Energiewende

Energiewende und Naturschutz - Grünes Dilemma

  • In einem Report befasst sich das Bundesamt für Naturschutz mit den negativen Folgen der Energiewende für die Umwelt in Deutschland.
  • Vor allem Windenergieanlagen sind durch ihre Größe und Wirkung auf Natur und Landschaft problematisch.
  • Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse soll bis 2050 rund 80 Prozent des deutschen Bedarfs decken:

Die Ästhetik der Energiewende, sagt Beate Jessel, liege im Auge des Betrachters. Für die einen ist ein Windrad das Symbol sauberer Energie, für andere ein übler Fleck in der Landschaft. "Erneuerbare Energien sind eben Lösung und Problem zugleich", sagt die Chefin des Bundesamtes für Naturschutz. Einerseits etwa dienten sie dem Klimaschutz, was wiederum allen Arten helfe, die vom Klimawandel bedroht sind. Andererseits würden Arten auch durch einen zunehmenden Flächenverbrauch durch Ökostromanlagen bedroht. "Und wir müssen uns im Klaren sein, dass ein beschleunigter Ausbau nötig wird", sagt Jessel. Schließlich sollen Strom aus Wind, Sonne oder Biomasse bis 2050 rund 80 Prozent des deutschen Strombedarfs decken.   mehr ...

Industrie spart acht Milliarden Euro an Stromkosten

Die größten Stromschlucker Deutschlands wurden nach SPIEGEL-Informationen 2017 in Milliardenhöhe subventioniert - auf Kosten einfacher Verbraucher. Der Kohleausstieg könnte dieses Ungleichgewicht noch vergrößern.   mehr ...

Stromerzeugung - Netzausbau wird wohl teurer als geplant

Durch den beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien sind nach Berechnungen der Netzbetreiber zwei weitere Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen notwendig. Das geht aus dem neuen Netzentwicklungsplan der Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW hervor. Die beiden zusätzlichen Leitungen sollen vor allem Windstrom von Schleswig-Holstein über Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bis nach Baden-Württemberg transportieren. Empfehlungen für konkrete Trassen enthält der Entwurf nicht.   mehr ...

 

Hannovermesse: "Energiemanagement 4.0 ."
Klimaretter: "Wind schlägt Kohle."

Spiegel: "Energiewirtschaft - Kampf um die Kohle."

Klimaretter: "EU-Kommission für mehr Erneuerbare."

Klimaretter: "Forschung - Navi für die Energiewende."

FAZ: "Neue Studie - Das denken die Deutschen über die Energiewende."

Spiegel: "Sinkende Leitungskosten - Warum Stromanbieter bald den Preis senken (müssten)."

Zeit "Bundesnetzagentur - 330.000 Haushalte ohne Strom wegen unbezahlter Rechnungen."

Tagesschau: "Preis für Ökostrom EEG-Umlage sinkt auf knapp 6,8 Cent."

Capital: "Der Kohleausstieg hat Vorrang."

BEE: "Energiesteuer mit CO2-Komponente plus Rückverteilung schafft Fairness auf dem Wärmemarkt."

Energie-und-Management.de: "WINDKRAFT - Kabinettsentwurf bereits Anfang September."

Businessinsider.de: "Ökonom rechnet ab - Deutsche Energiewende nur ein „Ablenkungsmanöver“."

Spiegel: "Analyse des Energiemarktes - Wind und Sonne sind billiger als Kohle."


Energie Ausland

China beendet Atom-Auszeit

Medienberichten zufolge hat Peking nach zweijähriger Pause vier neue Reaktoren genehmigt. Dabei galt die Atomenergie in China aufgrund teurer Sicherheitstechnik und wachsendem Bevölkerungswiderstand schon als totgeweiht:

Peking hat chinesischen Presseberichten zufolge den Bau von vier neuen Kernreaktoren chinesischen Designs genehmigt. Sollte die Nachricht bestätigt werden, würde der Einsatz des Reaktors Hualong One eine mehr als zweijährige Zulassungspause beenden, die Chinas Atombranche überschattet hatte. Offiziell steht die Regierung hinter Atomenergie, inoffiziell galt sie allerdings als todgeweiht.   mehr ... 

Neue Google-Rechenzentren werden mit Solarstrom betrieben

Google will in Zukunft alle Rechenzentren zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Quellen betreiben. Für zwei neue Rechenzentren werden im Südosten der USA gerade zwei Solarkraftwerke gebaut.   mehr ...

Polen will erstmals Kernkraftwerke bauen

Polen gilt als einer der größten Klimasünder Europas. Nun plant die Regierung in Warschau den Bau von Atomkraftwerken. Auch an der Kohleproduktion soll vorerst festgehalten werden. Die europäischen Ziele beim CO2-Ausstoß will das Land trotzdem erfüllen.   mehr ...

 

Golem: "Island hat ein Kraftwerk mit negativen Emissionen."

Energiekonzerne

Strom für 50.000 Haushalte - EnBW baut Deutschlands größten Solarpark

Der Energieversorger EnBW will östlich von Berlin die größte Solaranlage Deutschlands bauen - ohne staatliche Förderung:

Östlich von Berlin soll nach dem Willen des Energieversorgers EnBW bald Solarstrom gewonnen werden - und zwar sehr viel Solarstrom. Einem Bericht des "Handelsblatts" zufolge plant der Konzern in Weesow-Willmersdorf (Brandenburg) den Bau einer Solaranlage auf 164 Hektar Land, das entspricht mehr als 200 Fußballfeldern.   mehr ...

Teure Grundversorgung - Ausschreiben statt abkassieren

Die sogenannten Grundversorgungstarife von Strom- und Gas-Anbietern sind meist überteuert. Doch Haushalte mit geringem Einkommen sind quasi in diesen Tarifen gefangen, da sie keine anderen Angebote bekommen. Einen Vorschlag, wie die Grundversorgung verbessert werden kann, haben jetzt Experten der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vorgelegt.   mehr ...

Elli - Volkswagen wird Stromanbieter und verkauft Wallboxen

VW steigt ins Stromgeschäft ein. Elli heißt die Marke, die Grünstrom für Privathaushalte mit und ohne E-Fahrzeug verkaufen soll. Auch Wallboxen zum Aufladen von E-Autos und Smart-Grid-Anwendungen vertreibt VW.   mehr ...

 
 
Klimaretter: "Shell weiß schon ewig vom Klimawandel."
Klimaretter: "Eon macht Rekordverlust."
Heise: "Aus RWE SmartHome wird innogy SmartHome."

Kohle

Der Ausstiegs-Fahrplan - Das schlägt die Kohlekommission vor

Nach gut einem halben Jahr und sehr viel Streit liegt nun der Abschlussbericht der Kohlekommission vor. Für den Ausstieg aus der Kohleverstromung ist ein dreistufiger Fahrplan vorgesehen. Hier die Einzelheiten:

Stolze 336 Seiten stark ist der Abschlussbericht, den die Kohlekommission am heutigen Samstag vorgelegt hat. Das Thema "Klimaschutz" wird auf knapp fünf Seiten abgehandelt. Dort ist ein detaillierter dreistufiger Fahrplan für eine "gesicherte schrittweise Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung" enthalten. Empfohlen wird dies.   mehr ...

Umfrage unter Bundesbürgern - Mehrheit für schnellen Kohleausstieg

Fast zwei Drittel der Bundesbürger wollen so schnell wie möglich aus der Braunkohle aussteigen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. In den ostdeutschen Kohleländern sieht das allerdings anders aus. Energieunternehmen kündigen zugleich massive Investitionen in Erneuerbare für die Braunkohleregionen an.   mehr ...

Ende einer Epoche - Steinkohleförderung in Deutschland beendet

Mit der Förderung der letzten Steinkohle ist am Freitag eine Epoche der deutschen Industriegeschichte zu Ende gegangen. "Wir sind hier, auf Prosper-Haniel, Zeugen eines historischen Augenblicks", sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim Festakt zum Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus auf der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop. Reviersteiger Jürgen Jakubeit hatte ihm zuvor das etwa sieben Kilogramm schwere letzte Kohlestück aus der Schachtanlage im Ruhrgebiet überreicht. Für die Bergleute sei das "ein Tag der Trauer", sagte Steinmeier während des emotionalen Schlussakts am Förderturm der Zeche.   mehr ...

 

Weiteres Spiegel: "Plan der Kohlekommission - Kraftwerke im Westen sollen zuerst stillgelegt werden."
Klimareporter: "Niederaußem - Gericht stoppt neues RWE-Braunkohlekraftwerk."
SZ: "Energiepolitik - Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern."
SZ: "Urteil - Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst - Rodung ausgesetzt."
Greenpeace: "Rechtsgutachten: RWE-Rodungspläne im Hambacher Forst nicht zulässig - Keine Märchen mehr."
Zeit: "Mehrheit der Deutschen gegen Rodung des Hambacher Forsts."
Klimareporter: "Maßnahmenkatalog der Landesregierung - Brandenburg will neue Braunkohle-Anlagen."
Tagesschau: "RWE-Tagebau - Schulze für Rodungsstopp."
Klimareporter: "Kohleausstieg kommt fast ohne Entlassungen aus."
WWF: "Deutschland ist Braunkohleweltmeister."
Klimareporter: "Kohleausstieg - Kommission will Kohle nicht "kurzfristig ausknipsen"."
Klimareporter: "BUND: "Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"."
Spiegel: "Planung des Kohleausstiegs - Mitglieder der Kohlekommission stehen fest."
n-tv: "Klimaziele sollen bewahrt werden - Allianz verabschiedet sich von Kohle."
FAZ: "Brief an Merkel - Das große Ringen um den Kohleausstieg."
n-tv: "Perspektive für die Menschen - Ministerien-Quartett plant Kohleausstieg."
Ärzteblatt.de: "Ärzte fordern Kohleausstieg bis 2030."
Zeit: "Teure Notfallkohlekraftwerke bisher ungenutzt."
Campact: "Petition: Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW."
Petition Campact: "Kohleausstieg jetzt! Union und SPD wollen das Klimaziel für 2020 kippen."
BUND: "Vergleichsvorschlag des OVG zum Hambacher Wald - BUND begrüßt alle Initiativen zur Lösung des Konflikts."
SZ: "Braunkohletagebau - Gericht stoppt vorerst umstrittene Abholzung im Hambacher Wald."
Klimaretter: "Hambacher Forst: Klage abgewiesen."
Spiegel: "Expertenpapier - Weniger Kohlemeiler könnten Stromversorgung sicherer machen."
n-tv: "Interview mit Claudia Kemfert - "Der Industriestandort ist nicht gefährdet"."
Handelsblatt: "Rechtsgutachten: Schneller Kohleausstieg verfassungskonform."
Kein-Tagebau.de: "Cottbus - Stadt der Kohlelobby steigt aus der Braunkohle aus."
n-tv: "Ende der Braunkohle - Tillich: Strukturfonds soll Ausstieg begleiten."

Spiegel: "Appell an die Politik - Konzern-Bündnis fordert Kohleausstieg."

Klimaretter: "München grüßt Fidschi und Jamaika."
Spiegel: "Lobbypapier - Siemens fordert raschen Kohleausstieg."
ARD: "Video - Ist Kohle Deutschlands billigster Energieträger?"
FR: "Kohleausstieg - „Letzte Chance für Umsetzung der Klimaziele“."
Presseportal: "WDR exklusiv: Schäden des Braunkohle-Tagebaus noch in mehr als 300 Jahren spürbar."
Welt: "Kohlekraftwerk in Stade darf gebaut werden."
Der Freitag: "Wie der Kohleausstieg vereitelt wurde."
Attac: "6000 protestieren bei Aktionstagen im Rheinland gegen Braunkohle."
WDR: "Polizei: Braunkohle-Protest "Größtenteils friedlich"."
Grüne im Bundestag: "Strommarkt - Dreckiger Kohlestrom im Überfluss."
BUND: "Umfrage - Bevölkerung erwartet von der nächsten Bundesregierung einen Fahrplan für den Kohleausstieg."
Campact: "Klimapolitik für Kohlekonzerne jetzt stoppen - Campact startet Protestaktion gegen die Linkspartei."
BUND: "Eilantrag für Rodungsstopp im Hambacher Wald."
BUND: "Rote Linie gegen Kohle - Verbände rufen zu Demonstration am Braunkohlentagebau Hambach auf."
SZ: "Braunkohle - Merkels Ausstieg."
WDR: "RWE-Klage - Braunkohle-Folgekosten sollen geheim bleiben."
Spiegel: "Strukturwandel - Deutschland hat nur noch 20.000 Braunkohle-Jobs."
Klimaretter: "Neue Milliarden gegen Braunkohle-Schäden."
Tagesschau: "Grüne wollen Kohleausstieg bis 2030."
Umweltinstitut: "Kohleausstieg 2025 - 6 Thesen zum Kohleausstieg nach Paris."

Atomkraft / Atomausstieg

Schleswig-Holstein erteilt Erlaubnis zum Abriss des AKW Brunsbüttel

Das Atomkraftwerk in Brunsbüttel ist schon länger vom Netz. Nun darf es abgerissen werden:

Die Landesregierung in Kiel hat den geplanten Abriss des Atomraftwerks Brunsbüttel genehmigt. "Der Atomausstieg wird nun auch in Schleswig-Holstein für jedermann sichtbar", sagte der für die Atomenergie zuständige Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Freitag. Das AKW werde "endlich abgebaut". Die Unterlagen für Stilllegung und Abriss der Anlage umfassen 700 Seiten.   mehr ...

Gericht weist Klage gegen Rückbau des Atomkraftwerks Isar I ab

Der Bund Naturschutz hatte gegen die Genehmigung für die Stilllegung und den Abbau der Anlage nahe Landshut geklagt:

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat eine Klage des Bundes Naturschutz zum Rückbau des Atomkraftwerks Isar I abgewiesen. Wie eine Gerichtssprecherin am Freitag in München mitteilte, erging das Urteil am Donnerstag und wurde den Verfahrensbeteiligten zugestellt. Die Urteilsbegründung werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wurde zugelassen.   mehr ...

Frankreich - Atomkraftwerk Fessenheim soll 2020 geschlossen werden

  • Das Atomkraftwerk Fessenheim am Oberrhein soll im Sommer 2020 geschlossen werden. Das kündigte Frankreichs Präsident Macron an.
  • Deutschland fordert bereits seit Jahren die Abschaltung des pannenanfälligen Kraftwerks in der Nähe von Freiburg im Breisgau.
  • Bis 2035 will die französische Regierung fast jeden vierten Atomreaktor abschalten.   mehr ...

Endlager in Finnland - Im Labyrinth des Atommülls

Finnland baut das erste Endlager für hochradioaktiven Müll, ein Tunnelsystem unter der Halbinsel von Olkiluoto. Nicht alle glauben, dass es wie versprochen 100 000 Jahre hält. Ein Ortsbesuch.   mehr ...

 

FR-Online: "Nach dem Atomzeitalter: Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, steckt aber noch 2,7 Milliarden Euro in Atomforschung."

Erneuerbare Energien

Ökostrom-Anteil in Deutschland 2018 erstmals über 40 Prozent

Der Anteil von regenerativen Energien an der Stromerzeugung ist vor allem dank des sonnigen Sommers angestiegen. Insgesamt legte der Ökostrom um 4,3 Prozent zu:

Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix in Deutschland ist im vergangenen Jahr erstmals über 40 Prozent gestiegen. Vor allem dank der vielen Sonnenstunden im Sommer legte der in Deutschland produzierte Ökostrom 2018 um 4,3 Prozent auf 219 Terrawattstunden zu, wie Wissenschaftler des Frauenhofer-Instituts für Solare Energiesysteme berechneten.   mehr ...

Ende der Förderung - Tausende Windräder stehen vor dem Aus

Vielen Windrädern droht ab 2021 der Abriss - die staatliche Förderung läuft aus. Wie lässt sich ein Rückschlag für die Energiewende verhindern? In der kleinen Gemeinde Ellhöft haben sie einen Plan.   mehr ...

Biomasse, Sonne, Wind, Wasser - Erneuerbare Energien immer wichtiger beim weltweiten Verbrauch

Der Anteil von Biomasse, Sonne, Wind- und Wasserkraft am weltweiten Energieverbrauch wächst immer schneller. Besonders wichtig ist dabei Bioenergie - diese birgt aber auch Probleme.   mehr ...

 
 
Weiteres Zeit: "Solarstrom lohnt sich wieder."
Kölner Stadt-Anzeiger: "NRW - Windbranche fürchtet Jobabbau."
Klimaretter: "Solar-Guerilla auf dem Balkon: Mit Mini-Solaranlagen für den Balkon lässt sich unkompliziert Ökostrom für die Eigennutzung produzieren."
Klimaretter: "Erneuerbare - Nur Strom kommt voran: Im ersten Halbjahr dieses Jahres konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil am Endenergieverbrauch nur im Stromsektor deutlich steigern."

Fukushima / Tschernobyl

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

Das Atomkraftwerk Ikata in Japan hat einen Reaktor wieder hochgefahren, gegen dessen Betrieb eine Bürgergruppe geklagt hatte:

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

Fukushima-Report - Radioaktivität in wiederbesiedelten Regionen nach wie vor zu hoch

Rückkehr ins Ungewisse: Japans Versuche, die Region um das AKW Fukushima von Strahlung zu säubern, sind gescheitert, das zeigt ein Greenpeace-Report. Trotzdem sollen die Evakuierten zurück in ihre Häuser.   mehr ...

Gericht verurteilt Staat und Betreiber wegen Fukushima

Ein japanisches Gericht hat dem Staat und dem Konzern Tepco eine Mitschuld an der Atomkatastrophe in Fukushima gegeben.   mehr ...

 


Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

fracking-daumen-hoch-daumen-runter-schaubild-1200-630-upload-1200x630

Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."

 


Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“:

Alles zurück auf Anfang – nach der Pleite mit Gorleben. Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“. Das heißt: Alle Bundesländer von Schleswig-Holstein bis Bayern und viele Regionen kommen theoretisch infrage. Das bedeutet aber auch: Projekte im tiefen Untergrund wie Erdwärmenutzung, Brunnenbau oder Bergbauprojekte zur Rohstoffgewinnung werden künftig erst dann genehmigt, wenn das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zustimmt. Darauf wies BfE-Präsident Wolfram König am Montag in Berlin hin.   mehr ...

Zahltag für Atomkonzerne - Wie überweist man eigentlich 24 Milliarden Euro?

An diesem Montag steht ein wohl historischer Zahltag für Deutschlands Atomkonzerne an: Sie müssen zusammen rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Entsorgungsfonds für die Zwischen- und Endlagerung des Nuklearmülls einzahlen. Die vier Energieriesen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall wollen die gewaltige Summe auf einen Schlag aufbringen - für eine theoretisch bis Ende 2026 mögliche Ratenzahlung hätte der Staat satte Zinsen von 4,58 Prozent pro Jahr kassiert.   mehr ... 

Kommentar zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung

Zur für heute angekündigten Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung mit den vier Atomkonzernen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

"Dieser Vertrag droht einen Deal zu zementieren, mit dem sich die Energiekonzerne gegen Zahlung eines Risikoaufschlags von den Kosten der Atommüllentsorgung freikaufen. Trotz der Tatsache, dass weiter ein Gerichtsverfahren von Vattenfall gegen den Atomausstieg anhängig ist, akzeptiert die Bundesregierung einen Ablasshandel. Gewinnt Vattenfall seine Klage, drohen weitere Milliardenzahlungen an die AKW-Betreiber. Dass die Bundesregierung die Rücknahme aller Klagen der AKW-Betreiber nicht zur Bedingung für den Deal gemacht hat, war ein schwerwiegender und teurer Fehler.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."
Tagesschau: "Atomausstieg - Urteil mit unvorhersehbaren Folgen: Das Verfassungsgericht hat den Atomausstieg für zulässig erklärt. Doch gleichzeitig befanden die Richter, dass den Energiekonzerne eine Entschädigung zusteht. Das könnte sogar dazu führen, dass einzelne Meiler länger laufen."
ARD: "Eine Höhle für die Ewigkeit - Das erste Endlager der WeltFinnland baut für die Ewigkeit – ein Bauwerk, das länger halten soll als alle anderen Bauwerke der Menschheit zuvor:
SZ: "Müllkippen für die Ewigkeit: Weltweit haben sich gigantische Mengen Atommüll aufgetürmt - doch niemand will sie haben. Anders in Schweden."
Der Freitag: "Kosten für die Ewigkeit."