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Unternehmenssteuern / Steuerflucht

Steuerflucht - Milliardenvermögen aus dem Ausland an deutsche Behörden gemeldet

Viele Steueroasen informieren Länder wie Deutschland nun über Bankguthaben, die deren Bürger dort besitzen. Wo das meiste Geld liegt, bleibt aber geheim:
 
Den Finanzbehörden sind aus dem Ausland Milliardenvermögen von Deutschen gemeldet worden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die ZEIT ONLINE vorliegt. Nicht-EU-Staaten informierten die Bundesrepublik im Jahr 2017 demnach über Erträge in Höhe von fast 39 Milliarden Euro. Diese Gelder sind steuerlich relevant. Insgesamt lagen auf deutschen Konten außerhalb der EU 269,4 Milliarden Euro. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet.   mehr ...

Besteuerung von Apple und Co. - OECD präsentiert Kompromissvorschlag

Die OECD hat im Streit über eine gerechtere Besteuerung von Internetkonzernen einen Vorschlag vorgelegt. Der "einheitliche Ansatz" auf internationaler Ebene sieht unter anderem vor, dass die Besteuerung sich nicht nur am jeweiligen Firmensitz orientiert. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichtem Papier der Organisation hervor.

Stattdessen sollen internationale Unternehmen wie Google, Amazon oder Apple auch dort Abgaben zahlen, wo Kunden beziehungsweise Nutzer von Dienstleistungen sitzen und die Unternehmen Umsätze erzielen.   mehr ...

Niederlande stoppen Steuertricks für internationale Konzerne

Große Konzerne wie Shell, Philips oder Akzo Nobel müssen in den Niederlanden ab 2021 ihre Gewinne voll versteuern. Die bisherigen günstigen Regelungen für multinationale Unternehmen würden gestrichen, teilte das Finanzministerium am Dienstag in Den Haag bei der Vorlage des Haushaltsplanes mit. Die neue Regelung werde schätzungsweise 265 Millionen Euro pro Jahr einbringen, sagte das Ministerium.   mehr ...

 
 
Weiteres Zeit: "Steuerflucht - Apple und EU-Kommission streiten vor Gericht um 13 Milliarden Euro."
TAZ: "Besteuerung von Internetkonzernen - Europa notfalls im Alleingang."
Golem: "G20-Staaten - IT-Konzerne sollen globale Mindeststeuer zahlen."
Zeit: "Steuerpolitik - OECD plant Abkommen für Besteuerung internationaler Unternehmen."
Spiegel: "Kampf gegen Geldwäsche - Scholz will Transparenzregister öffentlich machen."
SZ: "Steuern - Reiche Deutsche zieht es immer noch nach Luxemburg."
n-tv: "EU-Steuerbetrüger rauben Milliarden durch Karussellgeschäfte."

Finance News

Bis zu neun Milliarden Euro - Verein will Geld von vergessenen Konten in soziale Zwecke investieren 

Das Geld verwaister Bankkonten geht bisher nach 30 Jahren an die Banken. Ein Verein will nun, dass dieses Geld für gemeinnützige Zwecke ausgegeben wird:

Der Verein Social Entrepreneurship Network Deutschland (Send) fordert, dass künftig Gelder von herrenlosen Konten in einen Sozialfonds investiert werden. Dies geht aus einem Papier des Netzwerks hervor. Demnach könnten hierzulande bis zu neun Milliarden Euro auf sogenannten nachrichtenlosen Bankkoten liegen. Das sind Konten, bei denen die Banken den Kundenkontakt verloren haben, weil zum Beispiel deren Eigentümer verstorben ist und die Erben von den Konten nichts wissen. Bislang fallen die Gelder nach 30 Jahren den Banken zu.   mehr ...

IWF-Chefin Georgiewa - „In einem Handelskrieg verliert jeder“

Ihre erste Rede hat es in sich: Die neue IWF-Chefin Georgiewa warnt vor den wirtschaftlichen Kosten der Handelskonflikte. Die Welt muss sich auf die nächste Krise vorbereiten. Für Deutschland hat sie eine Empfehlung.   mehr ...

Kryptomining - Wie Bitcoin die Klimakrise anheizt

Die Kryptowährung Bitcoin baut darauf, dass Miner darum konkurrieren, wer Rechenaufgaben am schnellsten löst. Das braucht viel Strom - und führt dazu, dass Bitcoin mindestens so viel Kohlendioxid produziert wie ein kleines Land. Besserung ist derzeit nicht in Sicht.   mehr ...

 
 

Banken / Spekulation

Britische Großbank HSBC könnte bis zu 10.000 Stellen zusätzlich streichen

Die britische Großbank HSBC plant einem Zeitungsbericht zufolge einen massiven Stellenabbau. Bis zu 10.000 Stellen seien gefährdet:

Der britischen Großbank HSBC steht laut einem Pressebericht womöglich ein weiterer Stellenabbau ins Haus. Im Rahmen eines neuen Sparprogramms des Interimschefs Noel Quinn könnten bis zu 10.000 Stellen wegfallen, berichtet die „Financial Times“ am Montag unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Dabei könnte vor allem Europa betroffen sein. So stelle sich der Bank die Frage, warum sie in Europa so viele Leute beschäftige, während doch Teile Asiens zweistellige Renditen erzielten, hieß es von einer der Personen. Betroffen sein könnten dem Bericht zufolge hochbezahlte Stellen.   mehr ...

Cum-Ex-Strafprozess - Ein industriell geplanter Milliardencoup

Der erste Monat im Strafprozess am Landgericht Bonn hat gezeigt, wie die Finanzbranche den Staat über Jahre manipulierte. Mancher fühlt sich dabei an die Rückgabe von Leergut und Pfandbons erinnert.   mehr ...

Girokonten - Viele Banken erhöhen Kontogebühren um gut 30 Prozent

Auch für rein online geführte Girokonten müssen Bankkunden jetzt oftmals mehr zahlen. Eine neue Welle der Gebührenerhöhungen scheint bevorzustehen. Wen trifft es besonders?   mehr ...

 


EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

Dringender Appell - Notenbanker geißeln EZB-Geldpolitik

Notenbanker aus vier Ländern warnen in der F.A.Z. vor der ultralockeren Geldpolitik. Es drohten „gravierende soziale Spannungen“. Zudem erhärte sich der Verdacht, dass die EZB hochverschuldete Regierungen vor einem Zinsanstieg schützen will:

Ranghohe ehemalige Notenbanker aus vier europäischen Ländern gehen mit der ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank scharf ins Gericht. Wie aus einem zweiseitigen Memorandum hervorgeht, das der F.A.Z. vorliegt, mahnen sie mit Nachdruck zur Rückbesinnung auf die vertraglich vereinbarten Ursprungsprinzipien. Zu den Autoren gehört auf deutscher Seite der bis 2012 amtierende EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark, sein Vorgänger Otmar Issing sowie der frühere Bundesbank-Präsident Helmut Schlesinger.   mehr ...

Europäische Zentralbank - EU-Parlament stimmt für Christine Lagarde als neue EZB-Chefin

Das EU-Parlament hat sich mit großer Mehrheit für die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Lagarde erhielt 394 von 649 abgegebenen Stimmen bei einem geheimen Votum des Europaparlaments in Straßburg. 206 Abgeordnete sprachen sich gegen die Französin aus, 49 enthielten sich.   mehr ...

EZB drückt die Zinsen noch tiefer

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Strafzins für Einlagen weiter ab: Künftig müssen Banken ein halbes Prozent zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken. Zusätzlich wird die EZB wieder neu Anleihen kaufen - von November an im Volumen von monatlich 20 Milliarden Euro. Zuletzt hatte sie nur noch die bestehenden Programme immer wieder neu verlängert. Was die Entscheidung nun bedeutet - ein Überblick.   mehr ...

 
 
Weiteres Wirtschaftswoche: "Nullzins - Der Fluch des billigen Geldes."

Finanzpolitik 

Grünenchef über Steuerschlupflöcher - "Zweistellige Milliardenbeträge werden dem Gemeinwohl entzogen"

Deutsche horten einer Grünen-Studie zufolge große Geldsummen im Ausland. Parteichef Robert Habeck kritisiert die Bundesregierung dafür scharf, zu wenig gegen Steuerschlupflöcher zu unternehmen:

Der Ehrliche dürfe nicht der Dumme sein: Mit diesen Worten hat Grünenchef Robert Habeck mehr Einsatz im Kampf gegen Steuerhinterziehung im Ausland gefordert. Es sei "völlig unverständlich", warum die Bundesregierung nicht alles daran setze, Steuerschlupflöcher aufzudecken, erklärte Habeck. Ansonsten "erodiert der Gemeinsinn".

Der Grünenchef forderte eine nationale Anzeigepflicht für Steuersparmodelle. "Zweistellige Milliardenbeträge werden dem Gemeinwohl entzogen, sie fehlen für Bildung, Polizei und Pflege", sagte Habeck.   mehr ...

Finanzminister Olaf Scholz präsentiert unfertigen Haushalt

Der Finanzminister plant im Etat für 2020 Ausgaben von knapp 360 Milliarden Euro – ohne neue Schulden zu machen. Bislang fehlt der Klimaschutz in den Berechnungen.   mehr ...

Forscher wollen kürzen - Der Staat verteilt so viele Subventionen wie noch nie

Mehr denn je bestimmt der Staat mit Finanzhilfen und Steuervergünstigungen über das Angebot an Gütern und Dienstleistungen in Deutschland. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) schätzt die Subventionen für das vergangene Jahr auf 187,8 Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Nachdem die Mittel im Zuge der Finanzkrise vor zehn Jahren kräftig gestiegen waren, hatte es in den beiden Jahren bis 2012 einen leichten Rückgang gegeben. Seitdem geht die Entwicklung nur noch in eine Richtung: nach oben. „Die Subventionsmentalität erscheint ungebrochen“, schreiben die Autoren Claus-Friedrich Laaser und Astrid Rosenschon.   mehr ...

 
 

Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben.

Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" gegenseitig sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Den ärmsten Ländern droht eine neue Schuldenkrise

Immer mehr Staaten können ihre Kredite nicht bedienen, warnen die Gläubigerländer in Paris. China steht im Verdacht, diese Schwäche auszunutzen:
 
Auf der ganzen Welt sind private und staatliche Schulden in den vergangenen Jahren auf ein lange nicht gesehenes Ausmaß gestiegen. Das haben zum Großteil die reichen Industrieländer zu verantworten, doch auch in den Entwicklungsländern wachsen die Verbindlichkeiten – und damit die Gefahr neuer Schuldenkrisen. Davor warnten am Dienstag in Paris Finanzminister und Notenbankiers aus mehr als 40 Ländern, die im Rahmen des Pariser Klubs, der Organisation staatlicher Gläubiger, in Paris zusammengekommen sind. 24 der 60 ärmsten Länder der Welt könnten ihre staatlichen Kredite nicht mehr bedienen oder seien von einer solchen Schieflage bedroht, berichtete die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. 2013 waren es nur halb so viele. Besonders Länder mit hoher Rohstoffabhängigkeit ächzen unter hohem Fremdkapital. „Wir stehen vor einem steilen Anstieg“, sagte die Französin, denn einerseits hätten die Entwicklungsländer immensen Finanzbedarf für ihre öffentliche Infrastruktur, doch andererseits dürften sie nicht in neue Schuldenkrisen getrieben werden.   mehr ...

Big Four - Warum Europa es nicht geschafft hat, die Wirtschaftsprüfer zu bändigen

  • Nach der Finanzkrise standen die sogenannten "Big Four" am Pranger, das sind die Wirtschaftsprüfer EY, Deloitte, KMPG und PwC.
  • Doch vom Vorstoß der EU-Kommission blieb kaum etwas über. Interne Protokolle zeigen nun, warum: Auch die Bundesregierung hat schärfere Regeln blockierterieten.   mehr ...

Nach langen Verhandlungen - Deutschland und Frankreich einig bei Eurozonen-Budget

Die beiden Länder haben sich auf einen Vorschlag für ein gemeinsames Budget der Euro-Staaten innerhalb des EU-Haushalts geeinigt. Das soll die Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften verringern.   mehr ...

 

Le Monde diplomatique: "Griechenland - Stürmische Märkte."