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Finance News

Erste deutsche Börsenliga erweitert - Dax nun mit 40 statt 30 Konzernen

Der Dax-Kurszettel ist voller geworden: 40 Unternehmen spielen nun in der ersten deutschen Börsenliga. Zudem gelten strengere Regeln für die Mitgliedschaft:

Erstmals in seiner mehr als 30-jährigen Geschichte umfasst der Deutsche Aktienindex 40 Unternehmen. Die zehn zusätzlichen Dax-Mitglieder stehen seit diesem Montag auf dem Kurszettel. Ziel der historischen Reform des wichtigsten deutschen Börsenbarometers: Der Leitindex soll die deutsche Wirtschaft umfassender abbilden. Zudem legt die Deutsche Börse ab sofort strengere Maßstäbe an die Mitglieder der Dax-Familie an.   mehr ...

Durchsuchung im Finanzministerium - Einsatz mit Nachgeschmack

Die Ermittlungen in seinem Ministerium haben Kanzlerkandidat Scholz in Bedrängnis gebracht. Aber an einer entscheidenden Stelle liest sich die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft anders als der Durchsuchungsbeschluss. War, so kurz vor der Wahl, auch Politik im Spiel?

Die Wucht der Nachricht ist enorm. 17 Tage vor der Wahl lässt die Staatsanwaltschaft Osnabrück das Ministerium von Olaf Scholz durchsuchen, der Kanzler werden will und dessen SPD in den Umfragen vor der Union liegt. Man fühlt sich an die US-Wahl 2017 erinnert, als kurz vor dem Wahltag die lange bekannte Untersuchung der E-Mail-Affäre der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ausgeweitet wurde.   mehr ...

Inflation - Preise so stark gestiegen wie seit 28 Jahren nicht mehr

Die Inflationsrate in Deutschland lag im August bei 3,9 Prozent. Für viele Beschäftigte bedeutet das angesichts stagnierender Löhne einen Verlust ihrer Kaufkraft.   mehr ...
 
 
 

Unternehmenssteuern / Steuerflucht

Konzernsteuern - Ein Entlastungsprogramm für Deutschlands Konzerne

Neue Berechnungen zeigen: Dax-Unternehmen zahlen halb so viele Steuern auf ihre Gewinne wie in den Achtzigern. Die Bundesregierungen förderten diese Entwicklung:
 
Tatsächlich zahlen die Konzerne – gemessen an ihrem Gewinn – immer weniger Steuern. "Die Konzernsteuerquote der Dax-Unternehmen hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert", sagt der Steuerexperte Christoph Spengel von der Universität Mannheim, der die Zahlen mit seinem Team exklusiv für ZEIT ONLINE berechnet hat. So lag die Konzernsteuerquote der dreißig größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland 1988 im Schnitt noch bei 52,1 Prozent. 2020 war es mit 25,7 Prozent noch rund ein Viertel. Die Konzernsteuerquote gibt an, wie viel Steuern die Konzerne auf ihren globalen Gewinn zahlen. Berücksichtigt werden dabei die weltweit gezahlten Gewinnsteuern, in Deutschland sind das vor allem die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer.   mehr ...

Deutsche parken Milliardensummen in Steueroasen

Die Deutschen parken einem Medienbericht zufolge Milliardensummen im Ausland. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich auf eine Aufstellung des Bundesfinanzministeriums für eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Demnach lagen im Jahr 2019 mindestens 222 Milliarden Euro auf Bankkonten außerhalb der EU – "viele davon in Steueroasen", wie die Süddeutsche Zeitung weiter schreibt. So lägen knapp zwölf Milliarden Euro auf Konten der Kanalinsel Guernsey, die gleiche Summe in Liechtenstein und auf den karibischen Cayman Islands rund 8,5 Milliarden Euro.   mehr ...

Steuerhinterziehung - Anzeigen willkommen. Auch anonym. Auch in Bayern

"Eine Aufforderung in Richtung Denunziantentum" nennt der bayerische Finanzminister Füracker das Steuerfahndungs-Portal seines Stuttgarter Kollegen. Dabei bieten auch seine eigenen Behörden im Netz besten Service und ein Formular für alle, die Hinterzieher melden wollen.   mehr ...

 

Weiteres Spiegel: "Hinweisportal in Baden-Württemberg - Der Unsinn von der Steuer-Stasi."
Zeit: "Globale Steuerreform - G20-Staaten beschließen Mindeststeuer für Unternehmen."
SZ: "Steuerhinterziehung - Mehr als 1,2 Milliarden Euro Steuern hinterzogen."
FAZ: "Zukunft der Weltwirtschaft - Warum wir eine Mindeststeuer für Unternehmen brauchen."
Zeit: "ProPublica"-Recherche - Reichste US-Amerikaner zahlten laut Enthüllungsbericht kaum Steuern."
FAZ: "Neue Transparenzregeln - Großunternehmen müssen Steuern in der EU künftig offenlegen."
SZ: "Europäische Union - Rückschlag im Kampf gegen Steuertricks."
FAZ: "Vorschlag aus Amerika - Deutschland und Frankreich bereit zu 21 Prozent globaler Mindeststeuer."
Zeit: "Mindeststeuersatz der USA - Die Steueroasen trocknen aus."
SZ: "Steuerskandal - Die Razzia, die es nie gab."
TAZ: "Nicht mehr über EU-Landesgrenzen hinaus - Steuertricks bald schwieriger."
Spiegel: "Gesetzentwurf - Scholz will schärfer gegen Steueroasen vorgehen."
SZ: "Steueroase Luxemburg - Was man über die OpenLux-Recherche wissen muss."
Heise: "Apples gekippte Milliarden-Steuernachzahlung - EU-Kommission ficht Urteil an."
FAZ: "Beschlusspapier - CSU fordert „Google- und Amazon-Steuer“."
FAZ: "Steueroasen kosten Bund 5,7 Milliarden Euro."
TAZ: "Starökonom tritt in EU-Dienst - Schlechte Zeiten für Steuerflucht."
Wirtschaftswoche: "EU-Ratspräsidentschaft - „Die große Koalition blockiert mehr Steuertransparenz in Europa“."
Heise: "OECD - Fortschritt bei Verhandlungen über Digitalsteuer."
Heise: "Streit um Apples Milliarden-Steuernachzahlung - EU-Kommission geht in Berufung."
Golem: "Google, Amazon, Facebook - EU-Komission will eigene Digitalsteuer einführen."

Finanzpolitik 

Viel Cash, wenig Kontrollen - Deutschland, ein Paradies für Geldwäscher

Häuser, Jachten, Luxusuhren, alles in bar: Mafiabosse schwören auf die Bundesrepublik, um ihre Beute aus dem Kokainhandel zu legalisieren. Und die Behörden? Versagen. Internationale Ermittler untersuchen nun, warum.   mehr ...

Statistisches Bundesamt - Zweithöchstes Staatsdefizit seit Wiedervereinigung

Überbrückungshilfen und Kurzarbeit: Die Corona-Krise hat ein Defizit im Staatshaushalt hinterlassen. Es wurden 80,9 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen:
 
Wegen der Corona-Krise hat der deutsche Staat im ersten Halbjahr dieses Jahres mit einem Defizit von 80,9 Milliarden Euro abgeschlossen, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mitteilte. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit bei 4,7 Prozent. Das war ein deutlich höheres Minus als im Vergleichsquartal des Vorjahres, als das Defizit bei annähernd 48 Milliarden Euro gelegen hatte. Es war zugleich das zweithöchste Defizit in einem ersten Halbjahr seit der Wiedervereinigung 1990.   mehr ...

Reform der Finanzaufsicht - Finanzministerium soll sich aus der Bafin zurückziehen

Nach dem Wirecard-Skandal und der Greensill-Schieflage schwindet das Vertrauen in die Finanzaufsicht. Daran soll auch das Finanzministerium Schuld sein.   mehr ...

 
 

Banken / Spekulation

Finanzaufsicht - Bafin legt sich mit N26 an

Die Smartphone-Bank N26 bekommt ihre Probleme mit Geldwäscheprävention und betrügerisch genutzten Konten nicht in den Griff. Die Finanzaufsicht Bafin verliert nun offenbar die Geduld:

Eine der größten Hoffnungen der deutschen Wirtschaft sitzt in Berlin-Mitte, in einem Hinterhof unweit der Jannowitzbrücke: die Smartphone-Bank N26, digitale Vorzeigefirma und ein Beweis dafür, dass man sich im 21. Jahrhundert das Bankgeschäft noch einmal neu ausdenken kann. Im Aufgebot deutscher Start-ups hat sie schon länger eine herausgehobene Position, und jetzt, wo das Unternehmen nicht mehr ganz so jung ist, greifen die Gründer nach den Sternen. Eine Bewertung von mehr als zehn Milliarden Euro scheint mit der gerade laufenden neuen Finanzierungsrunde möglich geworden, und im Gefüge europäischer Neo-Banken will N26 das Tempo vorgeben. Selbst die Commerzbank, Deutschlands zweigrößtes privates Geldhaus und ein Ex-Dax-Konzern, bringt nur noch 6,4 Milliarden Euro Börsenwert auf die Waage.   mehr ...

BGH-Urteil zu Cum-Ex-Geschäften - Kriminelle Steuertricks

Die Cum-Ex-Geschäfte sind nichts anderes als Steuerhinterziehung und damit strafbar, bestätigt der BGH. Etlichen Beteiligten droht nun Gefängnis.   mehr ...

Steuerskandal - Mr. Cum-Ex will Auslieferung aus der Schweiz verhindern

Bis Hanno Berger wegen Aktiendeals zulasten der Steuerzahler vor Gericht kommt, könnte es noch lange dauern. Agiert die deutsche Justiz zu trickreich?   mehr ...

 


EU-Finanzpolitik / Europäische Zentralbank

Deutschland zahlt Rekordbetrag von etwa 19,4 Milliarden Euro in EU-Haushalt

Deutschland ist 2020 mit Abstand der größte Netto-Einzahler in den EU-Gemeinschaftshaushalt, profitiert jedoch auch stark vom EU-Binnenmarkt:

Deutschland hat im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise einen Rekordbetrag in den europäischen Gemeinschaftshaushalt eingezahlt. Nach Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur wurden 2020 netto etwa 19,4 Milliarden Euro nach Brüssel überwiesen. Frankreich steuerte unter dem Strich mit 9,5 Milliarden Euro nur etwa halb so viel bei, Italien mit rund 6,3 Milliarden Euro weniger als ein Drittel.   mehr ...

Geldpolitik - Bundesbank-Chef Weidmann stimmte gegen EZB-Beschlüsse

Die Europäische Zentralbank (EZB) will noch lange Zeit an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten – das machte die Notenbankchefin Christine Lagarde nach der Zinssitzung des EZB-Rats deutlich. Doch nicht alle Mitglieder des Gremiums wollten dabei mitgehen. Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat gegen die Beschlüsse zum geldpolitischen Ausblick gestimmt. Ihm sei »die potenziell zu lange Fortschreibung des Niedrigzinsumfelds zu weitgehend«, sagte er in einem Interview der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«.   mehr ...

EZB stellt vorentscheidende Weiche für den digitalen Euro

Die Europäische Zentralbank hat sich positiv zu einer Zukunft mit digitalem Euro geäußert. Kryptowährungen wie Ether und Bitcoin will sie ein eigenes Zahlungsmittel entgegensetzen. Die wichtigsten Antworten zu einer generalstabsmäßigen Idee.   mehr ...

 
 

Globaler Finanzmarkt - Schuldenkrise

Die Finanzkrise hat nicht nur die westliche Welt an den Rand des finanziellen Kollapses geführt. Es wurden Milliarden in die Bankenrettung gesteckt und versucht, die "Finanzmärkte" zu regulieren.

Nun ist allerdings festzustellen, dass alle Versuche, das zu bewerkstelligen ziemlich grandios gescheitert sind. Die Banken betreiben ihre Spekulationsgeschäfte ungeniert und es wird weiter gezockt. Die EZB hat es geschafft, mit ihrer Nullzinspolitik Sparer und Lebensversicherungen immer mehr zu enteignen. Alle ihre Maßnahmen dienen lediglich der Finanzindustrie. Eine Finanztransaktionssteuer, die fast schon als durchgesetzt galt, wird immer wieder hintertrieben und verschoben. Eine grundlegende Reform lässt auf sich warten und wird wohl niemals kommen, weil die sog. "Eliten" sich an der Blockadepolitik gegenseitig überbieten ...

 

Inflationsrisiko steigt - Die Geldflut schwillt weiter an

Die Euro-Geldmenge wächst mit zweistelligen Raten. Das dürfte früher oder später auch die Güterpreise kräftig steigen lassen:

Inflation, schrieb einst der Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman, ist „immer und überall ein monetäres Phänomen“. Dahinter steht die Überlegung, dass langfristig die in der Volkswirtschaft umlaufende Geldmenge darüber entscheidet, wie sich das Preisniveau entwickelt. Wächst die Geldmenge stärker als die Gütermenge, schlägt sich der monetäre Überhang früher oder später in steigenden Güterpreisen nieder. Studenten der Volkswirtschaftslehre ist dieser Zusammenhang als Quantitätstheorie des Geldes bekannt.   mehr ...

Den ärmsten Ländern droht eine neue Schuldenkrise

Immer mehr Staaten können ihre Kredite nicht bedienen, warnen die Gläubigerländer in Paris. China steht im Verdacht, diese Schwäche auszunutzen.   mehr ...

Big Four - Warum Europa es nicht geschafft hat, die Wirtschaftsprüfer zu bändigen

- Nach der Finanzkrise standen die sogenannten "Big Four" am Pranger, das sind die Wirtschaftsprüfer EY, Deloitte, KMPG und PwC.

- Doch vom Vorstoß der EU-Kommission blieb kaum etwas über. Interne Protokolle zeigen nun, warum: Auch die Bundesregierung hat schärfere Regeln blockierterieten.   mehr ...

 

Le Monde diplomatique: "Griechenland - Stürmische Märkte."