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Elektroschrott / Obsoleszenz

Reparieren statt Wegwerfen

Unsere Gesellschaft produziert auf Kosten von Menschen, Umwelt und Klima riesige Abfallberge – so kann es nicht bleiben. Warum wir jetzt ein Recht auf Reparatur brauchen:

Wenn Sie heute ein neues Produkt kaufen, dann ist Ihnen wahrscheinlich schon beim Kauf bewusst, dass dieses Produkt nicht besonders lange hält. Im besten Falle wird es einige Jahre seinen Dienst tun, bis es schließlich den Geist aufgibt und Sie es ersetzen. Eine Normalität, die sich in Deutschland jedes Jahr millionenfach – nein, milliardenfach – wiederholt: Elektrogeräte, Smartphones, Kleidung, Kühlschränke, praktisch alle Produkte unseres Lebens. Die lächerlich kurze – und immer weiter abnehmende – Lebensdauer unserer alltäglichen Begleiter zeigt sich in den riesigen Abfallbergen, die unsere Gesellschaft produziert. 2021 fielen allein unvorstellbare 376.748 Tonnen Elektroschrott an.   mehr ...

Neue Regelung ab 1. Juli Wohin mit dem kaputten Toaster? – In den Supermarkt!

Ab Freitag können Verbraucher alte oder kaputte Elektrogeräte wie Toaster, Wasserkocher oder Föhn bei Aldi, Edeka und Co. abgeben, egal, ob diese dort gekauft wurden. Es gibt jedoch einige Einschränkungen.   mehr ...

Zweite Chance für Elektrogeräte - Österreich bekommt Reparaturbonus

Wer seinen alten Toaster oder sein Smartphone repariert, statt sie auszurangieren, bekommt 50 Prozent der Instandsetzungskosten von bis zu 200 Euro zurück.   mehr ...

 

Weiteres Golem: "Bundesumweltministerin - Hersteller sollen für Lebensdauer ihrer Produkte haften."
Golem: "Umweltschutz - Deutschland sammelt zu wenig Elektroschrott."
Heise: "57,4 Mio. Tonnen Elektroschrott - und es wird immer mehr."
TAZ: "Studie zu Ressourcenverbrauch - Bitcoin vergrößter Müllberg."
Heise: "Elektroschrott darf künftig auch im Lebensmittelhandel abgegeben werden."
Golem: "Defekte Technik - US-Präsident kämpft nun für das Recht auf Reparatur."
Heise: "Umfrage - Verbraucher lassen Elektrogeräte nur selten reparieren."
Golem: "Elektroschrott - Große Mehrheit für Smartphone-Pfand."

Klimawandel / Klimapolitik

Club of Rome - "Kehrtwende" zur Rettung des Planeten nötig

Eine neue Club-of-Rome-Studie fordert drastische Schritte für eine lebenswerte Zukunft. Derzeit werde die Saat für den Zusammenbruch ganzer Weltregionen gelegt - ohne eine Umverteilung des Reichtums lasse sich die Klimakrise nicht lösen:

Eine Forschergruppe unter Beteiligung des Club of Rome fordert eine Kehrtwende in der internationalen Wirtschafts- und Klimapolitik, um der Menschheit angesichts des Klimawandels und globaler Ungleichheit eine lebenswerte Zukunft zu sichern. "Wir stehen am Scheideweg", erklärte Jorgen Randers, einer der Autoren der nun vorgestellten Studie "Ein Survivalguide für unseren Planeten". Darin werden die Vorschläge der unter anderem vom Club of Rome gestarteten Initiative "Earth4All" zu einem Wandel in der internationalen Politik präsentiert.   mehr ...

Wie saubere Luft die Erderwärmung verstärkt

Die Luftverschmutzung hat weltweit spürbar abgenommen. Für die Gesundheit ist das eine gute Nachricht - für den Klimawandel jedoch ganz und gar nicht. Über einen paradoxen Effekt, der gerade zum Problem wird.   mehr ...

Petersberger Klimadialog - "Wir hatten mehr Initiative erhofft"

Der Petersberger Klimadialog soll gemeinsame Antworten finden auf viele Krisen, die die Welt zurzeit beschäftigen. Doch vor dem letzten Tag des Treffens zeigten sich einige Nichtregierungsorganisationen bereits enttäuscht.   mehr ...
 
 
 

Umwelt - Rohstoffe 

Methan-Emissionen - Die dreckigen Spuren der Gasindustrie

Während die EU händeringend nach neuen Lieferanten für Erdgas sucht, mehren sich die Belege, dass die Produktion des fossilen Brennstoffs noch weit klimaschädlicher ist als bislang bekannt:

Weil im Südwesten der USA Öl und Gas hauptsächlich per Fracking gefördert wird, gibt es hier viel mehr Förderanlagen als in Gebieten mit konventioneller Produktion. Rund 180 000 aktive Bohrlöcher sind es allein im Permbecken. Weist auch nur ein Teil der Förderanlagen Methanlecks auf, summiert sich das schnell zu einer großen Menge. Der EDF schätzt, dass zwischen zwei und drei Millionen Tonnen Erdgas jedes Jahr im Permbecken entweichen. Das ist etwa so viel wie der Gasbedarf von Bulgarien und deutlich mehr, als die US-Umweltbehörde EPA bislang annimmt.   mehr ...

Amazon produziert mehr CO2 als Österreich - Tendenz steigend

Amazon will klimaneutral werden, wird aber immer dreckiger. Das bestätigt ein interner Bericht, laut dem der CO2-Ausstoß weiter steigt.   mehr ...

Rohstoffe für Batterienzellen - Plus 640 Prozent: Preisexplosion bei Lithium und Kobalt

Laut der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft haben die Rohstoffpreise insgesamt etwas nachgegeben. Doch ausgerechnet die Preise für die wichtigen Batterie-Ausgangsmaterialien Lithium und Kobalt sind stark gestiegen. Weltweit treibt die hohe Nachfrage die Beschaffungskosten nach oben.   mehr ...

 
 

Meere

UN-Ozeankonferenz - Die Rettung der Weltmeere ist versprochen

Mehr Schutz, weniger Müll und Ausbeutung: Die UN nehmen endlich die Krise der Meere ernst. Ein Erfolg der Ozeankonferenz, der nur hält, wenn verbindliche Gesetze folgen:
 
Dass die Meere aus Wasser bestehen und darin Fische leben, ist klar. Doch dass sie auch mehr als 50 Prozent des Sauerstoffs in der Atmosphäre erzeugen, ist den meisten von uns nicht bewusst. Dass sie rund 80 Prozent des Lebens auf dem blauen Planeten beherbergen, wohl auch nicht. Denn wir Menschen leben nicht in den Ozeanen, sondern an Land. Und genau das könnte der Grund sein, warum wir die Meere so stark ausbeuten, verschmutzen und viel zu spät mit ihrem Schutz begonnen haben: weil sie nicht unser Lebensraum sind. Zumindest scheinen das viele zu denken.   mehr ...

30 Zentimeter bis 2050

Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnte der Meeresspiegel an den US-Küsten so stark ansteigen wie in den vergangenen 100 Jahren.   mehr ...

Der ultimative Anstieg der Ozeane

Wissenschaftler haben die Folgen des Meeresspiegelanstiegs für die nächsten Jahrhunderte berechnet. Vor allem in Asien könnten zahlreiche Großstädte versinken, aber auch Deutschland wäre stark betroffen.   mehr ...

 

Klimareporter: "Die Kreuzfahrer geben Gas."

Müll / Recycling

Kampf gegen Plastikmüll - Forscher erfinden essbare Verpackungen für Obst und Gemüse

Für in Plastik eingeschweißte Äpfel oder Avocados haben US-Wissenschaftler nun eine Alternative entwickelt. Die hält die Ware länger frisch und ist sogar erstaunlich billig:
 
Nach einem einzigen Einkauf ist oft schon der Gelbe Sack halb voll: Plastikverpackungen sind bei Obst und Gemüse allgegenwärtig, denn häufig ist die Ware weit gereist. Beim Kampf gegen immer mehr Plastikmüll haben US-Forscher nun eine Alternative entwickelt, die funktionieren könnte: Eine umweltfreundliche, kunststofffreie Verpackung aus Pullulan kann Obst und Gemüse wie etwa Avocados länger frisch halten. Dazu werden auf die Lebensmittel feine Fäden aus Pullulan aufgetragen, das aus Zuckermolekülen besteht und essbar ist.   mehr ...

Statistik der Woche - Rund 770.000 Tonnen Plastikmüll exportiert Deutschland

Zwar sind Deutschlands Plastikmüll-Exportmengen seit 2012 rückläufig, dennoch ist es im Europa-Vergleich ein "Exportschlager", wie unsere Infografik zeigt.   mehr ...

OECD warnt vor Plastikmüll - Drei Mal so viel wie heute

Die OECD warnt vor Plastikmüll. Über eine Milliarde Tonnen könnten 2060 Umwelt und Gesundheit gefährden – vor allem in Afrika und Asien.   mehr ...