Energiepolitik Ausland

AKWs vom Fließband - Finnlands nächstes Atomabenteuer

Finnland setzt jetzt auf Kleinreaktoren, die die Baukosten deutlich senken sollen. Sie bringen allerdings ähnliche Probleme mit sich wie große AKWs:

Das Konzept: Atomreaktoren, die mit einer Leistung von 50 bis 300 MW deutlich kleiner als die bisherigen sind, sollen fabrikmäßig quasi am Fließband hergestellt und dann vor Ort montiert werden. Das soll die Baukosten deutlich senken. Die Sicherheits- und Atommüllprobleme unterscheiden sich allerdings nicht von denen bisheriger AKW.   mehr ...

Einigung mit Gewerkschaft - Polen will Kohlebergbau bis 2049 beenden

Kein heutiger Kumpel soll seinen Job verlieren: Polens Regierung und die Gewerkschaft haben sich auf einen Kohleausstieg geeinigt. Bis zum letzten Fördertag gibt es Subventionen.   mehr ...

Kanada setzt auf kleine Atomkraftwerke

In drei Bundesstaaten des Landes sollen die Forschungsbemühungen ausgedehnt werden. Ziel ist weniger Kohlestrom.   mehr ...

 


Erneuerbare Energien

Deckelung der Ökostromumlage kostet den Bund knapp elf Milliarden Euro

Dank eines milliardenschweren Zuschusses durch den Bund sinkt die Umlage zur Förderung des Ökostroms im kommenden Jahr. Die zu zahlende Abgabe liegt wie von der Regierung zugesagt 2021 bei 6,5 Cent je Kilowattstunde:

Die Umlage zur Förderung des Ökostroms (EEG) sinkt im kommenden Jahr dank eines milliardenschweren Zuschusses durch den Bund - allerdings nur minimal. Die von den Stromkunden zu zahlende Abgabe liege wie von der Bundesregierung zugesagt 2021 bei 6,5 Cent je Kilowattstunde, teilten die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, Tennet und TransnetBW am Donnerstag mit. Dies sei ein Rückgang um 3,9 Prozent.   mehr ...

Runder Tisch zur Windkraft - Branche fordert Politik zum Handeln auf

Wie geht es weiter mit alten Windkraftanlagen, die bald aus der Förderung fallen? An der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gibt es viel Kritik.   mehr ...

Klimakrise - Die Welt investiert mehr in erneuerbare Energien

Weltweit wird heute deutlich mehr in erneuerbare Energien investiert als noch vor 10 Jahren. Zudem hat Europa seine Spitzenposition im Ranking der Länder und Regionen verloren, in denen am meisten investiert wird. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis einer Veröffentlichung von Bloomberg New Energy Finance. Demnach flossen 2019 in China die meisten Gelder. In die Daten eingeflossen sind dabei R&A-Investitionen von Unternehmen und Regierungen, Venture Capital, Private Equity, öffentliche Märkte und Anlagenfinanzierungen. Letztere stellen weltweit den größten Teil der Investitionen dar.   mehr ...


Energiewende

Bundestag beschließt höheren CO2-Preis ab 2021

Ein CO2-Preis von 25 Euro je Tonne CO2 auf Kraftstoffe sowie Heizöl und Erdgas soll fossile Brennstoffe weniger attraktiv machen und zur Energiewende beitragen:

Der Bundestag hat einen höheren CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden ab 2021 beschlossen. Für eine Änderung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes stimmten am Donnerstag die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sowie die Grünen. Damit startet der Emissionshandel im Jahr 2021 nun mit einem fixen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne.   mehr ...

Wie Deutschland 65 Prozent Ökostrom erreichen will

Mehr Solarstrom und Biomasse: Das Kabinett beschließt ein Update fürs Erneuerbare-Energien-Gesetz. Um die Klimaziele zu erreichen, soll es verbindliche Kontrollen geben.   mehr ...

Verbraucherschutz und Industrie fordern zeitabhängige Stromtarife

Drei große Verbände werben für eine Reform der Stromnetzentgelte, die etwa Besitzer von Elektroautos und Wärmepumpen gerade in Nebenzeiten begünstigt.   mehr ...

 
 
Weiteres Wirtschaftswoche: "Neue Energie - So viel Strom wie 50 Atommeiler."
SZ: "Energiekosten - Warum Strom derzeit so teuer ist."
Heise: "Start für intelligente Messsysteme – Mehr Kosten für Stromkunden."
Golem: "Norddeutschland wird H."
Spiegel: "Die Energiewirtschaft im Jahr 2020 - Genug Energie für die Wende?"
Spiegel: "Energiewende rückwärts - Wärmeverbrauch von Wohngebäuden steigt."
FAZ: "Trotz Klimapaket - Strom wird noch teurer."
Spiegel: "EEG-Umlage auf Strom - Industrie drohen Nachzahlungen in Milliardenhöhe."
FAZ: "Warum Strom in Deutschland so teuer ist."
Ingenieur.de: "Baubeginn für NordLink - Dieses Unterseekabel macht Norwegen zu Deutschlands Energiespeicher."
SZ: "Windenergie - Bundesnetzagentur will vierte Stromtrasse."
Handelsblatt: "Mieterstrom-Flop - Wirtschaftsministerium räumt Nachbesserungsbedarf ein."
FAZ: "Energiepreise - Der Strompreis erreicht Rekordstand."
Spiegel: "Streit über Netzentgelte - Bundesgerichtshof blockiert höhere Gas- und Strompreise."
FAZ: "Chaotische Zustände im deutschen Stromnetz."

Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Endlager-Suche - Nördlich der Donau ist in Bayern praktisch alles möglich

Umweltminister Glauber hatte zuletzt oft betont, dass ein Endlager in Bayern nicht möglich sei, diese Ansicht dürfte auch Ministerpräsident Söder teilen. Doch die bayerische Haltung ist pikant:

Natürlich haben Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) damit rechnen müssen. Dennoch dürften die beiden Politiker nun sehr verärgert sein. Fast ganz Bayern nördlich der Donau soll nach dem Willen der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) erkundet werden, ob dort ein Standort für eben jenes Endlager möglich ist, in das die hoch radioaktiven Abfälle aus den deutschen Atomkraftwerken gebracht werden sollen. So steht es in dem "Zwischenbericht Teilgebiete", den die BGE vor wenigen Stunden veröffentlicht hat. Glauber hatte in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass aus seiner Sicht ein Endlager in Bayern nicht möglich ist. "Wir sind überzeugt, dass in Bayern kein geeigneter Standort für ein Endlager zu finden ist", sagte der Umweltminister bei jeder Gelegenheit.   mehr ...

Atommüllendlager - 90 Regionen in Deutschland kommen für ein Endlager infrage

Das Atommüllendlager wird nicht in Gorleben gebaut. Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hält aber Regionen in fast allen Bundesländern für geologisch geeignet:
 
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat auf der Suche nach einem Atommüllendlager ihren Zwischenbericht Teilgebiete vorgelegt. Daraus geht hervor, dass das Zwischenlager in Gorleben nicht mehr als Atommüllendlager infrage kommt. Unter anderem weise der Salzstock ein nicht intaktes Deckgebirge vor, auch die Gewässerchemie spreche gegen den Standort, sagte BGE-Geschäftsführer Steffen Kanitz.   mehr ...
 

Auf der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland ist der Salzstock Gorleben in Niedersachsen komplett aus dem Rennen.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."

Kohleausstieg

Anwohner klagen für Erhalt ihrer Dörfer - Verfassungsgericht soll Kohle stoppen

Anwohner*innen des Braunkohletagebaus Garzweiler II ziehen vor Gericht. Der beschlossene Kohleausstieg bis 2038 wäre das Aus für weitere Dörfer:

Betroffene des Braunkohletagebaus Garzweiler II nahe Erkelenz in Nordrhein-Westfalen haben beim Bundesverfassungsgericht Klage gegen das Kohleausstiegsgesetz eingereicht. Mit dem neuen Gesetz sei der Handlungsauftrag der Kohlekommission „nicht ansatzweise eingelöst worden“, sagte Dirk Teßmer, der die Initiative „Menschenrecht vor Bergrecht“ als Rechtsanwalt vertritt. Diese will verhindern, dass weitere Dörfer dem Abbau zum Opfer fallen.   mehr ...

Vattenfall will umstrittenes Kohlekraftwerk Moorburg stilllegen

Die Anlage ging erst 2015 offiziell in Betrieb. Nun kündigt der Konzern an, sie könne schon im kommenden Jahr ganz oder teilweise geschlossen werden.   mehr ...

Bundesverfassungsgericht lehnt Steag-Eilantrag gegen Kohleausstiegsgesetz ab

Steag verlangte für das Abschalten seiner Kraftwerke mehr Geld. Doch mit einem Antrag vor dem Bundesverfassungsgericht ist der Essener Energiekonzern gescheitert - hinter dem Unternehmen stecken Stadtwerke in öffentlicher Hand.   mehr ...
 
 
 
Klimareporter: "Der Ausstiegs-Fahrplan - Das schlägt die Kohlekommission vor."
Klimareporter: "Umfrage unter Bundesbürgern - Mehrheit für schnellen Kohleausstieg."
Heise: "Ende einer Epoche - Steinkohleförderung in Deutschland beendet."
Spiegel: "Plan der Kohlekommission - Kraftwerke im Westen sollen zuerst stillgelegt werden."
Klimareporter: "Niederaußem - Gericht stoppt neues RWE-Braunkohlekraftwerk."

Atomkraft / Atomausstieg

Stilllegung von Atomkraftwerk Fessenheim - Letzter Sieg am Oberrhein

Das französische AKW Fessenheim geht endgültig vom Netz. Damit endet eine 43-jährige Geschichte bizarrer Pannen und Proteste:

Die letzten Tage des Reaktors Fessenheim waren so bizarr wie seine 43-jährige Geschichte: Kurz bevor das älteste und umstrittenste aller französischen Atomkraftwerke in der Nacht zum Dienstag endgültig abgeschaltet wurde, ereignete sich am Freitagvormittag noch eine Notabschaltung. Damit wollte der Betreiber es aber keinesfalls bewenden lassen, sondern fuhr die Anlage am Samstagnachmittag nochmals für zwei Tage auf Volllast hoch.   mehr ...

Urteil zu belgischen Atomkraftwerken - Seit fünf Jahren illegal

Der Betrieb der maroden Atomkraftwerke Doel 1 und 2 ist seit 2015 gesetzwidrig. Daraus folgt... nichts. Denn Belgien hat immer noch keine Regierung.   mehr ...

Mühleberg - Erstes Schweizer Atomkraftwerk vom Netz genommen

In der Schweiz ist das Kernkraftwerk Mühleberg stillgelegt worden. Der Betreiber hatte schon vor Jahren entschieden, dass sich der Betrieb nicht mehr rentiert.   mehr ...

 


Energiekonzerne

Infrastruktur - Bund will bei Netzwerkbetreiber Tennet einsteigen

Die Bundesregierung strebt nach mehr Kontrolle über die deutschen Stromnetze. Nach SPIEGEL-Informationen soll der Staat Anteile am deutschen Zweig der niederländischen Gesellschaft Tennet kaufen:
 
Die Bundesregierung will sich schon bald am Netzbetreiber Tennet beteiligen. Geplant ist, dass der Bund im deutschen Sektor der niederländischen Gesellschaft einsteigt. Offen ist, wie groß der Anteil werden soll. Während Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf drängt, sich eine Mehrheit zu sichern, favorisieren Beamte des CDU-geführten Wirtschaftsministeriums eine Beteiligung unter 50 Prozent.
 
Der niederländische Staat als Haupteigner von Tennet lehnt es ab, die milliardenschweren Investitionen zu finanzieren, die auf der deutschen Seite des Netzes nötig wären. Nach einer dem SPIEGEL vorliegenden Tennet-Aufstellung geht es um mindestens 35 Milliarden Euro bis 2028.   mehr ... 

RWE sieht Ökostrom-Investitionen eher im Ausland als in Deutschland

Der Essener Energieversorger RWE sieht die Zukunft bei den eigenen Ökostrom-Investitionen eher im Ausland als im eigenen Land. Schuld sind danach die aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland.   mehr ...

Schadenersatz wegen Atomausstieg - Konzerne fordern 276 Millionen Euro

Eon, RWE und EnBW wollen Schadenersatz für angebliche Investitionen in Folge der Laufzeitverlängerung – zum Ärger der Grünen.   mehr ...


Fukushima / Tschernobyl

Japan - Manager nach Atomunglück von Fukushima freigesprochen

Ein Gericht urteilt, dass den drei Managern des AKW-Betreibers Tepco keine Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen gefordert:
 
Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima sind drei frühere Topmanager des verantwortlichen Kraftwerkbetreibers Tepco in einem Strafprozess freigesprochen worden. Das Gericht in Tokio kam zu dem Schluss, die drei Angeklagten könnten nicht für die Folgen des Atomunglücks im Kraftwerk von Fukushima verantwortlich gemacht werden. Ihnen könne keine Fahrlässigkeit im Umgang mit der Katastrophe nachgewiesen werden, urteilte das Gericht.   mehr ... 

Fukushima - Neue Messergebnisse acht Jahre nach der Atomkatastrophe

Wahnsinn bewiesen: Die Region um das AKW Fukushima ist immer noch hoch verstrahlt, allen Säuberungsaktionen zum Trotz, so der aktuelle Greenpeace-Bericht. Im Fokus: das Leid der Aufräumarbeiter.   mehr ...

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

 


Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."