Energiewende

Thinktank-Prognose für 2020 - EEG-Umlage steigt trotz höherem Börsenpreis für Strom

Die EEG-Umlage wird 2020 ansteigen, wenn auch nur leicht, sagt der Thinktank Agora Energiewende voraus. Für die Stromkunden zusätzlich ärgerlich: Auch an der Strombörse wird der Preis zulegen und Strom sich damit insgesamt verteuern:

In den nächsten beiden Jahren scheint auf die Verfechter der Energiewende ein besonderes Kostenproblem zuzukommen. Eine relativ hohe EEG-Umlage wurde bisher auch damit begründet, dass der Strompreis an der Börse niedrig ist und deshalb der per EEG geförderte und dort verkaufte Ökostrom nur geringe Erlöse zielt – und so von den Stromkunden per EEG-Umlage aufwendig unterstützt werden muss.   mehr ...

Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Grüne Elektrizität soll die Antriebsquelle der deutschen Volkswirtschaft werden. Doch statt den Strom billiger zu machen, wird er mit immer höheren Zusatzkosten weiter belastet.   mehr ...

Windenergie - Bundesnetzagentur will vierte Stromtrasse

  • Die Bundesnetzagentur hat einen Vorschlag der Netzbetreiber geprüft und plädiert für eine vierte Stromtrasse - allerdings nur von Schleswig-Holstein bis Nordrhein-Westfalen.
  • Bis 2030 soll der Ökoanteil im deutschen Stromnetz von derzeit 38 auf 65 Prozent steigen.
  • Ein Großteil der Windenergie entsteht im Norden Deutschlands und an den Küsten und muss für die Verwendung im Süden und Westen dorthin transportiert werden. Bisher waren dafür drei Stromtrassen geplant.   mehr ...
 
 
Weiteres Handelsblatt: "Mieterstrom-Flop - Wirtschaftsministerium räumt Nachbesserungsbedarf ein."
FAZ: "Energiepreise - Der Strompreis erreicht Rekordstand."
Spiegel: "Streit über Netzentgelte - Bundesgerichtshof blockiert höhere Gas- und Strompreise."
FAZ: "Chaotische Zustände im deutschen Stromnetz."

Atomkraft / Atomausstieg

Kernkraft - Zahlreiche Atomkraftwerke in der EU laufen offenbar ohne Genehmigung

Einer Grünenpolitikerin zufolge wurde bei mindestens 18 Atomkraftwerken eine wichtige Prüfung versäumt. Sollte jemand klagen, müssten sie womöglich vom Netz gehen:
 
Mindestens 18 Atomkraftwerke in der Europäischen Union werden offenbar ohne die notwendigen Genehmigungen betrieben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), berichtet Der Spiegel. Sie könnten womöglich durch Klagen von Anwohnern, NGOs oder Nachbarstaaten stillgelegt werden.   mehr ...

Laufzeitverlängerung für belgische Atommeiler verstößt gegen EU-Recht

Die Genehmigung hätte nicht ohne Umweltverträglichkeitsprüfungen erteilt werden dürfen, entschied der EuGH. Der Betrieb darf dennoch vorläufig weitergehen.   mehr ...

2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre

457 Atomreaktoren sind weltweit im Einsatz und für rund zehn Prozent des erzeugten Stroms verantwortlich. Das Gros dieser Meiler ist laut Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) schon ziemlich betagt - zwei Drittel sind bereits länger als 30 Jahre im Einsatz. Jeder fünfte Atomreaktor ist sogar schon 41 Jahre und länger am Netz. Auch die belgischen Kernkraftwerke sind ziemlich in die Jahre gekommen. Der jüngste der sieben aktiven Reaktoren, Tihange 3, läuft seit dem Juni 1985, der älteste, Doel 1, seit dem August 1974. Belgien hat bereits 2003 den schrittweisen Atomausstieg beschlossen, aber 2015 trotzdem die Laufzeit der Reaktoren Doel 1 und 2 bei Antwerpen um zehn Jahre verlängert. Umweltschützer haben den Fall vor den Europäischen Gerichtshof gebracht, der nun am 29. Juli sein Urteil fällen wird.   mehr ...

Infografik: 2/3 aller Reaktoren sind älter als 30 Jahre | Statista
 
 
 

Erneuerbare Energien

Gewaltige Investitionen in Stromspeicher erwartet

Erneuerbare Energie wird weltweit immer billiger, und mit Batterien steht mittlerweile auch eine bezahlbare Möglichkeit zur Verfügung, um ihre schwankende Erzeugung auszugleichen. Analysten erwarten hier enormes Wachstum:

Das Stromnetz kehrt zurück zu seinen Wurzeln. Als Thomas Edison im Jahr 1882 das weltweit erste kommerzielle Kraftwerk in Betrieb nahm und darüber 82 Kunden in der Nähe mit Strom versorgte, waren auch Batterien Teil des Systems. Diese sorgten dafür, dass Stromproduktion und -abnahme stets im Gleichgewicht blieben, dienten also dazu, einen Zusammenbruch des neuen Netzes bei Lastspitzen und -tälern zu verhindern.   mehr ...

Windkraft-Krise - Die Wut der Bürger, Alarm in der Branche

Deutschland geht raus aus der Atomkraft und soll raus aus der Kohle. Anlagen aus Wind und Sonne sollen mehr Strom liefern. Doch das ist ins Stocken geraten:

Nach Zahlen der Marktberatungsfirma Deutsche Windguard stehen in Brandenburg nach Niedersachsen die meisten Windräder in Deutschland. Insgesamt gibt es derzeit rund 30.000 Windenergieanlagen, in Brandenburg sind es rund 3800. Viel zu viele, finden die Bürgerinitiativen. "Windkraftanlagen sind ökologisch, ökonomisch und sozial unsinnig", sagt Stefan Hellert. "Man kann überhaupt nicht von "grüner Energie" sprechen." Die Windkraft sei unstetig, weil der Wind nicht immer wehe, und sie sei nicht "grundlastfähig" – sprich: könne keine dauerhafte und zuverlässige Versorgung gewährleisten. "Wir müssen endlich nach wirksamen Alternativen suchen – zum Beispiel Energiegewinnung aus Kernfusion." Der Ausbau aber sei politisch gewollt. "Deswegen wird gebaut."   mehr ...

Photovoltaik-Zubau im Juni bei 235 Megawatt – Zwei Gigawatt im ersten Halbjahr

 


Energiekonzerne

Andreae wird BDEW-Chefin - Die Energiewirtschaft ergrünt

Die Energiewirtschaft basierte mal auf Atom- und Kohlestrom. Von diesem Selbstbild hat sie sich weit entfernt. Mit der neuen BDEW-Chefin Andreae will die Energiewirtschaft anschlussfähig bleiben. Trotzdem fällt ein Schatten auf die Ernennung:

Die Berufung der grünen Wirtschaftspolitikerin Kerstin Andreae an die Spitze des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft unterstreicht einmal mehr, wie sehr die grüne Partei mit ihren zentralen Inhalten zur Klima- und Energiepolitik inzwischen die Mitte der Gesellschaft repräsentiert. Sie zeigt ebenso, wie sehr und wie weit sich die deutsche (Energie-)Wirtschaft vom Selbstbild einer auf Atom- und Kohlestrom basierten Branche entfernt hat, das sie noch vor wenigen Jahren abgegeben hat. In der Wasserschutzpolitik sind die Übereinstimmungen mit grünen Positionen schon lange evident.   mehr ...

Umstrittener Kraftwerkskonzern - Chef will RWE zum Ökokonzern umbauen

Begleitet von Protesten hat RWE-Chef Schmitz sich auf der Hauptversammlung des Energieversorgers für einen Wandel zum Ökoanbieter stark gemacht. Allzu radikal soll der Umbau dann allerdings auch wieder nicht ausfallen.   mehr ...

Rekommunalisierung der Energieversorgung - Berliner bekommen ihr Stromnetz zurück

Nach fast einem Jahrzehnt Auseinandersetzung hat es Berlin geschafft: Das Stromnetz der Hauptstadt wird künftig nicht mehr vom schwedischen Staatskonzern Vattenfall, sondern von der landeseigenen Berlin Energie betrieben. Die Konzessionsentscheidung fällte jetzt der Berliner Senat.   mehr ...


Kohleausstieg

Energiewende Jobs

Hunderte Millionen Verlust - Braunkohle-Kraftwerke tief in den roten Zahlen

Deutsche Braunkohle-Kraftwerke machen keinen Gewinn mehr. Im ersten Halbjahr haben sie mehr als 650 Millionen Euro Verlust eingefahren, zeigt eine Auswertung:

Tagesspiegel Background Energie & Klima liegen hierzu Berechnungen des Think-tanks Sandbag vor. Sie zeichnen ein sehr negatives Bild. Demnach haben die Braunkohlekraftwerke im ersten Halbjahr 2019 einen Verlust von über 650 Millionen Euro verbuchen müssen, wenn ihre festen, laufenden Kosten berücksichtigt werden und man von den aktuellen Handelspreisen ausgeht. Alte wie neue Kraftwerke lagen dabei im Minus. Sandbag schreibt von einem „Kollaps“ der Profitabilität.   mehr ...

Uneinigkeit in Union - Wie der Streit um den Kohleausstieg wieder aufbricht

Die Klimapolitik wird immer mehr zum Zankapfel in Union und Koalition. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will den vor wenigen Monaten verabredeten Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2038 jetzt auf das Jahr 2030 vorziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte auf dem Evangelischen Kirchentag schnellere Entscheidungen in der Klimapolitik. Dagegen warnte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer seine Partei, die CDU dürfe „nicht eine Forderung nach der anderen zum Klimaschutz draufsatteln, mit immer neuen Verboten und Vorgaben, wie das die Grünen tun, ohne zu sagen, wie das überhaupt gelingen soll“.   mehr ...

Statt 2030 - Söder für schnelleren Kohleausstieg

Der Ausstieg aus der Kohleenergie soll nach dem Willen des CSU-Vorsitzenden Markus Söder bereits 2030 erfolgen und damit acht Jahre vor dem bislang vereinbarten Datum. „Sind wir ehrlich: Die deutschen Klimaziele sind bis 2030 nur zu erreichen, wenn wir den Kohleausstieg massiv beschleunigen“, sagte der bayerische Ministerpräsident der Zeitung „Münchner Merkur“. „Am Ende müssten wir eigentlich im Jahr 2030 aussteigen.“ Söder hatte sich bereits Ende Mai für einen beschleunigten Kohleausstieg ausgesprochen, aber keinen Zeitpunkt genannt.   mehr ...
 
 
 
Klimareporter: "Der Ausstiegs-Fahrplan - Das schlägt die Kohlekommission vor."
Klimareporter: "Umfrage unter Bundesbürgern - Mehrheit für schnellen Kohleausstieg."
Heise: "Ende einer Epoche - Steinkohleförderung in Deutschland beendet."
Spiegel: "Plan der Kohlekommission - Kraftwerke im Westen sollen zuerst stillgelegt werden."
Klimareporter: "Niederaußem - Gericht stoppt neues RWE-Braunkohlekraftwerk."
SZ: "Energiepolitik - Milliarden-Bonus soll Revieren Kohleausstieg erleichtern."
SZ: "Urteil - Gericht kippt Demonstrations-Verbot am Hambacher Forst - Rodung ausgesetzt."
Greenpeace: "Rechtsgutachten: RWE-Rodungspläne im Hambacher Forst nicht zulässig - Keine Märchen mehr."
Zeit: "Mehrheit der Deutschen gegen Rodung des Hambacher Forsts."
Klimareporter: "Maßnahmenkatalog der Landesregierung - Brandenburg will neue Braunkohle-Anlagen."
Tagesschau: "RWE-Tagebau - Schulze für Rodungsstopp."
Klimareporter: "Kohleausstieg kommt fast ohne Entlassungen aus."
WWF: "Deutschland ist Braunkohleweltmeister."
Klimareporter: "Kohleausstieg - Kommission will Kohle nicht "kurzfristig ausknipsen"."
Klimareporter: "BUND: "Paris verlangt den Kohle-Ausstieg bis 2030"."
Spiegel: "Planung des Kohleausstiegs - Mitglieder der Kohlekommission stehen fest."
n-tv: "Klimaziele sollen bewahrt werden - Allianz verabschiedet sich von Kohle."
FAZ: "Brief an Merkel - Das große Ringen um den Kohleausstieg."
n-tv: "Perspektive für die Menschen - Ministerien-Quartett plant Kohleausstieg."
Ärzteblatt.de: "Ärzte fordern Kohleausstieg bis 2030."
Zeit: "Teure Notfallkohlekraftwerke bisher ungenutzt."
Campact: "Petition: Kein neues Braunkohlekraftwerk in NRW."
Petition Campact: "Kohleausstieg jetzt! Union und SPD wollen das Klimaziel für 2020 kippen."
BUND: "Vergleichsvorschlag des OVG zum Hambacher Wald - BUND begrüßt alle Initiativen zur Lösung des Konflikts."
SZ: "Braunkohletagebau - Gericht stoppt vorerst umstrittene Abholzung im Hambacher Wald."

Energie Ausland

Taiwan - Windkraft-Wunderland

Taiwan ist der Hotspot für die globale Offshore-Wind-Industrie. Bis 2025 sollen 5,5 Gigawatt installiert werden, mit Hilfe zahlreicher deutscher Unternehmen. Doch in Fernost gilt es ein paar Besonderheiten zu beachten, etwa Taifune und Erdbeben:

Berge, Berge, Berge: Taiwans großer Nachteil ist gleichzeitig sein großer Vorteil, jedenfalls was Windkraft angeht. Die Insel im Westpazifik ist ungefähr so bergig wie die Schweiz, nur geringfügig kleiner, aber von dreimal so vielen Menschen bevölkert. Und alle wollen Ökostrom - Windräder lassen sich auf der Insel, zwischen den bis zu knapp 4.000 Meter hohen Gipfeln, aber kaum installieren.   mehr ...

Apple größter Nutzer von Solarenergie in den USA

Kein Konzern verwendet Sonnenstrom so intensiv wie der iPhone-Hersteller, heißt es in einer aktuellen Untersuchung:

Apple ist größter privater Nutzer von Solarenergie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Das geht aus dem "Solar Means Business"-Bericht der Branchenorganisation Solar Energy Industries Association (SEIA) hervor, der in dieser Woche veröffentlicht wurde.   mehr ...

Erneuerbare Energie - Strom für zwei Schottlands

  • Schottland hat durch Windräder im ersten halben Jahr 2019 genug Strom erzeugt, um mehr als vier Millionen Haushalte zu versorgen.
  • Das sind etwa doppelt so viele wie es in Schottland gibt.
  • Das Land ist seinen Klimazielen sogar weit voraus - ganz im Gegensatz zu Deutschland.   mehr ...

 

Golem: "Island hat ein Kraftwerk mit negativen Emissionen."

Atommüll-Entsorgung

Nicht erst seit der Entscheidung zum Atomausstieg durch die Bundesregierung stellt sich die Frage: Wohin mit dem Atommüll, der für Hunderttausende von Jahren strahlen und das Leben ganzer Generationen gefährden könnte.

Die Atomkonzerne wie Vattenfall, EoN, EnBW und RWE haben sich nicht nur nach Kräften gegen den Atomausstieg gewehrt und Deutschland mit Entschädigungsforderungen überzogen, sondern darüberhinaus auch noch die Entwicklung von Konzepten für Erneuerbare Energien verschlafen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Verlusten und schlechten Geschäftszahlen - und werden belohnt von der Politik mit einer Begrenzung der Haftung.

Es wird noch ein langer Weg bis zum ersten Endlager auf deutschem Boden ...

 

Endlagersuche für Atommüll - Der härteste Job der Energiewelt

Bis 2031 soll die Bundesgesellschaft für Endlagerung einen Platz für Deutschlands hochradioaktiven Strahlenschrott finden. Wie schwer die Aufgabe ist, zeigt die Erfahrung aus dem Atommülllager Asse. EnergieWinde hat die marode Schachtanlage besucht:

Die Asse ist löchrig wie ein Schweizer Käse – völlig ungeeignet für ein Endlager. Rund 47.000 Kubikmeter kontaminierter Schrott, Filterrückstände und Laborabfälle, hauptsächlich aus Kernkraftwerken und der Atomforschung, wurden zwischen 1967 und 1978  in dem ehemaligen Salzbergwerk eingelagert.   mehr ...

Atomkraft - Kein löchriges Endlager

Die Suche nach einem Endlager für den stark strahlenden Müll aus den Atomkraftwerken wird nun bundesweit neu gestartet, ausgehend von einer „weißen Landkarte.   mehr ...

Kommentar zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung

Zur für heute angekündigten Unterzeichnung des öffentlich-rechtlichen Vertrags zum Atommüll-Staatsfonds der Bundesregierung mit den vier Atomkonzernen Eon, RWE, ENBW und Vattenfall sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.   mehr ...

 

SZ: "Atommüll unter die Erde in Australien? Das weltweit erste Endlager für radioaktiven Müll könnte in Australien entstehen - ausgerechnet im Siedlungsgebiet von Aborigines. Völlig absurd, findet Umweltaktivist Dave Sweeney."
SHZ.de: "Kabinett einigt sich auf Kriterien für Atommüll-Endlager: Die pauschale Festsetzung eines Standorts nennt Hendricks einen „historischen Fehler“. Dieser soll nun korrigiert werden."
Tagesschau: "Atomausstieg - Urteil mit unvorhersehbaren Folgen: Das Verfassungsgericht hat den Atomausstieg für zulässig erklärt. Doch gleichzeitig befanden die Richter, dass den Energiekonzerne eine Entschädigung zusteht. Das könnte sogar dazu führen, dass einzelne Meiler länger laufen."
ARD: "Eine Höhle für die Ewigkeit - Das erste Endlager der WeltFinnland baut für die Ewigkeit – ein Bauwerk, das länger halten soll als alle anderen Bauwerke der Menschheit zuvor:

Fukushima / Tschernobyl

Fukushima - Neue Messergebnisse acht Jahre nach der Atomkatastrophe

Wahnsinn bewiesen: Die Region um das AKW Fukushima ist immer noch hoch verstrahlt, allen Säuberungsaktionen zum Trotz, so der aktuelle Greenpeace-Bericht. Im Fokus: das Leid der Aufräumarbeiter:

Die Idee ist so absurd, wie sie klingt: Die Region um das 2011 havarierte Atomkraftwerk  Fukushima ließe sich einfach so von der Strahlung befreien. Eine Gegend fast so groß wie Dänemark könnte dekontaminiert werden, indem man radioaktive Erde und Pflanzen in Müllsäcke steckt. Als ließe sich die radioaktive Strahlung nach der Explosion von drei Atomreaktoren einfach so aufräumen, einsammeln und wegwischen. Wie etwas verschüttete Milch, nur eben viel großflächiger und unsichtbar.   mehr ...

In Japan geht ein weiterer Atomreaktor wieder ans Netz

In Japan ist ein weiterer Atomreaktor in Betrieb gegangen. Der Betreiberkonzern Shikoku Electric Power fuhr den Reaktor Nummer 3 des Atomkraftwerks Ikata in Westjapan am Samstag wieder hoch, nachdem er zuvor knapp ein Jahr lang wegen Widerstands aus der lokalen Bevölkerung abgeschaltet gewesen war. Damit sind in dem hochgradig von Erdbeben und Vulkanen gefährdeten Inselreich acht Meiler wieder am Netz.   mehr ...

Fukushima-Report - Radioaktivität in wiederbesiedelten Regionen nach wie vor zu hoch

Rückkehr ins Ungewisse: Japans Versuche, die Region um das AKW Fukushima von Strahlung zu säubern, sind gescheitert, das zeigt ein Greenpeace-Report. Trotzdem sollen die Evakuierten zurück in ihre Häuser.   mehr ...

 


Fracking

Experten-Gremium geplant - Bund ebnet Weg für Fracking-Bohrungen

Schon bald könnte es in Deutschland Fracking-Probebohrungen geben. Die Regierung bereitet derzeit den Einsatz einer Expertenkommission vor. Die Grünen sehen darin ein klares Zeichen: Der Startschuss für das umstrittene Schiefergas-Fracking ist gefallen:

Schon bald könnte es in Deutschland zu Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode kommen. Die Bundesregierung bereitet derzeit einen Beschluss zur Benennung einer Expertenkommission zur wissenschaftlichen Begleitung von Probebohrungen vor. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Demnach sollen vier von der Bundesregierung und zwei vom Bundesrat benannte Vertreter in dem Gremium sitzen.   mehr ...

Frackingverbot: Hoffen auf Bundesländer

Das umstrittene "unkonventionelle" Fracking ist ab heute verboten – außer für die Forschung. Für den Klimaschutz nützt das nichts, kritisieren Umweltschützer:

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Das Fracking-Gesetz, das heute in Kraft tritt, hatte schon Folgen: Dem Gaskonzern Wintershall wurde untersagt, in Nordrhein-Westfalen in zwei Feldern weiter nach Erdgas zu suchen. Die NRW-Bezirksregierung Arnsberg hat – eben mit Bezug auf das Gesetz – Anfang des Monats die entsprechenden Verlängerungsanträge des Konzerns abgelehnt.   mehr ...

 

Weiteres Campact: "Gesundheit - Ein Arzt packt aus."
Klimaretter: "Südafrika will fracken:."

Geothermie

Seismologie - Wie der Mensch die Erde erschüttert

- In Oklahoma lösen die Abwässer aus der Öl- und Gasförderung regelmäßig mittelstarke Erdbeben aus.

- Die Zahl menschenverursachter Erdbeben nimmt weltweit zu.

- Auch in Deutschland bebt die Erde in Folge von Geothermie und Bergbau:

An einem Tag im Sommer ging in Oklahoma das Licht aus. Ein Erdbeben der Stärke 4,2 erschütterte die Kleinstadt Edmond und verursachte einen Stromausfall. Vor zehn Jahren wäre so etwas noch vollkommen undenkbar gewesen. "Bevor Fracking aufkam, war Oklahoma ein aseismischer Bundesstaat", sagt Marco Bohnhoff, Seismologe am Geoforschungszentrum Potsdam. Auf den offiziellen Gefährdungskarten war der Staat ein weißer Fleck, Erdbeben traten dort im Prinzip nicht auf.   mehr ...

Bohren für die Wärmewende

Was macht eigentlich die Geothermie? Energie aus dem Erdinneren wird auch in Deutschland bereits erfolgreich genutzt. Wenn nur die Kommunikation der Risiken etwas einfacher wäre:

Es ist natürlich keine Frage, dass München spitze ist. Sei es im Autobau, beim Bierausschank in Festzelten und üblicherweise auch im Fußball. Eine weitere Erfolgsgeschichte spielt sich noch überwiegend im Verborgenen ab, was vielleicht von Vorteil ist, denn diese Branche hat keinen guten Ruf. Die Rede ist von der Geothermie: Bayerns Hauptstadt und ihr Umland führen heimlich eine Energiewende durch. Siebzehn Erdwärme-Anlagen sind mittlerweile in der Region in Betrieb, drei weitere befinden sich im Bau. Aus Bohrlöchern, die bis zu sechs Kilometer in den Untergrund reichen, wird kochend heißes Thermalwasser an die Oberfläche gefördert; stets verfügbare Wärme aus der Erdkruste heizt ganze Stadtteile und produziert Strom. Weder Treibhausgase entstehen dabei noch Atommüll, trotzdem wird diese Energiegewinnung bekämpft.   mehr ...

 

Weiteres SZ: "Geothermie in Deutschland - Die Angst vor dem Bohrer."

Telepolis: "Ohne Bohrungen geht es nicht: Für die Renaissance des Atomausstiegs könnte die Erdwärme einen wichtigen Beitrag leisten."