Automobil- / Antriebstechnik

Elektroautos - Daimler gibt 20 Milliarden Euro für Batteriezellen aus

Daimler hat Verträge mit verschiedenen Lieferanten geschlossen, die die Versorgung der eigenen Produktion bis ins Jahr 2030 absichern sollen:

Daimler will in den kommenden Jahren mehr als 20 Milliarden Euro für Batteriezellen in seinen Elektrofahrzeugen ausgeben. Die Verträge mit verschiedenen Lieferanten sicherten die Versorgung der eigenen Produktion bis ins Jahr 2030 ab, teilte der Konzern am Dienstag mit. Details zu den Lieferanten wurden nicht genannt, nur dass sie in Asien und Europa sowie künftig auch in den USA produzieren. Daimler baut die Batterien an sich zwar selbst, kauft die Zellen aber bei externen Lieferanten zu.   mehr ...

Energiespeicher - Chinesisches Unternehmen baut Festkörperakkus

Festkörperakkus gelten als die Akkus der Zukunft für Elektroautos. Bisher galt diese Technik als noch nicht serienreif. Das chinesische Unternehmen Qing Tao Energy Development hat jedoch eine Produktionslinie für die Fertigung dieser Energiespeicher in Betrieb genommen.   mehr ...

Hyundai Nexo - Wasserdampf aus dem Auspuff

Der Hyundai Nexo produziert den Strom für seinen Elektromotor selbst. Schädliche Abgase gibt es keine. Warum nur kommt die Brennstoffzellentechnologie nicht in Fahrt?   mehr ...

 
 
Weiteres Der Freitag: "Hochgeschwindigkeit - Bahnzai!"

Gentechnik

Pflanzenforscher wollen neues Gentechnikgesetz

  • In einem Offenen Brief kritisieren mehr als 130 deutsche Pflanzenforscher die veraltete Gesetzgebung in Europa.
  • Der Brief bezieht sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Juli. Es ging darin um die neuen molekularbiologischen Techniken.
  • Schon im Oktober hatten Wissenschaftler aus mehr als 75 europäischen Forschungseinrichtungen an die EU-Politik appelliert, Innovationen in den Pflanzenwissenschaften zu schützen:

Es ist bislang nicht oft vorgekommen, dass sich Wissenschaftler direkt an die Politik wenden. Pflanzenforscher sind da eine Ausnahme. Zum wiederholten Mal fordern sie die Regierung dazu auf, sich in Brüssel für eine neue Gesetzgebung zur Grünen Gentechnik einzusetzen. In einem Offenen Brief an Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundesagrarministerin Julia Klöckner kritisieren mehr als 130 Unterzeichner aus der deutschen Pflanzenzüchtungsforschung, dass sowohl die EU-Freisetzungsrichtlinie, als auch das deutsche Gentechnikgesetz dem Wissensstand nicht mehr gerecht würden. Initiiert hatten das Schreiben der Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin.   mehr ...

Sanfte Biotechnologie - Die Gentechnik im Hoffnungslauf

Kommt schon bald die Kehrtwende für die sanfte Biotechnologie? Eine Chinesin zeigt bei ihrem Besuch in Deutschland, wie mit Crispr-Pflanzen die Agrarwende gelingen soll.   mehr ...

"Hier geht es um die Interessen der gesamten Menschheit"

Immer zielgenauer kann das Erbgut des Menschen verändert werden. Das kann helfen, Krankheiten zu heilen. Oder gesunde Menschen zu „verbessern“. Deutsche Fachleute schlagen nun Alarm.   mehr ...

 

Weiteres Umweltinstitut: "Neues Gentechnik-Gesetz gescheitert."
Keine-gentechnik.de: "Opt-Out für Deutschland und Zypern."

Energietechnik

Fusionsforschung - Forscher erzielen Rekorde am Wendelstein 7-X

Es wird wieder gebaut am Wendelstein 7-X. In zwei Jahren sollen die nächsten Experimente an der Fusionsforschungsanlage in Greifswald durchgeführt werden. Es gilt dann, die Bestmarken für Stellaratoren, die in diesem Jahr aufgestellt wurden, zu übertreffen:

Erfolgreiches Ende der zweiten Runde der Experimente an der Fusionsforschungsanlage Wendelstein 7-X: Nach einigen Ausbauten erzielten die Wissenschaftler an der Anlage in Greifswald einige neue Rekordergebnisse bei Entladungsdauer, Dichte und Energieinhalt des Plasmas. Als Nächstes wird wieder gebaut.   mehr ...

Sonne auf Erden

In Südfrankreich entsteht das größte Energie-Experiment der Menschheit. Erleben Sie einen Flug durch das Herz des Fusionsreaktors und entdecken Sie die Baustelle des Megaprojekts. Ein 360-Grad-Video, das Sie per Klick und Mausbewegung steuern können.   mehr ...

Kernfusion - Drei Start-ups haben die Nase vorn

Private Unternehmen wollen dem staatlichen Fusionsforschungsreaktor Iter den Rang ablaufen. Sie können mit relativ wenig Ressourcen bemerkenswerte Fortschritte vorweisen.   mehr ...

Salzbergwerke sollen zur „größten Batterie der Welt“ werden

Strom aus Kohle und Gas fließt immer, Wind- und Sonnenenergie gibt es nur bei passendem Wetter. Die grüne Elektrizität muss also irgendwie gespeichert werden. Doch wer baut den Akku für die Energiewende? Das Oldenburger Unternehmen EWE und Forscher der Uni Jena planen, große Mengen Energie in unterirdischen Salzstöcken unterzubringen.   mehr ...

 


Astronomie / Raumfahrt

Sonde "Insight" erfolgreich auf dem Mars gelandet

  • Die Sonde Insight ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. Das hat die Nasa mitgeteilt.
  • An Bord des Geräts sind auch Instrumente, die in Deutschland entwickelt worden sind.
  • Damit soll sich die Sonde etwa fünf Meter in den Planeten bohren und ihn erforschen:

Die Nasa-Sonde Insight ist erfolgreich auf dem Mars gelandet. "Landung bestätigt!" teilte die US-Weltraumbehörde am Montag aus ihrem Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena mit. Vorausgegangen war ein extrem kompliziertes Manöver von sechseinhalb Minuten Länge: Das sanfte Aufsetzen auf unserem Nachbarplaneten zählt zu den schwierigsten Unterfangen der Raumfahrt. Das Manöver hielt sich an den gesetzten Zeitplan. Um kurz vor 21 Uhr deutscher Zeit verbreitete sich die Erfolgsmeldung.   mehr ...

DLR-Roboter Mascot landet auf dem Asteroid Ryugu

Das DLR ist wieder gelandet: Der Roboter Mascot wurde von der japanischen Raumsonde Hayabusa 2 auf dem Asteroiden Ryugu abgesetzt.   mehr ...

Sonde Parker Solar - Reise zur Sonne

- Die Sonde Parker Solar soll unter anderem die Korona der Sonne untersuchen, die dünne, aber heiße Atmosphäre des Sterns.

- Das kleine Raumschiff wird laut Plan in den kommenden sieben Jahren zwei Dutzend Mal durch diese Gasschicht fliegen.

- Nach und nach soll sie sich dabei der brodelnden Oberfläche auf weniger als 6,2 Millionen Kilometer nähern.   mehr ...

 


Medizinforschung / Genetik

Die CRISPR-Babys sind da

In China kamen erstmals Kinder auf die Welt, deren DNA mit der Genschere CRISPR maßgeschneidert worden war. Die Meldung des Forscherteams heizt ethische Debatten um embryonale Genmodifizierung an:

Ein Team der Southern University of Science and Technology im chinesischen Shenzen hat Paare für eine Anwendung von CRISPR am Embryo ausgesucht, bevor dieser in die Gebärmutter eingesetzt wird. Laut den klinischen Unterlagen wurde bei den Embryonen die Erbgutanlage CCR5 zerstört. Das soll dazu führen, dass die Kinder nicht an HIV erkranken können.   mehr ...

Designer-Babys, Nanoroboter und gedruckte Lebern – wie sieht die Zukunft der Medizin aus?

Mit Gentechnologie Babys gestalten, Krankheiten im Körper mit kleinen Robotern heilen und vielleicht sogar ein paar Organe nachdrucken – stehen wir gerade kurz vor dem großen medizinischen Knall? t3n hat bei Robotikern, Gentechnikern und Zelldruckern nachgehakt.   mehr ...

Biomedizin - Frisches Hirn

Zum ersten Mal haben japanische Stammzellforscher verjüngtes Gewebe in das Gehirn eines Parkinsonpatienten übertragen. Die Prozedur ist nicht nur ein Experiment: Sie ist auch ein Realitätscheck für die weltweit größte Biobank der regenerativen Medizin:.   mehr ...

 


Wissenschaft / Technik

Huawei - Wie 5G-Aufbau mit weniger neuen Antennen funktionieren soll

Die Anzahl der neuen Antennenstandorte ist ein Kernthema bei 5G. Hier will Huawei eine Lösung haben:

Ein Problem bei 5G, das gelöst werden muss, ist die geringe Reichweite bei 3,5 GHz, wodurch sehr viele neue Sites notwendig werden. Das sagte Ryan Ding, President der Carrier Business Group, am 21. November 2018 in London auf dem MBBF 2018 von Huawei. Laut Ding ist eine Lösung hier Uplink-Downlink-Entkopplung. Im Downlink setzt man weiterhin auf Massive-MIMO bei 3,5 GHz. Der Uplink aber erfolgt beispielsweise bei 1.800 MHz.   mehr ...

Die Neu-Vermessung der Welt

Das physikalische Bezugssystem, mit dem wir die Welt vermessen, wird überarbeitet. Es bekommt ein neues, besonders stabiles Fundament:

Es ist von langer Hand vorbereitet worden. An diesem Freitag wird es offiziell in Versailles auf der Generalkonferenz für „Maß und Gewicht“ verkündet: Vom 20. Mai des kommenden Jahres an gelten für Ampere, Kelvin, Kilogramm und Mol neue Definitionen. Die vier physikalischen Basisgrößen des Internationalen Einheitensystems (SI-System) werden dann – wie schon Sekunde, Meter und Candela zuvor – über einen ausgewählten Satz von Naturkonstanten festgelegt. Im folgenden erfahren Sie, wie die sieben Basiseinheiten bisher definiert wurden und was sich künftig ändert, wenn die neue Regelung in Kraft tritt.   mehr ...

Siemens - Berlin bekommt Zuschlag für Siemens-Innovationscampus

Siemens will in den kommenden Jahren bis zu 600 Millionen Euro in ein Projekt in Berlin investieren. Geplant sei, das historische Siemens-Gelände in Berlin-Spandau zu einem Standort für Forschungs- und Gründungszentren umzuwandeln, teilte der Konzern mit. Demnach ist es die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte in der Bundeshauptstadt.   mehr ...
 
 
 
Der Freitag: "Gefangen im Flaschenhals: Forschernachwuchs - Immer mehr wissenschaftliche Mitarbeiter sind prekär beschäftigt."

Künstliche Intelligenz

Regierungsstrategie - Drei Milliarden Euro für "gemeinwohlorientierte" KI

Die Bundesregierung legt in ihrem Fahrplan für KI viel Wert auf "Ethik" und "Verantwortung", schließt aber eine automatisierte Überwachung der Bürger nicht aus:

Drei Milliarden Euro will die Bundesregierung im Rahmen ihrer Strategie für Künstliche Intelligenz (KI) bis einschließlich 2025 zur Verfügung stellen. Dies ist dem 80-seitigen Papier zu entnehmen, das heise online vorliegt. Mit dem Bundeshaushalt 2019 sollen in einem ersten Schritt insgesamt 500 Millionen Euro bereitstehen. Mit dem Geld will die Regierung die Forschung in Deutschland und Europa stärken, den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Wirtschaft beschleunigen sowie "Dateninfrastrukturen als zentrale Grundlage für KI-Anwendungen schaffen".   mehr ...

"Ein völlig neues Kapitel der Künstlichen Intelligenz"

Wie geht es weiter mit Deep Learning? Welche Ansätze in der Entwicklung künstlicher Intelligenzen sind vielversprechend, welche Architekturen führen in eine Sackgasse? Moritz Helmstaedter spricht Ende November auf dem Innovators Summit AI in München darüber, welche Erkenntnisse aus der aktuellen Hirnforschung hilfreich sind. Im Gespräch mit Technology Review gibt er einen Einblick.   mehr ...

MIT plant KI-College mit Milliarden-Finanzierung

Mit einer neuen Hochschule will das MIT künstliche Intelligenz mit anderen Forschungsgebieten verknüpfen. Schon in einem Jahr soll es eröffnen:

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) eröffnet im September 2019 ein neues College für künstliche Intelligenz (KI). Dort sollen die Studierenden nicht nur lernen, KI-Technologien zu nutzen und zu entwickeln, sondern auch, verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen, wie das MIT am Montag mitgeteilt hat. Deshalb hat das Projekt einen interdisziplinären Ansatz.   mehr ...

 

Weiteres Heise: "China wird weicher bei KI."
ZD-Net: "Studie - Deutschland ist KI-Vorreiter: Beim KI-Einsatz übertrumpfen deutsche Unternehmen aktuell die US-amerikanische Wirtschaft, die in Digitalisierungsfragen sonst eigentlich die Nase vorne hat."
Impulse: "Der Code einer neuen Zeit: Selbstlernende Roboter, schlaue Algorithmen: Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch. Wie junge deutsche Unternehmer auf dem Markt mitmischen wollen."

Grüne Technik

Es wird viel gesprochen und geschrieben über Umweltprobleme, Klimawandel, Abfallproblematik usw. Dabei gibt es viele Ansatzpunkte der Wissenschaft, unsere Welt ein bisschen besser, d.h. umweltfreundlicher, zu machen und den menschlichen Lebensraum zu erhalten ...

 

Teststrecke in Köln - Deutschland hat jetzt einen Solarradweg

Solarradwege sollen Strom produzieren und im Winter vor Glätte schützen. Eine Teststrecke in der Nähe von Köln soll jetzt weitere Informationen liefern. Langfristig könnten auch Autos auf Solarstraßen fahren:

In Deutschland gibt es jetzt einen Solarradweg. Der wurde am Montag in Erftstadt bei Köln eröffnet worden. Die 90 Meter lange Teststrecke ist mit speziellen Solar-Kacheln belegt und soll jedes Jahr zwölf Megawattstunden Strom liefern, wie das Bundesumweltministerium am Montag mitteilte. Der produzierte Strom soll ins Netz eingespeist werden.   mehr ...

Da brennt die Luft

Schädliches CO2 aus der Luft filtern und in Benzin umwandeln – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch nun will eine kanadische Firma mit dieser Methode das Klima retten.   mehr ...

Dieser Mann kann sogar Viren aus dem Wasser filtern

Innerhalb von wenigen Minuten verschwinden mit Jörg E. Drewes' Technik auch Plastik und Medikamente aus dem Trinkwasser. Seine Forschung könnte den Wasserkreislauf weltweit revolutionieren.   mehr ...

 

Klimaretter: "Die Wegwerfgesellschaft beenden: Sie wollen nicht weniger als eine dritte industrielle Revolution anstoßen."
Jetzt: "Nicht ganz Grün: Für Sportkleidung soll künftig Plastikmüll verwendet werden, der aus dem Meer gefischt wurde."
Klimaretter: "Solarer Wirkungsrekord."

3D-Drucker

Keramik aus dem 3D-Drucker - Die vierte Dimension

Fortschritt beim 3D-Druck: Dank einer speziellen Tinte und einer Origamitechnik lassen sich nun auch komplex geformte Gebilde aus keramischen Materialien aus einem Guss fertigen.

Ob Kunststoffe, Metalle, Halbleiter, Glas oder organische Substanzen  – mit den 3D-Druckverfahren lassen sich mittlerweile aus fast allen gängigen Materialien vielerlei kunstvoll geformte Objekte fertigen. Die Verarbeitung von Keramik, ein aufgrund seiner Härte und Hitzebeständigkeit bei Werkstoffforschern geschätztes Material, erwies sich bislang jedoch als schwierig. Der hohe Schmelzpunkt erschwerte es, keramische Stoffe in flüssiger Form als Tinte auf eine Oberfläche zu sprühen und mit einem Laserstrahl auszuhärten. Komplex geformte dreidimensionale Gebilde ließen sich somit nur schwer drucken oder nachträglich in die gewünschte Form bringen.   mehr ...

Pistole aus dem 3D-Drucker - Cody Wilsons Geisterwaffen

Ab Mittwoch will der US-Amerikaner Cody Wilson Baupläne für Waffen aus dem 3D-Drucker ins Netz stellen. Er sieht sich als Vorkämpfer für Bürgerrechte, doch der Widerstand gegen sein Vorhaben wächst.   mehr ...

3D-Druck - Umweltbundesamt warnt vor schädlichen Auswirkungen

In einer Studie beschreibt die Behörde mittelfristige Risiken und Chancen des 3D-Drucks für Umwelt und Gesundheit:.   mehr ...


Evolution / Hirnforschung

Steinzeit - Sibirische Fernbeziehung

Im Europa der Steinzeit sind sich frühe Menschenarten begegnet – und haben Kinder gezeugt:
 
Die Wissenschaftler untersuchten im Frühjahr 2017 gerade Erbgut aus kleinen Fragmenten, das entweder aus einem Oberarm oder Oberschenkel stammte. Der Fund stammt aus der berühmten Denisova-Höhle im heutigen Südsibirien. Sie hatte schon den Denisova-Menschen ihren Namen gegeben, ausgestorbenen Verwandten des Menschen. In der Gegend um die Höhle gingen auch die Neandertaler auf die Jagd. Einige von ihnen waren aus dem östlichen ins westliche Eurasien migriert.
 
Aus ihren Funden schlossen sie, dass der Denisovaner größer und robuster als der aus Europa stammende Neandertaler gewesen sein muss. Diese "beeindruckenden Individuen", wie Pääbo sie nennt, entwickelten sich vor mehr als 390.000 Jahren aus einem Typ früher Menschen, der auch die Neandertaler hervorbrachte. Vor etwa 40.000 Jahren verschwanden die Denisovaner wieder. Obwohl ihre Überreste bis heute nur in einer Höhle gefunden wurden, gehen Forscher davon aus, dass sie einen Großteil des asiatischen Kontinents bevölkerten. Um mehr Antworten auf die vielen offenen Fragen zu bekommen, hat Pääbo ein Labor in Peking mit aufgebaut, das eine seiner ehemaligen Doktorandinnen leitet. Sie möchte dort die DNA von chinesischen Funden analysieren.   mehr ...

Pubertät - Spinnt das Kind?

Was man heute sagen kann: Die Verrücktheit der Teenager ist kein geistiger Unfall, und sie ist auch kein Unglück. Dahinter steckt vielmehr ein definiertes, absichtsvolles Programm der Gehirnentwicklung. Ein Plan, der zweifellos zum spannendsten gehört, was die Neurobiologie in den vergangenen zwei Jahrzehnten enthüllt hat. Zugleich haben sich der Anfang und das Ende dessen, was allgemein unter Pubertät verstanden wird, seit den 1970er- Jahren enorm verschoben. Statt der einst vermuteten sieben Jahre zwischen zwölf und 19 Jahren gehen Wissenschaftler inzwischen davon aus, dass die sogenannte Adoleszenz, die gesamte Phase des Heranwachsens, mindestens doppelt so lange dauert und selbst bei Mittzwanzigern noch nicht abgeschlossen sein muss.   mehr ...

Archäologie - Wie Homo sapiens eine globale Katastrophe in Höhlen überlebte

- Glück hatten offenbar jene Menschen, die damals in Felsenhöhlen an der Küste Südafrikas lebten.

- Das berichtet ein griechisch-amerikanisches Forscherteam, das inmitten von Resten der einst dort ansässigen Menschen Splitter des Vulkans Toba entdeckt hat.

- Menschen ernährten sich dort von Meerestieren, statt Antilopen zu jagen oder Pflanzen und Früchte zu sammeln.   mehr ...

 

Heise: "Out of Afrika und zurück: Die Entzifferung des Erbguts eines vor 4.500 Jahren verstorbenen Afrikaners beweist, dass es eine große Auswanderungswelle von Eurasien nach Afrika gab."
Zeit: "Die große Neuro-Show: Was wurde aus den Verheißungen der Hirnforschung? Wissenschaftler ziehen Bilanz."
Zeit: "Der Mensch ist noch nicht fertig: Wird die Evolution weitergehen? Und was ist ihr Ziel?"
Heise: "Der kleine Unterschied im Gehirn: Männer- und Frauenhirne sind unterschiedlich verdrahtet."

Elektronik / Computertechnik

Quantenrevolution - Vom Bit zum Qubit

Ein Computer, der mit einzelnen Atomen rechnet? Lange galt das als Hirngespinnst. Aber der Wettlauf um den Quantencomputer hat längst begonnen:

An einem heißen Sommertag im Juli öffnet Christian Roos die Tür zu einem Traum, den er seit mehr als 20 Jahren verfolgt. Der hagere Physiker mit dem schulterlangen Haar führt den Besucher in ein dämmriges Labor. Die Decke verschwindet im Dickicht der Kabel. Auf klobigen Labortischen suchen sich Laserstrahlen den Weg in einen massiven Metallkasten. Was genau im Inneren vorgeht, zeigt nur eine Spezialkamera. Auf einem Bildschirm blinken pixelige Kreise: "Das sind die Quantenbits", sagt Roos. Es sind die Bausteine seiner Vision.   mehr ...

Nicht von Apple - Diesen Smart Mirror haben Schüler aus Deutschland gebaut

Ein Schüler-Startup aus Rheinland-Pfalz hat einen Smart Mirror mit raffinierten Features entwickelt. Was die Zielgruppe des Gadgets anbelangt, denken die Schüler außerordentlich groß.   mehr ...

Wer Quantencomputer verstehen will, sollte mit ihnen spielen

Quantencomputer sind für viele Menschen ein Buch mit sieben Siegeln. Der Quantenphysiker James Wootton von der Universität Basel möchte das ändern. Deshalb entwickelt er Spiele für Quantencomputer.   mehr ...
 
 
 

Nobelpreise / Auszeichnungen

Fields-Medaille - Im Zahlendschungel

Was den Mathematiker Peter Scholze auszeichnet, der als erst zweiter Deutscher mit dem höchsten Preis seiner Disziplin ausgezeichnet worden ist:

Zur höchsten Kunst hochbegabter Menschen gehört es, anderen das Gefühl zu geben, sie könnten in ähnliche Sphären vordringen. Glaubt man seinen Fachkollegen, so ist dies eine der besonderen Fähigkeiten des Mathematikers Peter Scholze. Trotz der extremen Komplexität seines Fachgebiets, der arithmetischen Geometrie, der Verknüpfung von Zahlenkunde und Geometrie, seien Scholzes Publikationen und Vorträge von erstaunlicher Klarheit und Verständlichkeit, sagen sie. Dabei geht es um mathematische Konzepte, die nur wenigen Menschen auf der Welt zugänglich sind. Am Mittwoch wurde Peter Scholze beim Mathematiker-Kongress in Rio de Janeiro zusammen mit drei weiteren Rechenzauberern die höchste Auszeichnung seines Fachs zuerkannt, die Fields-Medaille.   mehr ...

Bis ins kleinste Detail - Drei Forscher gelang es, Biomoleküle bis zum letzten Atom aufzulösen

Der Nobelpreis für Chemie 2017 geht an Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson für die Kryoelektromikroskopie, mit der man Biomoleküle sichtbar machen.   mehr ...

Gravitationswellen - Physik-Nobelpreis geht an Gravitationsforscher

Die drei US-Forscher Weiss, Barish und Thoren haben den ersten direkten Nachweis im All entstehender Gravitationswellen erbracht. Dafür werden sie mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Medizin-Nobelpreis für die Erforschung der biologischen Uhr."