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Finance News

Enkeltrick 2.0 – Senioren, die in Aktien anlegen, brauchen besonderen Schutz

Das Coronavirus ist der Turbo der Digitalisierung. Auch die Finanzbranche übt sich in Social Distancing beim Umgang mit ihren Kunden. Doch für ältere Menschen wird das zum echten Problem:


Finanzpolitik 

Neuverschuldung wegen Corona - Regierung plant 150 Milliarden Euro neue Schulden

Abschied von der "Schwarzen Null": Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Krise einen enormen Nachtragshaushalt - und neue Schulden von 150 Milliarden Euro:

Corona-Krise - Wie viel Geld Deutschland übrig hat

  • Bund, Länder und Sozialkassen verfügen derzeit über etwa 200 Milliarden Euro an Rücklagen.
  • Ökonomen und die Opposition haben das Bunkern von so viel Geld oft kritisiert.
  • Doch jetzt kommen die Rücklagen wie gerufen.   mehr ...

Geringere Risikovorsorge - Bundesbank verdoppelt Gewinn

Gute Nachrichten für Finanzminister Scholz: Weil die Bundesbank im vergangenen Jahr weniger Geld für die Risikovorsorge zurücklegen musste, konnte sie den höchsten Bilanzgewinn seit 2008 erzielen.   mehr ...
 
 
 

Banken / Spekulation

Trotz Verlusts - Deutsche Bank schüttet erneut Prämien in Milliardenhöhe aus

Trotz intensiver Sanierungsbemühungen erwirtschaftet die Deutsche Bank hohe Verluste. Dennoch dürfen sich die Mitarbeiter auf einen Prämientopf in Milliardenhöhe freuen:
 
Die Deutsche Bank zahlt trotz enormer Verluste immer noch Boni für Vorstand und Mitarbeiter aus. Statistisch betrachtet schrumpfte die variable Vergütung für die Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr zwar um 22 Prozent von 1,9 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des größten deutschen Geldhauses hervorgeht. Doch die Einbußen fallen im Einzelfall geringer aus, weil sich die Summe auf weniger Begünstigte verteilt. Denn im Zuge des Sanierungsprozesses wurden viele Stellen abgebaut.   mehr ...

CumEx-Prozess - Triumph der Justiz

Cum-Ex ist illegal - das Urteil im Bonner Cum-Ex-Prozess setzt Maßstäbe. Und zeigt, wie die Justiz sogar in Corona-Zeiten komplexe Wirtschaftsstrafsachen bewältigen kann:
 
Als er sein Urteil begründet, holt Richter Roland Zickler zu einem Rundumschlag aus. "Wir haben hier Sachen gehört, die sind eigentlich nicht zu fassen", sagt er. Zickler meint die Dreistigkeit, mit der Händler, Banken und Anwälte über Jahre den Staat mit Steuerdeals ausgeraubt haben – und die Dreistigkeit, mit der viele von ihnen versucht haben, sich hinterher herauszureden. "Wenn sie sich in einen Kreis von Ganoven begeben, können Sie doch nicht sagen, um mich herum waren auch nur Ganoven, die haben das alle gemacht", entfährt es Zickler. Schließlich fragt er in Richtung der Angeklagten: "Wollen wir in einer Welt leben, in der jeder jeden bescheißt?"   mehr ...

Radikalkur nach Gewinneinbruch - HSBC streicht bis zu 35.000 Jobs

Brexit, Coronavirus und Handelskonflikte zwingen Europas größte Bank zu einer Rosskur: Bei HSBC fallen 35.000 Jobs weg, das Investmentbanking wird zurechtgestutzt, das Geschäft in Europa und den USA verkleinert.   mehr ...

 


EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

Corona - EZB legt Notkaufprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro auf

Die EZB will die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Dafür kündigt sie ein milliardenschweres Notkaufprogramm an – mit Spielraum nach oben:

Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat die Europäische Zentralbank ein Notkaufprogramm für Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt. Es soll dabei um Wertpapiere der öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft gehen, wie die EZB überraschend in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. "Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliches Handeln", schrieb EZB-Chefin Christine Lagarde auf Twitter. "Wir sind im Rahmen unseres Mandats entschlossen, das volle Potenzial unserer Werkzeuge auszuschöpfen", betonte sie.   mehr ...

Neuer Kurs der EU-Investitionsbank - Europa steigt aus Gas aus

Aktivisten und NGOs feiern einen „Klimaerfolg“. Lange war Deutschland gegen einen Ausstieg der EU-Förderbank EIB aus fossilen Energieträgern.   mehr ...

Währungsreserven der EZB hoch wie nie

Anders als in Russland, in der Türkei und China stockt die Notenbank in Europa nicht ihre Goldreserven auf. Sie setzt auf Wertpapiere – auch in Renminbi.   mehr ...

 
 

Unternehmenssteuern / Steuerflucht

Europäer machen Druck bei Steuerreform für große Digitalkonzerne

Viele große Konzerne zahlen nur wenig Steuern, was die Top-Wirtschaftsnationen stört. Die Europäer wollen Änderungen, die USA halten aber teils dagegen:

Deutschland, Frankreich und andere europäische Länder machen Druck für eine rasche weltweite Steuerreform, bei der auch Digitalriesen stärker zur Kasse gebeten werden. "Dieses Jahr müssen wir zu einer Entscheidung kommen", sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) bei einem Treffen der Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländern (G20) am Samstag in Riad. Auch der französische Finanzminister Bruno Le Maire forderte einen Kompromiss bis Jahresende. Ihr US-amerikanischer Kollege Steven Mnuchin zeigte sich davon wenig beeindruckt. Die Vereinigten Staaten sehen vor allem die stärkere Besteuerung von Digitalkonzernen kritisch.   mehr ...

Spanien führt Digitalsteuer ein und hofft auf Milliarden-Einnahmen

Spanien führt eine Digitalsteuer ein, um von Unternehmen wie Google, Amazon und Facebook Milliarden einzunehmen:

Nach Frankreich will auch Spanien die Internet-Giganten zur Kasse bitten. Die linke Regierungskoalition hat am Dienstag in Madrid die Einführung einer nationalen Digitalsteuer beschlossen, die hauptsächlich große Online-Unternehmen wie Google, Amazon oder Facebook treffen soll. Durch diese neue Steuer erwarte man Einnahmen von einer knappen Milliarde Euro pro Jahr, sagte Finanzministerin María Jesús Montero vor Journalisten.   mehr ...

Steuerpolitik der OECD-Länder - Deutschland gewinnt, Irland verliert

  • Bei der OECD in Paris wird darüber verhandelt, wie die Steuern internationaler Konzerne fairer aufgeteilt werden können.
  • Die Reform zielt vor allem auf Internetfirmen wie Facebook und Amazon. Der deutsche Staat würde wohl profitieren.
  • Zum einen sollen Konzerne in Zukunft einen Teil ihrer Gewinne auch in jenen Ländern versteuern, in denen sie keine Niederlassung haben, dafür jedoch viele Kunden und Nutzer.
  • Zum anderen wollen sich die Regierungen auf eine Mindeststeuer für Konzerne einigen.   mehr ...
 
 
Weiteres TAZ: "Weltwirtschaftsforum in Davos - Auch Google soll zahlen."
SZ: "Google in Irland - Ein riesiges Steuerschlupfloch schließt sich."
Heise: "USA äußern "große Bedenken" gegen internationale Digitalsteuer."
Spiegel: "Steuerbetrug am Kapitalmarkt - Task Force bekommt Steuerfahndungsbefugnis."
Zeit: "Steuerflucht - Milliardenvermögen aus dem Ausland an deutsche Behörden gemeldet."
Spiegel: "Besteuerung von Apple und Co. - OECD präsentiert Kompromissvorschlag."
Spiegel: "Niederlande stoppen Steuertricks für internationale Konzerne."
Zeit: "Steuerflucht - Apple und EU-Kommission streiten vor Gericht um 13 Milliarden Euro."
TAZ: "Besteuerung von Internetkonzernen - Europa notfalls im Alleingang."
Golem: "G20-Staaten - IT-Konzerne sollen globale Mindeststeuer zahlen."
Zeit: "Steuerpolitik - OECD plant Abkommen für Besteuerung internationaler Unternehmen."
Spiegel: "Kampf gegen Geldwäsche - Scholz will Transparenzregister öffentlich machen."
SZ: "Steuern - Reiche Deutsche zieht es immer noch nach Luxemburg."
n-tv: "EU-Steuerbetrüger rauben Milliarden durch Karussellgeschäfte."

Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben.

Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" gegenseitig sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Den ärmsten Ländern droht eine neue Schuldenkrise

Immer mehr Staaten können ihre Kredite nicht bedienen, warnen die Gläubigerländer in Paris. China steht im Verdacht, diese Schwäche auszunutzen:
 
Auf der ganzen Welt sind private und staatliche Schulden in den vergangenen Jahren auf ein lange nicht gesehenes Ausmaß gestiegen. Das haben zum Großteil die reichen Industrieländer zu verantworten, doch auch in den Entwicklungsländern wachsen die Verbindlichkeiten – und damit die Gefahr neuer Schuldenkrisen. Davor warnten am Dienstag in Paris Finanzminister und Notenbankiers aus mehr als 40 Ländern, die im Rahmen des Pariser Klubs, der Organisation staatlicher Gläubiger, in Paris zusammengekommen sind. 24 der 60 ärmsten Länder der Welt könnten ihre staatlichen Kredite nicht mehr bedienen oder seien von einer solchen Schieflage bedroht, berichtete die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. 2013 waren es nur halb so viele. Besonders Länder mit hoher Rohstoffabhängigkeit ächzen unter hohem Fremdkapital. „Wir stehen vor einem steilen Anstieg“, sagte die Französin, denn einerseits hätten die Entwicklungsländer immensen Finanzbedarf für ihre öffentliche Infrastruktur, doch andererseits dürften sie nicht in neue Schuldenkrisen getrieben werden.   mehr ...

Big Four - Warum Europa es nicht geschafft hat, die Wirtschaftsprüfer zu bändigen

  • Nach der Finanzkrise standen die sogenannten "Big Four" am Pranger, das sind die Wirtschaftsprüfer EY, Deloitte, KMPG und PwC.
  • Doch vom Vorstoß der EU-Kommission blieb kaum etwas über. Interne Protokolle zeigen nun, warum: Auch die Bundesregierung hat schärfere Regeln blockierterieten.   mehr ...

Nach langen Verhandlungen - Deutschland und Frankreich einig bei Eurozonen-Budget

Die beiden Länder haben sich auf einen Vorschlag für ein gemeinsames Budget der Euro-Staaten innerhalb des EU-Haushalts geeinigt. Das soll die Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften verringern.   mehr ...

 

Le Monde diplomatique: "Griechenland - Stürmische Märkte."