Gesellschaft

Wenn Regeln fehlen : Der Pädagoge als Erzieher

Die Gesellschaft verdrängt die Tatsache, dass Schule nicht nur bilden, sondern auch disziplinieren muss. Denn viele Lehrer spüren, dass in Familien immer weniger Grenzen gesetzt werden:

Der erste Schultag bedeutet, soziologisch formuliert, den Übergang von der Familie in eine Organisation. Bemisst man eine Organisation nach der Anzahl und Strenge ihrer Regeln, der Dichte ihrer Kontrollen und der Schärfe von Sanktionen bei Verletzung der Regeln, dann hat die heutige Schule natürlich viel von ihrer Organisationshaftigkeit verloren. Schon phänotypisch ist die Angleichung von Kinderzimmern und Klassenzimmern unübersehbar.   mehr ...

Altersforschung - 60 ist nicht das Ende

Gelassenheit, Glück und Liebe entwickeln sich zum Besseren, auch die sogenannte kristalline Intelligenz: Viele aktuelle Studien nehmen dem Alter seinen Schrecken:
 
Nicht alles am Älterwerden ist schlecht. Eine Vielzahl aktueller Studien entwirft ein neues, differenziertes Bild vom Leben jener Menschen, die früher einmal Senioren hießen. Sie haben ein langes, erfülltes Leben vor sich – wenn sie Sport treiben und auch ihren Geist trainieren.   mehr ...

Intersexualität - Kabinett billigt Gesetzentwurf für dritte Geschlechtsoption

Die Bundesregierung hat eine Neuregelung auf den Weg gebracht, die es intersexuellen Menschen ermöglichen soll, ihre Identität ins Geburtenregister eintragen zu lassen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf für eine dritte Geschlechtsoption hat das Bundeskabinett gebilligt. Das teilte das Bundesjustizministerium in Berlin mit. Das Bundesverfassungsgericht hatte eine entsprechende Neuregelung bis Ende diesen Jahres verlangt.   mehr ...

 
 
Der Freitag: "Entfremdung - Alle gegen sich selbst: Der Neoliberalismus macht einsam und krank."

Religion / Kirchen

Moscheeverband - Bund fördert keine Ditib-Projekte mehr

Viele Moscheen hierzulande werden vom größten deutschen Moscheeverband Ditib betrieben. Doch der wird vom türkischen Staat kontrolliert und ist zuletzt häufiger ins Zwielicht geraten. Die Bundesregierung reagiert:

Die Bundesregierung fördert aktuell keine Projekte mehr, die in der Trägerschaft des umstrittenen türkischen Moscheeverbands Ditib liegen. Es „wurde die Ditib betreffende Förderpraxis überprüft“, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag in Berlin mit. „Seit 2017 wurden keine neuen Anträge auf Förderung von Projekten in alleiniger Trägerschaft der Ditib vom Bund bewilligt.“   mehr ...

Missbrauch in Pennsylvania - Vatikan äußert „Scham und Bedauern“

Über 300 Priester sollen in den vergangenen Jahrzehnten Kinder sexuell missbraucht haben. Der Papst stellt sich an die Seite der Opfer und findet deutliche Worte:

Der Vatikan hat sich bestürzt über Berichte von Kindesmissbrauch durch Priester in Amerika geäußert. Zu diesem Bericht aus Pennsylvania, nach dem sich über 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an Tausenden Kindern vergangen haben, gebe es lediglich zwei Worte: „Scham und Bedauern“, teilte der Vatikan am Donnerstagabend mit. Die in dem Bericht der Staatsanwaltschaft angeführten Missbrauchsfälle seien „kriminell und moralisch verwerflich“, erklärte Vatikan-Sprecher Greg Burke. Sowohl die Verantwortlichen als auch diejenigen, die diesen Missbrauch ermöglicht hätten, sollten zur Rechenschaft gezogen werden.   mehr ...

Vatikan - Katholische Kirche ändert Haltung zur Todesstrafe

Bis jetzt besaß die Todesstrafe noch eine Legitimation in der katholischen Lehre. Papst Franziskus hat dies nun für beendet erklärt. Die Todesstrafe sei "unzulässig, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt", heißt es in der neu formulierten Passage des Katechismus, der Grundfragen der Glaubenauslegung klärt. Am Donnerstag veröffentlichte der Vatikan die neu formulierte Passage. In Artikel 2267 des Glaubens-Handbuches heißt es nun, die Kirche setze sich "mit Entschiedenheit" für die Abschaffung der Todesstrafe auf der ganzen Welt ein, denn diese stehe im Widerspruch zum Evangelium.   mehr ...

 
 
FAZ: "Reformationstag - Die Macht des Gewissens: Ohne Luther und die Reformation ist Deutschland nicht zu verstehen. Seine politische Kultur ist viel stärker vom Christentum geprägt, als mancher es wahrhaben will."
Zeit: "Glaube: Atheismus ist immer noch erlaubt! Warum wird jetzt ständig die Religion verteidigt? Ein Einspruch."

Renten / Pensionen

Kabinett verabschiedet Rentenpaket

Arbeitsminister Hubertus Heil ist zufrieden: Das von Union und SPD ausgehandelte Rentenpaket bringe Stabilität und Sicherheit. Die Sozialverbände sehen das anders:
 
Das Bundeskabinett hat das von SPD und Union ausgehandelte Rentenpaket beschlossen. Das Paket sieht unter anderem vor, dass das aktuelle Rentenniveau von 48 Prozent bis 2025 stabilisiert werden soll. Der Beitragssatz soll nicht über 20 Prozent steigen. Aktuell liegt er bei 18,6 Prozent.   mehr ...

Sozialsysteme - SPD will Rentenpläne mit neuen Steuern finanzieren

Um die Rente zu stabilisieren, will der haushaltspolitische Sprecher der SPD dem Staat neue Einnahmequellen erschließen. Johannes Kahrs nimmt dabei große Vermögen und den Finanzsektor ins Visier.   mehr ...

Kalkül geht nicht auf - Rente mit 63 lockt Facharbeiter in den Ruhestand

Die umstrittene Rente ab 63 sollte nach Ansicht von Union und SPD vor allem solchen Menschen helfen, die nach langem Arbeitsleben angeschlagen sind und nicht mehr bis zur regulären Altersgrenze durchhalten. Doch tatsächlich verfehlt die im Jahr 2014 eingeführte Rentenregelung dieses Ziel.   mehr ...

 

Weiteres Zeit: "Die große Rentenangst."
Bundeszentrale für politische Bildung: "Entwicklung des Standardrentenniveaus (RV)."
Der Freitag: "Rentenpolitik - Kein Mut zum Systemwechsel: Die SPD hat ihr Rentenkonzept vorgestellt. An den Grundfesten der Altersvorsorge in Deutschland rüttelt das nicht."

Kapitalismus / Ungleichheit / Reichtum

In Zeiten von zunehmender Globalisierung sowie Finanz- und Schuldenkrise hat sich unsere Welt entscheidend verändert. Wie u.a. Thomas Piketty in seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" verdeutlicht hat, konzentriert sich der Reichtum immer mehr auf eine kleine "Elite". Die Mittelschicht schrumpft immer weiter und die Abgehängten verdeutlichen ihre Unzufriedenheit, indem sie ihren Protest via rechte Populisten artikulieren (siehe Frankreich, Niederlande, Österreich und auch Deutschland).

Wann werden sich die sogenannten Eliten auf ein altes Sprichwort der Indianer besinnen, dass man Geld nicht essen kann? Und wann werden sie merken, dass eine Explosion der Unzufriedenheit nur noch eine Frage der Zeit sein könnte?

 

Sozialsystem - Die Sozialabgaben bevorzugen die Reichen

Ob arm oder reich: Die Sätze für die Sozialabgaben sind für alle praktisch gleich hoch. Das ist ein Problem. Da hilft es auch nichts, dass die große Koalition jetzt die Beiträge ein bisschen senkt. Deutschland braucht ein ganz anderes Konzept:

Es ist nur ein kleiner Schritt, den die große Koalition wagt: Union und SPD haben beschlossen, die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte zu senken. Das war der bis zuletzt umstrittene Teil des Rentenpakets, das am Mittwoch im Kabinett beschlossen wurde. Von den 0,5 Prozent profitieren je zur Hälfte Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wer also 2000 Euro brutto im Monat verdient, bekommt von 2019 an fünf Euro mehr. Das ist nicht viel für einen Haushalt, in dem das Geld knapp ist.   mehr ...

Studie - Die Wirtschaft wächst, doch der Wohlstand nicht

Der Wohlstand in Deutschland hinkt dem Wirtschaftswachstum im Langzeitvergleich deutlich hinterher. Das ergab eine Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung (IMK). Hauptgrund dafür sei der Anstieg der Einkommensungleichheit. Insgesamt stagniere das Wohlstandsniveau auf dem Niveau der Neunzigerjahre.   mehr ...

Armuts-Debatte - Opposition wirft Spahn Arroganz und Überheblichkeit vor

Äußerungen des künftigen Gesundheitsministers Jens Spahn haben in der Opposition Empörung ausgelöst. Die Linkspartei beklagt „arrogante Belehrungen“ des CDU-Politikers“.   mehr ...

 


Sozialstaat / Hartz IV

Was stimmt nicht mehr mit der Sozialstruktur in unserem Land?

Die Sozialausgaben steigen; gleichzeitig steigt aber auch die Armut oder Armutsgefährdung. Immer mehr Menschen - nicht nur Hartz IV-Empfänger - sind mit ihrem Einkommen kaum mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt würdig zu bestreiten. Es gäbe viel zu tun; ist die Politik aber dazu in der Lage - und willens - daran etwas zu ändern?

 

Neues Verfahren im Test - Arbeitslosengeld an der Supermarktkasse

Wer als Arbeitsloser dringend Geld braucht, soll sich ab 2019 mit Barcode von der Bundesagentur an Supermarktkassen auszahlen lassen können:

Mehr als eine halbe Million Euro in bar hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Zuge eines Testlaufs an Empfänger von Arbeitslosengeld an Supermarktkassen ausgezahlt. Bis Mitte August wurden rund 2100 Auszahlungen geleistet, wie die BA auf Anfrage der dpa mitteilte. Das neue Verfahren ist vor allem für Arbeitslosengeld-II-Empfänger gedacht, die in finanziellen Notlagen dringend Bargeld brauchen – die sogenannte "Barauszahlung im Ausnahmefall“. Die neue Auszahlungsform wird seit Ende Mai in neun Städten erprobt.   mehr ...

Kindergeld - "Zuwanderung in die Sozialsysteme ist selten das Ziel"

Mehr Kindergeld wird an Nachwuchs im Ausland gezahlt. Steckt Betrug dahinter? Selten, sagt ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. Was die Zahlen wirklich hergeben.   mehr ...

Sozialbudget - Das Gesamtbild der sozialen Sicherung

Etwa 30 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung werden für Soziales ausgegeben, Tendenz: stetig steigend. Das liegt vor allem daran, dass die Deutschen älter werden:

Das sogenannte Sozialbudget der Bundesregierung gibt jedes Jahr einen Überblick über die Sozialausgaben in Deutschland. 2017 wurde ein Rekordwert erreicht: fast eine Billion Euro - damit haben sich in den vergangenen 25 Jahren die Sozialausgaben mehr als verdoppelt. Allerdings ist in dieser Zeit auch das Bruttoinlandsprodukt, also der Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen (BIP), entsprechend angestiegen, von knapp 1,750 Billionen auf 3,263 Billionen Euro im Jahr 2017. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 29,6 Prozent des BIP für Soziales ausgegeben, der höchste Wert seit 2010. Vor 25 Jahren lag diese sogenannte Sozialleistungsquote aber auch schon bei 27,1 Prozent vom BIP. Der mit Abstand größte Ausgabenposten war die Rente mit gut 304 Milliarden Euro.   mehr ...

 


Migration / Bevölkerung

Fachkräftemangel - Bayern weitet Abschiebeschutz auf Pflegeschüler aus

Asylbewerber, die eine Ausbildung absolvieren, werden vor einer Abschiebung geschützt. Das soll in Bayern künftig auch in der Pflege gelten:
 
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will abgelehnte Asylbewerber, die eine Ausbildung in Pflegeberufen machen, besser vor Abschiebungen schützen. "Gerade in der Pflege brauchen wir dringend Arbeitskräfte. Deshalb haben wir den Ausländerbehörden gerade erst Regelungen an die Hand gegeben, durch die auch Pflegehelferschüler vor der Abschiebung geschützt werden – in Erweiterung der jetzigen 3+2-Regelung", sagte der CSU-Politiker der Welt.   mehr ...

Erfolgreiche Integration - Mehr als 300.000 Flüchtlinge haben einen Job

Immer mehr Flüchtlinge finden in Deutschland Arbeit. Vor allem junge Asylbewerber haben gute Chancen. Der wichtigste Erfolgsfaktor: Sprache:

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zieht eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Flüchtlingen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Im Mai 2018 gingen demnach 306.574 Personen aus den acht Haupt-Asylzugangsländern einer Beschäftigung nach. Im Mai 2017 waren es noch 203.736 Personen gewesen.   mehr ...

Bundesamt für Migration - Nur wenige Flüchtlinge haben Bleiberecht erschlichen

Die Befürchtung, viele Flüchtlinge könnten zu Unrecht Schutz in Deutschland erhalten haben, lässt sich durch aktuelle Prüfzahlen nicht bestätigen. Demnach endeten im ersten Halbjahr 2018 von mehr als 43 000 abgeschlossenen Prüfverfahren nur 307 damit, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) den Geflüchteten den bereits gewährten Schutzstatus wieder entzog. Nur in 0,7 Prozent der untersuchten Fälle widerrief das Amt also den Schutzbescheid. 99,3 Prozent der überprüften Flüchtlinge behielten das Recht, bleiben zu dürfen. Das geht aus der Bilanz hervor, mit der das Bundesinnenministerium eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Ulla Jelpke beantwortete. Die Antwort liegt der Süddeutschen Zeitung vor.   mehr ...

 
 

Gesundheit

Krankenkasse - Das ändert sich bei der Darmkrebs-Früherkennung

Wer 50 oder älter ist, wird in Deutschland künftig zum Darmkrebs-Screening eingeladen. Zur Wahl stehen verschiedene Methoden der Früherkennung, die Angebote unterscheiden sich für Männer und Frauen:

Versicherte werden künftig regelmäßig ab dem 50. Lebensjahr schriftlich zur Darmkrebs-Früherkennung eingeladen. Das sieht ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken vor.

Zur Früherkennung von Darmkrebs können die Versicherten wie bisher Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl und Darmspiegelungen in Anspruch nehmen.   mehr ...

Mehrheit befürwortet Organspendepflicht

Einen Organspendeausweis auszufüllen dauert weniger als eine Minute, trotzdem fehlen in Deutschland derzeit mehr als 10.000 Spenderorgane - mutmaßlich unter anderem auch deshalb, weil viele Menschen schlicht zu träge sind, sich um einen Organspendeausweis zu kümmern. Eine repräsentative Umfrage der Krankenkasse Barmer, über die die "Rheinische Post" berichtet, zeigt nun, dass eine Mehrheit der deutschen Krankenversicherten für eine generelle Organspendepflicht ist. 58 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Organe im Todesfall automatisch gespendet werden sollen, sofern der Tote dem nicht zu Lebzeiten aktiv widersprochen hat.   mehr ...

Warum der Chef von Philip Morris am liebsten täglich Weltnichtrauchertag hätte

Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Auch Tabakkonzerne können sich dieser Realität nicht mehr entziehen und suchen nach Alternativen zur Zigarette. Besonders entschlossen kämpft der Chef von Philip Morris gegen sein eigenes Produkt.   mehr ...
 
 
 
Frankfurter Rundschau: "Altenpflege - Vom Wert der Pflege."

Grundeinkommen / BGE

Eine gute Idee in Zeiten des Wegfalls von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz? Oder nur ein Dummie, damit sich Staat und Wirtschaft aus der Verantwortung für die Gesellschaft zurückziehen können?

Darüber kann man trefflich kontrovers diskutieren - und der Diskurs ist sicherlich erst im Entstehen. Politik und Wirtschaft sind sich nicht einig, wohin der Weg führen wird (und muss) ...

 

 
Ein Jahr lang soll im Zürcher 1300-Seelen-Dorf jeder, der will, ein «bedingungsloses Einkommen» erhalten. In der Schweiz wäre es das erste Experiment dieser Art:
 
Rheinau, das idyllische 1300-Seelen-Dorf an einer Doppelschlaufe des Rheins, war bisher vor allem bekannt für seine Klosterinsel. Jetzt soll die Gemeinde Schauplatz eines aufsehenerregenden Pilotversuchs werden: 2019 soll jeder Einwohner monatlich ein Einkommen erhalten, ein ganzes Jahr lang, «bedingungslos». Das Geld dafür soll nicht über Steuern, sondern über ein Crowdfunding oder eine Stiftung eingespielt werden.   mehr ...

Geld ohne Gegenleistung - Warum Deutschland falsch über das Grundeinkommen redet

Wer die Idee einer Grundsicherung mehrheitsfähig machen will, muss auch das Lager der Gegner überzeugen. Der Begriff "bedingungsloses Grundeinkommen" schadet dabei enorm.   mehr ...

DGB und IG Metall - Bedingungsloses Grundeinkommen? Nicht mit den Gewerkschaften

Zum Tag der Arbeit haben sich die Gewerkschaften gegen ein Grundeinkommen für alle ausgesprochen. Warum lehnt ausgerechnet die Arbeitnehmerlobby die Sozialleistung ab?    mehr ...
 
 

Le Monde diplomatique: "Gründe für ein Grundeinkommen."
Bundeszentrale für politische Bildung: "Das Silicon Valley fordert ein Grundeinkommen - gut so!"

Verschwörungstheorien

Paul Nolte im Gespräch - "Wir haben Verschwörungstheorien zu lange wuchern lassen"

Ein Weltbild des permanenten Betrogenwerdens hat sich in die Gesellschaft hineingefressen, sagt der Berliner Historiker Paul Nolte. Ein Gespräch über den Nährboden des Populismus, Dobrindts "konservative Revolution" und den neu-alten Antifeminismus:

Paul Nolte, Jahrgang 1963, ist Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der deutschen, amerikanischen und vergleichenden Politik- und Sozialgeschichte der vergangenen 300 Jahre. Nolte ist Autor zahlreicher Bücher und wissenschaftlicher Beiträge, zuletzt erschien "Lebens Werk. Thomas Nipperdeys 'Deutsche Geschichte'. Biographie eines Buches".   mehr ...

Reichsbürger - „Und dann hat der Abgrund mich freundlich hereingebeten und mir eine Tasse Kaffee angeboten…“

Tobias Ginsburg reiste mehrere Monate auf den Spuren der Reichsbürger-Bewegung quer durch Deutschland. Von Königreichen über völkische Siedlungsplanungen in Russland bis zu Jürgen Elsässer traf er dabei auf eine weitverzweigte Szene. Seine Erfahrungen hat er nun in einem Buch zusammengefasst.   mehr ...

"Mächtigstes Werkzeug zur Radikalisierung" - Youtube will mit Wikipedia-Links Verschwörungstheorien entlarven

In der Debatte über den Einfluss sozialer Netze auf die öffentliche Meinung rückt auch Youtube in den Fokus. Die Videovorschläge auf dem Plattform führen Nutzer zu immer radikaleren Inhalten. Gegen Verschwörungstheorien sollen nun Wikipedia-Links helfen.   mehr ...

„Neuansiedlung“ von Ausländern - Matthias Matussek enthüllt selbst erfundenen Skandal der Flüchtlingspolitik

Nach dem Tod von Udo Ulfkotte scheint nun der Publizist Matthias Matussek dessen Lebenswerk fortzuführen. Aktuell verbreitet er – mit großem Erfolg – die Behauptung, hinter der vermeintlich vorübergehenden Aufnahme von vermeintlich Schutzsuchenden stecke in Wahrheit ein groß angelegtes und lang geplantes Programm des Bevölkerungsaustausches in Mitteleuropa. Die vermeintlich qualitätsorientiert arbeitenden Medien verschwiegen dies den Bürgern trotz unbestreitbarer Belege.   mehr ...

 
 
ARD-Mediathek:  "Wenn Verschwörungstheoretiker sich radikalisieren [Video 08:09] "

Tod / Sterbehilfe

Wenn wir sterben, zündet ein Feuerwerk

Beim Sterben verändert sich unser Körper, die Atmung, der Blutkreislauf, das Bewusstsein. Wir erklären, wie genau. Denn den Tod zu kennen, kann Ängste nehmen:

Wie gehen Menschen damit um, dass alle sterben müssen? Wir fragen in der Serie "Der Tod ist groß"  nach der Rolle des Sterbens im Leben und in der Gesellschaft.

Wann fängt es an? Wann macht ein Mensch sich auf den Weg in Richtung Tod?

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Noch im Mutterleib, in dem durchsichtigen Zellhaufen, aus dem jede und jeder von uns entsteht. Hier müssen überflüssige Körperzellen Platz machen. Nur so können sich die Organe des wachsenden Häufchens Mensch entwickeln. Nur so kommt es mit nur zwei Nieren und nur zehn Fingern zur Welt. Ins Erbgut jeder Körperzelle sind Programme eingeschrieben, die wie ein Schleudersitz wirken. Der löst aus, sobald eine Zelle nicht mehr gebraucht wird oder sie dem Körper gefährlich werden könnte. Die Zelle fliegt in den freiwilligen Tod.   mehr ...

Sterbefasten - Das eigene Ende beschleunigen

Befürworter bewerten den freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken als humanen Weg, das Leben zu beenden. Für den behandelnden Arzt kann es einen Konflikt bedeuten.   mehr ...

 


Grenzen des Wachstums

Seit der Club of Rome in den 70ern "die Grenzen des Wachtsums" beschrieben hat, hat sich in der Welt des Kapitalismus nicht wirklich etwas geändert und es werden nach wie vor die falschen Götzen angebetet ...

 

Interview - „Radikale Umverteilung stärkt die Nachfrage“

Silke van Dyk forscht zur Postwachstumsökonomie und hält Verzicht für keine Systemalternative:

Studierende und Besserverdienende mögen die Zeit haben, sich in Repair-Cafés und solidarischen Gartenprojekten für eine Welt ohne Wachstumszwang und Umweltzerstörung zu engagieren. Wie aber soll das eine alleinerziehende Kassiererin schaffen?

Politik für viele Jahre

Unser Wachstumswahn droht die Erde für unsere Nachkommen unwirtlich zu machen, warnen 45 Persönlichkeiten und legen ein "Generationen-Manifest" vor, um den kurzsichtigen politischen Debatten hierzulande etwas entgegenzusetzen. Es enthält zehn Forderungen für den Koalitionsvertrag.   mehr ...

Überblick über eine Strömung: Was ist Degrowth? Postwachstumsbewegung ist seit der Krise im Aufwind

Adam Smith wusste es, John Stuart Mill wusste es auch: Wirtschaftswachstum ist begrenzt. Die beiden britischen Philosophen aus vergangenen Jahrhunderten, die das heutige Verständnis von Kapitalismus stark geprägt haben, zeigten unterschiedliche Konsequenzen auf: Entweder gibt es einen zunehmend erbitterten Verdrängungswettbewerb bis zum Untergang oder mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens.   mehr ...

 

Zeit: "Absage an den Untergang: Warum noch in diesem Jahrhundert die Weltbevölkerung zu schrumpfen beginnt – auf die Hälfte von heute."