Religion / Kirchen

Klage von katholischem Chefarzt - "Das Urteil ist überfällig und wegweisend"

Einem katholischen Chefarzt darf nicht gekündigt werden, weil er ein zweites Mal geheiratet hat. Die Reaktionen auf das Gerichtsurteil sind positiv. Das Erzbistum Köln will die Begründung "intensiv prüfen":

"Eine Kündigung wegen etwas so Persönlichem wie einer zweiten Ehe auszusprechen, ist völlig aus der Zeit gefallen": Sylvia Bühler vom Ver.di-Bundesvorstand findet deutliche Worte zu dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts. Sie begrüße, dass die Richter die Kündigung eines Chefarztes an einem katholischen Krankenhaus in Düsseldorf wegen dessen Scheidung und erneuter Heirat für nicht rechtmäßig erklärt haben.   mehr ...

Katholische Kirche Papst räumt Missbrauch von Nonnen durch Priester und Bischöfe ein

Papst Franziskus hat sexuellen Missbrauch von Nonnen in der katholischen Kirche eingeräumt. "Es stimmt, es ist ein Problem", sagte er auf dem Rückflug von Abu Dhabi nach Rom. "Ich weiß, dass Priester und auch Bischöfe das getan haben. Und ich glaube, es wird immer noch getan", sagte er auf eine Frage, was der Vatikan gegen den sexuellen Missbrauch von Ordensschwestern tun wolle.   mehr ...

Franziskus auf Tour - Massenandrang bei Papst-Messe in Abu Dhabi

Mehr als 100.000 Gläubige haben dem Pontifex zugejubelt. Es war die größte christliche Messe, die jemals auf der Arabischen Halbinsel zelebriert wurde.   mehr ...

 
 

Sozialstaat / Hartz IV

Was stimmt nicht mehr mit der Sozialstruktur in unserem Land?

Die Sozialausgaben steigen; gleichzeitig steigt aber auch die Armut oder Armutsgefährdung. Immer mehr Menschen - nicht nur Hartz IV-Empfänger - sind mit ihrem Einkommen kaum mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt würdig zu bestreiten. Es gäbe viel zu tun; ist die Politik aber dazu in der Lage - und willens - daran etwas zu ändern?

 

Interne Papiere - So will die Bundesagentur für Arbeit Hartz IV umbauen

Wie weiter mit Hartz IV? Interne Papiere der Bundesagentur für Arbeit machen deutlich, was sie von Vorschlägen wie einem längeren Arbeitslosengeld I hält - und wie dringend der Handlungsbedarf hinter den Kulissen ist:

Die Bundesregierung ringt um eine Neugestaltung von Hartz-IV - doch bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) liegen längst eigene Pläne in der Schublade. Sie widersprechen teilweise den Ideen, mit denen die SPD die aktuelle Diskussion angestoßen hat.   mehr ...

Neue Ifo-Studie - Hartz-IV-Reform könnte 290.000 Menschen in Arbeit bringen

Für viele Niedrigverdiener lohnt es sich nicht zu arbeiten, zumindest nicht finanziell. Wie das geändert werden könnte, hat nun das Ifo-Institut errechnet – und stellt bis zu 290.000 neue Jobs in Aussicht.   mehr ...

Zahl der Hartz-IV-Haushalte sinkt auf Rekordtief 

Erstmals seit Einführung von Hartz IV leben laut einem Zeitungsbericht weniger als drei Millionen Haushalte von der Grundsicherung. Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete im November rund 2,996 Millionen sogenannte Bedarfsgemeinschaften. Dies waren knapp 200.000 oder 6,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, liegt die Zahl damit erstmals seit der Schaffung des politisch umstrittenen Hartz IV vor 14 Jahren unter der Drei-Millionen-Marke. Seit 2008 sei die Zahl der betroffenen Haushalte damit um fast 600.000 oder 17 Prozent gesunken.   mehr ...

 
 

Gesellschaft

Dating-Apps und Liebe - Das ist alles harte Arbeit

In Deutschland gibt es 20,5 Millionen Singles. Zehn Prozent von ihnen verabreden sich per Smartphone. Eine 3sat-Dokumentation ergründet, wie nah wir dem Ende der Romantik sind:

Dass Dating Teil der Konsumkultur geworden ist, war bekannt, lange bevor an jeder Bushaltestelle ein porenloser Single vor rotem Hintergrund darauf wartete, sich zu verlieben. Was mit Erich Fromm begann, führte die Soziologin Eva Illouz fort, jetzt geht es daran, mit den gewonnenen Freiheiten umzugehen und zu beobachten, wie sie das Zusammenleben verändern. Wohin mit der Angst vor der Austauschbarkeit? Welchen sozialen Rahmen braucht es, um Gefühle zu entwickeln? Sind Datingplattformen wirklich soziale Orte, an denen Menschen wie beim Barabend interagieren? Und: Überbrücken sie Unterschiede oder vertiefen sie die soziale Spaltung?   mehr ...

NS-Geschichte - Warum Hitler bis heute die Erziehung von Kindern beeinflusst

Um sie zu guten Soldaten und Mitläufern zu machen, forderte das NS-Regime Mütter dazu auf, die Bedürfnisse ihrer Babys gezielt zu ignorieren. Sie sollten emotions- und bindungsarm werden. Wenn eine ganze Generation systematisch dazu erzogen worden ist, keine Bindungen zu anderen aufzubauen, wie kann sie es dann ihren Kindern oder Enkelkindern beibringen?   mehr ...

Gesellschaftliches Engagement - Der Zivildienst und seine Nachfolger

Im vergangenen Jahr leisteten laut Bundesamt für Familie und Zivilgesellschaftliche Aufgaben durchschnittlich 41.190 Menschen einen Bundesfreiwilligendienst ab – damit ist das Interesse an dem Dienst in sozialen, kulturellen oder Bildungseinrichtungen ungebrochen. Er wird mit einem „Taschengeld“ von maximal 390 Euro vergütet und wurde 2011 nach dem Wegfall der Wehrpflicht und damit des Zivildienstes eingeführt, um die Lücke zu schließen, die die „Zivis“ vor allem in sozialen Einrichtungen hinterließen. Doch die Zahl der „Bufdis“ liegt deutlich unter denen der Zivildienstleistenden, wie die Grafik von Statista zeigt. So wurden im Spitzenjahr 2002 fast 136.000 junge Männer in den Wehrersatzdienst einberufen:
 
Infografik: Der Zivildienst und seine Nachfolger | Statista

Neben dem Bundesfreiwilligendienst gibt es allerdings noch das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr, das auch schon bestand, als es den Zivildienst noch gab. Es konnte im Rahmen des Zivildienstes abgeleistet werden, stand aber unabhängig davon beiden Geschlechtern offen. Im Gegensatz zum „Bufdi“, der sich an alle Altersklassen richtet, darf ein FSJ/FÖJ allerdings nur bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres angetreten werden.   mehr ...
 
 
 
Der Freitag: "Entfremdung - Alle gegen sich selbst: Der Neoliberalismus macht einsam und krank."

Renten / Pensionen

Ökonomen rechnen vor - Die „Rente mit 63“ ist viel teurer als gedacht

Die von der schwarz-roten Koalition beschlossene „Rente mit 63“ kostet mehr Milliarden als veranschlagt. Und das ist noch nicht alles:

Die „Rente mit 63“ wird teuer als gedacht. Nach Berechnung des Münchner Ifo-Instituts sind durch diese Art der Frührente, eingeführt vor fünf Jahren von der schwarz-roten Koalition, von 2014 bis 2016 direkte Mehrausgaben von 6,5 Milliarden Euro entstanden. Die Bundesregierung hatte in ihrem Gesetzentwurf nur 5 Milliarden Euro erwartet.

„Werden Ausfälle an Steuern und Sozialbeiträgen hinzugerechnet, liegen die Gesamtkosten in dem Zeitraum sogar bei 12,5 Milliarden Euro“, berichteten die Ifo-Forscher Carla Krolage und Mathias Dolls an diesem Dienstag. „In den kommenden Jahren ist mit weiter steigenden Kosten zu rechnen, wenn noch größere Geburtsjahrgänge die abschlagsfreie vorzeitige Rente in Anspruch nehmen können.“   mehr ...

Wie die SPD-Grundrente funktionieren soll

Viele Menschen landen nach einem langen Arbeitsleben mit niedrigen Löhnen als Rentner in der Grundsicherung für alte Menschen, sie müssen also zum Sozialamt. Das will SPD-Sozialminister Hubertus Heil ändern. Wer Jahrzehnte gearbeitet habe, habe das Recht, mehr zu bekommen als einer, der jahrelang ohne Job nichts in die Kasse eingezahlt habe. So kämen eine Friseurin oder ein Lagerarbeiter nach 40 Jahren mit Mindestlohn auf 514 Euro Rente. "Respektlos und unwürdig" findet das der Minister. Das müsse deutlich mehr werden. Von seiner neuen Grundrente und einer Wohngeldreform sollen drei bis vier Millionen heutige und künftige Rentner profitieren; davon wohl drei Viertel Frauen, die öfter schlecht bezahlte Jobs haben, und viele Menschen in Ostdeutschland, wo niedrigere Löhne verbreitet sind. In der Regierungskoalition sorgt der Plan für Streit. Die wichtigsten Fragen und Antworten.   mehr ...

Gescheitert - Dreißig Jahre Abwegigkeit

Akteure wie Blackrock profitieren vom Rückbau der öffentlichen Altersvorsorge. Nun stellt eine UN-Studie klar: Die Rentenprivatisierung ist ein weltweites Debakel.   mehr ...

 

Bundeszentrale für politische Bildung: "Entwicklung des Standardrentenniveaus (RV)."
Der Freitag: "Rentenpolitik - Kein Mut zum Systemwechsel: Die SPD hat ihr Rentenkonzept vorgestellt. An den Grundfesten der Altersvorsorge in Deutschland rüttelt das nicht."

Migration / Bevölkerung

Bertelsmann-Studie - Forscher fordern jährlich 146.000 Zuwanderer aus Drittstaaten

Der demografische Wandel sei nur durch massive Zuwanderung auf ein erträgliches Maß zu begrenzen, schreiben die Autoren einer Bertelsmann-Studie. Eingerechnet haben sie schon die Rente mit 70:

Deutschland benötigt zum Ausgleich seines Fachkräftebedarfs einer Studie zufolge bis zum Jahr 2060 pro Jahr die Zuwanderung von mindestens 260.000 Menschen. Davon müssten voraussichtlich etwa 146.000 Menschen jährlich aus Staaten außerhalb der Europäischen Union nach Deutschland einwandern, ergab die am Dienstag von der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh veröffentlichte Untersuchung.   mehr ...

83-Millionen-Marke fällt Bevölkerung Deutschlands wächst erneut

Bis Ende vergangenen Jahres lebten in Deutschland nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes 83 Millionen Menschen. Das sei ein Höchststand seit der Wiedervereinigung, der trotz eines Geburtendefizits durch Zuwanderung erreicht worden sei, hieß es in einer Mitteilung.

Ende 2017 lag die Bevölkerungszahl bei 82,8 Millionen Menschen. Für 2018 gehen die Statistiker wieder von einem leichten Geburtenanstieg aus, nachdem die Geburtenziffer im Vorjahr leicht auf 1,57 Kinder je Frau zurückgegangen war. Allerdings gehen die Statistiker auch von einer spürbaren Zunahme der Zahl der Sterbefälle aus. Nach der Schätzung wird mit 785.000 bis 805.000 Geburten und mit 950.000 bis 970.000 Sterbefällen gerechnet.   mehr ...

Zahl der Asylanträge gesunken - Die meisten Migranten kommen aus Europa nach Deutschland

Innenminister Seehofer hat den Migrationsbericht der Bundesregierung und die aktuellen Asylzahlen vorgestellt: In Deutschland beantragten 2018 deutlich weniger Menschen Asyl als 2015 und 2016.   mehr ...

 


Kapitalismus / Ungleichheit / Reichtum

In Zeiten von zunehmender Globalisierung sowie Finanz- und Schuldenkrise hat sich unsere Welt entscheidend verändert. Wie u.a. Thomas Piketty in seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" verdeutlicht hat, konzentriert sich der Reichtum immer mehr auf eine kleine "Elite". Die Mittelschicht schrumpft immer weiter und die Abgehängten verdeutlichen ihre Unzufriedenheit, indem sie ihren Protest via rechte Populisten artikulieren (siehe Frankreich, Niederlande, Österreich und auch Deutschland).

Wann werden sich die sogenannten Eliten auf ein altes Sprichwort der Indianer besinnen, dass man Geld nicht essen kann? Und wann werden sie merken, dass eine Explosion der Unzufriedenheit nur noch eine Frage der Zeit sein könnte?

 

Unicef-Bericht - 20 Prozent der Kinder auf der Welt leben in extremer Armut

Die große Mehrheit der jungen Weltbevölkerung muss demnach auch ohne Sozialleistungen auskommen. Unicef und die Arbeitsorganisation ILO fordern die Einführung flächendeckender Hilfen:

Nur etwas mehr als ein Drittel aller Kinder auf der Welt profitiert nach Angaben der Vereinten Nationen von Sozialleistungen. Vor allem in Afrika kämen lediglich rund 16 Prozent der Kinder in den Genuss solcher Hilfen, heißt es in einem gemeinsamen Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.   mehr ...

Erwerbsarmut - Wie entwickelt sich die Erwerbsarmut in unserem reichen Land?

Die Antwort auf diese Frage hängt von der Statistik ab, die man sich anschaut. Klar ist: Für bestimmte Gruppen, etwa Alleinerziehende, ist das Risiko hoch.   mehr ...

Armutsbericht 2018: Paritätischer korrigiert falsche Bilder der Armut und fordert neue Armutspolitik

Ein Drittel der erwachsenen Armen in Deutschland ist erwerbstätig, jede*r vierte arme Erwachsene ist in Rente oder Pension und nur ein Fünftel ist arbeitslos, so nur einer der vielen brisanten Befunde des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Der Verband, für den die Paritätische Forschungsstelle mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (DIW) gerechnet hat, legt mit dem Bericht eine aktuelle Bestandsaufnahme der Armut in Deutschland vor. Ein Novum ist, dass der Bericht unter anderem erstmals der Frage nachgeht, wer die rund 13,7 Millionen Menschen, die in Deutschland in Armut leben, faktisch sind. Er räumt dabei mit diversen Klischees und Vorurteilen auf. So trifft offenbar auch die gängige Formel, Bildung allein schütze vor Armut, nicht zu: Wie die Analyse des Paritätischen zeigt, weisen fast drei Viertel der ab 25-jährigen Armen ein mittleres oder sogar hohes Qualifikationsniveau auf.   mehr ...

 


Grundeinkommen / BGE

Eine gute Idee in Zeiten des Wegfalls von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz? Oder nur ein Dummie, damit sich Staat und Wirtschaft aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückziehen können?

Darüber kann man trefflich kontrovers diskutieren - und der Diskurs ist sicherlich erst im Entstehen. Politik und Wirtschaft sind sich nicht einig, wohin der Weg führen wird (und muss) ...

 

Grundeinkommen - Geld für alle

Noch vor Kurzem galt die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens als Hirngespinst von Idealisten. Doch der Widerstand bröckelt - in vielen Staaten werden schon unterschiedliche Projekte angeschoben:

Das BIEN gibt es seit 32 Jahren, aber wohl selten hatten die Macher der Organisation so viel zu tun wie 2018. BIEN steht für Basic Income Earth Network, das Netzwerk vereint die weltweiten Grundeinkommensinitiativen und veranstaltet jedes Jahr eine Konferenz. Dass 2018 besonders viel debattiert wurde, hat mit den oft als Bedrohung empfundenen Entwicklungen zu tun, mit denen viele Industrieländer zu kämpfen haben: Digitalisierung und Automatisierung, Prekarisierung, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, das wachsende Misstrauen gegenüber dem Staat.   mehr ...

 
Ein Jahr lang soll im Zürcher 1300-Seelen-Dorf jeder, der will, ein «bedingungsloses Einkommen» erhalten. In der Schweiz wäre es das erste Experiment dieser Art.   mehr ...

Geld ohne Gegenleistung - Warum Deutschland falsch über das Grundeinkommen redet

Wer die Idee einer Grundsicherung mehrheitsfähig machen will, muss auch das Lager der Gegner überzeugen. Der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" schadet dabei enorm.   mehr ...

 

Christoph Butterwegge in Makro: "BGE - "Hinter die Fichte geführt"."
Zeit: "Und das soll gerecht sein? Das Grundeinkommen hat einen entscheidenden Fehler: Es soll den Sozialstaat abschaffen und zielt auf eine Privatisierung der Risikovorsorge."
Le Monde diplomatique: "Gründe für ein Grundeinkommen."
Bundeszentrale für politische Bildung: "Das Silicon Valley fordert ein Grundeinkommen - gut so!"


Verschwörungstheorien

Dirk Müller - "Mr. Dax" und das Geschäft mit der Angst

In der Welt der Börse war lange kein anderer so präsent wie Dirk Müller. Heute vertritt er immer extremere Thesen - und lebt bestens davon:

Müller hasst es, wenn man ihn einen Verschwörungstheoretiker nennt. Er bemüht sich aber auch nicht, den Ruf aus der Welt zu schaffen. Im Gegenteil, er hat schon wieder nachgelegt. "Machtbeben" heißt sein neues Buch, mit dem er zwischenzeitlich auf Platz zwei der Bestsellerliste geklettert ist, geschlagen nur von Thilo Sarrazin. Auf den hinteren Seiten finden sich Börsentipps, die für Anleger interessant sein können. Doch im Rest des Buchs wimmelt es vor steilen Thesen zum Weltgeschehen.   mehr ...

Paul Nolte im Gespräch - "Wir haben Verschwörungstheorien zu lange wuchern lassen"

Ein Weltbild des permanenten Betrogenwerdens hat sich in die Gesellschaft hineingefressen, sagt der Berliner Historiker Paul Nolte. Ein Gespräch über den Nährboden des Populismus, Dobrindts "konservative Revolution" und den neu-alten Antifeminismus.   mehr ...

Reichsbürger - „Und dann hat der Abgrund mich freundlich hereingebeten und mir eine Tasse Kaffee angeboten…“

Tobias Ginsburg reiste mehrere Monate auf den Spuren der Reichsbürger-Bewegung quer durch Deutschland. Von Königreichen über völkische Siedlungsplanungen in Russland bis zu Jürgen Elsässer traf er dabei auf eine weitverzweigte Szene. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Buch zusammengefasst.   mehr ...

 
 
ARD-Mediathek:  "Wenn Verschwörungstheoretiker sich radikalisieren [Video 08:09] "

Gesundheit

Krankenkasse - Das ändert sich bei der Darmkrebs-Früherkennung

Wer 50 oder älter ist, wird in Deutschland künftig zum Darmkrebs-Screening eingeladen. Zur Wahl stehen verschiedene Methoden der Früherkennung, die Angebote unterscheiden sich für Männer und Frauen:

Versicherte werden künftig regelmäßig ab dem 50. Lebensjahr schriftlich zur Darmkrebs-Früherkennung eingeladen. Das sieht ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken vor.

Zur Früherkennung von Darmkrebs können die Versicherten wie bisher Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl und Darmspiegelungen in Anspruch nehmen.   mehr ...

Mehrheit befürwortet Organspendepflicht

Einen Organspendeausweis auszufüllen dauert weniger als eine Minute, trotzdem fehlen in Deutschland derzeit mehr als 10.000 Spenderorgane - mutmaßlich unter anderem auch deshalb, weil viele Menschen schlicht zu träge sind, sich um einen Organspendeausweis zu kümmern. Eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse Barmer, über die die "Rheinische Post" berichtet, zeigt nun, dass eine Mehrheit der deutschen Krankenversicherten für eine generelle Organspendepflicht ist. 58 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Organe im Todesfall automatisch gespendet werden sollen, sofern der Tote dem nicht zu Lebzeiten aktiv widersprochen hat.   mehr ...

Warum der Chef von Philip Morris am liebsten täglich Weltnichtrauchertag hätte

Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Auch Tabakkonzerne können sich dieser Realität nicht mehr entziehen und suchen nach Alternativen zur Zigarette. Besonders entschlossen kämpft der Chef von Philip Morris gegen sein eigenes Produkt.   mehr ...
 
 
 
Frankfurter Rundschau: "Altenpflege - Vom Wert der Pflege."

Tod / Sterbehilfe

Wenn wir sterben, zündet ein Feuerwerk

Beim Sterben verändert sich unser Körper, die Atmung, der Blutkreislauf, das Bewusstsein. Wir erklären, wie genau. Denn den Tod zu kennen, kann Ängste nehmen:

Wie gehen Menschen damit um, dass alle sterben müssen? Wir fragen in der Serie "Der Tod ist groß"  nach der Rolle des Sterbens im Leben und in der Gesellschaft.

Wann fängt es an? Wann macht ein Mensch sich auf den Weg in Richtung Tod?

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Noch im Mutterleib, in dem durchsichtigen Zellhaufen, aus dem jede und jeder von uns entsteht. Hier müssen überflüssige Körperzellen Platz machen. Nur so können sich die Organe des wachsenden Häufchens Mensch entwickeln. Nur so kommt es mit nur zwei Nieren und nur zehn Fingern zur Welt. Ins Erbgut jeder Körperzelle sind Programme eingeschrieben, die wie ein Schleudersitz wirken. Der löst aus, sobald eine Zelle nicht mehr gebraucht wird oder sie dem Körper gefährlich werden könnte. Die Zelle fliegt in den freiwilligen Tod.   mehr ...

Sterbefasten - Das eigene Ende beschleunigen

Befürworter bewerten den freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken als humanen Weg, das Leben zu beenden. Für den behandelnden Arzt kann es einen Konflikt bedeuten.   mehr ...

 


Grenzen des Wachstums

Seit der Club of Rome in den 70ern "die Grenzen des Wachtsums" beschrieben hat, hat sich in der Welt des Kapitalismus nicht wirklich etwas geändert und es werden nach wie vor die falschen Götzen angebetet ...

 

Interview - „Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“

Silke van Dyk forscht zur Postwachstumsökonomie und hält Verzicht für keine Systemalternative:

Studierende und Besserverdienende mögen die Zeit haben, sich in Repair-Cafés und solidarischen Gartenprojekten für eine Welt ohne Wachstumszwang und Umweltzerstörung zu engagieren. Wie aber soll das eine alleinerziehende Kassiererin schaffen?

Politik für viele Jahre

Unser Wachstumswahn droht die Erde für unsere Nachkommen unwirtlich zu machen, warnen 45 Persönlichkeiten und legen ein "Generationen-Manifest" vor, um den kurzsichtigen politischen Debatten hierzulande etwas entgegenzusetzen. Es enthält zehn Forderungen für den Koalitionsvertrag.   mehr ...

Überblick über eine Strömung: Was ist Degrowth? Postwachstumsbewegung ist seit der Krise im Aufwind

Adam Smith wusste es, John Stuart Mill wusste es auch: Wirtschaftswachstum ist begrenzt. Die beiden britischen Philosophen aus vergangenen Jahrhunderten, die das heutige Verständnis von Kapitalismus stark geprägt haben, zeigten unterschiedliche Konsequenzen auf: Entweder gibt es einen zunehmend erbitterten Verdrängungswettbewerb bis zum Untergang oder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.   mehr ...

 

Zeit: "Absage an den Untergang: Warum noch in diesem Jahrhundert die Weltbevölkerung zu schrumpfen beginnt – auf die Hälfte von heute."