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Elektroschrott / Obsoleszenz

Nicht erst seit den Fragen zum aktuellen Klimawandel beschäftigt die Branche die Frage: Wohin mit dem zunehmenden Elektroschrott? Die Auslagerung in die dritte Welt, wo sie regelmäßig zu Umweltskandalen führt, ist keine Lösung. Und die verbauten wertvollen Metalle (z.B. Seltene Erden) gibt es zum einen nicht im Überfluss - und zum anderen sind es eben keine nachwachsenden Rohstoffe.

Dazu kommt der Verdacht der Verbraucher, dass - nicht nur Handys und Computer - gezielt von den Herstellern so ausgelegt sind, dass es zu einer geplanten Obsoleszenz kommt und immer wieder Neugeräte gekauft werden müssen, weil die alten den Geist aufgeben. Eine immer wieder ins Auge gefasste Selbstverpflichtung der Hersteller scheint ein Holzweg zu sein; es müssen Gesetze her. Es bleibt spannend, zu beobachten, wohin der Weg der Hersteller führt und wie sie die genannte Problematik lösen wollen ...

 

Bundesumweltministerin - Hersteller sollen für Lebensdauer ihrer Produkte haften

Der Vorstoß von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) richtet sich gegen die geplante Obsoleszenz:

Hersteller sollen nach dem Willen von Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) künftig dazu verpflichtet werden, Angaben über die Lebensdauer ihrer Produkte zu machen und dafür zu haften. "Sollte innerhalb dieser angezeigten Lebensdauer ein Mangel auftreten, so tritt ein Garantiefall ein und das Produkt muss repariert werden", sagte (Paywall) ein Ministeriumssprecher dem Tagesspiegel. Die Hersteller könnten allerdings auch null Jahre angeben, wenn sie keine Garantie übernehmen wollen. Das wäre jedoch unattraktiv und würde sich dementsprechend negativ auf potentielle Kunden auswirken.   mehr ...

Umweltschutz - Deutschland sammelt zu wenig Elektroschrott

Das ElektroG soll ab 2022 dafür sorgen, dass mehr Elektroaltgeräte gesammelt werden. Die am 1. Januar 2022 in Kraft stehende Novelle sieht beispielsweise vor, dass ab 1. Juli 2022 auch Lebensmittelhändler Altgeräte zurücknehmen müssen, wenn sie regelmäßig Neugeräte verkaufen und die Ladenfläche 800 m² übersteigt. Das trifft auf zahlreiche Supermärkte und Discounter in Deutschland zu.   mehr ...

57,4 Mio. Tonnen Elektroschrott - und es wird immer mehr

Jedes Jahr wächst der Elektroschrott-Berg um zusätzliche zwei Millionen Tonnen an. Längere Nutzungszyklen und bessere Reparaturmöglichkeiten könnten helfen.   mehr ...

 

Weiteres TAZ: "Studie zu Ressourcenverbrauch - Bitcoin vergrößter Müllberg."
Heise: "Elektroschrott darf künftig auch im Lebensmittelhandel abgegeben werden."
Golem: "Defekte Technik - US-Präsident kämpft nun für das Recht auf Reparatur."
Heise: "Umfrage - Verbraucher lassen Elektrogeräte nur selten reparieren."
Golem: "Elektroschrott - Große Mehrheit für Smartphone-Pfand."
Golem: "Was aus ausgedienten Solarmodulen."
Heise: "Elektroschrott - Bundesregierung regelt Recycling von Photovoltaikmodulen."
Heise: "Bundesregierung lehnt Forderung der Länder nach austauschbaren Akkus ab."
Heise: "Frankreich führt "Reparierbarkeits-Index für Elektronikprodukte ein."
Elektroniknet: "EU verbannt Leuchten mit hohem Verbrauch."
FAZ: "Gesetzesreform - Mit dem Elektroschrott in den Supermarkt."
Heise: "Umweltbundesamt - Mehr Annahmestellen für Elektroschrott nötig."

Umwelt - Rohstoffe 

McDonald's klagt - Palmer verteidigt Einweg-Steuer

McDonald's klagt gegen Tübingens kommunale Abgabe für Einweggeschirr, Oberbürgermeister Boris Palmer verteidigt die Verbrauchssteuer:

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) verteidigt die Verbrauchssteuer auf Einweggeschirr, die die Stadt seit Jahresanfang erhebt, um Mehrweg-Lösungen zu etablieren. Kritik gibt es vom Fastfood-Giganten McDonald's, der sogar gegen die Abgabe klagt.   mehr ...

Emissionshandel - Nicht ganz so scharf

Neue EU-Regeln zum Klimaschutz würden Benzin und Heizöl noch einmal deutlich verteuern. Im EU-Parlament gibt es da etwas andere Vorstellungen.   mehr ...

Analyse von Munich Re - Naturkatastrophen richten 280 Milliarden Dollar Schaden an

 


Klimawandel / Klimapolitik

"Grünes EU-Label" für Atomkraft - Bundesamt sieht mangelhafte Einschätzung

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung sieht die Grundlage der Bewertung der Atomkraft durch die EU-Kommission als stark unzulänglich an:

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) lässt kein gutes Haar an dem Vorschlag der EU-Kommission für eine Taxonomie-Verordnung. "Aus fachlicher Sicht ist die Einordnung von Atomkraft als nachhaltige Form der Energieerzeugung nicht haltbar", erklärte BASE-Präsident Wolfram König. "Die Atomenergie ist eine Hochrisikotechnologie, erzeugt Abfälle und birgt die Gefahr des Missbrauchs von radioaktivem Material für terroristische und kriegerische Zwecke."   mehr ...

Klimaschutzminister Habeck will Tempo beim Klimaschutz verdreifachen

Die Ziele werden in diesem Jahr wohl verfehlt, im kommenden wird es zumindest schwer. Der Klimaschutzminister will nun gegensteuern:

Die Energiewende kommt nach Darstellung der Bundesregierung zu langsam voran. Der neue Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) betont bei einer Pressekonferenz in Berlin zum Stand der Fortschritte: "Wir müssen in den nächsten Jahren effizienter und schneller werden. Wir müssen drei Mal besser sein in allen Bereichen."   mehr ...

Studie - Kernkraft keine Lösung für die Klimakrise

Derzeit erlebt die Atomkraft ein Comeback – und wird auch als "Klimaschützer" gefeiert. Eine aktuelle Studie warnt nun: Atomstrom könnte wirksamen Klimaschutz sogar verhindern.   mehr ...
 
 
 

Müll / Recycling

Abfall in Städten - Wohin mit dem Müll?

Die Abfallberge wachsen in Deutschland nicht nur zur Weihnachtszeit. Immer mehr Städte streben daher das Konzept einer "Zero Waste City" an - sie wollen abfallfrei werden. Wie das funktionieren kann:

Spätestens, wenn an Heiligabend alle Geschenke ausgepackt sind, quellen die Mülltonnen vor der Haustür über: knallrotes Glitzerpapier, Versandpappen, knisternde Luftpolsterfolie - über die Feiertage wachsen die Müllberge auf Rekordhöhe. Etwa zehn Prozent mehr Abfall produzieren deutsche Haushalte rund um Weihnachten, das längst nicht nur ein Fest der Liebe und der Besinnlichkeit, sondern eben auch ein Fest des Konsums und der Geschenke ist.   mehr ...

Negativ-Ranking größter Verursacher - USA sind Plastikmüll-Weltmeister

Trotz Zero-Waste-Bewegung und Initiativen von Unternehmen: Kein Land produziert so viel Plastikmüll wie die Vereinigten Staaten. Und auch Deutschland spielt ganz vorn mit.   mehr ...

Größte Produzenten von Einwegplastik - Wenig Konzerne, viel Müll

20 Firmen produzieren mehr als die Hälfte des Plastikmülls weltweit, wie eine Studie zeigt. Platz eins belegt ein Ölkonzern aus den USA.   mehr ...

 
 

Meere

Der ultimative Anstieg der Ozeane

Wissenschaftler haben die Folgen des Meeresspiegelanstiegs für die nächsten Jahrhunderte berechnet. Vor allem in Asien könnten zahlreiche Großstädte versinken, aber auch Deutschland wäre stark betroffen:

Die Forscher der US-Organisation haben mithilfe von neuen Topographie- und Populationsdaten den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels simuliert. Würde es beim derzeitigen Emissionspfad bleiben, würden auf lange Sicht 50 Großstädte mindestens zwei Meter unterhalb des Meeresspiegels liegen und einen Großteil ihrer derzeit bewohnten Fläche verlieren, sollten bis dahin nicht Dämme ungekannten Ausmaßes sie schützen.   mehr ...

Alarmierender Bericht - Die Arktis schmilzt, der Meeresspiegel steigt

Die Ozeane heizen sich auf, der Meeresspiegel steigt und das arktische Eis geht dramatisch zurück: Ein aktueller Report zeichnet ein düsteres Bild.   mehr ...

Sentinel-6 - Satellit liefert bislang genaueste Daten zum Meeresspiegel

Die mehrmonatige Kalibrierung des Ozeanbeobachtungs-Satelliten von ESA und NASA ist abgeschlossen, nun sollen die äußerst präzisen Daten abrufbar werden.   mehr ...

 

Klimareporter: "Die Kreuzfahrer geben Gas."