Lebensmittel / Ernährung

Deutschland sieht Rot, Gelb und Grün

Ein Ernährungslogo ziert künftig die Lebensmittel hierzulande. Doch welches? Darüber sollen jetzt Verbraucher entscheiden. Dabei zeigen Studien seit Jahren: Die Ampel schneidet am besten ab. Aber die Politik zögert – sehr zum Ärger von Fachleuten:
 
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner steht derzeit nicht gut da, wenn es um wichtige Ernährungsfragen geht. Will sie es sich mit der Industrie nicht verderben? Will sie politisch ein Zeichen setzen? Oder kennt sie die wissenschaftlichen Studien nicht? Diese Fragen stellen Kritiker, wenn über die „Ernährungsampel“ diskutiert wird. Dabei sollen Lebensmittel so gekennzeichnet werden, dass Verbraucher auf einen Blick erkennen, was gesund ist und was nicht.   mehr ...

Klage gegen Julia Klöckners Ernährungsministerium - foodwatch fordert Herausgabe von Original-Studie zur Ampelkennzeichnung

Die Verbraucherorganisation foodwatch ist wegen der Geheimhaltung einer Studie zur Nährwertkennzeichnung gegen das von Julia Klöckner geführte Bundesernährungsministerium vor Gericht gezogen. Eine entsprechende Klage gegen das Ministerium reichte die Organisation am Montag beim Verwaltungsgericht Köln ein. Frau Klöckner hatte im April dieses Jahres einen von ihrem Ministerium redaktionell bearbeiteten Bericht des staatlichen Max-Rubner-Instituts zur Nährwertkennzeichnung bei Lebensmitteln vorgestellt – die zugrundeliegende Original-Studie mit der rein wissenschaftlichen Bewertung der Experten, die der Nutri-Score-Ampel ein positives Zeugnis ausstellt, will sie jedoch auch auf mehrfache Nachfrage von foodwatch nicht herausgeben.   mehr ...

Aus für 1.000 Mitarbeiter - Bekannte Großbäckerei stellt Betrieb ein - sie belieferte viele Backshop-Ketten

„Nicht mehr wettbewerbsfähig“: Einer der fünf größten Backwaren-Hersteller Deutschlands gibt auf. Knapp 1.000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.   mehr ...

 


Tierschutz / Massentierhaltung in Deutschland

Nicht zuletzt durch Umweltthemen gerät die in Deutschland praktizierte Massentierhaltung immer mehr in Verruf. Und die dramatische Abnahme von Arten generell und Insekten im Besonderen gibt Anlass zu Besorgnis.

Entspricht unser Umgang mit Lebewesen und Natur heute noch den Normen einer modernen Zivilisation? Ordnen wir nicht unsere Werte einem hemmungslosen Profit- und Wachstumsstreben unter auf Kosten der Tiere?

Derzeit kann gut beobachtet werden, wie sich immer mehr NGOs dagegen wehren und Politik und Wirtschaft herumeiern ...

 

Fleischkonsum - Ein Akt der Verzweiflung

Die Forderung nach einer höheren Mehrwertsteuer auf Fleisch wird wenig bewegen. Nötig sind gesetzliche Vorschriften - doch dafür fehlt der politische Wille:

Gar nichts ist gut. Die Forderung nach einer höheren Mehrwertsteuer auf Fleisch ist vielmehr ein Akt der Verzweiflung, der wenig bewegen wird. Tiere sind schließlich kein Mineralöl und auch kein Limonadenzucker, die mit Steuern aus dem Konsum gedrängt werden können. Sie sind Lebewesen, deren Existenzbedingungen hier auf dem Spiel stehen. Lebewesen, die nicht nur einfach mehr Platz brauchen, sondern ethisch fundierte Vorschriften zu ihrem Schutz. Für Rinder, Schweine und Hühner etwas zum Besseren zu wenden - das geht deshalb nicht mit Geld allein, erst recht nicht mit einer Steuer.   mehr ...

Tierschutz-Steuer auf Fleisch: billig wird teuer, Bio wird billig

Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine spezielle Abgabe auf Fleisch. Das Extrageld soll Ställe tierfreundlicher machen. Mit so einer Steuer ließe sich aber sogar noch radikaler auf dem Fleischmarkt umsteuern.   mehr ...

Abwrackprämie für Tierställe? Klimaschützer wettern gegen Nutztiere

In der Diskussion über mehr Klimaschutz rückt ein neues Betätigungsfeld ins Visier der Umweltschützer: die Nutztierhaltung. Mehr als 26 Millionen Schweine gibt es hierzulande. Damit ist Deutschland der größte Schweinefleischerzeuger in Europa und die Nummer drei der Welt hinter China und den Vereinigten Staaten. Hinzu kommen rund 177 Millionen Hühner für die Fleisch- und Eierproduktion.   mehr ...
 
 
 
Albert-Schweitzer-Stiftung.de: "Julia Klöckners Tierleid-Bilanz."
Technologie Review: "Tierwohl - Huhn oder Hahn?"

Landwirtschaft

Unerlaubte Subventionen - EU verklagt Deutschland wegen Steuervorteilen für Bauern

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen unerlaubter Steuervorteile für die Landwirtschaft. Die Umsatzsteuerpauschale, die Bauern erheben und nicht an den Fiskus abführen müssen, sei zu hoch:

Die Europäische Kommission verklagt die Bundesrepublik Deutschland wegen unerlaubter Steuervorteile für die Landwirtschaft. Nach Informationen der WirtschaftsWoche informiert die Kommission noch am Donnerstag die Bundesregierung, dass sie Klage beim Europäischen Gerichtshof einreicht. Konkret geht es um eine Umsatzsteuerpauschale, die Bauern auf ihre Verkäufe erheben und nicht an den Fiskus abführen müssen. Der aktuelle Satz von 10,7 Prozent, mit dem die Bauern ihre Vorsteuerbelastung ausgleichen sollen, ist nach Meinung der EU-Kommission viel zu hoch.   mehr ...

Nitrat im Grundwasser - EU mahnt Deutschland wegen Nitratbelastung

Innerhalb von zwei Monaten muss die Bundesregierung Maßnahmen ergreifen, um die Nitratbelastung im Grundwasser zu senken. Die EU-Kommission droht mit Klage vor dem EuGH:
 
Die Bundesregierung verfehlt nach Ansicht der EU-Kommission ihre Ziele, die Belastung des Grundwassers mit Düngemitteln zu verringern. Deshalb hat die Kommission Deutschland in einem Mahnschreiben eine Frist von zwei Monaten gesetzt, um die Düngemittelverordnung nachzubessern.   mehr ...

Sterbende Höfe, belastete Äcker

  • In Deutschland mästen Bauern viel mehr Schweine, Rinder oder Hühner, als für die Versorgung der Bundesbürger nötig wäre.
  • Im Gegenzug gibt es massive Nachhaltigkeits-Defizite auf praktisch allen Ebenen, zeigt ein Bericht für den Bundestag.   mehr ...

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