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Finance News

Erbschaftssteuer - FDP fordert höhere Freibeträge für Erben

Die FDP will gegen die ab Januar drohende Mehrbelastung durch Änderungen der Erbschaftssteuer vorgehen. Sie fordert eine Erhöhung der Freibeträge. Davon könnten besonders Erben von Immobilien profitieren:

Die FDP will in letzter Minute die ab Januar 2023 erwarteten Zusatzkosten für Erbinnen und Erben größerer Vermögenswerte begrenzen und zu diesem Zweck die Freibeträge durch die Koalition anheben lassen. Die höheren Abgaben bei Erbschaften beträfen "keinesfalls nur Menschen mit hohem Einkommen", sagte FDP-Fraktionschef Christian Dürr.   mehr ...

Bitcoin & Co. Kryptobörse FTX ist zahlungsunfähig

Die Schieflage von FTX, einer großen Handelsplattform für Digitalwährungen, sorgt für Turbulenzen in der gesamten Branche. Nach gescheiterten Rettungsversuchen ist die Kryptobörse nun zahlungsunfähig. Vorstandschef Bankman-Fried tritt zurück.   mehr ...

China - Xis neue Macht alarmiert die Börsen

Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus China sind besser als erwartet, trotzdem stürzen die Aktien ab. Den Investoren ist Xi Jinpings Machtfülle nicht geheuer.   mehr ...

 
 

Finanzpolitik 

Kriminalitätsbekämpfung - Nancy Faeser will Bargeldobergrenze von 10.000 Euro einführen

Mit einer Begrenzung von Barzahlungen will die Bundesinnenministerin dazu beitragen, kriminelle Strukturen leichter zerschlagen zu können. Die CSU ist gegen den Vorstoß:
 
Innenministerin Nancy Faeser (SPD) hat sich für eine Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ausgesprochen. "Ein 30.000-Euro-Barkauf von Schmuck oder Uhren sollte bald der Vergangenheit angehören", sagte sie Bild am Sonntag. Faeser setzte sich für die Einführung einer allgemeinen Bargeldobergrenze von 10.000 Euro ein.   mehr ...

476 Milliarden Euro Ausgaben - Bundeshaushalt steht - mit Schuldenbremse

Mehr als 18 Stunden haben die Haushälter im Bundestag um den Etat für 2023 gerungen. Jetzt ist klar, wofür die Bundesregierung im kommenden Jahr Geld ausgibt. Auch die Schuldenbremse soll eingehalten werden.   mehr ...

Gutachten der Wirtschaftsweisen - Weise Finger in der Wunde

Ein Bericht empfiehlt höhere Steuern für Besserverdienende, um die Krisenlast sozialer zu verteilen. Der Ampel droht neuer Krach.   mehr ...

 
 

Banken / Spekulation

Steuerskandal - Gericht verurteilt Cum-Ex-Banker zu langen Haftstrafen

Das Landgericht Frankfurt verhängt im Prozess um die Geschäfte der insolventen Maple Bank Haftstrafen gegen die Angeklagten. Nur einer von ihnen kann sich freuen:

Mehr als eineinhalb Jahre hat der Prozess gedauert am Landgericht Frankfurt, an 57 Verhandlungstagen nahm die Strafkammer um den Vorsitzenden Richter Werner Gröschel die kriminelle Vergangenheit einer unbekannten Bank auseinander. An diesem Montag, Verhandlungstag 58, sprach der Richter das Urteil gegen die frühere Führungsriege der Maple Bank, einst Zweigstelle einer kanadischen Bankengruppe in Frankfurt und tief verstrickt in den größten Steuerskandal der Geschichte der Bundesrepublik. Steuerschaden nach Feststellung des Gerichts: mehr als 370 Millionen Euro. Eine gigantische Summe für die winzige Bank, ein komplizierter Fall, ein anspruchsvoller Prozess.   mehr ...

Mehr als eine Milliarde  - Deutsche Bank mit großem Gewinnsprung

Die Deutsche Bank hat ihren Gewinn binnen Jahresfrist nahezu versechsfacht. Unterm Strich blieben bei Deutschlands größtem Geldhaus 1,1 Milliarden Euro hängen.   mehr ...

Nach Videoident-Hack - Alle prüfen, Banken vertrauen vorerst weiterhin

Nach dem CCC-Hack von Videoident-Systemen verschiedener Anbieter sind sich die zuständigen Behörden und Ministerien über die Einschätzung der Gefahr uneinig.   mehr ...

 


Unternehmenssteuern / Steuerflucht

Datenleak - Millionen-Einnahmen durch Paradise Papers

Fünf Jahre nach Veröffentlichung der Recherchen zieht Hessens Finanzminister Bilanz: Mithilfe der Daten hat der Staat ganz schön viel Geld eingenommen:

Durch die Auswertung der Paradise Papers mit Daten aus Offshore-Finanzplätzen hat der Staat Millionen Euro an Steuern eingetrieben und Hunderte mutmaßliche Steuerhinterzieher verfolgt. In den fünf Jahren seit der Veröffentlichung der international unter Federführung der SZ und des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) koordinierten Recherche habe das Finanzamt Kassel 1500 Anfragen zu den Daten beantwortet. Das teilte Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) am Freitag mit. Dabei seien Daten zu fast 600 Personen und rund 1000 Firmen zur weiteren steuerrechtlichen und steuerstrafrechtlichen Prüfung an die zuständigen Finanzbehörden abgegeben worden. "Aus den abgegebenen Vorgängen haben uns bislang Rückmeldungen über ein steuerliches Mehrergebnis von knapp drei Millionen Euro erreicht", sagte Boddenberg.   mehr ...

Multinationale Unternehmen - Deutsche Konzerne nutzen offenbar eifrig Steueroasen

Deutsche Multis machen pro Jahr 4,6 Billionen Umsatz und 360 Milliarden Euro Gewinn. Um möglichst wenig Steuern zu zahlen, nutzen sie offenbar auch Steueroasen – darauf lassen Zahlen des Statistischen Bundesamtes schließen.   mehr ...

Möglicher Steuerbetrug McDonald’s zahlt in Frankreich 1,25 Milliarden Euro

Ihre Gewinne hatte die französische McDonald’s-Tochter durch hohe Lizenzzahlungen kleingerechnet. Die Steuerbehörden witterten Betrug – jetzt gaben sie sich mit einer Strafzahlung zufrieden.   mehr ...

 

Weiteres Golem: "Steuervermeidung - Amazon hat 2021 keine Steuern in Europa gezahlt."
TAZ: "EU-Kommission zu Abgaben von Unternehmen - Brüssel will bis 2023 Mindeststeuer."
TAZ: "Studie zu Steuerdumping in Europa - Reiche schaden EU."
Heise: "G20-Staaten für Deal zur globalen Mindestbesteuerung von Unternehmen."
Golem: "Steueroasen - Globaler Steuersatz für IT-Konzerne reicht nicht aus."
SZ: "Pandora Papers - Weber fordert europäisches FBI gegen Schwarzgeld."
SZ: "Pandora Papers - Auf den Spuren der Gier."
SZ: "Deutschlands Superreiche zieht es wieder nach Liechtenstein."
SZ: "Finanzpolitik - EU plant Steuerpranger für Konzerne."
Zeit: "Konzernsteuern - Ein Entlastungsprogramm für Deutschlands Konzerne."
Zeit: "Deutsche parken Milliardensummen in Steueroasen."
SZ: "Steuerhinterziehung - Anzeigen willkommen. Auch anonym. Auch in Bayern."

EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

Inflation - EZB erhöht Leitzins deutlich

Im Kampf gegen die Rekordinflation setzen die Währungshüter die Zinsen gleich um 0,75 Prozentpunkte nach oben:

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins zum zweiten Mal hintereinander um 0,75 Prozentpunkte auf jetzt zwei Prozent angehoben. Das ist der höchste Stand seit 2009. "Wir werden die Zinsen in den nächsten Sitzungen weiter erhöhen. Bis zu welchem Wert, das kann ich nicht sagen", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde nach der Entscheidung der Währungshüter am Donnerstag. "Das war es noch nicht mit der Normalisierung der Geldpolitik", so Lagarde weiter. Mit dieser Entscheidung unterstreichen die Währungshüter ihre Entschlossenheit im Kampf gegen die starken Preissteigerungen. Die Inflation im Euro-Raum lag im September mit 9,9 Prozent so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Währungsunion.   mehr ...

Geldpolitik - EZB erhöht Leitzins drastisch

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf 1,25 Prozent angehoben und weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. "Zuletzt sind die Preise für Energie und Lebensmittel extrem angestiegen, gleichzeitig weitet sich die Inflation in viele andere Wirtschaftssektoren aus", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Donnerstag. "Deshalb mussten wir entschlossen handeln."   mehr ...

Schulden - Lindner will es hochverschuldeten EU-Staaten einfacher machen

Bei der anstehenden Reformierung der Schuldenregeln will die Bundesregierung künftig auf realistische Vorgaben setzen. Gerade Länder wie Griechenland oder Italien dürften davon profitieren.   mehr ...

 
 

Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben. Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Zunehmende Klimaschäden durch Bitcoin

Bitcoins werden oft als „digitales Gold“ bezeichnet. Eine neue Studie zeigt nun, dass sie – gemessen an den verursachten Klimaschäden im Verhältnis zum Marktwert – treffender eher mit Rohöl zu vergleichen sind. Das „Schürfen“ der Kryptowährung verbraucht viel Strom, der bislang größtenteils aus fossilen Quellen stammt. Umgerechnet in CO2-Äquivalente überstiegen die Klimakosten des Bitcoin teilweise sogar seinen Marktwert. Aus Sicht der Forscher ist eine grundlegende Umgestaltung des Bitcoin-Mining-Systems erforderlich, um die Kryptowährung nachhaltiger zu gestalten.   mehr ...

Inflationsrisiko steigt - Die Geldflut schwillt weiter an

Die Euro-Geldmenge wächst mit zweistelligen Raten. Das dürfte früher oder später auch die Güterpreise kräftig steigen lassen.   mehr ...

Den ärmsten Ländern droht eine neue Schuldenkrise

Immer mehr Staaten können ihre Kredite nicht bedienen, warnen die Gläubigerländer in Paris. China steht im Verdacht, diese Schwäche auszunutzen.   mehr ...

 

Le Monde diplomatique: "Griechenland - Stürmische Märkte."