Energiepolitik Ausland

Österreich beschließt CO2-Bepreisung fossiler Energie

Im Zuge einer ökosozialen Steuerreform der regierenden Konservativen und der Grünen bekommt CO₂ einen Preis und die Steuerzahler einen sogenannten Klimabonus.   mehr ...

Wie die Ozeane zu gigantischen Kraftwerken werden

Berechnungen zeigen: Windkraftwerke in den Weltmeeren könnten theoretisch den Energiebedarf der Menschheit decken. Nun planen Energieunternehmen die Eroberung der Ozeane – und entwickeln eine neue Technologie zur Marktreife: Schwimmende Windturbinen, die praktisch überall platziert werden können, wo viel Wind weht. Exklusive Satellitenbilder zeigen, wie die ersten schwimmenden Windturbinen errichtet werden. „Wirtschaft von oben“ ist eine Kooperation mit LiveEO.   mehr ...

Atomkraft - China plant Flüssigsalzreaktoren

Um Strom ohne Kohlendioxid-Emissionen zu produzieren, setzt China auch auf Atomkraft: Um die selbst gesetzten Klimaziele zu schaffen, setzt China auch auf Atomkraft: Das Land will den ersten Flüssigsalzreaktor bauen. Er könnte 2030 fertig sein.   mehr ...

 


Energiewende / Stromnetz

Bundesregierung lehnt Förderung für blauen Wasserstoff ab

Aus Deutschland sollen keine Fördergelder für Wasserstoff gezahlt werden, der mit CO2-Abscheidungstechnologie aus Erdgas hergestellt wird:

Die Bundesregierung wird voraussichtlich nur die Herstellung von grünem Wasserstoff fördern, also solchem, der mit Hilfe erneuerbarer Energien und der Elektrolysetechnologie gewonnen wird. Eine Förderung von blauem Wasserstoff soll es laut Äußerungen von Patrick Graichen, seit Kurzem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, nicht geben. Das berichtet die Webseite Euractiv.   mehr ...

Hohe Kosten auf dem Großmarkt - Stromversorger lehnen Neukunden ab

Hohe Strompreise im Großhandel machen die Kundenakquise zum Verlustgeschäft. Versorgungsengpässe treiben die Kosten in die Höhe:

Die Verwerfungen in der Energiewirtschaft erreichen die Haushaltskunden: Immer mehr Stromversorger nehmen außerhalb ihres Grundversorgungsgebiets keine Neukunden mehr an. So haben unter den bundesweiten Ökostromanbietern bereits die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Green Planet Energy (ehemals Greenpeace Energy) mitgeteilt, vorübergehend keine Neukunden mehr unter Vertrag zu nehmen. Auch zahlreiche regionale Energieversorger beschränken sich inzwischen bei Neuverträgen auf das eigene Netzgebiet, wo sie als Grundversorger zur Belieferung verpflichtet sind.   mehr ...

Klimaneutralität - Mehr Windkraft, sparsamere Häuser

Die Deutsche Energie-Agentur entwirft ein Leitbild, wie Strom- und Gasnetze in einer klimaneutralen Zukunft aussehen und geplant werden sollten - und gibt der nächsten Regierung dringende Ratschläge. Einiges muss sich ändern.   mehr ...

 

Weiteres Zeit: "Heizkostenverordnung - Verbraucher werden monatlich über Heizenergieverbrauch informiert."
SZ: "Smart Meter - Neue Stromzähler - was kommt da auf uns zu?"
Golem: "Ökostrom - Tesla will in Deutschland Stromtarif anbieten."
Heise: "EEG-Umlage sinkt 2022 auf niedrigsten Stand seit zehn Jahren."
Zeit: "Internationale Energieagentur - Investitionen in Energiewende müssten verdreifacht werden."
Spiegel: "Rekordpreise für Energie - Strom und Gas werden im Winter noch teurer."
TAZ: "Heizen und Klimawandel - Wärmewende? Sofort!"
Heise: "Missing Link - Digitalisierung ermöglicht Energiewende."
Wirtschaftswoche: "Höherer CO2-Preis - Strompreis an der Börse verdoppelt – Industrie schlägt Alarm."
Heise: "Studie - Stromproduktion mit fossilen Energieträgern hat Höhepunkt überschritten."
Zeit: "Koalition räumt Streitpunkte bei Energie- und Klimapolitik aus."
TAZ: "Energiewende in NRW - Rote Laterne für Laschet."
Golem: "Ökostrom - Berlin macht Solardächer zur Pflicht."
Zeit: "Bund kündigt milliardenschwere Förderung für Wasserstoffprojekte an."
Tagesschau: "Stromnetz-Projekt NordLink - Mega-Kabel für die Energiewende."
FAZ: "Energiewende in Deutschland - 800.000 Fachkräfte für die Klimaneutralität gesucht."
TAZ: "Berlin - Der Senat kauft das Stromnetz zurück - Infrastruktur in öffentliche Hand."
Heise: "Vergleichsportal - Energiekosten für Haushalte steigen."
Golem: "Smart Meter - Gericht stoppt Zwangs-Rollout der vernetzten Stromzähler."
Golem: "Kritische Infrastruktur - Massive Probleme im europäischen Stromnetz."
Heise: "Stromerzeugung in Deutschland sinkt um 3 Prozent."
Heise: "Bundestag beschließt höheren CO2-Preis ab 2021."
Zeit: "Wie Deutschland 65 Prozent Ökostrom erreichen will."
Heise: "Verbraucherschutz und Industrie fordern zeitabhängige Stromtarife."
Wirtschaftswoche: "Neue Energie - So viel Strom wie 50 Atommeiler."
SZ: "Energiekosten - Warum Strom derzeit so teuer ist."

Energiekonzerne

Verbraucherschützer mahnen Grundversorger wegen Erdgas- und Stromtarifen ab

Neukunden müssen bei manchen Stadtwerken wesentlich mehr für Strom und Gas bezahlen als Bestandskunden. Dagegen geht die Verbraucherzentrale NRW vor:

Neukunden müssen bei vielen Grundversorgern für Erdgas und Strom wesentlich mehr bezahlen als Bestandskunden. Dagegen geht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nun juristisch vor, sie hat Rheinenergie, die Stadtwerke Gütersloh und die Wuppertaler WSW Energie & Wasser AG abgemahnt.   mehr ...

Uniper - Warum ein Energiekonzern plötzlich elf Milliarden Euro braucht

Strom und Gas sind gerade so teuer wie nie zuvor - für Uniper eigentlich ein gutes Geschäft. Doch plötzlich sichert sich der Energiekonzern Kredite in Milliardenhöhe, auch vom Staat. Ein Lehrstück eines ziemlich verrückten Marktes.   mehr ...

E.on will 27 Milliarden Euro in Strom- und Gasnetz investieren

Der Konzern E.on will von einer "CO2-freien, digitalen Energiewelt" profitieren – und muss dafür seine Netze ausbauen. 2026 soll dann ein Milliardengewinn stehen.   mehr ...

 


Erneuerbare Energien

Windkraftbranche will schnelleren Ausbau der Offshore-Windkraft

Die Ziele der Bundesregierung für den Ausbau der Windkraft auf See finden fünf Organisationen der Branche gut. Nun müsse aber auch schnell gehandelt werden:

Die deutsche Windkraftbranche begrüßt den von der neuen Regierungskoalition angestrebten Ausbau der Windkraftwerke auf See, die Zielvorgabe von 30 GW bis 2030 sei richtig. Diese müssen nun umgehend Eingang in das Wind-auf-See-Gesetz finden, um weitere Zeitverluste zu vermeiden, fordern fünf Organisationen der Branche. Schließlich habe wegen "falsch gesetzter politischer Rahmenbedingungen fand im Gesamtjahr 2021 kein Zubau von Windenergieanlagen in der deutschen Nord- und Ostsee" stattgefunden.   mehr ...

Wie man die Geothermie wirklich für die Energiewende einsetzen könnte

In den USA will die Biden-Regierung vier neue Pilotanlagen fördern, die die "vergessenen Erneuerbaren" wiederbeleben könnten:

Aus dem Erdinneren gelangt genug Wärme an die Oberfläche, um den gesamten weltweiten Energiebedarf zu decken – sogar zweimal. Aber um diese Ressource nutzbar zu machen, muss man erstens zumeist tief bohren und zweitens diese Wärme in eine nutzbare Form umwandeln. Das ist schwierig und teuer, weshalb Geothermie-Systeme – manchmal auch als "vergessene Erneuerbare" bezeichnet – nur etwa 0,3 Prozent der weltweiten Stromerzeugung ausmacht.   mehr ...

Boom der Erneuerbaren - Rekordzuwachs bei Wind und Solar

Die Internationale Energieagentur erwartet ein globales Rekordplus bei den Erneuerbaren im Jahr 2021. Und trotzdem reicht das Wachstum nicht aus.   mehr ...

 


Atomkraft / Atomausstieg

Wissenschaftler zu "Grünem Label" für Atomkraft - Größter Greenwash aller Zeiten

Deutsche Wissenschaftler, die die EU-Kommission beraten haben, zeigen sich enttäuscht. Derweil hat der Bundeskanzler seine Ablehnung der Atomkraft bestärkt:

Deutsche Wissenschaftler, die die EU-Kommission zur nun vorgelegten Taxonomie-Verordnung beraten haben, zeigen sich schockiert. Professor Andreas Hoepner, Experte für nachhaltige Finanzen, bezeichnet als eines von 57 Mitgliedern der "Plattform für nachhaltige Finanzen" den Vorschlag der EU-Kommission als "wohl größten Greenwash aller Zeiten". Sebastian Rink von der Frankfurt School of Finance, hält die Vorlage für eine Verwässerung, durch die die gesamte Taxonomie ungläubwürdig werde, berichten die Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR.   mehr ...

Kernenergie - AKW in der EU benötigen 500 Milliarden Euro Investitionen bis 2050

Die neue Generation von Atomkraftwerken benötigt bis 2050 Investitionen von 500 Milliarden Euro, sagt die EU. Atomkraft müsse daher als nachhaltig eingestuft werden.    mehr ...

„Kernenergie hat sich für Deutschland erledigt“ – Warum die Energiekonzerne keine Rückkehr der Atomkraft wollen

Die Atomkraft findet auch in Deutschland wieder mehr Unterstützer. Doch die Atomkonzerne halten wenig davon:
 
Eine Gruppe hat für diese Diskussion aber überhaupt kein Verständnis – und die ist entscheidend: die Betreiber der sechs verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland, Eon, RWE und EnBW. „Kurz vor Abschalten in Deutschland eine Debatte darüber zu starten, ob Kernkraftwerke einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ist befremdlich“, sagte Eon-Chef Leonhard Birnbaum dem Handelsblatt: „Sie kommt viel zu spät und nutzt keinem mehr.“   mehr ...

 


Kohleausstieg

Klimapolitik in NRW - Wüst wendet an der Abbruchkante

Nordrhein-Westfalens neuer Ministerpräsident nutzt seine Regierungserklärung, um sich von seinem Vorgänger Laschet abzusetzen. Was er zum Ausstieg aus der Kohle verkündet, ist eine Sensation:

"Für mich ist klar: Wir sind in Nordrhein-Westfalen zu einem Ausstieg aus der Kohle auch schon 2030 bereit", sagt er und holt Luft, "und wir wollen alles dafür tun, dass uns das gelingt."   mehr ...

Klimaschutz in China - "Kohlestrom rechnet sich immer weniger"

China will im Ausland keine Kohlemeiler mehr bauen und in den Provinzen fällt der Strom aus: Ökonom Christoph Nedopil erklärt, wie das Land es mit dem Klimaschutz hält.   mehr ...
 

Polen muss eine halbe Million Euro am Tag zahlen, entscheidet der EuGH. Denn die Regierung weigert sich, den Kohletagebau Turow zu schließen.   mehr ...

 
 

Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Endlager-Bergwerk wird geschlossen - Vorletztes Kapitel in Gorleben

Ein langer Kampf endet. Nachdem Gorleben als Endlager-Standort ausgeschieden ist, soll der Salzstock nun verfüllt und verschlossen werden.   mehr ...

Bürgerbeteiligung bei der Endlagerfrage - Keine Zeit für zu viel Streit

Die Suche nach einer dauerhaften radioaktiven Müllkippe geht weiter. Ohne viel Verzögerung sollen mögliche Betroffene eingebunden werden:

Es geht um eine heiße Frage: Wo in Deutschland sollen für die nächsten eine Million Jahre 10.500 Tonnen hochradioaktiver Müll gelagert werden? Vor einem Jahr stellte die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) den „Zwischenbericht Teilgebiete“ vor. Der schloss den Standort Gorleben aus, benannte aber 54 Prozent des Landes als potenzielle Lagerstätte.   mehr ...

Endlager-Suche - Nördlich der Donau ist in Bayern praktisch alles möglich

Umweltminister Glauber hatte zuletzt oft betont, dass ein Endlager in Bayern nicht möglich sei, diese Ansicht dürfte auch Ministerpräsident Söder teilen. Doch die bayerische Haltung ist pikant.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."

Fukushima / Tschernobyl

Japan - Manager nach Atomunglück von Fukushima freigesprochen

Ein Gericht urteilt, dass den drei Managern des AKW-Betreibers Tepco keine Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen gefordert:
 
Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima sind drei frühere Topmanager des verantwortlichen Kraftwerkbetreibers Tepco in einem Strafprozess freigesprochen worden. Das Gericht in Tokio kam zu dem Schluss, die drei Angeklagten könnten nicht für die Folgen des Atomunglücks im Kraftwerk von Fukushima verantwortlich gemacht werden. Ihnen könne keine Fahrlässigkeit im Umgang mit der Katastrophe nachgewiesen werden, urteilte das Gericht.   mehr ... 

Fukushima - Neue Messergebnisse acht Jahre nach der Atomkatastrophe

Wahnsinn bewiesen: Die Region um das AKW Fukushima ist immer noch hoch verstrahlt, allen Säuberungsaktionen zum Trotz, so der aktuelle Greenpeace-Bericht. Im Fokus: das Leid der Aufräumarbeiter.   mehr ...

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

 


Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."