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Klimawandel / Klimapolitik

Spätestens seit der Einigung der wichtigsten Industrieländer auf ein weltweites Klimaabkommen steigt die Hoffnung, dass es doch noch gelingen könnte, den Temperaturanstieg auf der Erde so zu begrenzen, dass es nicht zu einer weltweiten Fluchtbewegung durch Klimaflüchtlinge und einer Katastrophe für die Menschheit kommen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

 

Null-Emissionen bis 2050 - Wie die Briten klimaneutral werden wollen

Um die CO2-Emissionen auf null zu senken, will die britische Regierung neue Wälder pflanzen sowie Öl- und Gaskessel abschaffen – und auf die Kernfusion setzen. Nur: Wann ist die finanzielle Schmerzgrenze der Bevölkerung überschritten?

Seit dem Mittelalter hat Großbritannien riesige Wälder verloren. Die Bäume wurden geschlagen für Baumaterial, Brennholz, Möbel und Schiffe oder mussten Siedlungen weichen. Im Ersten Weltkrieg holzte man große Forste ab – auch für den Flottenbau. Nur noch 5 Prozent des Landes war mit Wäldern bedeckt. Vor hundert Jahren, im September 1919, verabschiedete das Parlament dann den Forestry Act, das Forstwirtschaftsgesetz. Eine neue staatliche Kommission kümmert sich seitdem um die Wiederaufforstung und nachhaltige Waldwirtschaft. Vom Allzeittief hat sich der Waldbestand seitdem etwa verdoppelt.   mehr ...

Dekarbonisierung Deutschlands - Wenn grüner Wasserstoff dem Klima schadet

Nach der E-Mobilität gilt grüner, mit Ökostrom gewonnener Wasserstoff als "the next big thing". Bis Jahresende will die Bundesregierung eine Wasserstoff-Strategie vorlegen. Wenn damit aber nicht ein immenser Ausbau der Erneuerbaren einhergeht, wird der Wasserstoff dem Klima schaden, mahnt der Ökoversorger Greenpeace Energy.   mehr ...

Neue Versprechen nach Thunbergs Wutrede auf Klimagipfel

Mehr als 60 Länder haben auf dem UN-Klimagipfel in New York zusätzliche Anstrengungen im Kampf gegen die gefährlich schnell zunehmende Erderwärmung versprochen. Große Wirtschaftsmächte wie Deutschland, Frankreich und China präsentierten ihre Pläne am Montag ebenso wie Tonga, die Seychellen und andere kleine Inselstaaten, die vom Klimawandel besonders stark betroffen sind. Die Aktivistin Greta Thunberg hatte die Staats- und Regierungschefs zuvor in einer emotionalen Wutrede beschuldigt, zu wenig zu tun.   mehr ...

 


Umwelt - Rohstoffe 

Fünf Jahre New Yorker Wald-Erklärung - Weltweiter Waldverlust auf Rekordniveau

Jährlich werden weltweit Wälder mit der Gesamtfläche von Großbritannien und Nordirland gerodet, vor allem tropischer Regenwald. Von dem Ziel, die globalen Waldverluste bis 2020 zu halbieren, ist die Menschheit weit entfernt, wie ein Bericht zeigt:

Waldverlust hat sich trotz Wald-Erklärung beschleunigt: Ein jetzt vorgelegter Bericht von 25 Umweltorganisation zum weltweiten Zustand der Wälder beurteilt die Situation in Indonesien "verhalten optimistisch". Damit ist der Inselstaat aber die Ausnahme. Weltweit haben die Verluste von Wäldern stark zugenommen, heißt es in dem Report.   mehr ...

Kreuzfahrt - Hapag-Lloyd Cruises verzichtet ab 2020 auf Schweröl

In der Klimadebatte kommt die Kreuzfahrt besonders schlecht weg. Nun hat Hapag-Lloyd Cruises bekannt gegeben, künftig ohne Schweröl in See zu stechen. Doch Umweltexperten reicht das nicht.   mehr ...

Geoengineering - Da hilft nur noch, am Klima zu klempnern

Das Dilemma ist offensichtlich: Um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten, darf die Menschheit bis zum Jahr 2100 nur noch 700 Milliarden Tonnen Treibhausgas in die Luft blasen. Selbst bei rasch sinkenden Emissionen wäre dieses Limit schon in den Dreißigerjahren dieses Jahrtausends erreicht. Danach dürfte kein Gramm Treibhausgas mehr freigesetzt werden.   mehr ...
 
 
 

Elektroschrott / Obsoleszenz

Nicht erst seit den Fragen zum aktuellen Klimawandel beschäftigt die Branche die Frage: Wohin mit dem zunehmenden Elektroschrott? Die Auslagerung in die dritte Welt, wo sie regelmäßig zu Umweltskandalen führt, ist keine Lösung. Und die verbauten wertvollen Metalle (z.B. Seltene Erden) gibt es zum einen nicht im Überfluss - und zum anderen sind es eben keine nachwachsenden Rohstoffe.

Dazu kommt der Verdacht der Verbraucher, dass - nicht nur Handys und Computer - gezielt von den Herstellern so ausgelegt sind, dass es zu einer geplanten Obsoleszenz kommt und immer wieder Neugeräte gekauft werden müssen, weil die alten den Geist aufgeben. Eine immer wieder ins Auge gefasste Selbstverpflichtung der Hersteller scheint ein Holzweg zu sein; es müssen Gesetze her.

Es bleibt spannend, zu beobachten, wohin der Weg der Hersteller führt und wie sie die genannte Problematik lösen wollen ...

 

EU zwingt Hersteller von Haushaltsgeräten zu mehr Umweltschutz

Die EU-Kommission hat beschlossen, dass Ersatzteile für Haushaltsgeräte künftig noch Jahre nach dem Verkauf lieferbar sein müssen. Umweltschützer begrüßen die Pläne:
 
Die EU-Kommission hat erstmals Regeln beschlossen, die Hersteller von Haushaltsgeräten dazu verpflichten, Umwelt und Klima besser zu schützen. So müssen Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und andere Geräte ab 2021 so konstruiert sein, dass sie leichter zu reparieren sind, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Sollten die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament keine Einwände haben, sollen die Regeln 2021 in Kraft treten.   mehr ...

Deutsche Umwelthilfe - Händler verweigern Annahme von Elektroschrott

55 Händler hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) überprüft: Jeder zweite verstößt gegen die gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme von alten Elektrogeräten. Kontrollen gebe es keine, die DUH will die Verbraucherrechte zur Not mit Klagen durchsetzen.   mehr ...

Neuregelung beim Recycling - Wenn Blinkschuhe zu Elektroschrott werden

Ab Mitte August zählen wegen einer Gesetzesänderung viele Gebrauchsgegenstände zum Elektroschrott und müssen getrennt entsorgt werden.   mehr ...

 
 
Weiteres Wirtschaftswoche: "Seltene Erden - Beim Metallrecycling gibt es viele Probleme."
SZ: "Globaler Berg an Elektromüll wächst."

Greenpeace: "GUTE NACHRICHT: hat sich gerade verpflichtet seine Produkte zu 100% aus Recycling-Material herzustellen."

SZ: "Verbraucherschutz - Grüne fordern Mindestlebensdauer für Industrieprodukte."

SZ: "Samsung Galaxy Note 7 - All die Seltenen Erden für die Katz."

Golem: "Umwelthilfe: Handel ignoriert Rücknahmepflicht von Elektrogeräten."


Meere

IPCC-Sonderbericht zu Meeren und Eis - "Wir sind von den Meeren abhängig"

Die Meeres-Ökosysteme verändern sich durch den Klimawandel immer schneller und bedrohen immer mehr Menschen, warnt der heute erschienene Sonderbericht des Weltklimarates IPCC zu den Ozeanen und Eisgebieten. Die Staaten müssten dringend den Treibhausgas-Ausstoß verringern:

Der Meeresspiegel steigt höher als bisher vorausgesagt, Gletscher und Permafrost-Böden schmelzen noch schneller als gedacht, und die Wirbelstürme in den Tropen werden stärker. Das sind Kernpunkte des neuen Sonderberichts des Weltklimarates IPCC zum Einfluss der Erderwärmung auf die Ozeane und die Eisgebiete (Kryosphäre), der am Mittwoch in Monaco vorgestellt wurde.   mehr ...

Verhandlungen zum Weltozeanabkommen - Rohstoffrausch in der Tiefsee

Tief im Meer liegen gewaltige Rohstoffschätze. Wer sie hebt, kann Milliarden verdienen und politisch an Einfluss gewinnen. Doch die Folgen für die Umwelt könnten verheerend sein.   mehr ...

Anstieg des Meeresspiegels - Vor uns die Sintflut

Mitte September wird der Weltklimarat IPCC einen weiteren Sonderbericht vorlegen, diesmal zu den Folgen des Klimawandels für die Ozeane. Ein wichtiges Thema wird dabei die Frage sein, wie stark der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich ansteigen und damit das Leben von Millionen in den Küstenregionen lebenden Menschen gefährden wird.   mehr ...

 

Klimareporter: "Die Kreuzfahrer geben Gas."

Müll / Recycling

The Plastic Way of Life - Mehrweg als Ausweg

Der Anteil umweltfreundlicher Mehrwegflaschen ist in Deutschland weiter gesunken, zeigen neue Zahlen des Umweltbundesamts. Das ließe sich leicht ändern:

Plastikmüll ist ein Riesenthema. Schülergruppen kämpfen in vielen Städten gegen Plastiktüten. Plastikstrohhalme dürfen bald nicht mehr verwendet werden. Nichtsdestotrotz wird sie größer, die Plastikmüllhalde. Viel Moral, keine Müllvermeidung.

Es gab einmal die Vorgabe, dass Getränke zu mindestens zu 70 Prozent in Mehrwegflaschen verkauft werden müssen. Seit vielen Jahren beobachten wir, dass die Unternehmen sich nicht darum scheren.   mehr ...

Abfallbeseitigung - Hersteller von Wegwerfplastik sollen Reinigungskosten mitzahlen

Getränkebecher, Tüten und anderer Plastikmüll verschmutzen viele Städte. Umweltministerin Svenja Schulze will die Hersteller an den Kosten für die Beseitigung beteiligen:
 
Produzenten von Fast-Food-Verpackungen, Getränkebechern, Plastiktüten und Zigaretten sollen sich künftig an den Kosten für die Stadtreinigung beteiligen. Das kündigte Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) an. Sie will im Kreislaufwirtschaftsgesetz die Rechtsgrundlage für eine spätere Verordnung schaffen.   mehr ... 

Elektroschrott entsorgen - Das müssen Sie beachten

 
 

Wasser

Klimawandel - In Europa wird das Wasser knapp

  • Weltweit sind 17 Staaten, darunter Indien, von "extrem hohem Wasserstress" betroffen. Diese Staaten verbrauchen fast alle zur Verfügung stehenden Wasserressourcen.
  • Das geht aus dem Wasserrisiko-Atlas des World Resource Institute (WRI) hervor. Die Forscher warnen vor zunehmenden Engpässen, vor allem in Metropolen.
  • Auch in Deutschland leiden einige Regionen unter hohem Wasserstress. Das bedeutet, dass die Konkurrenz um die Ressource wächst:

Ein Viertel der Menschheit lebt in Staaten, die von akutem Wassermangel bedroht sind. Das geht aus dem Wasserrisiko-Atlas des World Resources Institut (WRI) hervor, den die Organisation am Dienstag in Washington vorstellte.

Laut den Forschern leiden heute bereits 17 Staaten unter "extrem hohem Wasserstress". Sie verbrauchen jährlich mehr als 80 Prozent des verfügbaren Grund- und Oberflächenwassers, etwa aus Seen und Flüssen. Die Folge ist eine verschärfte Konkurrenz um die Ressource, etwa zwischen Landwirtschaft und Haushalten. Zwölf dieser wasserarmen Staaten liegen im Nahen und Mittleren Osten, darunter Iran, Pakistan oder Israel. Wasserknappheit könnte dort bestehende politische Spannungen verschärfen.   mehr ...

Wasserknappheit in Indien - Nur einen Zoll von der Katastrophe entfernt

  • Die indische Stadt Chennai leidet unter einer ungewöhnlichen Wasserknappheit.
  • Der Klimawandel trägt sicher dazu bei, aber auch der sorglose Umgang mit der wertvollen Ressource.
  • Ähnliche Probleme drohen etlichen Megacities dieser Welt.   mehr ...

UN-Weltwasserbericht - Mehr als zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser

Mehr als zwei Milliarden Menschen haben laut den Vereinten Nationen keinen verlässlichen Zugang zu Trinkwasser. 844 Millionen Menschen müssten zudem mindestens eine halbe Stunde täglich für die Wasserversorgung aufwenden oder haben gar keinen Zugang, teilten die UN in ihrem jährlichen Weltwasserbericht mit. Durch den Klimawandel drohe die Wasserknappheit demnach weiter zuzunehmen. Der weltweite Wasserbedarf werde bis zum Jahr 2050 um 20 bis 30 Prozent steigen, hieß es.   mehr ...