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Klimawandel / Klimapolitik

Spätestens seit der Einigung der wichtigsten Industrieländer auf ein weltweites Klimaabkommen steigt die Hoffnung, dass es doch noch gelingen könnte, den Temperaturanstieg auf der Erde so zu begrenzen, dass es nicht zu einer weltweiten Fluchtbewegung durch Klimaflüchtlinge und einer Katastrophe für die Menschheit kommen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

 

Globales CO2-Budget neu berechnet - Klimaneutralität kommt 2050 zwei Jahrzehnte zu spät

Eine neue Methodik zur Berechnung von CO2-Budgets liefert dramatische Resultate: Um die Klimaüberhitzung mit einer Zwei-Drittel-Wahrscheinlichkeit bei 1,5 Grad zu stoppen, müsste die Welt schon Ende 2030 klimaneutral sein:

CO2-Budget erstmals umfassend berechnet: Diesen Mangel wollen Forscher um Joeri Rogelj von der britischen Universität Imperial College nun beheben. In einer Studie im Fachmagazin Nature schlagen sie eine Systematik für die Berechnung von CO2-Budgets vor, die alle Faktoren berücksichtigt und so eine "kreative" CO2-Buchhaltung verhindert.   mehr ...

Klimapoltik - Umweltverbände fordern Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz

Ein 365-Euro-Jahresticket im Nahverkehr und sofort mit dem Kohleausstieg anfangen: Diese und weitere Maßnahmen braucht es Umweltverbänden zufolge für den Klimaschutz:
 
Mehrere Natur- und Umweltschutzverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, Sofortmaßnahmen für mehr Klimaschutz anzugehen. "Wir befinden uns am Anfang einer gefährlichen Klimakrise. Dürresommer und Hitzewellen, Überflutungen und Sturmschäden werden uns mit Regelmäßigkeit treffen", hieß es von den zehn Verbänden, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace und WWF Deutschland. Gebraucht würden wirksame Maßnahmen, "und zwar sofort". "Für Symbolpolitik ist die Zeit abgelaufen", erklärten die Verbände.   mehr ...

University of California - Klimaleugner haben mehr Medienpräsenz als Klimaforscher

Klimaskeptiker werden auch in seriösen Medien fast 50 Prozent öfter zitiert als renommierte Experten. Das fanden US-Forscher bei der Analyse von 100.000 Artikeln heraus.    mehr ...
Spiegel: "CO2-Steuer - Umweltbundesamt will Heizöl und Benzin verteuern - aber Strompreise senken."
FAZ: "Wirtschaft für höheren CO2-Preis als Umweltministerin."
Klimareporter: "Planlose Klimapolitik, Söders Kalkül und der kühle Kopf bei glühender Hitze."
SZ: "Klimaaktivistin Cornelia Wocke. - "Wenn Unrecht Recht wird, wird Widerstand Pflicht"."
Zeit: "UN-Klimaverhandlungen - Nur ein Vorgeschmack auf eine noch wärmere Welt."
Klimareporter: "Dissens im Sachverständigenrat - Umweltgutachter: Die Politik soll sich reformieren."
Zeit: "EU-Gipfel - Festlegung auf neues Klimaziel 2050 scheitert."

Umwelt - Rohstoffe 

Moore in Deutschland - Entstehung und Zerstörung der heimischen Moorlandschaften

Die heimischen Moorlandschaften bedeckten ursprünglich mit 1,5 Millionen Hektar eine Fläche von 4,2 Prozent der Landfläche Deutschlands. Heute sind sie zu 95 Prozent entwässert, abgetorft, bebaut oder landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzt. Diese Moore gelten als „tot“. Dabei erfüllen sie bedeutende Funktionen für unsere Umwelt. Sie stellen mit ihren einzigartigen Ökosystemen Lebens- und Rückzugsräume für viele bedrohte Arten dar, speichern riesige Mengen Kohlenstoff und wirken im Landschaftswasserhaushalt als Filter und Rückhalteflächen:

Moore entwickelten sich in unseren Breiten nach der letzten Eiszeit. Im wassergesättigten Milieu werden abgestorbene Pflanzenreste unter Sauerstoffausschluss nicht vollständig zersetzt. Dabei kommt es zu einer Anhäufung von Biomasse und zur Torfbildung. Durch diesen anhaltenden Prozess wachsen lebendige Moore in die Höhe. Verlieren sie dabei den Kontakt zu den grundwassergesättigten Bereichen und speisen sich im Weiteren nur durch Niederschläge, spricht man nicht länger von Niedermooren.   mehr ...

So viel Treibhausgase verusachen Flugzeug, Bahn & Co.

Fahrten mit dem Reisebus verursachen im Vergleich mit anderen Personenverkehrsmitteln im Schnitt den geringsten Ausstoß an Treibhausgasen - auf Gramm pro Personenkilometer gerechnet. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Umweltbundesamtes. Ebenfalls relativ klimafreundlich sind demnach weitere Schienenfahrzeuge und Linienbusse. Die meisten Treibhausgase hingegen stoßen Pkw und Flugzeuge aus. Die Daten basieren auf einer bestimmten zu Grunde gelegten, durchschnittlichen Auslastung der Verkehrsmittel und nehmen Bezug auf das Jahr 2017. Zur Errechnung der Daten verwendet das Umweltbundesamt die Software TREMOD (Transport Emission Model). Damit lassen sich verschiedene Trends und Szenarien berechnen, die Aussagen über Luftschadstoffe und Klimagasemissionen aus dem motorisierten Verkehr in Deutschland zulassen.   mehr ...

Infografik: So viel Treibhausgase verusachen Flugzeug, Bahn & Co. | Statista

Brasilien - Abholzung des Amazonas-Regenwalds stark ausgeweitet

In den Monaten von Mai bi Juli wurde in Brasilien viel mehr Regenwaldfläche abgeholzt, als in den gleichen Zeiträumen der Jahre 2016 bis 2018. Das geht aus Satellitendaten hervor, die das brasilianische Weltrauminstitut INPE veröffentlicht hat.   mehr ...
 
 
 

Müll / Recycling

Abfallbeseitigung - Hersteller von Wegwerfplastik sollen Reinigungskosten mitzahlen

Getränkebecher, Tüten und anderer Plastikmüll verschmutzen viele Städte. Umweltministerin Svenja Schulze will die Hersteller an den Kosten für die Beseitigung beteiligen:
 
Produzenten von Fast-Food-Verpackungen, Getränkebechern, Plastiktüten und Zigaretten sollen sich künftig an den Kosten für die Stadtreinigung beteiligen. Das kündigte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) an. Sie will im Kreislaufwirtschaftsgesetz die Rechtsgrundlage für eine spätere Verordnung schaffen.   mehr ... 

Elektroschrott entsorgen - Das müssen Sie beachten

Plastikmüll - Kann chemisches Recycling die Lücke schließen?

Trotz vieler Innovationen stößt das mechanische Recycling immer noch an seine Grenzen. Sind Kunststoffen etwa Weichmacher beigemengt, vermindert das ihre Einsatzmöglichkeiten in neuen Produkten. Verbundmaterialien lassen sich besonders schwer verwerten, zudem nimmt die Reinheit des Materials mit jedem Zyklus ab. Das macht diese Art von Abfall so gut wie wertlos, er wird verbrannt oder auf Deponien gelagert – und gelangt von dort in die Umwelt. Das ist besonders in Südostasien und China ein Problem: Der Fluss Yangtze allein transportiert 50 Prozent des globalen Plastikmülls in das Ostchinesische Meer.   mehr ...
 
 
 

Wasser

Klimawandel - In Europa wird das Wasser knapp

  • Weltweit sind 17 Staaten, darunter Indien, von "extrem hohem Wasserstress" betroffen. Diese Staaten verbrauchen fast alle zur Verfügung stehenden Wasserressourcen.
  • Das geht aus dem Wasserrisiko-Atlas des World Resource Institute (WRI) hervor. Die Forscher warnen vor zunehmenden Engpässen, vor allem in Metropolen.
  • Auch in Deutschland leiden einige Regionen unter hohem Wasserstress. Das bedeutet, dass die Konkurrenz um die Ressource wächst:

Ein Viertel der Menschheit lebt in Staaten, die von akutem Wassermangel bedroht sind. Das geht aus dem Wasserrisiko-Atlas des World Resources Institut (WRI) hervor, den die Organisation am Dienstag in Washington vorstellte.

Laut den Forschern leiden heute bereits 17 Staaten unter "extrem hohem Wasserstress". Sie verbrauchen jährlich mehr als 80 Prozent des verfügbaren Grund- und Oberflächenwassers, etwa aus Seen und Flüssen. Die Folge ist eine verschärfte Konkurrenz um die Ressource, etwa zwischen Landwirtschaft und Haushalten. Zwölf dieser wasserarmen Staaten liegen im Nahen und Mittleren Osten, darunter Iran, Pakistan oder Israel. Wasserknappheit könnte dort bestehende politische Spannungen verschärfen.   mehr ...

Wasserknappheit in Indien - Nur einen Zoll von der Katastrophe entfernt

  • Die indische Stadt Chennai leidet unter einer ungewöhnlichen Wasserknappheit.
  • Der Klimawandel trägt sicher dazu bei, aber auch der sorglose Umgang mit der wertvollen Ressource.
  • Ähnliche Probleme drohen etlichen Megacities dieser Welt.   mehr ...

UN-Weltwasserbericht - Mehr als zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser

Mehr als zwei Milliarden Menschen haben laut den Vereinten Nationen keinen verlässlichen Zugang zu Trinkwasser. 844 Millionen Menschen müssten zudem mindestens eine halbe Stunde täglich für die Wasserversorgung aufwenden oder haben gar keinen Zugang, teilten die UN in ihrem jährlichen Weltwasserbericht mit. Durch den Klimawandel drohe die Wasserknappheit demnach weiter zuzunehmen. Der weltweite Wasserbedarf werde bis zum Jahr 2050 um 20 bis 30 Prozent steigen, hieß es.   mehr ...

 


Elektroschrott / Obsoleszenz

Nicht erst seit den Fragen zum aktuellen Klimawandel beschäftigt die Branche die Frage: Wohin mit dem zunehmenden Elektroschrott? Die Auslagerung in die dritte Welt, wo sie regelmäßig zu Umweltskandalen führt, ist keine Lösung. Und die verbauten wertvollen Metalle (z.B. Seltene Erden) gibt es zum einen nicht im Überfluss - und zum anderen sind es eben keine nachwachsenden Rohstoffe.

Dazu kommt der Verdacht der Verbraucher, dass - nicht nur Handys und Computer - gezielt von den Herstellern so ausgelegt sind, dass es zu einer geplanten Obsoleszenz kommt und immer wieder Neugeräte gekauft werden müssen, weil die alten den Geist aufgeben. Eine immer wieder ins Auge gefasste Selbstverpflichtung der Hersteller scheint ein Holzweg zu sein; es müssen Gesetze her.

Es bleibt spannend, zu beobachten, wohin der Weg der Hersteller führt und wie sie die genannte Problematik lösen wollen ...

 

Deutsche Umwelthilfe - Händler verweigern Annahme von Elektroschrott

55 Händler hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) überprüft: Jeder zweite verstößt gegen die gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme von alten Elektrogeräten. Kontrollen gebe es keine, die DUH will die Verbraucherrechte zur Not mit Klagen durchsetzen:

Viele Händler setzen die Rücknahmepflicht von Elektroaltgeräten unzureichend um. Das ergab eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) in 55 Märkten. Jeder zweite Markt habe gegen die Hinweispflichten verstoßen, 15 verweigerten die Rücknahme von Elektronikgeräten, obwohl Märkte mit einer Verkaufsfläche ab 400 Quadratmetern für Elektrogeräte seit Juli 2016 zu einer Rücknahme verpflichtet sind. Bei Onlinehändlern wird deren Versand- und Lagerfläche berechnet. Rund 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott fallen in Deutschland jährlich an, 2018 wurden jedoch nur rund 100.000 Tonnen über den Handel zurückgenommen.   mehr ...

Neuregelung beim Recycling - Wenn Blinkschuhe zu Elektroschrott werden

Ab Mitte August zählen wegen einer Gesetzesänderung viele Gebrauchsgegenstände zum Elektroschrott und müssen getrennt entsorgt werden.   mehr ...

Seltene Erden - Beim Metallrecycling gibt es viele Probleme

Seltene Erden sind im technischen Fortschritt heiß begehrt. Damit wächst die Abhängigkeit von Importen aus China. Recycling könnte Europa helfen, unabhängiger zu werden.   mehr ...

 

Greenpeace: "GUTE NACHRICHT: hat sich gerade verpflichtet seine Produkte zu 100% aus Recycling-Material herzustellen."

SZ: "Verbraucherschutz - Grüne fordern Mindestlebensdauer für Industrieprodukte."

SZ: "Samsung Galaxy Note 7 - All die Seltenen Erden für die Katz."

Golem: "Umwelthilfe: Handel ignoriert Rücknahmepflicht von Elektrogeräten."


Meere

Anstieg des Meeresspiegels - Vor uns die Sintflut

Der Klimawandel könnte den Meeresspiegel deutlich höher ansteigen lassen als bislang angenommen, zeigt ein geleakter Entwurf des Sonderberichts, den der Weltklimarat IPCC im September vorlegen will:

Mitte September wird der Weltklimarat IPCC einen weiteren Sonderbericht vorlegen, diesmal zu den Folgen des Klimawandels für die Ozeane. Ein wichtiges Thema wird dabei die Frage sein, wie stark der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich ansteigen und damit das Leben von Millionen in den Küstenregionen lebenden Menschen gefährden wird.   mehr ...

Umweltverschmutzung - Wie geht es dem Wasser?

Was wir wissen: Den Ozeanen geht buchstäblich die Luft aus, die Todeszonen werden immer größer. Und unter Wasser regeneriert sich das Ökosystem besonders langsamrher.   mehr ... 

Ozeanerwärmung - Weltmeere heizen sich schneller auf als bisher angenommen

Um weitere 30 Zentimeter könnte der Meeresspiegel bis 2100 zusätzlich ansteigen. Grund ist die schnellere Erhitzung der Ozeane, wie eine viel beachtete neue Studie zeigt.   mehr ...

 

Weiteres Klimareporter: "Die Kreuzfahrer geben Gas."