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Elektroschrott / Obsoleszenz

Nicht erst seit den Fragen zum aktuellen Klimawandel beschäftigt die Branche die Frage: Wohin mit dem zunehmenden Elektroschrott? Die Auslagerung in die dritte Welt, wo sie regelmäßig zu Umweltskandalen führt, ist keine Lösung. Und die verbauten wertvollen Metalle (z.B. Seltene Erden) gibt es zum einen nicht im Überfluss - und zum anderen sind es eben keine nachwachsenden Rohstoffe.

Dazu kommt der Verdacht der Verbraucher, dass - nicht nur Handys und Computer - gezielt von den Herstellern so ausgelegt sind, dass es zu einer geplanten Obsoleszenz kommt und immer wieder Neugeräte gekauft werden müssen, weil die alten den Geist aufgeben. Eine immer wieder ins Auge gefasste Selbstverpflichtung der Hersteller scheint ein Holzweg zu sein; es müssen Gesetze her. Es bleibt spannend, zu beobachten, wohin der Weg der Hersteller führt und wie sie die genannte Problematik lösen wollen ...

 

Studie zu Ressourcenverbrauch - Bitcoin vergrößter Müllberg

Forscher haben ausgerechnet, wie viel Elektronikschrott durch Mining der Kryptowährung Bitcoin entsteht. Doch Bitcoin ist nur die Spitze des Eisbergs:

Die Menge an Elektronikschrott, die durch das Erzeugen von Bitcoins und das Verarbeiten der Transaktionen entsteht, summiert sich laut einer Studie auf derzeit rund 30.700 Tonnen pro Jahr. Laut den Autoren Alex de Vries und Christian Stoll verursacht eine einzelne Transaktion damit 272 Gramm Elektronikabfall.   mehr ...

Defekte Technik - US-Präsident kämpft nun für das Recht auf Reparatur

Die Diskussion um das Recht auf Reparatur in den USA wird konkret. Präsident Biden hat die FTC angewiesen, eine Regelung zu finden:

Vergleicht man die Reparierbarkeit eines iPhone 3G oder eines alten Nokia mit den Möglichkeiten, ein aktuelles Gerät instand zu setzen, dauert es nicht lange, bis klar ist: Das wird kompliziert. Gleiches gilt für Notebooks, Traktoren und viele Gegenstände des täglichen Lebens. Gepaart mit einem Vorwurf der geplanten Obsoleszenz ergibt sich schnell das Bild von gemeinen Herstellern, die keinerlei Interesse zeigen, dass Kunden lange etwas von ihren Produkten haben.   mehr ...

Umfrage - Verbraucher lassen Elektrogeräte nur selten reparieren

Kunden verlangen zwar nach langlebigen, einfach reparierbaren Haushaltsgeräten, kaufen dann aber doch oft ein neues nach. "Refurbished" punktet bei Jüngeren.   mehr ...

 

Weiteres Golem: "Elektroschrott - Große Mehrheit für Smartphone-Pfand."
Golem: "Was aus ausgedienten Solarmodulen."
Heise: "Elektroschrott - Bundesregierung regelt Recycling von Photovoltaikmodulen."
Heise: "Bundesregierung lehnt Forderung der Länder nach austauschbaren Akkus ab."
Heise: "Frankreich führt "Reparierbarkeits-Index für Elektronikprodukte ein."
Elektroniknet: "EU verbannt Leuchten mit hohem Verbrauch."
FAZ: "Gesetzesreform - Mit dem Elektroschrott in den Supermarkt."
Heise: "Umweltbundesamt - Mehr Annahmestellen für Elektroschrott nötig."
Heise: "Elektroschrott - Grüne fordern Pfandpflicht für Handys und Recht auf Reparatur."
Statista: "Recycling - Deutsche bunkern fast 200 Millionen Alt-Handys."
Statista: "Umweltverschmutzung - Globale Elektroabfälle wachsen rasant."
Heise: "Die EU bastelt an einem Recht auf Reparatur."
Statista: "Wo der Elektroschrott landet."
Zeit: "EU zwingt Hersteller von Haushaltsgeräten zu mehr Umweltschutz."
Golem: "Deutsche Umwelthilfe - Händler verweigern Annahme von Elektroschrott."
Heise: "Neuregelung beim Recycling - Wenn Blinkschuhe zu Elektroschrott werden."
Wirtschaftswoche: "Seltene Erden - Beim Metallrecycling gibt es viele Probleme."
SZ: "Globaler Berg an Elektromüll wächst."

Umwelt - Rohstoffe 

Schutzschicht der Erde Ozonloch über Antarktis ungewöhnlich groß

Das zweite Jahr in Folge beobachten Satelliten einen außergewöhnlichen Rückgang der Ozonschicht. Experten rätseln über die Ursache und fordern eine bessere Nachverfolgung schädigender Chemikalien:
 
Es gehört zu den größten seit Beginn der Aufzeichnungen Ende der Siebzigerjahre: Die Ausdehnung des derzeitigen Ozonlochs ist bereits größer als die gesamte Antarktis, teilte der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst (Cams) der Europäischen Union am Donnerstag mit. Die Dimension des diesjährigen Lochs sei ungewöhnlich, heißt es in einer Erklärung.   mehr ...

Höherer C02-Ausstoß als vor 2020 - Trend trotz Corona ungebrochen

Weltweit steigen die Treibhausgas-Emissionen weiter stark an. Wissenschaftler fordern eine „blitzschnelle Energiewende.   mehr ...

Ölverschmutzung - Shell muss 95 Millionen Euro wegen Umweltschäden in Nigeria zahlen

Der Ölkonzern Shell muss wegen Umweltverschmutzungen im Niger-Delta eine Millionen-Entschädigung an Gemeinden im Südosten Nigerias zahlen. Die nigerianische Tochter des britisch-niederländischen Unternehmens, SPDC, akzeptierte am Mittwoch eine Strafzahlung in Höhe von knapp 95 Millionen Euro. In dem jahrelangen Rechtsstreit ging es um Umweltschäden durch Öl-Lecks in den Siebzigerjahren.   mehr ...
 
 
 

Klimawandel / Klimapolitik

Klimaschutz - Umweltverbände wollen gegen Öl- und Autokonzerne klagen

Volkswagen, Mercedes und BMW und Wintershall Dea müssen mit Klimaklagen rechnen. Sie verstoßen gegen Pariser Klimaziele, sagten Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe:
 
Die Umweltverbände Greenpeace und Deutsche Umwelthilfe erwägen juristische Schritte gegen die deutschen Autobauer und den Energieversorger Wintershall wegen unzureichender Maßnahmen zum Klimaschutz. Die Geschäftsführer der Verbände wollen zivilrechtliche Klagen gegen BMW, Daimler, Volkswagen und Wintershall bei Landgerichten einreichen, kündigten die Organisationen an. Den Unternehmen werde noch eine Frist von einigen Wochen gesetzt, um auf die Forderungen der Klimaschützer zu reagieren und die Klagen abzuwenden.    mehr ...

Auf dem Weg zur grünen Null - Einmal Crashkurs, einmal Kuscheln

Thinktanks fordern von der nächsten Regierung rasche und harte Schnitte fürs Klimaziel. Die CDU will dafür einen „Turbo“, aber niemandem wehtun.   mehr ...

Keines der Wahlprogramme für die #Bundestagswahl2021 reicht aus, um das Klimaabkommen von Paris einzuhalten, sagt taz-Wirtschaftsexpertin Ulrike Herrmann. Dabei haben aber Union und FDP besonders unseriös gerechnet. #Klimawahl #Klimawandel.   mehr ...

 
 

Meere

Sentinel-6 - Satellit liefert bislang genaueste Daten zum Meeresspiegel

Die mehrmonatige Kalibrierung des Ozeanbeobachtungs-Satelliten von ESA und NASA ist abgeschlossen, nun sollen die äußerst präzisen Daten abrufbar werden:

Der Erdbeobachtungssatellit "Sentinel-6 Michael Freilich" stellt ab Dienstag die bislang genauesten Messdaten zur Höhe des Meeresspiegels der Öffentlichkeit zur Verfügung. Das teilten die verantwortlichen Weltraumagenturen NASA und ESA mit und sprechen von Daten bisher unerreichter Genauigkeit.   mehr ...

Studie über Abfall in den Meeren - Plastikmüll to go

Die Folgen von Fastfood belasten die Meere, zeigen Studien. Der Großteil des Plastikmülls sind Verpackungen to go. Dazu haben Forscher ein Ranking von Europas größten Verursachern erstellt.   mehr ...

Riesige Fischfangflotte vor Südamerika - Chinas Beutezug

Rund um die Galapagosinseln ist eine Armada chinesischer Schiffe aufgefahren. Mancherorts entfallen 99 Prozent des Fischfangs auf sie, die Regierung Ecuadors ist empört.   mehr ...

 

Klimareporter: "Die Kreuzfahrer geben Gas."

Müll / Recycling

Größte Produzenten von Einwegplastik - Wenig Konzerne, viel Müll

20 Firmen produzieren mehr als die Hälfte des Plastikmülls weltweit, wie eine Studie zeigt. Platz eins belegt ein Ölkonzern aus den USA:

Hinter dieser Müllkrise stecken weltweit gar nicht so viele Konzerne: 55 Prozent der Polymere, aus denen später Einwegplastik wird, werden weltweit von nur 20 Unternehmen hergestellt. Der Großteil wird auf Erdölbasis produziert, deshalb sind die großen Konzerne der fossilen Energiewirtschaft ganz vorn mit dabei.   mehr ...

Elektroschrott darf künftig auch im Lebensmittelhandel abgegeben werden

Ab kommendem Jahr müssen auch Discounter und Supermärkte, die Elektrogeräte anbieten, Altgeräte zurücknehmen:

Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat ein Gesetz gebilligt, mit dem alte oder defekte Elektrogeräte einfacher zurückgegeben werden können. Künftig sollen Verbraucherinnen und Verbraucher Altgeräte auch in Geschäfte zurückbringen dürfen, die mehr als 800 m2 Verkaufsfläche aufweisen und mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten.   mehr ...

Studie - Mikroplastik in hoher Dosierung hemmt Keimfähigkeit von Gras

Gefahren durch Plastik und dessen Abbauprodukte in der Umwelt sind seit langem bekannt. Mögliche Probleme in der Landwirtschaft sind jedoch kaum erforscht.   mehr ...