Tierschutz / Massentierhaltung in Deutschland

Nicht zuletzt durch Umweltthemen gerät die in Deutschland praktizierte Massentierhaltung immer mehr in Verruf. Und die dramatische Abnahme von Arten generell und Insekten im Besonderen gibt Anlass zu Besorgnis.

Entspricht unser Umgang mit Lebewesen und Natur heute noch den Normen einer modernen Zivilisation? Ordnen wir nicht unsere Werte einem hemmungslosen Profit- und Wachstumsstreben unter auf Kosten der Tiere?

Derzeit kann gut beobachtet werden, wie sich immer mehr NGOs dagegen wehren und Politik und Wirtschaft herumeiern ...

 

Ab 2021 - Aus für Werkverträge in Fleischindustrie

Die Corona-Krise und die vielen Infektionen in mehreren Schlachthöfen haben erreicht, worüber bisher immer nur diskutiert wurde: Für die Fleischindustrie sollen künftig strengere Regeln gelten, die umstrittenen Werkverträge, mit den ein Großteil der Arbeiter in den Betrieben bis dato beschäftigt ist, sollen vom nächsten Jahr an verboten sein. Das hat das Bundeskabinett in Berlin am Mittwoch beschlossen. Die Fleischbranche war in den vergangen Tagen erneut in Verruf geraten: Hunderte Beschäftigte mehrerer Schlachthöfe in Deutschland wurden positiv auf das Virus getestet - zuletzt in einem Betrieb der Firma Westfleisch in Dissen (Landkreis Osnabrück), wo ein Drittel der Belegschaft betroffen ist.   mehr ...

Neue Regeln für Schlachthöfe - Koalition beschließt Sonderrecht für Grillwurst-Unternehmen

Lange haben CDU und SPD miteinander gerungen. Nun steht der Kompromiss: Für Wursthersteller mit Saisongeschäft wird Zeitarbeit erst 2023 endgültig verboten. Welche neuen Regeln es außerdem gibt.   mehr ...

Recherche zu Massentierhaltung - Gülletourismus verbreitet Erreger

Massentierhaltungstransporte verteilen antibiotikaresistente Erreger quer durchs Land. Greenpeace fordert, die Gülleflut zu stoppen.   mehr ...

 

Albert-Schweitzer-Stiftung.de: "Julia Klöckners Tierleid-Bilanz."

Landwirtschaft

Glyphosat - Insektenschutz entzweit die Regierung

Der Zwist zwischen Landwirtschaftsministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze stellt das geplante Verbot des Herbizids Glyphosat infrage:

In der Bundesregierung ist ein erbitterter Streit um den Insektenschutz und das umstrittene Herbizid Glyphosat entbrannt. Ausgangspunkt ist ein Schreiben von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner an Kanzleramtschef Helge Braun (beide CDU). In dem Schreiben, verschickt vorige Woche, beklagt Klöckner eigenmächtige Vorstöße des Umweltministeriums in Sachen Insektenschutz. Einwände des Agrarressorts würden übergangen. "Eine angemessene Berücksichtigung der berechtigten Belange der Landwirtschaft ist bei dieser Vorgehensweise nicht gewährleistet", beklagt die Ministerin. Dies sei nicht im Interesse ihres Ressorts und der Union. "Es kann aber auch nicht im Interesse der Bundeskanzlerin sein."   mehr ...

Studie zu Hilfen für deutsche Ökobauern - Dreimal so viel Geld für Bio nötig

Die Subventionen für die ökologische Landwirtschaft müssen in Deutschland bis 2030 fast verdreifacht werden, um die Ziele der EU-Kommission für den Ausbau des Biolandbaus zu erreichen. Für einen Anteil von 25 Prozent der landwirt­schaftlichen Fläche seien jährlich rund 1 Milliarde Euro nötig, steht in einer von der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Auftrag gegebenen Studie des Kasseler Instituts für ländliche Entwicklung. Die Analyse wird am Montag veröffentlicht.   mehr ...

Konzerne kassieren Agrarsubventionen - Staatsknete für Bonzen statt Bauern

Erstmals hat die Bundesregierung veröffentlicht, dass große Holdings jeweils mehrere Millionen Euro Agrarsubventionen erhalten. Allein Tochterunternehmen der Deutschen Agrar Holding kassierten vergangenes Jahr mindestens 5,5 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Hof bekam nur knapp 21.000 Euro. Zum ersten Mal erklärt die Regierung von CDU/CSU und SPD nun, die Zahlungen an Konzerne reduzieren zu wollen.   mehr ...

 
 

Lebensmittel / Ernährung

Veggidays in Staatskantinen - Dänen machen Rückzieher

Zwei fleischlose Tage pro Woche, um das Klima zu schützen? Nach lauter Kritik findet Kopenhagen die eigene Idee nicht mehr gut:

Die dänische Regierung dürfte einen Weltrekord bei der Einführung und Wiederabschaffung von Klimaschutzmaßnahmen erreicht haben. Am 29. Oktober präsentierte Finanzminister Nicolai Wammen eine Strategie für die „grüne Zukunft“ des staatlichen Beschaffungswesens. Ein Punkt: In den Kantinen für die rund 85.000 staatlichen Angestellten solle es nun jede Woche an zwei Tagen ausschließlich vegetarische Kost geben und Rind- oder Lammfleisch höchstens einmal in der Woche. Bereits am 2. November kam der Rückzieher: Ob überhaupt und in welchem Umfang vegetarische Mahlzeiten angeboten würden, bleibe auch in Zukunft dem jeweiligen Arbeitgeber überlassen.   mehr ...

Fleischersatz - Der Veggie-Burger darf weiter Veggie-Burger heißen

Das EU-Parlament lehnt das Verbot von Fleischnamen für vegetarische Varianten ab: Steak, Burger und Wurst dürfen so genannt werden, auch wenn sie aus Pflanzen bestehen.   mehr ...

Discounter Penny weist "wahre Verkaufspreise" aus

Der Discounter Penny wagt zusammen mit der Universität Augsburg ein Experiment. Auf einem zweiten Preisschild einiger seiner Waren zeigt er den "wahren Verkaufspreis" an, und zwar in seinem ersten "Nachhaltigkeits-Erlebnismarkt" in Berlin-Spandau. Auf diesen Schildern sind die "wahren Kosten" (True Costs) für acht ausgewählte konventionell und ökologisch erzeugte Eigenmarken-Produkte eingerechnet. Dabei geht es um die über die Lieferketten anfallenden Auswirkungen von Stickstoff, Klimagasen, Energie und Landnutzungsänderungen. An der Kasse müssen die Kunden die Preise aber wie immer ohne True Costs bezahlen; die bezahlen sie ebenso wie bisher zum Beispiel allgemein über die Wasserrechnung für die Aufbereitung von Trinkwasser.   mehr ...