Energiewende

Sinkende Photovoltaik-Kosten, steigender Börsen-Strompreis - Solarstrom erstmals ohne Prämie

Halb zog man sie, halb sanken sie hin: Neue Photovoltaik-Anlagen in Deutschland kalkulieren ihren Strom zu Kosten, die sich inzwischen mit dem Verkauf an der Strombörse decken lassen. Im August kam so die erste große laufende Solarstromanlage gänzlich ohne EEG-Zahlungen aus:

Dass sich jemand glücklich schätzt, auf eine ihm zustehende Prämie verzichten zu können, das gibt es nur in den teilweise absurden Begrifflichkeiten des Strommarkts. Seit 2012 wird bekanntlich der Zuschuss aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), der Solar- und Windkraft-Anlagen zusteht, mit den Einnahmen verrechnet, die sich durch den Verkauf des Ökostroms an der Börse erzielen lassen. Das gilt für alle Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt Nennleistung. Diese befinden sich dann in der sogenannten Direktvermarktung.   mehr ...

Koalitionsausschuss - GroKo treibt schnelleren Ökostrom-Ausbau an

Nach langem Streit strebt die große Koalition eine baldige Einigung über einen schnelleren Ökostrom-Ausbau an. Bis Ende Oktober solle es eine Verständigung über Sonderausschreibungen für erneuerbare Energien geben, sagte SPD-Chefin Andrea Nahles am frühen Dienstagmorgen nach knapp sechsstündigen Beratungen in Berlin.   mehr ...

Vorwürfe an Altmaier - Rechnungshof beklagt große Defizite bei Energiewende

Die Energiewende hat laut Rechnungsprüfern mindestens 160 Milliarden Euro gekostet, droht ihre Ziele aber dennoch zu verfehlen. An das federführende Wirtschaftsministerium richten sich nun schwere Vorwürfe.   mehr ...

 

Hannovermesse: "Energiemanagement 4.0 ."
Klimaretter: "Wind schlägt Kohle."

Spiegel: "Energiewirtschaft - Kampf um die Kohle."

Klimaretter: "EU-Kommission für mehr Erneuerbare."

Klimaretter: "Forschung - Navi für die Energiewende."

FAZ: "Neue Studie - Das denken die Deutschen über die Energiewende."

Spiegel: "Sinkende Leitungskosten - Warum Stromanbieter bald den Preis senken (müssten)."

Zeit "Bundesnetzagentur - 330.000 Haushalte ohne Strom wegen unbezahlter Rechnungen."

Tagesschau: "Preis für Ökostrom EEG-Umlage sinkt auf knapp 6,8 Cent."

Capital: "Der Kohleausstieg hat Vorrang."

BEE: "Energiesteuer mit CO2-Komponente plus Rückverteilung schafft Fairness auf dem Wärmemarkt."

Energie-und-Management.de: "WINDKRAFT - Kabinettsentwurf bereits Anfang September."

Businessinsider.de: "Ökonom rechnet ab - Deutsche Energiewende nur ein „Ablenkungsmanöver“."

Spiegel: "Analyse des Energiemarktes - Wind und Sonne sind billiger als Kohle."


Erneuerbare Energien

Biomasse, Sonne, Wind, Wasser - Erneuerbare Energien immer wichtiger beim weltweiten Verbrauch

Der Anteil von Biomasse, Sonne, Wind- und Wasserkraft am weltweiten Energieverbrauch wächst immer schneller. Besonders wichtig ist dabei Bioenergie - diese birgt aber auch Probleme:

Der Verbrauch regenerativer Energien ist im vergangenen Jahr dreimal schneller gewachsen als der Gesamtverbrauch. Wie aus einem Bericht der Internationalen Energie-Agentur hervorgeht, zieht der Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Verbrauch damit schneller an als bisher.   mehr ...

Solarstrom lohnt sich wieder

Die Deutschen entdecken Solarstrom neu: Im großen Stil installieren sie Solaranlagen mit Speichern. Das liegt weniger an der Politik als an stark gesunkenen Preisen.   mehr ...

Energiewende - Erneuerbare auf Siegeszug

Im ersten Halbjahr machten die Ökoenergien 41,5 Prozent der Stromproduktion in Deutschland aus. Selbst die Energiekonzerne können es nun nicht eilig genug haben mit dem Ausbau von Wind- und Solaranlagen.   mehr ...


 
Kölner Stadt-Anzeiger: "NRW - Windbranche fürchtet Jobabbau."
Klimaretter: "Solar-Guerilla auf dem Balkon: Mit Mini-Solaranlagen für den Balkon lässt sich unkompliziert Ökostrom für die Eigennutzung produzieren."
Klimaretter: "Erneuerbare - Nur Strom kommt voran: Im ersten Halbjahr dieses Jahres konnten die erneuerbaren Energien ihren Anteil am Endenergieverbrauch nur im Stromsektor deutlich steigern."

Kohle

Urteil - Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst - Rodung ausgesetzt

- Die Großdemonstration im Hambacher Forst darf stattfinden. Das hat das Verwaltungsgericht in Aachen entschieden.

- Im Hambacher Forst darf vorerst nicht weiter gerodet werden, entschied das Oberverwaltungsgericht Münster in einem Eilverfahren. RWE dürfe "keine vollendeten Tatsachen schaffen", sagten die Richter.

- RWE erwartet durch den Stopp nun jährliche Kosten im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.   mehr ...

Greenpeace-Rechtsgutachten: RWE-Rodungspläne im Hambacher Forst nicht zulässig - Keine Märchen mehr

Moralisch hat RWE im Hambacher Wald schon verloren, aber hat der Konzern tatsächlich juristische Rückendeckung? Zwei neue Papiere nähren massive Zweifel.   mehr ...

Mehrheit der Deutschen gegen Rodung des Hambacher Forsts

Drei Viertel der Deutschen wollen einer Umfrage zufolge die Waldrodung in NRW stoppen. Eine Mehrheit spricht sich darin auch für einen frühen Kohleausstieg aus.   mehr ...

 

Weiteres Klimareporter: "Maßnahmenkatalog der Landesregierung - Brandenburg will neue Braunkohle-Anlagen."
Tagesschau: "RWE-Tagebau - Schulze für Rodungsstopp."
Klimareporter: "Kohleausstieg kommt fast ohne Entlassungen aus."
WWF: "Deutschland ist Braunkohleweltmeister."
Klimareporter: "Kohleausstieg - Kommission will Kohle nicht "kurzfristig ausknipsen"."
Klimareporter: "BUND: "Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"."
Spiegel: "Planung des Kohleausstiegs - Mitglieder der Kohlekommission stehen fest."
n-tv: "Klimaziele sollen bewahrt werden - Allianz verabschiedet sich von Kohle."
FAZ: "Brief an Merkel - Das große Ringen um den Kohleausstieg."
n-tv: "Perspektive für die Menschen - Ministerien-Quartett plant Kohleausstieg."
Ärzteblatt.de: "Ärzte fordern Kohleausstieg bis 2030."
Zeit: "Teure Notfallkohlekraftwerke bisher ungenutzt."
Campact: "Petition: Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW."
Petition Campact: "Kohleausstieg jetzt! Union und SPD wollen das Klimaziel für 2020 kippen."
BUND: "Vergleichsvorschlag des OVG zum Hambacher Wald - BUND begrüßt alle Initiativen zur Lösung des Konflikts."
SZ: "Braunkohletagebau - Gericht stoppt vorerst umstrittene Abholzung im Hambacher Wald."
Klimaretter: "Hambacher Forst: Klage abgewiesen."
Spiegel: "Expertenpapier - Weniger Kohlemeiler könnten Stromversorgung sicherer machen."
n-tv: "Interview mit Claudia Kemfert - "Der Industriestandort ist nicht gefährdet"."
Handelsblatt: "Rechtsgutachten: Schneller Kohleausstieg verfassungskonform."
Kein-Tagebau.de: "Cottbus - Stadt der Kohlelobby steigt aus der Braunkohle aus."
n-tv: "Ende der Braunkohle - Tillich: Strukturfonds soll Ausstieg begleiten."

Spiegel: "Appell an die Politik - Konzern-Bündnis fordert Kohleausstieg."

Klimaretter: "München grüßt Fidschi und Jamaika."
Spiegel: "Lobbypapier - Siemens fordert raschen Kohleausstieg."
ARD: "Video - Ist Kohle Deutschlands billigster Energieträger?"
FR: "Kohleausstieg - „Letzte Chance für Umsetzung der Klimaziele“."
Presseportal: "WDR exklusiv: Schäden des Braunkohle-Tagebaus noch in mehr als 300 Jahren spürbar."
Welt: "Kohlekraftwerk in Stade darf gebaut werden."
Der Freitag: "Wie der Kohleausstieg vereitelt wurde."
Attac: "6000 protestieren bei Aktionstagen im Rheinland gegen Braunkohle."
WDR: "Polizei: Braunkohle-Protest "Größtenteils friedlich"."
Grüne im Bundestag: "Strommarkt - Dreckiger Kohlestrom im Überfluss."
BUND: "Umfrage - Bevölkerung erwartet von der nächsten Bundesregierung einen Fahrplan für den Kohleausstieg."
Campact: "Klimapolitik für Kohlekonzerne jetzt stoppen - Campact startet Protestaktion gegen die Linkspartei."
BUND: "Eilantrag für Rodungsstopp im Hambacher Wald."
BUND: "Rote Linie gegen Kohle - Verbände rufen zu Demonstration am Braunkohlentagebau Hambach auf."
SZ: "Braunkohle - Merkels Ausstieg."
WDR: "RWE-Klage - Braunkohle-Folgekosten sollen geheim bleiben."
Spiegel: "Strukturwandel - Deutschland hat nur noch 20.000 Braunkohle-Jobs."
Klimaretter: "Neue Milliarden gegen Braunkohle-Schäden."
Tagesschau: "Grüne wollen Kohleausstieg bis 2030."
Umweltinstitut: "Kohleausstieg 2025 - 6 Thesen zum Kohleausstieg nach Paris."

Energiekonzerne

Geheime Netzentgelte

Jeder Verbraucher bezahlt sie mit seiner Stromrechnung: Netzentgelte. Diese werden für die Nutzung des Stromnetzes als Gebühr erhoben. 2017 waren es insgesamt rund 25 Milliarden Euro:

Die Betreiber der Stromnetze erzielen damit Spitzengewinne - Traumrenditen von 15 Prozent und mehr, mit einem risikolosen Geschäft. Denn die Netzbetreiber sind Monopolisten, der Verbraucher ist ihnen ausgeliefert. Wie kommt es zu den hohen Gewinnen?   mehr ...

Netzengelte - Konzerne sollen 300 Millionen Euro Stromkosten nachzahlen

- Große Industriekonzerne mussten in Deutschland die Netzentgelte nicht bezahlen. Damit wollte die damalige CDU/CSU-FDP-Regierung die Unternehmen entlasten.

- Das war eine illegale Beihilfe, hat die EU-Kommission nun entschieden. Die Firmen müssen das Geld jetzt zurückzahlen.   mehr ...

Neue Marktmacht, kriminelle Manager und drei EEG-Novellen

Die Stromliberalisierung war ein Erfolg, doch jetzt droht ein Rollback mit zwei Megakonzernen für Erzeugung und Netze, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer für Energiewirtschaft beim Ökostrom-Anbieter Lichtblick und Mitherausgeber von Klimareporter.   mehr ...

Heise: "Aus RWE SmartHome wird innogy SmartHome."

Energie Ausland

Erneuerbare Energien - Der Hoover Dam soll zum Pumpspeicherkraftwerk werden

Pumpspeicherkraftwerke sind ein anerkanntes Mittel, um elektrische Energie, etwa aus Wind- oder Solarkraftwerken, zu speichern. Aber warum ein neues Pumpspeicherkraftwerk bauen, wenn es doch schon ein großes Wasserkraftwerk gibt, das sich umfunktionieren und damit auch noch besser auslasten lässt?

Wohin mit dem Solarstrom? Kalifornien ist der US-Bundesstaat, in dem der meiste Solarstrom produziert wird. Doch oft genug ist mehr Strom verfügbar, als ins Netz eingespeist werden kann. Es wird ein Speicher für die Energie benötigt. Los Angeles plant einen gigantischen: den Lake Mead.   mehr ...

Atomkraftwerk Hinkley Point C darf öffentlich gefördert werden

Das Gericht der Europäischen Union hat eine Genehmigung der EU-Kommission bestätigt, nach der der britische Staat das AKW mit Beihilfen fördern darf:

Das Milliardenprojekt des neuen Atomkraftwerks Hinkley Point C hat eine wichtige Hürde geschafft. Das Gericht der Europäischen Union (EuGH) hat eine Klage Österreichs gegen Beihilfen der britischen Regierung zu dem AKW abgewiesen, die die EU-Kommission im Oktober 2014 genehmigt hatte. Eine der Beihilfen besteht darin, dass Großbritannien den AKW-Betreibern einen garantierten Einspeisetarif für 35 Jahre zugesagt hatte. Die garantierte Einspeisevergütung wird mit bis zu 1,6 Milliarden Euro im Jahr bewertet.   mehr ...

Türken gegen türkischen Kohleausbau

Die Türkei ist eines der sonnenreichsten Länder, doch Präsident Erdoğan setzt massiv auf Kohle und Atomkraft. Drei Wochen vor den Wahlen zeigt eine Umfrage: Die Mehrheit der Bevölkerung lehnt diesen Kurs ab.   mehr ...

 

Golem: "Island hat ein Kraftwerk mit negativen Emissionen."

Atomkraft / Atomausstieg

AKW-Sicherheit - EU-Kommission ermahnt Belgien

Die EU-Kommission hat Belgien erneut verwarnt, weil dort Vorgaben für die Sicherheit von Atomkraftwerken nicht eingehalten werden:

Die europäische Richtlinie über nukleare Sicherheit hätte eigentlich schon im August 2017 umgesetzt werden müssen. Weil dies nicht geschah, hat die EU-Kommission nun die zweite Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet. Belgien bekommt damit noch einmal acht Wochen Zeit, seine Atomkraftwerke sicherer zu machen. Andernfalls droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.   mehr ...

Reaktorsicherheit - Export zum Ernstfall

Deutschland liefert die Brennstäbe für Belgiens marode Meiler. Das Bundesumweltministerium könnte das stoppen:
 
Es ist schon ungewöhnlich genug, wenn Nuklearexperten verschiedener Länder zu einer gemeinsamen Einschätzung kommen und diese auch noch öffentlich kundtun. Alarmierend ist es, wenn ihr Urteil vernichtend ausfällt. Es geht um Belgiens Atommeiler Tihange 2 und Doel 3. Dort wurden in den letzten Jahren Tausende Risse in den Reaktordruckbehältern entdeckt. Die zur Aachener Tihange-Konferenz geladenen unabhängigen Wissenschaftler des Atomforscher-Netzwerks INRAG stellten klar: Der Betrieb von Tihange 2 – wie auch der von Doel 3 – ist nach international anerkannten Maßstäben weder sicher noch zulässig. Ausgelöst durch einen gewöhnlichen Störfall könnte der Reaktordruckbehälter auseinanderbrechen, womit innerhalb kürzester Zeit große Mengen radioaktiver Stoffe freigesetzt und weite Landstriche auch im benachbarten Nordrhein-Westfalen verseucht würden. Wohlgemerkt: Es sind Fachleute, die das sagen, keine Atomkraftgegner.   mehr ...

AKW-Rückbau in Biblis - Atomkraftwerk-Silhouette bleibt

Das stillgelegte Atomkraftwerk Biblis wird seit einem Jahr abgebaut. Aus dem Atomgesetz entlassen wird es aber wohl erst 2032. Die Kraftwerks-Silhouette wird dann noch genauso aussehen wie heute:

Bis der leere Castor alle Materialschleusen des abgeschalteten Reaktorblocks B in 21 Metern Höhe durchlaufen hat, vergehen einige Stunden. Dann wird der blaue Behälter im südhessischen Atomkraftwerk Biblis mit abgebrannten Brennelementen beladen. Erst sieben Tagen später kann der Castor mit einem Schienenfahrzeug von Block B ins nur wenige Meter entfernte Zwischenlager für hoch radioaktive Castoren (SZL) gebracht und eingelagert werden.   mehr ...

 

FR-Online: "Nach dem Atomzeitalter: Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, steckt aber noch 2,7 Milliarden Euro in Atomforschung."

Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Fukushima / Tschernobyl

Fukushima-Report - Radioaktivität in wiederbesiedelten Regionen nach wie vor zu hoch

Rückkehr ins Ungewisse: Japans Versuche, die Region um das AKW Fukushima von Strahlung zu säubern, sind gescheitert, das zeigt ein Greenpeace-Report. Trotzdem sollen die Evakuierten zurück in ihre Häuser.

Überall Messstationen –doch keine Sicherheit: Wer zurückkommt, wird gründlich dabei begleitet. Jedes wiederbezogene Haus erhält eine leuchtende Anzeigetafel, die permanent die aktuelle Radioaktivität verkündet. In der lokalen Tageszeitung stehen die Strahlenwerte der offiziellen Messstationen neben den lokalen Wetterdaten. Das soll Vertrauen einflößen. Doch viele Menschen sind beunruhigt.   mehr ...

Gericht verurteilt Staat und Betreiber wegen Fukushima

Ein japanisches Gericht hat dem Staat und dem Konzern Tepco eine Mitschuld an der Atomkatastrophe in Fukushima gegeben.

Das Bezirksgericht der Stadt gab einer Sammelklage von rund 3.800 Bürgern statt. Sie forderten eine monatliche Entschädigung von umgerechnet 380 Euro. Diese soll solange gezahlt werden, bis die Strahlung auf den Stand vor dem Gau gesunken ist. Im Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans war es im März 2011 in Folge eines Erdbebens und eines Tsunamis zu Kernschmelzen in drei Reaktoren gekommen.   mehr ...

Nach GAU von Fukushima - Tepcos Meiler bestehen Sicherheitschecks

Zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe von Fukushima haben Reaktoren des Kraftwerksbetreibers Tepco zum Betrieb notwendige Sicherheitschecks bestanden. Die Meiler dürfen damit wieder hochgefahren werden - wenn denn die zuständigen Kommunen zustimmen.   mehr ...


Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."

 


Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“:

Alles zurück auf Anfang – nach der Pleite mit Gorleben. Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte“. Das heißt: Alle Bundesländer von Schleswig-Holstein bis Bayern und viele Regionen kommen theoretisch infrage. Das bedeutet aber auch: Projekte im tiefen Untergrund wie Erdwärmenutzung, Brunnenbau oder Bergbauprojekte zur Rohstoffgewinnung werden künftig erst dann genehmigt, wenn das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) zustimmt. Darauf wies BfE-Präsident Wolfram König am Montag in Berlin hin.   mehr ...

Zahltag für Atomkonzerne - Wie überweist man eigentlich 24 Milliarden Euro?

An diesem Montag steht ein wohl historischer Zahltag für Deutschlands Atomkonzerne an: Sie müssen zusammen rund 24 Milliarden Euro in einen staatlichen Entsorgungsfonds für die Zwischen- und Endlagerung des Nuklearmülls einzahlen. Die vier Energieriesen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall wollen die gewaltige Summe auf einen Schlag aufbringen - für eine theoretisch bis Ende 2026 mögliche Ratenzahlung hätte der Staat satte Zinsen von 4,58 Prozent pro Jahr kassiert.   mehr ... 

Kommentar zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung

Zur für heute angekündigten Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung mit den vier Atomkonzernen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger:

"Dieser Vertrag droht einen Deal zu zementieren, mit dem sich die Energiekonzerne gegen Zahlung eines Risikoaufschlags von den Kosten der Atommüllentsorgung freikaufen. Trotz der Tatsache, dass weiter ein Gerichtsverfahren von Vattenfall gegen den Atomausstieg anhängig ist, akzeptiert die Bundesregierung einen Ablasshandel. Gewinnt Vattenfall seine Klage, drohen weitere Milliardenzahlungen an die AKW-Betreiber. Dass die Bundesregierung die Rücknahme aller Klagen der AKW-Betreiber nicht zur Bedingung für den Deal gemacht hat, war ein schwerwiegender und teurer Fehler.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."
Tagesschau: "Atomausstieg - Urteil mit unvorhersehbaren Folgen: Das Verfassungsgericht hat den Atomausstieg für zulässig erklärt. Doch gleichzeitig befanden die Richter, dass den Energiekonzerne eine Entschädigung zusteht. Das könnte sogar dazu führen, dass einzelne Meiler länger laufen."
ARD: "Eine Höhle für die Ewigkeit - Das erste Endlager der WeltFinnland baut für die Ewigkeit – ein Bauwerk, das länger halten soll als alle anderen Bauwerke der Menschheit zuvor:
SZ: "Müllkippen für die Ewigkeit: Weltweit haben sich gigantische Mengen Atommüll aufgetürmt - doch niemand will sie haben. Anders in Schweden."
Der Freitag: "Kosten für die Ewigkeit."