Kohleausstieg

Uneinigkeit in Union - Wie der Streit um den Kohleausstieg wieder aufbricht

Sachsens Ministerpräsident warnt seine CDU, nicht immer neue Klimaschutz-Forderungen draufzusatteln, ohne eine Lösung zu kennen. Nicht nur Markus Söder sieht das offenbar anders:

Die Klimapolitik wird immer mehr zum Zankapfel in Union und Koalition. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will den vor wenigen Monaten verabredeten Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2038 jetzt auf das Jahr 2030 vorziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte auf dem Evangelischen Kirchentag schnellere Entscheidungen in der Klimapolitik. Dagegen warnte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer seine Partei, die CDU dürfe „nicht eine Forderung nach der anderen zum Klimaschutz draufsatteln, mit immer neuen Verboten und Vorgaben, wie das die Grünen tun, ohne zu sagen, wie das überhaupt gelingen soll“.   mehr ...

Statt 2030 - Söder für schnelleren Kohleausstieg

Der Ausstieg aus der Kohleenergie soll nach dem Willen des CSU-Vorsitzenden Markus Söder bereits 2030 erfolgen und damit acht Jahre vor dem bislang vereinbarten Datum. „Sind wir ehrlich: Die deutschen Klimaziele sind bis 2030 nur zu erreichen, wenn wir den Kohleausstieg massiv beschleunigen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Zeitung „Münchner Merkur“. „Am Ende müssten wir eigentlich im Jahr 2030 aussteigen.“ Söder hatte sich bereits Ende Mai für einen beschleunigten Kohleausstieg ausgesprochen, aber keinen Zeitpunkt genannt.   mehr ...

Abschalten allein reicht nicht - Ohne CO2-Preis ist Kohleausstieg sinnlos

Der Kohlekompromiss gilt als wichtiger Schritt, um den Ausstoß von CO2 zu senken. Aber das Abschalten der Kohlemeiler allein könnte das Gegenteil von dem bewirken, was erreicht werden soll, sagen Forscher.   mehr ...

 
 
Klimareporter: "Der Ausstiegs-Fahrplan - Das schlägt die Kohlekommission vor."
Klimareporter: "Umfrage unter Bundesbürgern - Mehrheit für schnellen Kohleausstieg."
Heise: "Ende einer Epoche - Steinkohleförderung in Deutschland beendet."
Spiegel: "Plan der Kohlekommission - Kraftwerke im Westen sollen zuerst stillgelegt werden."
Klimareporter: "Niederaußem - Gericht stoppt neues RWE-Braunkohlekraftwerk."
SZ: "Energiepolitik - Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern."
SZ: "Urteil - Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst - Rodung ausgesetzt."
Greenpeace: "Rechtsgutachten: RWE-Rodungspläne im Hambacher Forst nicht zulässig - Keine Märchen mehr."
Zeit: "Mehrheit der Deutschen gegen Rodung des Hambacher Forsts."
Klimareporter: "Maßnahmenkatalog der Landesregierung - Brandenburg will neue Braunkohle-Anlagen."
Tagesschau: "RWE-Tagebau - Schulze für Rodungsstopp."
Klimareporter: "Kohleausstieg kommt fast ohne Entlassungen aus."
WWF: "Deutschland ist Braunkohleweltmeister."
Klimareporter: "Kohleausstieg - Kommission will Kohle nicht "kurzfristig ausknipsen"."
Klimareporter: "BUND: "Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"."
Spiegel: "Planung des Kohleausstiegs - Mitglieder der Kohlekommission stehen fest."
n-tv: "Klimaziele sollen bewahrt werden - Allianz verabschiedet sich von Kohle."
FAZ: "Brief an Merkel - Das große Ringen um den Kohleausstieg."
n-tv: "Perspektive für die Menschen - Ministerien-Quartett plant Kohleausstieg."
Ärzteblatt.de: "Ärzte fordern Kohleausstieg bis 2030."
Zeit: "Teure Notfallkohlekraftwerke bisher ungenutzt."
Campact: "Petition: Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW."
Petition Campact: "Kohleausstieg jetzt! Union und SPD wollen das Klimaziel für 2020 kippen."
BUND: "Vergleichsvorschlag des OVG zum Hambacher Wald - BUND begrüßt alle Initiativen zur Lösung des Konflikts."
SZ: "Braunkohletagebau - Gericht stoppt vorerst umstrittene Abholzung im Hambacher Wald."
Klimaretter: "Hambacher Forst: Klage abgewiesen."
Spiegel: "Expertenpapier - Weniger Kohlemeiler könnten Stromversorgung sicherer machen."
n-tv: "Interview mit Claudia Kemfert - "Der Industriestandort ist nicht gefährdet"."
Handelsblatt: "Rechtsgutachten: Schneller Kohleausstieg verfassungskonform."
Kein-Tagebau.de: "Cottbus - Stadt der Kohlelobby steigt aus der Braunkohle aus."
n-tv: "Ende der Braunkohle - Tillich: Strukturfonds soll Ausstieg begleiten."

Spiegel: "Appell an die Politik - Konzern-Bündnis fordert Kohleausstieg."

Klimaretter: "München grüßt Fidschi und Jamaika."
Spiegel: "Lobbypapier - Siemens fordert raschen Kohleausstieg."
ARD: "Video - Ist Kohle Deutschlands billigster Energieträger?"
FR: "Kohleausstieg - „Letzte Chance für Umsetzung der Klimaziele“."
Presseportal: "WDR exklusiv: Schäden des Braunkohle-Tagebaus noch in mehr als 300 Jahren spürbar."
Welt: "Kohlekraftwerk in Stade darf gebaut werden."
Der Freitag: "Wie der Kohleausstieg vereitelt wurde."
Attac: "6000 protestieren bei Aktionstagen im Rheinland gegen Braunkohle."
WDR: "Polizei: Braunkohle-Protest "Größtenteils friedlich"."
Grüne im Bundestag: "Strommarkt - Dreckiger Kohlestrom im Überfluss."
BUND: "Umfrage - Bevölkerung erwartet von der nächsten Bundesregierung einen Fahrplan für den Kohleausstieg."
Campact: "Klimapolitik für Kohlekonzerne jetzt stoppen - Campact startet Protestaktion gegen die Linkspartei."
BUND: "Eilantrag für Rodungsstopp im Hambacher Wald."
BUND: "Rote Linie gegen Kohle - Verbände rufen zu Demonstration am Braunkohlentagebau Hambach auf."
SZ: "Braunkohle - Merkels Ausstieg."
WDR: "RWE-Klage - Braunkohle-Folgekosten sollen geheim bleiben."
Spiegel: "Strukturwandel - Deutschland hat nur noch 20.000 Braunkohle-Jobs."
Klimaretter: "Neue Milliarden gegen Braunkohle-Schäden."
Tagesschau: "Grüne wollen Kohleausstieg bis 2030."
Umweltinstitut: "Kohleausstieg 2025 - 6 Thesen zum Kohleausstieg nach Paris."

Energie Ausland

Obama-Regulierung aufgehoben - Trump bläst zum Comeback des Kohlestroms

Der US-Präsident verdankt seinen Wahlsieg auch dem Versprechen, die heimische Kohleindustrie zu fördern. Der von Trump zum Chef der Umweltbehörde ernannte Ex-Kohlelobbyist Wheeler macht dieses Versprechen wahr und nimmt Emissionsziele für die Energiewirtschaft zurück:

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat ein Programm des Vorgängers Barack Obama zur Reduktion der Treibhausgase aus dem Energiesektor endgültig beerdigt. Der Direktor der US-Umweltbehörde EPA, Andrew Wheeler, präsentierte ein neues Regelwerk, das wesentlich lockerer ist. Auf zuvor vorgesehene landesweit einheitliche Vorschriften für den Kohlendioxidausstoß von Kraftwerken wird darin verzichtet. Alte Kohlekraftwerke könnten damit länger am Netz bleiben als dies nach dem früheren Plan möglich gewesen wäre.   mehr ...

Kohleausstieg - Kohleland Chile verspricht Ausstieg bis 2040

Der Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz will bis zur Hälfte des Jahrhunderts klimaneutral werden – und dafür ab 2040 keine Kohle mehr verstromen. Eine erste Gruppe von Kohlekraftwerken soll in den kommenden fünf Jahren abgeschaltet werden.   mehr ...

Energiewende im Vereinigten Königreich - Großbritannien kommt eine Woche lang ohne Kohlestrom aus

Die Briten wollen ab 2025 ganz auf Kohlestrom verzichten, in Deutschland dauert der Ausstieg länger. Auf der Insel ist nun eine Woche ohne den fossilen Träger geschafft - doch eine andere umstrittene Energiequelle bleibt wichtig.   mehr ...

 

Weiteres Heise: "China beendet Atom-Auszeit."
Golem: "Island hat ein Kraftwerk mit negativen Emissionen."

Erneuerbare Energien

Weltweiter Erneuerbaren-Bericht - Energiewende mit angezogener Bremse

Während erneuerbare Energien weltweit immer mehr Strom liefern, kommen beim Heizen und Kühlen und im Verkehr nach wie vor meist fossile Brennstoffe zum Einsatz. Laut dem jetzt vorgelegten Statusbericht zu erneuerbaren Energien liegt das an schwachen oder schwankenden Vorgaben der Politik. Zudem fließen die meisten Subventionen noch immer für fossile Energien:

Die erneuerbaren Energien wachsen weltweit, aber sie wachsen nicht schnell genug, um einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Das geht aus dem Statusbericht des globalen Netzwerks REN 21 hervor, in dem sich Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Unternehmen für eine nachhaltige Energieerzeugung einsetzen.   mehr ...

Bau neuer Anlagen stagniert - Windräder liefern so viel Strom wie noch nie

Was die Stromproduktion betrifft, hat die Windenergie in Deutschland einen neuen Rekordwert erreicht. Gleichzeitig ist der Bau neuer Anlagen an Land fast zum Erliegen gekommen. Trotzdem gibt sich die Branche zuversichtlich.   mehr ...

Speicherung von Überschussstrom - Wasserstoff soll bei Engpässen helfen

Windräder stehen oft still, wenn sie keinen Strom ins Netz einspeisen können. Zwei Konsortien in Deutschland wollen diese Windkraft nutzen, um Wasserstoff zu erzeugen und diesen ins Gasnetz einzuspeisen.   mehr ...

 

Kölner Stadt-Anzeiger: "NRW - Windbranche fürchtet Jobabbau."
Klimaretter: "Solar-Guerilla auf dem Balkon: Mit Mini-Solaranlagen für den Balkon lässt sich unkompliziert Ökostrom für die Eigennutzung produzieren."
Klimaretter: "Erneuerbare - Nur Strom kommt voran: Im ersten Halbjahr dieses Jahres konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil am Endenergieverbrauch nur im Stromsektor deutlich steigern."

Energiewende

Wie sich der Strompreis zusammensetzt - Ein Fünftel Erzeugung, vier Fünftel Abgaben

Zwischen 2000 und 2013 hat sich der Strompreis verdoppelt, seither ist er auf hohem Niveau nahezu stabil. Die Produktion der Energie macht dabei nur einen kleinen Teil der Kosten aus. Wie sich der Strompreis zusammensetzt – und wie er sich senken ließe.

„Neuer Höchststand: Strompreise steigen weiter“, meldet das Vergleichsportal Verivox Ende März, und der Rivale Check24 stimmt mit ein: „Strom- und Gaspreise auf Rekordniveau.“ Solche Schlagzeilen klingen vertraut in den Ohren deutscher Verbraucher. Gefühlt alle paar Monate verkünden die Portale, dass sich die Preisspirale in neue Dimensionen geschraubt habe. Und tatsächlich liegen die Preise heute sehr viel höher als zu Beginn der Energiewende vor knapp 20 Jahren. Was aus den Meldungen allerdings nicht hervorgeht: In den vergangenen Jahren sind die Preise recht stabil geblieben. In den vergangenen fünf Jahren lagen sie nach Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sogar unterhalb der Inflationsrate.   mehr ...

Energiewende droht zu scheitern - Murks in Germany

Für den Umbau des deutschen Energiesystems fehlen Kraftwerke, Netze und Speicher. Der Staat hat Milliardensummen vergeudet. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelstory.   mehr ...

Umweltsteuern - Zeit für eine Öko-Steuerreform 2.0

Vor genau 20 Jahren trat die erste Stufe der ökologischen Steuerreform der damaligen rot-grünen Bundesregierung in Kraft. Der CO2-Ausstoß sank, eine Viertelmillion neuer Jobs entstand. Doch trotz der guten Bilanz wurde das Instrument nicht weitergeführt.   mehr ...

 

Hannovermesse: "Energiemanagement 4.0 ."
Klimaretter: "Wind schlägt Kohle."

Spiegel: "Energiewirtschaft - Kampf um die Kohle."

Klimaretter: "EU-Kommission für mehr Erneuerbare."

Klimaretter: "Forschung - Navi für die Energiewende."

FAZ: "Neue Studie - Das denken die Deutschen über die Energiewende."

Spiegel: "Sinkende Leitungskosten - Warum Stromanbieter bald den Preis senken (müssten)."

Zeit "Bundesnetzagentur - 330.000 Haushalte ohne Strom wegen unbezahlter Rechnungen."

Tagesschau: "Preis für Ökostrom EEG-Umlage sinkt auf knapp 6,8 Cent."

Capital: "Der Kohleausstieg hat Vorrang."

BEE: "Energiesteuer mit CO2-Komponente plus Rückverteilung schafft Fairness auf dem Wärmemarkt."

Energie-und-Management.de: "WINDKRAFT - Kabinettsentwurf bereits Anfang September."

Businessinsider.de: "Ökonom rechnet ab - Deutsche Energiewende nur ein „Ablenkungsmanöver“."

Spiegel: "Analyse des Energiemarktes - Wind und Sonne sind billiger als Kohle."


Atomkraft / Atomausstieg

Energiesystem der Zukunft - Die Kosten sauberer Energie

Weil Atomenergie immer mehr zum teuren Risikogeschäft wird, haben viele Meiler keine Zukunft. Die Internationale Energieagentur sieht deshalb Versorgungssicherheit und Klimaziele in Gefahr und fordert mehr finanzielle Förderung für die Kernkraft. Das Potenzial der Erneuerbaren unterschätzt sie erneut:

Die World Nuclear Association (WNA) darf sich freuen. Der neue Bericht der Internationalen Energieagentur IEA zur "Atomenergie in einer sauberen Energie-Zukunft" ist ganz nach dem Geschmack der Lobbyorganisation der Atomwirtschaft, die sich die "Förderung der Akzeptanz der Kernenergie" auf ihre Fahnen geschrieben hat.   mehr ...

„Herkules-Plan“ - Frankreichs Staat soll die Atomenergie retten

Paris will das Nukleargeschäft des mehrheitlich staatlichen EdF-Konzerns der Börse entziehen. Denn die Risiken laufen aus dem Ruder.   mehr ...

Atomausbau - Die Top 10 Atom-Länder

China ist aktuell das Land mit dem größten zivilen Atomprogramm. 43 Reaktoren sind dort laut World Nuclear Association derzeit am Netz, weitere 15 im Bau. Allerdings scheint die Kernkraft-Begeisterung in Peking zuletzt nachgelassen zu haben. "Seit Dezember 2016 ist dort kein kommerzielles Atomkraftwerk mehr in Bau gegangen", so der Energieexperte Mycle Schneider in einem Bericht von Spiegel Online. Zu den Gründen für die neue AKW-Zurückhaltung zählen der Preisvorteil Erneuerbarer Energien und Überkapazitäten der Kohlekraftwerke. Von einer echten Wende kann aber keine Rede sein. Nicht in China und auch nicht im Rest der Welt, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt.   mehr ...
 
Infografik: Die Top 10 Atom-Länder | Statista

 

FR-Online: "Nach dem Atomzeitalter: Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, steckt aber noch 2,7 Milliarden Euro in Atomforschung."

Energiekonzerne

Umstrittener Kraftwerkskonzern - Chef will RWE zum Ökokonzern umbauen

Begleitet von Protesten hat RWE-Chef Schmitz sich auf der Hauptversammlung des Energieversorgers für einen Wandel zum Ökoanbieter stark gemacht. Allzu radikal soll der Umbau dann allerdings auch wieder nicht ausfallen:

Die Geschichte von RWE ist eng mit fossilen Brennstoffen verknüpft, genauer gesagt: mit der Kohle. Nach seiner Gründung kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert schaffte das Unternehmen vor allem mit der Verfeuerung von Stein- und Braunkohle schnell den Aufstieg zum größten Stromversorger des Landes.

Damit soll allerdings bald Schluss sein: RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hat auf der Hauptversammlung des Energieversorgers für den geplanten Umbau zum Ökostromerzeuger geworben. "Sauberen und sicheren Strom zu erzeugen - dieses Ziel treibt uns an", sagte Schmitz vor den versammelten Aktionären in Essen. "Wir wollen der Wachstumsmotor für die Energiewelt von morgen sein."   mehr ...

Innogy-Übernahme - Wird E.On zu mächtig?

Energieversorger und Verbraucherschützer kritisieren die bevorstehende Fusion von E.On und Innogy. Nun wird die Übernahme von der EU-Kommission geprüft.   mehr ...

Rekommunalisierung der Energieversorgung - Berliner bekommen ihr Stromnetz zurück

Nach fast einem Jahrzehnt Auseinandersetzung hat es Berlin geschafft: Das Stromnetz der Hauptstadt wird künftig nicht mehr vom schwedischen Staatskonzern Vattenfall, sondern von der landeseigenen Berlin Energie betrieben. Die Konzessionsentscheidung fällte jetzt der Berliner Senat.   mehr ...

 
 
Klimaretter: "Shell weiß schon ewig vom Klimawandel."
Klimaretter: "Eon macht Rekordverlust."
Heise: "Aus RWE SmartHome wird innogy SmartHome."

Fukushima / Tschernobyl

Fukushima - Neue Messergebnisse acht Jahre nach der Atomkatastrophe

Wahnsinn bewiesen: Die Region um das AKW Fukushima ist immer noch hoch verstrahlt, allen Säuberungsaktionen zum Trotz, so der aktuelle Greenpeace-Bericht. Im Fokus: das Leid der Aufräumarbeiter:

Die Idee ist so absurd, wie sie klingt: Die Region um das 2011 havarierte Atomkraftwerk  Fukushima ließe sich einfach so von der Strahlung befreien. Eine Gegend fast so groß wie Dänemark könnte dekontaminiert werden, indem man radioaktive Erde und Pflanzen in Müllsäcke steckt. Als ließe sich die radioaktive Strahlung nach der Explosion von drei Atomreaktoren einfach so aufräumen, einsammeln und wegwischen. Wie etwas verschüttete Milch, nur eben viel großflächiger und unsichtbar.   mehr ...

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

Fukushima-Report - Radioaktivität in wiederbesiedelten Regionen nach wie vor zu hoch

Rückkehr ins Ungewisse: Japans Versuche, die Region um das AKW Fukushima von Strahlung zu säubern, sind gescheitert, das zeigt ein Greenpeace-Report. Trotzdem sollen die Evakuierten zurück in ihre Häuser.   mehr ...

 


Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."

 


Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“:

Alles zurück auf Anfang – nach der Pleite mit Gorleben. Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“. Das heißt: Alle Bundesländer von Schleswig-Holstein bis Bayern und viele Regionen kommen theoretisch infrage. Das bedeutet aber auch: Projekte im tiefen Untergrund wie Erdwärmenutzung, Brunnenbau oder Bergbauprojekte zur Rohstoffgewinnung werden künftig erst dann genehmigt, wenn das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zustimmt. Darauf wies BfE-Präsident Wolfram König am Montag in Berlin hin.   mehr ...

Zahltag für Atomkonzerne - Wie überweist man eigentlich 24 Milliarden Euro?

An diesem Montag steht ein wohl historischer Zahltag für Deutschlands Atomkonzerne an: Sie müssen zusammen rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Entsorgungsfonds für die Zwischen- und Endlagerung des Nuklearmülls einzahlen. Die vier Energieriesen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall wollen die gewaltige Summe auf einen Schlag aufbringen - für eine theoretisch bis Ende 2026 mögliche Ratenzahlung hätte der Staat satte Zinsen von 4,58 Prozent pro Jahr kassiert.   mehr ... 

Kommentar zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung

Zur für heute angekündigten Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung mit den vier Atomkonzernen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

"Dieser Vertrag droht einen Deal zu zementieren, mit dem sich die Energiekonzerne gegen Zahlung eines Risikoaufschlags von den Kosten der Atommüllentsorgung freikaufen. Trotz der Tatsache, dass weiter ein Gerichtsverfahren von Vattenfall gegen den Atomausstieg anhängig ist, akzeptiert die Bundesregierung einen Ablasshandel. Gewinnt Vattenfall seine Klage, drohen weitere Milliardenzahlungen an die AKW-Betreiber. Dass die Bundesregierung die Rücknahme aller Klagen der AKW-Betreiber nicht zur Bedingung für den Deal gemacht hat, war ein schwerwiegender und teurer Fehler.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."
Tagesschau: "Atomausstieg - Urteil mit unvorhersehbaren Folgen: Das Verfassungsgericht hat den Atomausstieg für zulässig erklärt. Doch gleichzeitig befanden die Richter, dass den Energiekonzerne eine Entschädigung zusteht. Das könnte sogar dazu führen, dass einzelne Meiler länger laufen."
ARD: "Eine Höhle für die Ewigkeit - Das erste Endlager der WeltFinnland baut für die Ewigkeit – ein Bauwerk, das länger halten soll als alle anderen Bauwerke der Menschheit zuvor:
SZ: "Müllkippen für die Ewigkeit: Weltweit haben sich gigantische Mengen Atommüll aufgetürmt - doch niemand will sie haben. Anders in Schweden."
Der Freitag: "Kosten für die Ewigkeit."