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Finance News

Finanzkriminalität - EU diskutiert Limit für Barzahlungen

In den Mitgliedstaaten gelten sehr unterschiedliche Obergrenzen für Geschäfte in bar. Um Geldwäsche besser bekämpfen zu können, regt die Kommission nun eine einheitliche Regelung an. Das hätte auch Folgen für Deutschland:

Die Unterschiede in der EU sind enorm: In Griechenland dürfen Kunden höchstens 500 Euro in bar bezahlen. Das soll Steuerhinterziehung und Geldwäsche erschweren. In Kroatien liegt diese Obergrenze bei 15 000 Euro. Und in neun der 27 Mitgliedstaaten gibt es bislang gar kein Limit für Geschäfte in Cash - zum Beispiel in Deutschland. Die einzige Einschränkung hierzulande besteht darin, dass bei Beträgen über 10 000 Euro der Ausweis gezeigt werden muss. Doch geht es nach dem Willen der EU-Kommission, könnten auch in der Bundesrepublik hohe Barzahlungen demnächst komplett verboten sein.   mehr ...

Nach Wirecard-Skandal - EU-Kommission will Wirtschaftsprüfer womöglich stärker haften lassen

Nach den Pannen bei der Kontrolle von Wirecard diskutiert Brüssel eine »ausreichend hohe oder gar unbegrenzte Haftung der Rechnungsprüfer«. So sollen Kompromisse bei den Abschlüssen verhindert werden.   mehr ...

Wirecard-Untersuchungsausschuss - Der Club der (fast) ahnungslosen Banker

Der Wirecard-Untersuchungsausschuss hat Deutschlands Banker-Elite zum Rapport geladen: Warum liehen sie dem Pleitekonzern so viel Geld? Ausgerechnet der unbekannteste Manager belegt, warum die anderen versagt haben.   mehr ...

 
 

Banken / Spekulation

Laut Medienberichten - Deutsche Bank beendet Zusammenarbeit mit Donald Trump

Die Deutsche Bank will laut Medienberichten keine Geschäfte mehr mit Donald Trump machen. Er schuldet der Bank mehr als 300 Millionen Dollar. Auch andere Unternehmen ziehen sich zurück:

Nun wollen auch Banken ihre Geschäfte mit Donald Trump beenden. Nach den tödlichen Ausschreitungen im Kapitol am Mittwoch ziehen sich mehrere Unternehmen von Trump und dessen Unternehmen zurück. Medienberichten zufolge soll die Deutsche Bank beschlossen haben, keine weiteren Geschäfte mit Trump und seinen Firmen zu machen. Der Nachrichtendienst Bloomberg und die Zeitung „New York Times“ berichten dies und nennen als Quelle eine mit der Angelegenheit vertraute Person.   mehr ...

Geldwäsche bei Großbanken - Der nächste Finanzskandal

Wieder steht die Deutsche Bank im Mittelpunkt eines Skandals: Ein Reporternetzwerk hat Daten über Geldwäschemeldungen ausgewertet.   mehr ...

Stellenabbau - Deutsche Bank will jede fünfte Filiale schließen

Geldgeschäfte und Beratungen finden laut Deutscher Bank immer häufiger online oder per Telefon statt. Nun plant sie weitere Filialschließungen und den Abbau von Stellen.   mehr ...

 


Unternehmenssteuern / Steuerflucht

Beschlusspapier - CSU fordert „Google- und Amazon-Steuer“

Internet-Riesen wie Google, Amazon oder Facebook sollen als „digitale Betriebsstätten“ gelten. So will die CSU Steuervermeidung verhindern. Die Zeit sei „reif für die Google- und Amazon-Steuer“, heißt es in einem Beschlusspapier:

Die CSU will die großen Internetkonzerne wie Google und Amazon in Zukunft zum Zahlen von Steuern heranziehen. „Wir wollen die Internet-Riesen besteuern“, heißt es in einem Beschlusspapier, dessen Entwurf der F.A.Z. vorliegt. Es soll auf der Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag am 6. und 7. Januar in Berlin beschlossen werden.   mehr ...

Steueroasen kosten Bund 5,7 Milliarden Euro

Weil Unternehmen ihre Gewinne in Länder mit sehr niedrigen Steuern verlagern, entgeht Deutschland sehr viel Geld. Das Ifo-Institut konnte den Schaden jetzt genau beziffern.   mehr ...

Starökonom tritt in EU-Dienst - Schlechte Zeiten für Steuerflucht

Der französische Ökonom Gabriel Zucman wird die neue Steuerbeobachtungsstelle der EU leiten. Sie soll Steuervermeidung dokumentieren.   mehr ...

 

Weiteres Wirtschaftswoche: "EU-Ratspräsidentschaft - „Die große Koalition blockiert mehr Steuertransparenz in Europa“."
Heise: "OECD - Fortschritt bei Verhandlungen über Digitalsteuer."
Heise: "Streit um Apples Milliarden-Steuernachzahlung - EU-Kommission geht in Berufung."
Golem: "Google, Amazon, Facebook - EU-Komission will eigene Digitalsteuer einführen."
TAZ: "Steuerstreit mit US-Konzern - Apple muss keine Steuern nachzahlen."
Spiegel: "Forderung der EU-Kommission - Firmen mit Verbindungen zu Steueroasen sollen keine Corona-Hilfe bekommen."
SZ: "Cum-Ex-Verdächtige - 566 Zeilen Excel-Tabelle - verschlampt im Amt."
Spiegel: "Globaler Reformversuch - USA steigen aus Verhandlungen über Digitalsteuern aus."
Heise: "Europäer machen Druck bei Steuerreform für große Digitalkonzerne."
Heise: "Spanien führt Digitalsteuer ein und hofft auf Milliarden-Einnahmen."
SZ: "Steuerpolitik der OECD-Länder - Deutschland gewinnt, Irland verliert."
TAZ: "Weltwirtschaftsforum in Davos - Auch Google soll zahlen."
SZ: "Google in Irland - Ein riesiges Steuerschlupfloch schließt sich."
Heise: "USA äußern "große Bedenken" gegen internationale Digitalsteuer."
Spiegel: "Steuerbetrug am Kapitalmarkt - Task Force bekommt Steuerfahndungsbefugnis."
Zeit: "Steuerflucht - Milliardenvermögen aus dem Ausland an deutsche Behörden gemeldet."
Spiegel: "Besteuerung von Apple und Co. - OECD präsentiert Kompromissvorschlag."
Spiegel: "Niederlande stoppen Steuertricks für internationale Konzerne."
Zeit: "Steuerflucht - Apple und EU-Kommission streiten vor Gericht um 13 Milliarden Euro."
TAZ: "Besteuerung von Internetkonzernen - Europa notfalls im Alleingang."
Golem: "G20-Staaten - IT-Konzerne sollen globale Mindeststeuer zahlen."

Finanzpolitik 

Solidaritätszuschlag - Entlastung für 24,7 Millionen Steuerzahler ab Januar

Die Mehrheit der Steuerzahler, die bisher den Solidaritätszuschlag gezahlt hätten, würden vollständig entlastet. Für andere Steuerzahler entfällt der Soli teilweise:

Fast 25 Millionen Steuerpflichtige werden laut Bundesfinanzministerium am 1. Januar vom Solidaritätszuschlag ganz oder teilweise befreit. „Es wird geschätzt, dass rund 24,7 Millionen Steuerpflichtige ab dem Jahr 2021 ganz oder teilweise vom Soli entlastet werden“, sagte eine Ministeriumssprecherin der „Rheinischen Post“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Etwa 90 Prozent derjenigen, die bisher Solidaritätszuschlag zur veranlagten Einkommensteuer und Lohnsteuer gezahlt hätten, würden vollständig entlastet. Für weitere 6,5 Prozent der Steuerpflichtigen entfalle der Zuschlag teilweise. Insgesamt würden die Steuerzahler im ersten Jahr um rund 9,8 Milliarden Euro entlastet. Bis 2024 steige die jährliche Entlastung auf rund zwölf Milliarden Euro, so die Sprecherin.   mehr ...

Ende der Mehrwertsteuersenkung - Groteske Geldverschwendung

Die Senkung der Mehrwertsteuer war eine Fehlentscheidung. 20 Milliarden Euro hätte man effektiver verteilen können, um die Konjunktur anzukurbeln.   mehr ...

Gastronomie - Geschlossene Betriebe verdienen laut Ökonomen gut an Corona-Hilfen

Der Bund gibt laut einer Studie für Wirtschaftshilfen im November und Dezember zehn Milliarden Euro zu viel aus. Viele geschlossene Betriebe würden nun mehr verdienen, als wenn sie geöffnet hätten.    mehr ...

 
 

EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

Noch mehr Anleihenkäufe - EZB stockt Krisenprogramm um 500 Milliarden Euro auf

Die Europäische Zentralbank verstärkt ihr Engagement gegen die Corona-Krise. Sie wird länger und in größerem Umfang als bisher geplant Anleihen aufkaufen:

Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit weiteren Milliarden gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Das EZB-Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (PEPP) wird um 500 Milliarden Euro auf 1,85 Billionen Euro ausgeweitet, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Das Laufzeitende wurde um neun Monate auf März 2022 verlängert. Der Leitzins im Euroraum bleibt erwartungsgemäß auf dem Rekordtief von null Prozent.   mehr ...

Eurorettungsschirm - EU-Finanzminister einigen sich auf ESM-Reform

Zwei Jahre wurde gestritten, nun hat Italien seinen Widerstand aufgegeben. Die Finanzminister der Euro-Gruppe haben sich auf eine Reform des Rettungsschirms verständigt.   mehr ...

Forderung beim Grünen-Parteitag - EZB soll normal werden

Die Grünen aus Münster wollen die Finanzmärkte entmachten. EU-Parlamentarier Giegold befürwortet eine „modifizierte Übernahme“ des Antrags.   mehr ...

 
 

Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben.

Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" gegenseitig sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Den ärmsten Ländern droht eine neue Schuldenkrise

Immer mehr Staaten können ihre Kredite nicht bedienen, warnen die Gläubigerländer in Paris. China steht im Verdacht, diese Schwäche auszunutzen:
 
Auf der ganzen Welt sind private und staatliche Schulden in den vergangenen Jahren auf ein lange nicht gesehenes Ausmaß gestiegen. Das haben zum Großteil die reichen Industrieländer zu verantworten, doch auch in den Entwicklungsländern wachsen die Verbindlichkeiten – und damit die Gefahr neuer Schuldenkrisen. Davor warnten am Dienstag in Paris Finanzminister und Notenbankiers aus mehr als 40 Ländern, die im Rahmen des Pariser Klubs, der Organisation staatlicher Gläubiger, in Paris zusammengekommen sind. 24 der 60 ärmsten Länder der Welt könnten ihre staatlichen Kredite nicht mehr bedienen oder seien von einer solchen Schieflage bedroht, berichtete die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde. 2013 waren es nur halb so viele. Besonders Länder mit hoher Rohstoffabhängigkeit ächzen unter hohem Fremdkapital. „Wir stehen vor einem steilen Anstieg“, sagte die Französin, denn einerseits hätten die Entwicklungsländer immensen Finanzbedarf für ihre öffentliche Infrastruktur, doch andererseits dürften sie nicht in neue Schuldenkrisen getrieben werden.   mehr ...

Big Four - Warum Europa es nicht geschafft hat, die Wirtschaftsprüfer zu bändigen

  • Nach der Finanzkrise standen die sogenannten "Big Four" am Pranger, das sind die Wirtschaftsprüfer EY, Deloitte, KMPG und PwC.
  • Doch vom Vorstoß der EU-Kommission blieb kaum etwas über. Interne Protokolle zeigen nun, warum: Auch die Bundesregierung hat schärfere Regeln blockierterieten.   mehr ...

Nach langen Verhandlungen - Deutschland und Frankreich einig bei Eurozonen-Budget

Die beiden Länder haben sich auf einen Vorschlag für ein gemeinsames Budget der Euro-Staaten innerhalb des EU-Haushalts geeinigt. Das soll die Unterschiede zwischen den Volkswirtschaften verringern.   mehr ...

 

Le Monde diplomatique: "Griechenland - Stürmische Märkte."