Automobil- / Antriebstechnik

Feinstaub und Stickoxide - Wie Ärzte gesundheitliche Gefahren kleinrechneten

  • Das Positionspapier der Lungenärzte im Januar marginalisierte die gesundheitlichen Gefahren durch Stickoxide und Feinstaub.
  • Nun hat die Tageszeitung taz Rechenfehler in der Argumentation gefunden.
  • Bundesverkehrsminister Scheuer, der die aktuellen Grenzwerte bereits in Frage gestellt hatte, wollte sich zu den neuen Entwicklungen nicht äußern:

Vor gut zwei Jahren begann Dieter Köhler, mit seiner Idee hausieren zu gehen. In E-Mails mit verschwörerischem Unterton wandte sich der Mediziner an Journalisten, schrieb von unbequemer Wahrheitssuche und legte in weiteren E-Mails dar, dass das mit dem Feinstaub und den Stickoxiden alles halb so wild sei. Die Berichte über die gesundheitlichen Folgen der Luftschadstoffe bezeichnete er als "Fake News". Journalisten, die nicht über seine haarsträubenden Berechnungen und Vergleiche berichten wollten, unterstellte er, das Thema "totschweigen" zu wollen, "wie die meisten".   mehr ...

Gefährlicher als Feinstaub - Ultrafeinstaub

  • Im Unterschied zum gröberen Feinstaub ist der 100-mal kleinere Ultrafeinstaub viel schwieriger nachzuweisen. Seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit können aber mitunter gravierender sein.
  • Als wichtigste Quelle für den Ultrafeinstaub gilt nach wie vor der Verkehr, insbesondere in Städten.
  • Die Kleinstteilchen können sogar die Beschaffenheit von Wolken verändern und das Wetter massiv beeinflussen:

Wolfgang Junkermann hat die vergangenen 15 Jahre damit verbracht, Teilchen hinterherzujagen, die für das menschliche Auge unsichtbar sind und gerade mal so groß wie ein Tausendstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Dafür ist der Atmosphärenforscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Garmisch-Partenkirchen immer wieder in ein eigenkonstruiertes Ultraleichtflugzeug gestiegen und Tausende Kilometer über Europa, Australien und China geflogen.   mehr ...

„Die Debatte“: Feinstaub - Der Benziner hat ein Rußproblem

Am Feinstaub sieht man, wo etwas für sauberere Luft getan wird. Warum der Diesel-Partikelfilter ein wichtiger Schritt war und nun die Landwirtschaft gefragt ist, erklärt ein Atmosphärenchemiker.   mehr ...

 
 

Astronomie / Raumfahrt

Magnetischer Schutzschild der Erde schwingt wie eine Trommel

Schon lange vermuten Wissenschaftler, dass das Erdmagnetfeld manchmal ins Schwingen gerät. Nun konnten Satelliten die Behauptung bestätigen:

Der magnetische Schild der Erde vibriert wie eine Trommel. Das zeigen Messungen der "Themis"-Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa, wie ein Team um Martin Archer von der Queen Mary University in London im britischen Fachblatt "Nature Communications" berichtet. Die Beobachtung könne Konsequenzen für die Vorhersage von Schäden durch Sonnenstürme und andere Weltraumwetterereignisse haben.   mehr ...

Bundesregierung will 2020 Entwurf für Weltraumgesetz vorlegen

Deutschland will auch im Weltraum wettbewerbsfähig bleiben – und wagt deshalb erneut einen Anlauf für ein nationales Weltraumgesetz:

Die ersten Touristen haben schon einen Trip zum Mond gebucht. Noch ein paar Jahre später wird wohl sogar das gelingen, was Wissenschaft und Industrie mit Hochdruck vorbereiten: dass Menschen den Mars betreten. Für die Forschung, aber auch die Industrie, ist der Weltraum eine Goldgrube – eine Goldgrube, in der Deutschland neben großen Weltraumnationen wie Russland oder den USA vorne mitspielen will und das auch gesetzlich verankern.   mehr ...

China gelingt Landung auf der Rückseite des Mondes

Erstmals in der Geschichte ist eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes gelandet. Die chinesische „Chang’e 4“ setzte am frühen Donnerstagmorgen um 3.26 Uhr am Aitken-Krater in der Nähe vom Südpol des Erdtrabanten auf. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Staatssender CCTV sprach von einer erfolgreichen Landung.   mehr ...

 


3D-Drucker

Logik aus dem 3D-Drucker

Forscher aus den USA realisieren logische Schaltungen mit 3D-Druck. Die „Embodied Logic“ kann unter vordefinierten Bedingungen Mechanismen auslösen – ganz ohne Stromversorgung:

Zur Erkundung unzugänglicher Umgebungen wurden bisher meist Geräte genutzt, die per Batterie mit Strom versorgt werden, zum Beispiel Sonden zur Aufklärung auf dem Meer, in Höhlensystemen oder engen Rohrleitungen. Hohes Gewicht der Batterie und begrenzte Akkulaufzeiten schränken die Einsatzmöglichkeiten jedoch stark ein.   mehr ...

Keramik aus dem 3D-Drucker - Die vierte Dimension

Fortschritt beim 3D-Druck: Dank einer speziellen Tinte und einer Origamitechnik lassen sich nun auch komplex geformte Gebilde aus keramischen Materialien aus einem Guss fertigen.   mehr ...

Pistole aus dem 3D-Drucker - Cody Wilsons Geisterwaffen

Ab Mittwoch will der US-Amerikaner Cody Wilson Baupläne für Waffen aus dem 3D-Drucker ins Netz stellen. Er sieht sich als Vorkämpfer für Bürgerrechte, doch der Widerstand gegen sein Vorhaben wächst.   mehr ...


Elektronik / Computertechnik

Computer - Der gepflegte Dialog der Drähte

Kein Betriebssystem, kein Datenspeicher: „Neuromorphe“ Computer rechnen nach Art des Gehirns und vollbringen wundersame Dinge. Ihr Baukasten vergrößert sich schnell. Können sie die klassischen Supercomputer ersetzen?

Es ist verblüffend, wozu leistungsfähige Computer dank Künstlicher Intelligenz und Big Data heutzutage imstande sind. Sie können riesige Datenmengen verarbeiten, Gesichter und Sprache erkennen und sogar die Bedeutung gesprochener Worte richtig interpretieren. Sie sind Meister in Strategiespielen wie Schach und Go und sogar in der Lage, sich Witze und Kochrezepte auszudenken. Man traut den Computern sogar zu, unsere Autos künftig sicher durch den dichten Straßenverkehr zu steuern, medizinische Diagnosen zu stellen und industrielle Fertigungsprozesse zu revolutionieren. Diese technischen Umwälzungen setzten allerdings voraus, dass sich die Leistungsfähigkeit der Computerchips so rasant weiterentwickelt wie bisher.   mehr ...

Radar-Gestensteuerung - FCC genehmigt Googles Project Soli

Die FCC hat Googles Project Soli genehmigt. Damit könnte die berührungslose Gestensteuerung per Radar jetzt in Geräte verbaut und auf den Markt gebracht werden.   mehr ...

Quantenrevolution - Vom Bit zum Qubit

Ein Computer, der mit einzelnen Atomen rechnet? Lange galt das als Hirngespinnst. Aber der Wettlauf um den Quantencomputer hat längst begonnen.   mehr ...

 
 

Wissenschaft / Technik

Forschung - Cern-Physiker planen gigantischen neuen Teilchenbeschleuniger

Es ist schon die größte Forschungsmaschine der Welt: der Teilchenbeschleuniger beim Cern in Genf. Jetzt planen die Physiker etwas noch Gigantischeres:

Physiker am größten Teilchenbeschleuniger der Welt planen ein Zukunftsprojekt mit gigantischen Ausmaßen – und Kosten. Falls ihre Pläne umgesetzt werden, entsteht bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) im französisch-schweizerischen Grenzgebiet bei Genf ein 100 km langer ringförmiger Tunnel teils unter dem Genfer See. In dem Beschleuniger Future-Circular Collider (FCC), für den insgesamt 24 Milliarden Euro veranschlagt sind, würden ab Ende der 30er Jahre Elektronen und Positronen auf Kollisionskurs gebracht. Zum Vergleich: Der bestehende Teilchenbeschleuniger LHC hat einen 27 km langen Tunnel.   mehr ...

Smart Wohnen - Digital vernetzt und komplett überwacht

Südlich von Tokio erprobt Panasonic das smarte Wohnen. Auf dem Gelände einer alten Fabrik hat der Elektronikkonzern eine ökologische Superstadt erbaut:
 
Fujisawa ist eine Retorte. Geplant auf dem Reißbrett, gebaut auf dem Gelände einer stillgelegten Fabrik. 19 Hektar groß, 600 Häuser, 3.000 Einwohner. Von der Größe her also eher ein Dorf als eine Stadt, von der Bedeutung her immens: Fujisawa ist das Modellprojekt des Elektronikkonzerns Panasonic, der 500 Millionen Euro in die Entwicklung investiert hat.    mehr ...

Künstlicher Mond soll über China leuchten

Sonnenlicht auch nachts nutzen? Das will die Millionenstadt Chengdu mit einem riesigen Spiegelsatelliten möglich machen:

Fake Moon gegen 170 Millionen Dollar Stromkosten: Der Mond-Satellit könne ein Gebiet von bis zu 80 Kilometern Durchmesser erhellen. Chengdu würde damit rund 170 Millionen Dollar Stromkosten im Jahr sparen. Über die Abmessungen des „Fake Moon“ machte Wu keine Angaben. Sollte alles nach Plan laufen, würde man bis 2022 drei weitere Mond-Satelliten ins All schießen.   mehr ...

 
 
Der Freitag: "Gefangen im Flaschenhals: Forschernachwuchs - Immer mehr wissenschaftliche Mitarbeiter sind prekär beschäftigt."

Künstliche Intelligenz

Experten fordern Regulierung der Gesichtserkennung

Das US-Institut "AI Now" kritisiert in einem Bericht ethische Probleme bei KI-basierten Identifizierungen und fordert Kontrollbefugnisse für Behörden:

KI-basierte Technik hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt, wirft nun aber ethische Probleme auf. Vor allem angesichts von Datenschutzbedenken bei der Gesichtserkennung fordert das einflussreiche New Yorker Forschungsinstitut "AI Now Institute" deshalb zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Öffentlichkeit und eine Regulierung für KI-Unternehmen. Das berichtet Technology Review online in "Gesichtserkennung per KI muss reguliert werden".   mehr ...

Digitalisierung in der Fertigung - KIT und Fraunhofer bauen Forschungsfabrik

Mit dem gemeinsamen Spatenstich haben die Kooperationspartner Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Fraunhofer-Gesellschaft die Karlsruher Forschungsfabrik offiziell begründet.   mehr ...

Regierungsstrategie - Drei Milliarden Euro für "gemeinwohlorientierte" KI

Drei Milliarden Euro will die Bundesregierung im Rahmen ihrer Strategie für Künstliche Intelligenz (KI) bis einschließlich 2025 zur Verfügung stellen. Dies ist dem 80-seitigen Papier zu entnehmen, das heise online vorliegt. Mit dem Bundeshaushalt 2019 sollen in einem ersten Schritt insgesamt 500 Millionen Euro bereitstehen. Mit dem Geld will die Regierung die Forschung in Deutschland und Europa stärken, den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Wirtschaft beschleunigen sowie "Dateninfrastrukturen als zentrale Grundlage für KI-Anwendungen schaffen".   mehr ...

 

ZD-Net: "Studie - Deutschland ist KI-Vorreiter: Beim KI-Einsatz übertrumpfen deutsche Unternehmen aktuell die US-amerikanische Wirtschaft, die in Digitalisierungsfragen sonst eigentlich die Nase vorne hat."
Impulse: "Der Code einer neuen Zeit: Selbstlernende Roboter, schlaue Algorithmen: Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch. Wie junge deutsche Unternehmer auf dem Markt mitmischen wollen."

Medizinforschung / Genetik

Den Krebs einfach ausgebremst

Schwarzer Hautkrebs oder Lungenmetastasen: Was lange den sicheren Tod bedeutete, wurde dank James Allison und Tasuku Honjo behandelbar. Dafür gibt es nun den Nobelpreis:
 
Es könnte alles so einfach sein: Dringen Krankheitserreger in unseren Körper ein, wird unser Immunsystem alarmiert. Es greift an und zerstört, was schädigt – und verhindert so das Schlimmste. Allerdings nicht immer. Manchmal bremst sich das System. Warum? Weil es fatal enden würde, ginge die Abwehrarmada in unserer Blutbahn auf Zellen, die Teil unseres Körpers sind, genauso vehement und entfesselt los, wie sie es mit Viren und Bakterien macht. Allerdings gibt es Situationen, in denen das Immunsystem besser überreagieren sollte, statt sich zurückzuhalten. Dann etwa, wenn es darum geht, lebensbedrohliche Tumore zurückzudrängen. Krebs also.   mehr ...

Die CRISPR-Babys sind da

Ein Team der Southern University of Science and Technology im chinesischen Shenzen hat Paare für eine Anwendung von CRISPR am Embryo ausgesucht, bevor dieser in die Gebärmutter eingesetzt wird. Laut den klinischen Unterlagen wurde bei den Embryonen die Erbgutanlage CCR5 zerstört. Das soll dazu führen, dass die Kinder nicht an HIV erkranken können.   mehr ...

Designer-Babys, Nanoroboter und gedruckte Lebern – wie sieht die Zukunft der Medizin aus?

Mit Gentechnologie Babys gestalten, Krankheiten im Körper mit kleinen Robotern heilen und vielleicht sogar ein paar Organe nachdrucken – stehen wir gerade kurz vor dem großen medizinischen Knall? t3n hat bei Robotikern, Gentechnikern und Zelldruckern nachgehakt.   mehr ...

 


Grüne Technik

Es wird viel gesprochen und geschrieben über Umweltprobleme, Klimawandel, Abfallproblematik usw. Dabei gibt es viele Ansatzpunkte der Wissenschaft, unsere Welt ein bisschen besser, d.h. umweltfreundlicher und nachhaltiger, zu machen und den menschlichen Lebensraum zu erhalten ...

 

Nachhaltigkeit - Recycelbares Wohnen

Wände aus alten Getränkeverpackungen, Dächer aus Metallabfall und kompostierbare Holzböden: Längst lassen sich aus Recyclingstoffen ganze Häuser bauen, die nachhaltig sind - und langfristig auch günstiger:

Ganz schön schick für eine Studentenbude. Die Dreizimmerwohnung über den Dächern Dübendorfs bei Zürich ist lichtdurchflutet: riesige Fensterflächen, Holzdielen, zwei Bäder mit Edelstahlböden und ein puristisch gehaltener Küchenblock. Die Wohnung ist Teil eines Forschungsgebäudes der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA), zu 100 Prozent recycelbar und damit ein Vorzeigeobjekt für die Zukunft des Bauens. Zwei EMPA-Doktoranden wohnen hier zu günstigen Konditionen, dafür müssen sie regelmäßig von ihrem Wohngefühl berichten und außerdem Besuchergruppen empfangen.   mehr ...

Teststrecke in Köln - Deutschland hat jetzt einen Solarradweg

Solarradwege sollen Strom produzieren und im Winter vor Glätte schützen. Eine Teststrecke in der Nähe von Köln soll jetzt weitere Informationen liefern. Langfristig könnten auch Autos auf Solarstraßen fahren.   mehr ...

Da brennt die Luft

Schädliches CO2 aus der Luft filtern und in Benzin umwandeln – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch nun will eine kanadische Firma mit dieser Methode das Klima retten.   mehr ...

 

Klimaretter: "Die Wegwerfgesellschaft beenden: Sie wollen nicht weniger als eine dritte industrielle Revolution anstoßen."
Jetzt: "Nicht ganz Grün: Für Sportkleidung soll künftig Plastikmüll verwendet werden, der aus dem Meer gefischt wurde."
Klimaretter: "Solarer Wirkungsrekord."

Gentechnik

Pflanzenforscher wollen neues Gentechnikgesetz

  • In einem Offenen Brief kritisieren mehr als 130 deutsche Pflanzenforscher die veraltete Gesetzgebung in Europa.
  • Der Brief bezieht sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli. Es ging darin um die neuen molekularbiologischen Techniken.
  • Schon im Oktober hatten Wissenschaftler aus mehr als 75 europäischen Forschungseinrichtungen an die EU-Politik appelliert, Innovationen in den Pflanzenwissenschaften zu schützen:

Es ist bislang nicht oft vorgekommen, dass sich Wissenschaftler direkt an die Politik wenden. Pflanzenforscher sind da eine Ausnahme. Zum wiederholten Mal fordern sie die Regierung dazu auf, sich in Brüssel für eine neue Gesetzgebung zur Grünen Gentechnik einzusetzen. In einem Offenen Brief an Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundesagrarministerin Julia Klöckner kritisieren mehr als 130 Unterzeichner aus der deutschen Pflanzenzüchtungsforschung, dass sowohl die EU-Freisetzungsrichtlinie, als auch das deutsche Gentechnikgesetz dem Wissensstand nicht mehr gerecht würden. Initiiert hatten das Schreiben der Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin.   mehr ...

Sanfte Biotechnologie - Die Gentechnik im Hoffnungslauf

Kommt schon bald die Kehrtwende für die sanfte Biotechnologie? Eine Chinesin zeigt bei ihrem Besuch in Deutschland, wie mit Crispr-Pflanzen die Agrarwende gelingen soll.   mehr ...

"Hier geht es um die Interessen der gesamten Menschheit"

Immer zielgenauer kann das Erbgut des Menschen verändert werden. Das kann helfen, Krankheiten zu heilen. Oder gesunde Menschen zu „verbessern“. Deutsche Fachleute schlagen nun Alarm.   mehr ...

 

Weiteres Umweltinstitut: "Neues Gentechnik-Gesetz gescheitert."
Keine-gentechnik.de: "Opt-Out für Deutschland und Zypern."

Energietechnik

Fusionsforschung - Forscher erzielen Rekorde am Wendelstein 7-X

Es wird wieder gebaut am Wendelstein 7-X. In zwei Jahren sollen die nächsten Experimente an der Fusionsforschungsanlage in Greifswald durchgeführt werden. Es gilt dann, die Bestmarken für Stellaratoren, die in diesem Jahr aufgestellt wurden, zu übertreffen:

Erfolgreiches Ende der zweiten Runde der Experimente an der Fusionsforschungsanlage Wendelstein 7-X: Nach einigen Ausbauten erzielten die Wissenschaftler an der Anlage in Greifswald einige neue Rekordergebnisse bei Entladungsdauer, Dichte und Energieinhalt des Plasmas. Als Nächstes wird wieder gebaut.   mehr ...

Sonne auf Erden

In Südfrankreich entsteht das größte Energie-Experiment der Menschheit. Erleben Sie einen Flug durch das Herz des Fusionsreaktors und entdecken Sie die Baustelle des Megaprojekts. Ein 360-Grad-Video, das Sie per Klick und Mausbewegung steuern können.   mehr ...

Kernfusion - Drei Start-ups haben die Nase vorn

Private Unternehmen wollen dem staatlichen Fusionsforschungsreaktor Iter den Rang ablaufen. Sie können mit relativ wenig Ressourcen bemerkenswerte Fortschritte vorweisen.   mehr ...

Salzbergwerke sollen zur „größten Batterie der Welt“ werden

Strom aus Kohle und Gas fließt immer, Wind- und Sonnenenergie gibt es nur bei passendem Wetter. Die grüne Elektrizität muss also irgendwie gespeichert werden. Doch wer baut den Akku für die Energiewende? Das Oldenburger Unternehmen EWE und Forscher der Uni Jena planen, große Mengen Energie in unterirdischen Salzstöcken unterzubringen.   mehr ...

 


Evolution / Hirnforschung

Steinzeit - Sibirische Fernbeziehung

Im Europa der Steinzeit sind sich frühe Menschenarten begegnet – und haben Kinder gezeugt:
 
Die Wissenschaftler untersuchten im Frühjahr 2017 gerade Erbgut aus kleinen Fragmenten, das entweder aus einem Oberarm oder Oberschenkel stammte. Der Fund stammt aus der berühmten Denisova-Höhle im heutigen Südsibirien. Sie hatte schon den Denisova-Menschen ihren Namen gegeben, ausgestorbenen Verwandten des Menschen. In der Gegend um die Höhle gingen auch die Neandertaler auf die Jagd. Einige von ihnen waren aus dem östlichen ins westliche Eurasien migriert.
 
Aus ihren Funden schlossen sie, dass der Denisovaner größer und robuster als der aus Europa stammende Neandertaler gewesen sein muss. Diese "beeindruckenden Individuen", wie Pääbo sie nennt, entwickelten sich vor mehr als 390.000 Jahren aus einem Typ früher Menschen, der auch die Neandertaler hervorbrachte. Vor etwa 40.000 Jahren verschwanden die Denisovaner wieder. Obwohl ihre Überreste bis heute nur in einer Höhle gefunden wurden, gehen Forscher davon aus, dass sie einen Großteil des asiatischen Kontinents bevölkerten. Um mehr Antworten auf die vielen offenen Fragen zu bekommen, hat Pääbo ein Labor in Peking mit aufgebaut, das eine seiner ehemaligen Doktorandinnen leitet. Sie möchte dort die DNA von chinesischen Funden analysieren.   mehr ...

Pubertät - Spinnt das Kind?

Was man heute sagen kann: Die Verrücktheit der Teenager ist kein geistiger Unfall, und sie ist auch kein Unglück. Dahinter steckt vielmehr ein definiertes, absichtsvolles Programm der Gehirnentwicklung. Ein Plan, der zweifellos zum spannendsten gehört, was die Neurobiologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten enthüllt hat. Zugleich haben sich der Anfang und das Ende dessen, was allgemein unter Pubertät verstanden wird, seit den 1970er- Jahren enorm verschoben. Statt der einst vermuteten sieben Jahre zwischen zwölf und 19 Jahren gehen Wissenschaftler inzwischen davon aus, dass die sogenannte Adoleszenz, die gesamte Phase des Heranwachsens, mindestens doppelt so lange dauert und selbst bei Mittzwanzigern noch nicht abgeschlossen sein muss.   mehr ...

Archäologie - Wie Homo sapiens eine globale Katastrophe in Höhlen überlebte

- Glück hatten offenbar jene Menschen, die damals in Felsenhöhlen an der Küste Südafrikas lebten.

- Das berichtet ein griechisch-amerikanisches Forscherteam, das inmitten von Resten der einst dort ansässigen Menschen Splitter des Vulkans Toba entdeckt hat.

- Menschen ernährten sich dort von Meerestieren, statt Antilopen zu jagen oder Pflanzen und Früchte zu sammeln.   mehr ...

 

Heise: "Out of Afrika und zurück: Die Entzifferung des Erbguts eines vor 4.500 Jahren verstorbenen Afrikaners beweist, dass es eine große Auswanderungswelle von Eurasien nach Afrika gab."
Zeit: "Die große Neuro-Show: Was wurde aus den Verheißungen der Hirnforschung? Wissenschaftler ziehen Bilanz."
Zeit: "Der Mensch ist noch nicht fertig: Wird die Evolution weitergehen? Und was ist ihr Ziel?"
Heise: "Der kleine Unterschied im Gehirn: Männer- und Frauenhirne sind unterschiedlich verdrahtet."

Nobelpreise / Auszeichnungen

Fields-Medaille - Im Zahlendschungel

Was den Mathematiker Peter Scholze auszeichnet, der als erst zweiter Deutscher mit dem höchsten Preis seiner Disziplin ausgezeichnet worden ist:

Zur höchsten Kunst hochbegabter Menschen gehört es, anderen das Gefühl zu geben, sie könnten in ähnliche Sphären vordringen. Glaubt man seinen Fachkollegen, so ist dies eine der besonderen Fähigkeiten des Mathematikers Peter Scholze. Trotz der extremen Komplexität seines Fachgebiets, der arithmetischen Geometrie, der Verknüpfung von Zahlenkunde und Geometrie, seien Scholzes Publikationen und Vorträge von erstaunlicher Klarheit und Verständlichkeit, sagen sie. Dabei geht es um mathematische Konzepte, die nur wenigen Menschen auf der Welt zugänglich sind. Am Mittwoch wurde Peter Scholze beim Mathematiker-Kongress in Rio de Janeiro zusammen mit drei weiteren Rechenzauberern die höchste Auszeichnung seines Fachs zuerkannt, die Fields-Medaille.   mehr ...

Bis ins kleinste Detail - Drei Forscher gelang es, Biomoleküle bis zum letzten Atom aufzulösen

Der Nobelpreis für Chemie 2017 geht an Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson für die Kryoelektromikroskopie, mit der man Biomoleküle sichtbar machen.   mehr ...

Gravitationswellen - Physik-Nobelpreis geht an Gravitationsforscher

Die drei US-Forscher Weiss, Barish und Thoren haben den ersten direkten Nachweis im All entstehender Gravitationswellen erbracht. Dafür werden sie mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Medizin-Nobelpreis für die Erforschung der biologischen Uhr."