Energiewende

Energiewende rückwärts - Wärmeverbrauch von Wohngebäuden steigt

Die Energiewende im Gebäudesektor kommt nicht voran - im Gegenteil: Laut einer Studie ist der Erdgas- und Heizölverbrauch in Mehrfamilienhäusern im Vergleich zu 2018 sogar gestiegen:

Bereinigt um den Einfluss des Wetters lag demnach der Erdgas- und Heizölverbrauch in Mehrfamilienhäusern um 1,1 und 1,5 Prozent über den Werten des Vorjahres. Lediglich beim Verbrauch von Fernwärme verzeichnete die Studie einen minimalen Rückgang von 0,3 Prozent.

Über die vergangenen drei Jahre hinweg betrage der gesamte Anstieg für Erdgas 5,8 Prozent, für Heizöl 8,5 Prozent und für Fernwärme 4,9 Prozent. Techem verwendet für seine Studie die Verbrauchswerte von rund 1,5 Millionen Wohnungen in 120.000 Mehrfamilienhäusern und rechnet diese Werte dann hoch.   mehr ...

Trotz Klimapaket - Strom wird noch teurer

Auf Stromkunden in Deutschland kommt eine Welle an Preiserhöhungen zu. Nach Angaben der Vergleichsportale Verivox und Check24 haben bereits rund 170 Versorger angekündigt, die Preise für private Verbraucher zum 1. Januar anzuheben. Laut Verivox wollen bislang 177 örtliche Stromversorger ihre Preise um durchschnittlich 5,4 Prozent erhöhen. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse in den von den Strompreiserhöhungen betroffenen Regionen mit Mehrkosten von durchschnittlich 64 Euro pro Jahr rechnen. „Die Bundesregierung hat zwar erklärt, die Haushalte bei den Strompreisen entlasten zu wollen, doch davon ist bisher noch nichts angekommen“, sagte Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.   mehr ...

EEG-Umlage steigt 2020, höhere Strompreise befürchtet

Der Strompreis dürfte 2020 nochmals ansteigen. Neben gestiegenen Großhandelspreisen trägt auch die EEG-Umlage ihren Teil dazu bei.   mehr ...

 
 
Weiteres Spiegel: "EEG-Umlage auf Strom - Industrie drohen Nachzahlungen in Milliardenhöhe."
FAZ: "Warum Strom in Deutschland so teuer ist."
Ingenieur.de: "Baubeginn für NordLink - Dieses Unterseekabel macht Norwegen zu Deutschlands Energiespeicher."
SZ: "Windenergie - Bundesnetzagentur will vierte Stromtrasse."
Handelsblatt: "Mieterstrom-Flop - Wirtschaftsministerium räumt Nachbesserungsbedarf ein."
FAZ: "Energiepreise - Der Strompreis erreicht Rekordstand."
Spiegel: "Streit über Netzentgelte - Bundesgerichtshof blockiert höhere Gas- und Strompreise."
FAZ: "Chaotische Zustände im deutschen Stromnetz."

Erneuerbare Energien

Rekord beim Windstrom – aber kaum neue Anlagen

In Deutschland werden kaum noch neue Windräder aufgestellt. Am fehlenden Wind liegt das nicht - zumindest nicht in diesem Jahr:

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland stockt, die Stromerzeugung mit Wind erreicht dagegen Rekordwerte. Bis zum Wochenende hatten die Windräder an Land und auf See nach Berechnungen des Energiekonzerns Eon fast 108.000 Gigawattstunden Strom erzeugt. Das seien etwa 15 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des vergangenen Jahres und fast genauso viel wie im gesamten vergangenen Jahr.

Mit der in diesem Jahr bereits erzeugten Menge an Windenergie ließe sich Eon zufolge der Stromverbrauch aller deutschen Haushalte für ein komplettes Jahr decken. Eon bezieht diese Berechnung auf einen Durchschnittsverbrauch von 2500 Kilowattstunden der 41 Millionen Haushalte im Jahr.   mehr ...

Nord- und Süddeutschland führend beim Ausbau von erneuerbaren Energien

Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist im bundesweiten Vergleich in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg am weitesten fortgeschritten. Das geht aus einer neuen Länderanalyse hervor, für die im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) der Ausbau in allen 16 Bundesländern verglichen wurde. Demnach schneidet Schleswig-Holstein am besten ab und macht vor allem beim Ausbau der Windkraftenergie große Fortschritte. Der Südwesten überzeuge vor allem mit Klimaschutzzielen und Schritten für mehr erneuerbare Energien beim Heizen.   mehr ...

Mindestabstand für Windräder - Mehr, nicht weniger Platz

Ein neues Gutachten im Auftrag des Umweltbundesamtes widerspricht nun Koeppens Annahme, dass das auch mit der strengen Windregel funktioniert. Die zentrale Aussage lautet: „Der Ausbau der Windkraft droht durch die geplante Einführung einer Abstandsregel zum Erliegen zu kommen.“ Statt weniger müssten mehr Flächen für Windräder zur Verfügung gestellt werden. Sonst könne Deutschland sein 65-Prozent-Ziel „deutlich verfehlen“. Pauschale Mindestabstände seien das falsche Mittel, stattdessen brauche man „Einzelfallabwägung vor Ort entlang klarer Leitlinien“.   mehr ...

 


Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Bericht zu Atommüll - Kaum Licht am Ende des Tunnels

Der erste „Welt-Atommüll-Report“ warnt: Entsorgung, Lagerung und Finanzierung des nuklearen Abfalls sind praktisch nirgendwo gesichert:

Wie sehr die Gefahr aus dem strahlenden Müll weltweit unterschätzt wird, ist die zentrale Aussage des ersten „Weltreports Nuklearer Abfall 2019“, der am Montag in Berlin präsentiert wurde. Eine Koalition aus den EU-Grünen, dem BUND, Bürgerinitiativen und Stiftungen haben zu diesem Komplex ein Gutachten bei Experten bestellt. Deren Fazit: „Behandlung, Transport, Lagerung und Endlagerung von Atommüll stellen eine signifikante und wachsende Herausforderung für alle nuklearen Länder dar.“   mehr ...

Endlagersuche für Atommüll - Der härteste Job der Energiewelt

Bis 2031 soll die Bundesgesellschaft für Endlagerung einen Platz für Deutschlands hochradioaktiven Strahlenschrott finden. Wie schwer die Aufgabe ist, zeigt die Erfahrung aus dem Atommülllager Asse. EnergieWinde hat die marode Schachtanlage besucht.   mehr ...

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."

Energiekonzerne

RWE sieht Ökostrom-Investitionen eher im Ausland als in Deutschland

Der Essener Energieversorger RWE sieht die Zukunft bei den eigenen Ökostrom-Investitionen eher im Ausland als im eigenen Land. Schuld sind danach die aktuellen Rahmenbedingungen in Deutschland:

Anlässlich des Energietages 2019 des Weltenergierates hat RWE-Chef Schmitz die Bundesregierung kritisiert. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Dow Jones werde laut Schmitz der größte Teil der Öko-Investitionen von RWE nicht in Deutschland landen können.   mehr ...

Schadenersatz wegen Atomausstieg - Konzerne fordern 276 Millionen Euro

Eon, RWE und EnBW wollen Schadenersatz für angebliche Investitionen in Folge der Laufzeitverlängerung – zum Ärger der Grünen:

Das Glück der Atomkonzerne währte nur kurz: Am 28. Oktober 2010 verabschiedete die damalige Koalition aus CDU/CSU und FDP die Atomgesetznovelle, mit der die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um 8 bis 14 Jahre verlängert wurden. Viereinhalb Monate und eine Atomkatastrophe im japanischen Fukushima später kam die Kehrtwende: Mit einem Moratorium und einer anschließenden Gesetzesänderung machte Schwarz-Gelb den eigenen Beschluss rückgängig und verkürzte die Laufzeiten wieder.   mehr ...

RWE baut das Portfolio um - Heuchlerische Pläne

Die RWE feiert sich dafür, dass man jetzt auf Ökoenergien macht. Dabei ist der Konzern viel zu spät dran und zerstört weiterhin Dörfer für die Kohle.   mehr ...


Energie Ausland

Wahlkampfthema Kohleausstieg in Polen - Der Smog ist zurück

Kurz vor der Wahl macht die starke Luftverschmutzung Polen wieder zu schaffen. Nun schauen alle auf die Kohleregion Oberschlesien:

In Polen hat die Heizperiode begonnen. Dicker gelblichgrauer Rauch quillt aus Schloten und Schornsteinen. Kurz vor den Parlamentswahlen am 13. Oktober ist der stinkende Smog zurück. Im Radio kommen täglich Warnungen, viele Polen ziehen sich auf der Straße Atemmasken vors Gesicht, Kinder mit Asthma dürfen das Haus erst gar nicht verlassen.

In Polen liegen 33 der 50 dreckigsten Städte Europas, stellte schon vor zwei Jahren die Weltgesundheitsorganisation fest. Geändert hat sich daran nichts. Das liegt am bisherigen Scheitern des 25-Milliarden-Euro-Programms „Saubere Luft“, aber auch am Festhalten der Kohleförderung durch die nationalpopulistische Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS).   mehr ...

Vierzig Jahre nach Unfall - Atomkraftwerk Three Mile Island stellt seinen Betrieb ein

Vor vierzig Jahren ereignete sich der schlimmste Reaktorunfall der amerikanischen Geschichte in Three Mile Island. Nun hat das Atomkraftwerk seinen Betrieb eingestellt. Es dauert jedoch noch viele Jahre, bis von der Anlage nichts mehr zu sehen ist   mehr ...

Taiwan - Windkraft-Wunderland

Taiwan ist der Hotspot für die globale Offshore-Wind-Industrie. Bis 2025 sollen 5,5 Gigawatt installiert werden, mit Hilfe zahlreicher deutscher Unternehmen. Doch in Fernost gilt es ein paar Besonderheiten zu beachten, etwa Taifune und Erdbeben.   mehr ...

 


Fukushima / Tschernobyl

Japan - Manager nach Atomunglück von Fukushima freigesprochen

Ein Gericht urteilt, dass den drei Managern des AKW-Betreibers Tepco keine Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen gefordert:
 
Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima sind drei frühere Topmanager des verantwortlichen Kraftwerkbetreibers Tepco in einem Strafprozess freigesprochen worden. Das Gericht in Tokio kam zu dem Schluss, die drei Angeklagten könnten nicht für die Folgen des Atomunglücks im Kraftwerk von Fukushima verantwortlich gemacht werden. Ihnen könne keine Fahrlässigkeit im Umgang mit der Katastrophe nachgewiesen werden, urteilte das Gericht.   mehr ... 

Fukushima - Neue Messergebnisse acht Jahre nach der Atomkatastrophe

Wahnsinn bewiesen: Die Region um das AKW Fukushima ist immer noch hoch verstrahlt, allen Säuberungsaktionen zum Trotz, so der aktuelle Greenpeace-Bericht. Im Fokus: das Leid der Aufräumarbeiter.   mehr ...

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

 


Kohleausstieg

Entwurf eines Ausstiegsgesetzes - Zuckerbrot und Peitsche bei der Steinkohle

Energiewende Jobs

Hunderte Millionen Verlust - Braunkohle-Kraftwerke tief in den roten Zahlen

Deutsche Braunkohle-Kraftwerke machen keinen Gewinn mehr. Im ersten Halbjahr haben sie mehr als 650 Millionen Euro Verlust eingefahren, zeigt eine Auswertung.   mehr ...

 
 
Klimareporter: "Der Ausstiegs-Fahrplan - Das schlägt die Kohlekommission vor."
Klimareporter: "Umfrage unter Bundesbürgern - Mehrheit für schnellen Kohleausstieg."
Heise: "Ende einer Epoche - Steinkohleförderung in Deutschland beendet."
Spiegel: "Plan der Kohlekommission - Kraftwerke im Westen sollen zuerst stillgelegt werden."
Klimareporter: "Niederaußem - Gericht stoppt neues RWE-Braunkohlekraftwerk."
SZ: "Energiepolitik - Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern."
SZ: "Urteil - Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst - Rodung ausgesetzt."
Greenpeace: "Rechtsgutachten: RWE-Rodungspläne im Hambacher Forst nicht zulässig - Keine Märchen mehr."
Zeit: "Mehrheit der Deutschen gegen Rodung des Hambacher Forsts."
Klimareporter: "Maßnahmenkatalog der Landesregierung - Brandenburg will neue Braunkohle-Anlagen."
Tagesschau: "RWE-Tagebau - Schulze für Rodungsstopp."
Klimareporter: "Kohleausstieg kommt fast ohne Entlassungen aus."
WWF: "Deutschland ist Braunkohleweltmeister."
Klimareporter: "Kohleausstieg - Kommission will Kohle nicht "kurzfristig ausknipsen"."
Klimareporter: "BUND: "Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"."
Spiegel: "Planung des Kohleausstiegs - Mitglieder der Kohlekommission stehen fest."
n-tv: "Klimaziele sollen bewahrt werden - Allianz verabschiedet sich von Kohle."
FAZ: "Brief an Merkel - Das große Ringen um den Kohleausstieg."
n-tv: "Perspektive für die Menschen - Ministerien-Quartett plant Kohleausstieg."
Ärzteblatt.de: "Ärzte fordern Kohleausstieg bis 2030."
Zeit: "Teure Notfallkohlekraftwerke bisher ungenutzt."
Campact: "Petition: Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW."
Petition Campact: "Kohleausstieg jetzt! Union und SPD wollen das Klimaziel für 2020 kippen."
BUND: "Vergleichsvorschlag des OVG zum Hambacher Wald - BUND begrüßt alle Initiativen zur Lösung des Konflikts."
SZ: "Braunkohletagebau - Gericht stoppt vorerst umstrittene Abholzung im Hambacher Wald."

Atomkraft / Atomausstieg

Kernkraft - Zahlreiche Atomkraftwerke in der EU laufen offenbar ohne Genehmigung

Einer Grünenpolitikerin zufolge wurde bei mindestens 18 Atomkraftwerken eine wichtige Prüfung versäumt. Sollte jemand klagen, müssten sie womöglich vom Netz gehen:
 
Mindestens 18 Atomkraftwerke in der Europäischen Union werden offenbar ohne die notwendigen Genehmigungen betrieben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), berichtet Der Spiegel. Sie könnten womöglich durch Klagen von Anwohnern, NGOs oder Nachbarstaaten stillgelegt werden.   mehr ...

Laufzeitverlängerung für belgische Atommeiler verstößt gegen EU-Recht

Die Genehmigung hätte nicht ohne Umweltverträglichkeitsprüfungen erteilt werden dürfen, entschied der EuGH. Der Betrieb darf dennoch vorläufig weitergehen.   mehr ...

2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre

457 Atomreaktoren sind weltweit im Einsatz und für rund zehn Prozent des erzeugten Stroms verantwortlich. Das Gros dieser Meiler ist laut Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) schon ziemlich betagt - zwei Drittel sind bereits länger als 30 Jahre im Einsatz. Jeder fünfte Atomreaktor ist sogar schon 41 Jahre und länger am Netz. Auch die belgischen Kernkraftwerke sind ziemlich in die Jahre gekommen. Der jüngste der sieben aktiven Reaktoren, Tihange 3, läuft seit dem Juni 1985, der älteste, Doel 1, seit dem August 1974. Belgien hat bereits 2003 den schrittweisen Atomausstieg beschlossen, aber 2015 trotzdem die Laufzeit der Reaktoren Doel 1 und 2 bei Antwerpen um zehn Jahre verlängert. Umweltschützer haben den Fall vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, der nun am 29. Juli sein Urteil fällen wird.   mehr ...

Infografik: 2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre | Statista
 
 
 

Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."