Nutzer mitteilen, erklärte der BGH am Donnerstag.   mehr ...

Urheberrecht - Europäischer Gerichtshof bestätigt Deckel für Abmahnkosten

Der hierzulande gesenkte Streitwert bei ersten Abmahnungen wegen einfacher Urheberrechtsverletzungen im privaten Umfeld ist mit dem EU-Recht vereinbar.   mehr ...

Google schließt erste Verträge mit deutschen Verlagen

"Spiegel", "Zeit", "Handelsblatt" & Co. gehören zu den ersten hierzulande, denen Google Vergütungen nach dem neuen Leistungsschutzrecht zahlt.   mehr ... 

 


Rundfunkbeitrag

Urteil - Ohne Girokonto muss auch Barzahlung des Rundfunkbeitrags möglich sein

Für Menschen, die kein Girokonto eröffnen können, muss es die Möglichkeit geben, den Rundfunkbeitrag auch bar zu bezahlen, urteilt das Bundesverwaltungsgericht:

In bestimmten Ausnahmefällen darf der Rundfunkbeitrag auch in Bargeld beglichen werden, hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Beitragspflichtigen, die nachweislich kein Girokonto eröffnen können, muss demnach eine kostenfreie Barzahlung ermöglicht werden. Hintergrund ist ein bereits durch mehrere Instanzen gelaufener Rechtsstreit zweier Männer aus Hessen mit dem Hessischen Rundfunk (HR), der bis vor das Bundesverwaltungsgericht gegangen war. Die Männer klagten, weil die Beitragssatzung des HR nur Lastschrifteinzug, Einzelüberweisung oder Dauerüberweisung zulässt und jegliche Barzahlung ausschließt.   mehr ...

Rückstände samt Mahngebühren erreichen 903 Millionen Euro

Im Jahr 2020 summierten sich eingeforderte Beitragsrückstände inklusive Säumniszuschlägen des Rundfunkbeitrags auf 903 Millionen Euro. Das geht aus schriftlichen Angaben der neun Landesrundfunkanstalten hervor, die die AfD-Fraktion im Bundestag abgefragt hat und die der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegen. Golem.de veröffentlicht die Antworten der öffentlich-rechtlichen Sender und ihres Beitragsservices, nicht die Aussagen der rechtsextremen politischen Partei.   mehr ...

"Starkes Signal" - Rundfunkbeitrag darf erhöht werden

Das Bundesverfassungsgericht hat den Streit über den Rundfunkbeitrag beendet: Der Beitrag darf um 86 Cent angehoben werden. BR-Intendantin Wildermuth sprach von einem starken Signal für die Rundfunkfreiheit.   mehr ...

 


Talkshows

Markus Lanz - Der mehrköpfige Herr Habeck

Der grüne Bundeswirtschaftsminister lehrt Lanz und seinen Gästen Mores. Und filetiert schön Deppenargumente wie jenes, dass längere Laufzeiten für Atomkraftwerke irgendetwas bringen könnten. [Video Mediathek 79 Min.]

Faktencheck hartaberfair - Osterweiterung der NATO

Eine kurze Verwirrung gab es zwischen Mariam Lau und Michael Roth über den Zeitpunkt der letzten NATO-Osterweiterung. 2004 sei dies gewesen, sagte Lau. Dem stimmte dann auch Roth zu, als ihm klar wurde, dass Mariam Lau die OST-Erweiterung der Nato meinte.   mehr ...

ARD & ZDF - Die Talkshow-Gesellschaft

Die Talkshows der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender bilden die Realität des politischen Systems mit ihrer Gästebesetzung nur unzureichend ab. Das geht aus der Studie die "Talkshow-Gesellschaft" des Think-Tanks „Das Progressive Zentrum“ hervor. Hierfür wurden insgesamt 1.208 Folgen „Anne Will“, „Hart aber fair“, „Maischberger“ und „Maybrit Illner“ ausgewertet. Rund 66 Prozent aller Gäste kommen der Untersuchung zufolge aus Politik und Medien, 8,8 Prozent aus der Wissenschaft, 6,4 Prozent aus der Wirtschaft. Vertreter_innen der organisierten Zivilgesellschaft stellen dagegen nur 2,7 Prozent der Eingeladenen. Letztendlich, offenbart die Datenanalyse laut Pressemitteilung der Studienmacher_innen "Unterschiede in der Repräsentation verschiedener gesellschaftlicher Kräfte und politischer Ebenen, was auf eine „Krise der Repräsentation“ schließen lässt."   mehr ...

 

SZ: "Bundestagswahl - Die TV-Debatte als Wahlhölle."

Übermedien: "Talkshows - Einseitig und verzerrend."


Privatfernsehen - PayTV

ProSiebenSat.1 bündelt Digital- und App-Angebote auf Joyn

Die Digitalangebote von ProSiebenSat.1 sollen künftig nur noch auf Joyn zu sehen sein. Die verschiedenen Apps des Senders werden so weitgehend überflüssig:

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 will seine Digital- und App-Angebote auf seiner Streamingplattform Joyn konzentrieren. Bislang gibt es mehrere Apps für Mobilgeräte und Smart-TV wie etwa eine eigene ProSieben-App. Diese werden sukzessive fast alle verschwinden und das fragmentierte Angebot auf der Plattform zentral gebündelt, wie das börsennotierte Medienhaus in Unterföhring bei München am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.   mehr ...

Neuer Anstrich - Streamingdienst TVNow heißt künftig RTL+

Die Mediengruppe RTL Deutschland und die RTL Group wollen ihre Marken zusammenführen, weshalb die Streamingmarke TVNow bald RTL+ heißen soll.   mehr ...

„Goldene Kartoffel“ für „Spiegel TV“ - Negativpreis für „Clan“-Dokus

Der Medien-Negativpreis „Goldene Kartoffel“ geht in diesem Jahr an „Spiegel TV“. Die Organisation Neue deutsche Medienmacher*innen verleiht ihren Preis für „unterirdische Berichterstattung“ an das Magazin für dessen Berichterstattung über sogenannte „Clan-Kriminalität“, wie sie am Mittwoch bekanntgegeben hat.   mehr ...

 

eBooks

EuGH - Gebrauchte E-Books dürfen nicht weiterverkauft werden

Ein nierderländischer Leseclub, der "gebrauchte" E-Books weitervermittelt, benötigt für seine Dienste die Erlaubnis der Urheber:

Gelesene E-Books dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht ohne weiteres als "gebrauchte" Exemplare übers Internet weiterverkauft werden. Nach EU-Recht handele es sich dabei um eine "öffentliche Wiedergabe", für die es die Erlaubnis der Urheber bedürfe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag (Rechtssache C-263/18).   mehr ... 

Bundesregierung befürwortet niedrigere Steuern für E-Books

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, wonach für elektronische Publikationen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten soll.   mehr ...

EU-Parlament ebnet Weg für niedrigere Steuer auf E-Books

Die günstigeren Mehrwertsteuersätze für gedruckte Bücher und Zeitungen soll es auch bei ihren digitalen Pendants geben können, hat das EU-Parlament beschlossen.   mehr ...