Kohleausstieg

Kohlekraftwerk Datteln 4 geht ans Netz – Umweltschützer protestieren

Trotz Kohleausstiegs ging am Samstag ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz. Dagegen protestieren Umweltschützer – und Bergleute:

Kohleausstieg beginnt mit neuem Kohlekraftwerk: Gegen den Beginn des kommerziellen Betriebs protestierten neben Fridays for Future auch zahlreiche Anhänger von Greenpeace, Ende Gelände und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Bereits in der Nacht hatten Aktivisten das Kraftwerk mit Schriftzügen wie "Klimakrise made in Germany" angestrahlt.   mehr ...

Letztes Kohlekraftwerk in Österreich geht vom Netz

Österreich hat einen weiteren Schritt aus der fossilen Energie getan. Die Alpenrepublik ist das achte Land in der Europäischen Union, das auf Kohlekraftwerke verzichtet.   mehr ...

Gesetz zum Kohleausstieg - Kabinett beschließt Kohleausstieg bis 2038

Nach monatelangen Verhandlungen hat die Bundesregierung den Gesetzentwurf für den Kohleausstieg verabschiedet. Er regelt das Ende der klimaschädlichen Stromproduktion aus Kohle in Deutschland bis spätestens 2038. Vor einem Jahr hatte die Kohlekommission dafür ein Konzept vorgelegt. Der etwa 200 Seiten umfassende Entwurf muss nun vom Bundestag diskutiert werden, Mitte des Jahres soll das Gesetz verabschiedet sein.   mehr ...

 
 
Klimareporter: "Der Ausstiegs-Fahrplan - Das schlägt die Kohlekommission vor."
Klimareporter: "Umfrage unter Bundesbürgern - Mehrheit für schnellen Kohleausstieg."
Heise: "Ende einer Epoche - Steinkohleförderung in Deutschland beendet."
Spiegel: "Plan der Kohlekommission - Kraftwerke im Westen sollen zuerst stillgelegt werden."
Klimareporter: "Niederaußem - Gericht stoppt neues RWE-Braunkohlekraftwerk."
SZ: "Energiepolitik - Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern."
SZ: "Urteil - Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst - Rodung ausgesetzt."
Greenpeace: "Rechtsgutachten: RWE-Rodungspläne im Hambacher Forst nicht zulässig - Keine Märchen mehr."
Zeit: "Mehrheit der Deutschen gegen Rodung des Hambacher Forsts."
Klimareporter: "Maßnahmenkatalog der Landesregierung - Brandenburg will neue Braunkohle-Anlagen."

Erneuerbare Energien

Ökostrom-Anteil steigt in Deutschland auf über 50 Prozent

Im ersten Quartal 2020 ist der Ökostromanteil auf 51,2 Prozent gestiegen. Den höchsten Anstieg verzeichnet Energie aus Windkraft:

In Deutschland wurden im ersten Quartal 2020 rund 72,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 51,2 Prozent im Vergleich zu konventionellen Energieträgern wie Kohle, Kernenergie und Erdgas. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, liegt der Ökostromanteil damit erstmals über denen konventioneller Energieträger. Im Vorjahr lag der Anteil noch 15 Prozent niedriger.   mehr ...

Photovoltaikpflicht in Baden-Württemberg - Neue Hallen nur noch mit Solardach

Als erstes Flächenland in Deutschland will Baden-Württemberg Photovoltaikanlagen auf Neubauten verpflichtend vorschreiben. Das hat die grün-schwarze Landesregierung in Stuttgart beschlossen. Im ersten Schritt soll die Regelung, die Teil des neuen Klimaschutzgesetzes ist, für Nichtwohngebäude ab 2022 gelten.   mehr ...

Windenergie - Peter Altmaier schlägt Abgabe an Windkraft-Kommunen vor

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schlägt eine Abgabe von Windparkbetreibern und vergünstigte Stromtarife für Kommunen vor. Dies geht aus einem Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Abgabe soll hierbei verpflichtend sein, über die Stromtarife sollen die Betreiber entscheiden.   mehr ...

 


Energiewende

Neue Energie - So viel Strom wie 50 Atommeiler

Betreiber von virtuellen Kraftwerken machen Schwankungen bei Sonnen- und Windstrom berechenbar – und setzen konventionelle Stromproduzenten unter Druck. Deutsche Energiewende-IT könnte zum Exportschlager werden:

Dunkelflaute, Zitterstrom, Blackout – die Gegner der erneuerbaren Energien kennen viele bedrohlich klingende Worte, um auf die Gefahren der Ökowende hinzuweisen. Hendrik Sämisch will den Deutschen die Angst nehmen. Aus einem unscheinbaren roten Backsteinhaus in Köln-Ehrenfeld heraus steuert der Chef der Firma Next Kraftwerke rund 9000 Stromanlagen in ganz Deutschland. Droht dem Netz eine Überlastung, legt er sie still. Windparks: aus dem Wind gedreht. Biogas: abgedreht. Solaranlagen: ausgeknipst.   mehr ...

Energiekosten - Warum Strom derzeit so teuer ist

  • Viele Stromanbieter erhöhen in diesem Jahr ihre Preise, teilweise verlangen sie mehr als je zuvor von ihren Kunden.
  • Dabei sind die Preise an den Strombörsen, wo die Firmen ihren Strom einkaufen, derzeit extrem niedrig.
  • Verbraucherschützer fordern deshalb, dass die Kunden davon auch profitieren müssten. Unternehmen verweisen aber auf ihre Ausgaben und den komplizierten Strommarkt.   mehr ...

Start für intelligente Messsysteme – Mehr Kosten für Stromkunden

Die Energiewende kommt in die Haushalte. Intelligente Messsysteme sollen den Stromverbrauch aufzeichnen, übertragen und im Idealfall steuern.   mehr ...

 
 
Weiteres Golem: "Norddeutschland wird H."
Spiegel: "Die Energiewirtschaft im Jahr 2020 - Genug Energie für die Wende?"
Spiegel: "Energiewende rückwärts - Wärmeverbrauch von Wohngebäuden steigt."
FAZ: "Trotz Klimapaket - Strom wird noch teurer."
Spiegel: "EEG-Umlage auf Strom - Industrie drohen Nachzahlungen in Milliardenhöhe."
FAZ: "Warum Strom in Deutschland so teuer ist."
Ingenieur.de: "Baubeginn für NordLink - Dieses Unterseekabel macht Norwegen zu Deutschlands Energiespeicher."
SZ: "Windenergie - Bundesnetzagentur will vierte Stromtrasse."
Handelsblatt: "Mieterstrom-Flop - Wirtschaftsministerium räumt Nachbesserungsbedarf ein."
FAZ: "Energiepreise - Der Strompreis erreicht Rekordstand."
Spiegel: "Streit über Netzentgelte - Bundesgerichtshof blockiert höhere Gas- und Strompreise."
FAZ: "Chaotische Zustände im deutschen Stromnetz."

Energiekonzerne

Infrastruktur - Bund will bei Netzwerkbetreiber Tennet einsteigen

Die Bundesregierung strebt nach mehr Kontrolle über die deutschen Stromnetze. Nach SPIEGEL-Informationen soll der Staat Anteile am deutschen Zweig der niederländischen Gesellschaft Tennet kaufen:
 
Die Bundesregierung will sich schon bald am Netzbetreiber Tennet beteiligen. Geplant ist, dass der Bund im deutschen Sektor der niederländischen Gesellschaft einsteigt. Offen ist, wie groß der Anteil werden soll. Während Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf drängt, sich eine Mehrheit zu sichern, favorisieren Beamte des CDU-geführten Wirtschaftsministeriums eine Beteiligung unter 50 Prozent.
 
Der niederländische Staat als Haupteigner von Tennet lehnt es ab, die milliardenschweren Investitionen zu finanzieren, die auf der deutschen Seite des Netzes nötig wären. Nach einer dem SPIEGEL vorliegenden Tennet-Aufstellung geht es um mindestens 35 Milliarden Euro bis 2028.   mehr ... 

RWE sieht Ökostrom-Investitionen eher im Ausland als in Deutschland

Der Essener Energieversorger RWE sieht die Zukunft bei den eigenen Ökostrom-Investitionen eher im Ausland als im eigenen Land. Schuld sind danach die aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland.   mehr ...

Schadenersatz wegen Atomausstieg - Konzerne fordern 276 Millionen Euro

Eon, RWE und EnBW wollen Schadenersatz für angebliche Investitionen in Folge der Laufzeitverlängerung – zum Ärger der Grünen.   mehr ...


Atomkraft / Atomausstieg

Urteil zu belgischen Atomkraftwerken - Seit fünf Jahren illegal

Der Betrieb der maroden Atomkraftwerke Doel 1 und 2 ist seit 2015 gesetzwidrig. Daraus folgt... nichts. Denn Belgien hat immer noch keine Regierung:

Der belgische Verfassungsgericht hat das Gesetz für längere Laufzeiten der Atomreaktoren Doel 1 und Doel 2 bei Antwerpen gekippt. Dem obersten Gerichtshof zufolge wären 2015 eine Umweltfolgenabschätzung und ein Widerspruchsverfahren zwingend nötig gewesen. Zwei Umweltverbände hatten gegen die Laufzeitverlängerung geklagt, paritätisch gemeinsam: der flämische Bond Beter Leefmilieu (BBL) und Inter-Environnement aus der Wallonie.   mehr ...

Mühleberg - Erstes Schweizer Atomkraftwerk vom Netz genommen

In der Schweiz ist das Kernkraftwerk Mühleberg stillgelegt worden. Der Betreiber hatte schon vor Jahren entschieden, dass sich der Betrieb nicht mehr rentiert.   mehr ...

Kernkraft - Zahlreiche Atomkraftwerke in der EU laufen offenbar ohne Genehmigung

Mindestens 18 Atomkraftwerke in der Europäischen Union werden offenbar ohne die notwendigen Genehmigungen betrieben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), berichtet Der Spiegel. Sie könnten womöglich durch Klagen von Anwohnern, NGOs oder Nachbarstaaten stillgelegt werden.   mehr ...

 


Energie Ausland

Kanada setzt auf kleine Atomkraftwerke

In drei Bundesstaaten des Landes sollen die Forschungsbemühungen ausgedehnt werden. Ziel ist weniger Kohlestrom.

In Deutschland scheint das Thema Kernenergie abgehakt zu sein. Weder die Koalitionäre noch die Opposition – mit Ausnahme der AfD – machen Anstalten, die dereinst so zukunftsträchtige Technik wiederzubeleben, Klimafreundlichkeit hin oder her. Stattdessen läuft die längerfristige Abschaltung und Abwicklung der nur noch sieben Reaktorstandorte (Stand 2019) im Land.   mehr ...

Studie - Aus für Kohlekraftwerke in den USA hat tausende Menschenleben verlängert

Das Abschalten alter Kohlekraftwerke hat in den USA zwischen 2005 und 2016 geschätzt über 26.000 frühzeitige Todesfälle verhindert, schreibt eine Forscherin.   mehr ...

Neue AKW geplant - Drei Gründe, warum Frankreich nicht von der Atomkraft lässt

Eigentlich galt die französische Atomindustrie als erledigt, weil: zu teuer, unzeitgemäß. Doch jetzt will Paris neue Kernkraftwerke in Auftrag geben - und provoziert so Streit mit dem EU-Partner Deutschland.   mehr ...

 


Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Bericht zu Atommüll - Kaum Licht am Ende des Tunnels

Der erste „Welt-Atommüll-Report“ warnt: Entsorgung, Lagerung und Finanzierung des nuklearen Abfalls sind praktisch nirgendwo gesichert:

Wie sehr die Gefahr aus dem strahlenden Müll weltweit unterschätzt wird, ist die zentrale Aussage des ersten „Weltreports Nuklearer Abfall 2019“, der am Montag in Berlin präsentiert wurde. Eine Koalition aus den EU-Grünen, dem BUND, Bürgerinitiativen und Stiftungen haben zu diesem Komplex ein Gutachten bei Experten bestellt. Deren Fazit: „Behandlung, Transport, Lagerung und Endlagerung von Atommüll stellen eine signifikante und wachsende Herausforderung für alle nuklearen Länder dar.“   mehr ...

Endlagersuche für Atommüll - Der härteste Job der Energiewelt

Bis 2031 soll die Bundesgesellschaft für Endlagerung einen Platz für Deutschlands hochradioaktiven Strahlenschrott finden. Wie schwer die Aufgabe ist, zeigt die Erfahrung aus dem Atommülllager Asse. EnergieWinde hat die marode Schachtanlage besucht.   mehr ...

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."

Fukushima / Tschernobyl

Japan - Manager nach Atomunglück von Fukushima freigesprochen

Ein Gericht urteilt, dass den drei Managern des AKW-Betreibers Tepco keine Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen gefordert:
 
Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima sind drei frühere Topmanager des verantwortlichen Kraftwerkbetreibers Tepco in einem Strafprozess freigesprochen worden. Das Gericht in Tokio kam zu dem Schluss, die drei Angeklagten könnten nicht für die Folgen des Atomunglücks im Kraftwerk von Fukushima verantwortlich gemacht werden. Ihnen könne keine Fahrlässigkeit im Umgang mit der Katastrophe nachgewiesen werden, urteilte das Gericht.   mehr ... 

Fukushima - Neue Messergebnisse acht Jahre nach der Atomkatastrophe

Wahnsinn bewiesen: Die Region um das AKW Fukushima ist immer noch hoch verstrahlt, allen Säuberungsaktionen zum Trotz, so der aktuelle Greenpeace-Bericht. Im Fokus: das Leid der Aufräumarbeiter.   mehr ...

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

 


Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."