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Klimapolitik / Klimawandel

Spätestens seit der Einigung der wichtigsten Industrieländer auf ein weltweites Klimaabkommen steigt die Hoffnung, dass es doch noch gelingen könnte, den Temperaturanstieg auf der Erde so zu begrenzen, dass es nicht zu einer weltweiten Fluchtbewegung durch Klimaflüchtlinge und einer Katastrophe für die Menschheit kommen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

 

COP 24 in Katowice - "Signifikante Lücke"

Die erste Bestandsaufnahme nach dem Pariser Klimaabkommen ging heute zu Ende. Geschwindigkeit und Ausmaß des Klimaschutzes der Staaten reichten bei Weitem nicht aus, heißt es im Enddokument des sogenannten Talanoa-Dialogs:

Die Weltgemeinschaft hat auf der UN-Klimakonferenz in Katowice ihre erste Bestandsaufnahme nach dem Pariser Klimagipfel beendet. Am Mittwochabend wurde eine Erklärung veröffentlicht, der zufolge die Geschwindigkeit und das Ausmaß des bisherigen Klimaschutz nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Es gebe "eine signifikante Lücke" zwischen Maßnahmen und Zielen.   mehr ...

Konferenz in Katowice - Finanzkonzerne wollen Regierungen zu mehr Klimaschutz zwingen

Mehr als 400 internationale Großinvestoren rebellieren gegen die unzureichenden Maßnahmen von Regierungen weltweit gegen den Klimawandel - und fordern sie zu entschlossenem Handeln auf. Derzeit verhandeln mehr als 190 Staaten auf der UN-Klimakonferenz im polnischen Katowice über die Durchführung des 2015 vereinbarten Weltklimavertrags von Paris.   mehr ...

Kohlendioxid-Emissionen - Hiobsbotschaft für den Klimagipfel

Es sind brandaktuelle Zahlen, und sie bringen die Klimapolitik ins Schleudern. Plötzlich steigen die Kohlendioxid-Emissionen wieder im Rekordtempo - statt zu sinken. Dabei machen einige Staaten durchaus eine gute Figur.   mehr ...

 
 
Weiteres Handelsblatt: "Studie zum Klimawandel Sachschäden in Milliardenhöhe – 2017 bricht Rekorde bei Wetterextremen."
Zeit: "Klimagipfel in Katowice - 10 Fakten zum Klimawandel, die wirklich stimmen."
Handelsblatt: "Im Würgegriff der Kohle – Kraftwerksbau gefährdet Klimaziele von Paris akut."
Heise: "EU-Kommission - Europa soll bis 2050 ohne Klimagase."
Zeit: "National Climate Assessment - US-Behörden warnen vor Schäden durch Klimawandel."
Zeit: "KlimaklageKlimapolitik der Bundesregierung vor Gericht."
n-tv: "Weltklimarat schlägt Alarm - Erderwärmung um 1,5 Grad kaum aufzuhalten."
SZ: "Mehr Treibhausgase in der Atmosphäre als je zuvor."
SZ: "Umweltschutz - EU-Staaten einigen sich auf schärfere Abgas-Grenzwerte."
Zeit: "Svenja Schulze - Alle gegen Svenja."
Klimareporter: "New Yorker Klimawoche - Großkonzerne gehen beim Klimaschutz voan."
Klimareporter: "Ramsar-Konvention ohne Wirkung - Feuchtgebiete gehen dem Klima verloren."
Klimareporter: "Alternativer Nobelpreis - "Nicht mit dem Vorschlaghammer auf die Natur einschlagen."
Klimareporter: "EU-Klimaziel 2030 - Wie Lobbyisten höhere Klimaziele verhindern wollen."
Klimareporter: "Nach Finanzpaket für Bauern - Waldbesitzer fordern Staatshilfe für Klimaanpassung."
SZ: "EU will mehr gegen Erderwärmung tun."
Klimareporter: "EU-Klimaziele - Klimaklage von EU-Gericht zugelassen."
SZ: "Kippendes Weltklima - Wie Domino-Effekte die Erde in eine Heißzeit treiben könnten."
SZ: "Studie - Vorgeschmack auf die Sommer der Zukunft."
Goethe.de: "Klimawandel - Bis 2033 saufen Teile des Internets ab, warnen US-Forscher."
Tagesschau: "Merkel auf Klimadialog - "Zugeben, dass wir besser werden müssen"."

Umwelt - Rohstoffe

OECD-Bericht - Emissionshandel ist kein Jobkiller – im Gegenteil

Klimaschutz vernichtet Arbeitsplätze – ein alter Mythos, erneut widerlegt von einer neuen OECD-Studie: Umsätze und Jobzahlen von Unternehmen, die am EU-Emissionshandel ETS teilnehmen, sind gestiegen. Die Industrie profitiert von der CO2-Reduktion.   mehr ...

WHO-Bericht : 7 Millionen Tote pro Jahr durch Luftverschmutzung

Rund 7 Millionen Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr an den Folgen der Luftverschmutzung. Die Gesundheitskosten zur Behandlung derjenigen, die nicht an der schlechten Luft sterben, schätzt die Agentur der Vereinten Nationen in ihrem neuen, zur Klimakonferenz in Kattowitz herausgegebenen Bericht auf mehr als 5 Milliarden Dollar im Jahr. Die 15 Staaten mit dem höchsten Ausstoß an Klimagasen müssten etwa 4 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes aufwenden, um nur die gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung zu finanzieren, schreiben die WHO-Fachleute. Dagegen würde es nur ein Prozent der globalen Wirtschaftsleistung kosten, die Ziele des Pariser Klimavertrages zu erreichen. Zugleich könnten bis zur Mitte des Jahrhunderts Millionen Menschen vor dem Tod bewahrt werden.   mehr ...

 

Zeit: "Klimaschutz - Trinkwasser für alle statt schmutzige Energie."

Müll / Recycling

Aus für Trittbrettfahrer - VerpackG: Das steckt hinter dem Verpackungsgesetz

Nach dem neuen Verpackungsgesetz müssen sich alle Hersteller und Vertreiber von Verpackungen und damit auch Shop-Betreiber zentral registrieren. Sonst drohen hohe Strafen von bis zu 200.000 Euro:
 
Am 1. Januar 2019 ist es so weit: Das neue Verpackungsgesetz, kurz VerpackG, löst die aktuell gültige Verpackungsverordnung ab. Neben einer höheren Recyclingquote soll mit dem neuen Gesetz vor allem eines erreicht werden: Künftig sollen sich mehr Hersteller und Vertreiber von Verpackungen an die geltenden Regeln halten, wenn es um die Entsorgung und Verwertung geht.   mehr ...

Fünfpunkteplan - So will Umweltministerin Schulze Plastikmüll bekämpfen

Gurken ohne Folie, mehr Recycling, mehr Aufklärung: Umweltministerin Svenja Schulze hat ihren Plan zur Reduzierung von Plastikmüll präsentiert. Dazu gehört auch ein Verbot überflüssiger Verpackungen.   mehr ...

Greenpeace-Reinigungsaktion - Von Coca-Cola, Pepsi und Nestlé stammt der meiste Plastikmüll weltweit

In 42 Ländern sammelten gut 10.000 freiwillige Helfer für Greenpeace Plastikabfall, etwa von Kaffeebechern oder Flaschen. Die Aktion zeigt: Die Lebensmittelkonzerne sind weit davon entfernt, umweltfreundlich zu sein.   mehr ...

 


Meere

In Indonesien - Wal strandet mit sechs Kilo Plastik im Bauch

Indonesien gilt als einer der größten Verursacher von Plastikverschmutzung in den Ozeanen. Der Müll im Magen eines an der Küste gestrandeten Wals spricht Bände.

An der Küste Indonesiens ist ein toter Wal mit knapp sechs Kilogramm Plastik im Magen angespült worden. „Der Müll im Magen des Wals bestand unter anderem aus Plastikflaschen, Plastikseilen, Holz und einem Paar Gummisandalen“, sagte der Leiter des Nationalparks Wakatobi, Laode Ahyar, am Dienstag. Der Pottwal sei von Fischern gefunden worden.   mehr ...

Tiefseebergbau - Kahlschlag im Ozean

- Die Weltnaturschutzunion IUCN kritisiert den geplanten Abbau von Mineralien am Meeresboden. Dabei könnten Lebensräume unwiederbringlich zerstört werden.

- Zahlreiche Staaten, darunter auch Deutschland, erkunden den Ozean derzeit nach Lagerstätten von Erzen. Am Meeresboden werden große Reichtümer vermutet.

- Die Förderung der Ressourcen könnte die sensiblen Ökosysteme jedoch zerstören. So sollen große Maschinen zum Einsatz kommen, die den Meeresboden umpflügen.   mehr ...

Fischereibehörden müssen Meeresschutz umsetzen - EuGH urteilt über Verbändeklage zu deutschen Meeresschutzgebieten

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute entschieden, dass die Einhaltung der europäischen Naturschutzvorschriften in Meeresschutzgebieten weitgehend über die im Fischereirecht vorgesehenen Verfahren gewährleistet werden muss. Demzufolge dürfen die nationalen Naturschutzbehörden in vielen Fällen keine eigenständigen Naturschutzmaßnahmen anordnen, die auch zu Einschränkungen der Fischerei führen würden (EuGH, Urteil vom 13.06.2018, C-683/16.   mehr ... 

 


Elektroschrott / Obsoleszenz

Nicht erst seit den Fragen zum aktuellen Klimawandel beschäftigt die Branche die Frage: Wohin mit dem zunehmenden Elektroschrott? Die Auslagerung in die dritte Welt, wo sie regelmäßig zu Umweltskandalen führt, ist keine Lösung. Und die verbauten wertvollen Metalle (z.B. Seltene Erden) gibt es zum einen nicht im Überfluss - und zum anderen sind es eben keine nachwachsenden Rohstoffe.

Dazu kommt der Verdacht der Verbraucher, dass - nicht nur Handys und Computer - gezielt von den Herstellern so ausgelegt sind, dass es zu einer geplanten Obsoleszenz kommt und immer wieder Neugeräte gekauft werden müssen, weil die alten den Geist aufgeben. Eine immer wieder ins Auge gefasste Selbstverpflichtung der Hersteller scheint ein Holzweg zu sein; es müssen Gesetze her.

Es bleibt spannend, zu beobachten, wohin der Weg der Hersteller führt und wie sie die genannte Problematik lösen wollen ...

 

Neuregelung beim Recycling - Wenn Blinkschuhe zu Elektroschrott werden

Ab Mitte August zählen wegen einer Gesetzesänderung viele Gebrauchsgegenstände zum Elektroschrott und müssen getrennt entsorgt werden.

Sammelstelle für Elektroschrott statt Sperrmüll oder Altkleidersack: Eine Neuregelung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) bringt vom 15. August an Änderungen auch für Verbraucher mit sich. Mit der Einführung des offenen Anwendungsbereichs "Open Scope" fallen künftig alle elektrischen und elektronischen Geräte unter das Gesetz, sofern sie nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind.   mehr ...

Seltene Erden - Beim Metallrecycling gibt es viele Probleme

Seltene Erden sind im technischen Fortschritt heiß begehrt. Damit wächst die Abhängigkeit von Importen aus China. Recycling könnte Europa helfen, unabhängiger zu werden.

Vorsichtig gibt Sabrina Schwarz Magnetpulver in ein Glas Salzsäure. Eine Stunde reagieren die Stoffe bei 80 Grad miteinander. „Wir könnten auch ganze Magnete nehmen, dann würde der Prozess aber länger dauern“, sagt die Mitarbeiterin des Projekts „Seltenerd-Magnet-Recycling“ an der Technischen Universität Clausthal. Am Ende gewinnt sie ein pulvriges Seltenerd-Mischoxid, ein Gemisch in Verbindung mit Sauerstoff.

Das Forschungsvorhaben der Hochschule ist eines der wenigen Projekte, das sich mit der Wiedergewinnung von Seltenen Erden wie Neodym aus Abfällen beschäftigt. Aus einer Tonne Neodym-Eisen-Bor-Magnetschrott gewinnt Schwarz rund 330 Kilogramm Seltenerd-Mischoxide. „Die Mischoxide können anschließend beispielsweise für die Herstellung neuer Magnete verwendet werden“, sagt sie. Ziel sei es, die Industrie etwas unabhängiger von Importen zu machen.
Die 17 Seltenen Erden, zu denen Neodym, Lanthan und Cer gehören, werden wegen ihrer chemischen und physikalischen Ähnlichkeit oft als Stofffamilie betrachtet - und sind sehr gefragt. Genutzt werden sie etwa für LCD-Bildschirme, Windkraftanlagen oder Magnete.  
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Globaler Berg an Elektromüll wächst

- Derzeit fallen weltweit etwa 44,7 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr an, haben Forscher ermittelt.

- Die Studie geht davon aus, dass die Menge weiter wächst, auf mehr als 50 Millionen Tonnen bis 2021.

- Mangelndes Recycling von E-Müll ist ein großes Problem. Der Großteil landet auf Müllkippen oder wird verbrannt.   mehr ... 

 

Greenpeace: "GUTE NACHRICHT: hat sich gerade verpflichtet seine Produkte zu 100% aus Recycling-Material herzustellen."

SZ: "Verbraucherschutz - Grüne fordern Mindestlebensdauer für Industrieprodukte."

SZ: "Samsung Galaxy Note 7 - All die Seltenen Erden für die Katz."

Golem: "Umwelthilfe: Handel ignoriert Rücknahmepflicht von Elektrogeräten."

Heise: "Geplante Obsoleszenz als Betrugsdelikt: Frankreich bestraft künftig die absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten."

Wasser

Statistisches Bundesamt - Preise für Trinkwasser

Die Preise für Trinkwasser sind in den vergangenen zehn Jahren etwa so schnell gestiegen wie die Preise allgemein. Das teilte das Statistische Bundesamt mit, nachdem berichtet worden war, die Preise für Trinkwasser seien zwischen 2005 und 2016 um 25 Prozent gestiegen.* Diesen Wert hatte die Grünen-Fraktion im Bundestag gemeldet:

In den Jahren 2014 bis 2016 stiegen die Wasserpreise stärker als die Inflation. Sie nahmen um 4,1 Prozent zu, während die Verbraucherpreise generell um nur 0,8 Prozent stiegen. In dem Zeitraum wurde Trinkwasser also tatsächlich teurer. Dabei gibt es auch regionale Unterschiede. In Bayern beispielsweise stiegen die Preise zwischen 2014 und 2016 um rund 6,7 Prozent.   mehr ...

Trinkwasser wird teurer - das ist wirklich dran!

Das Trinkwasser in Deutschland wird immer teurer – und das hat mehr mit Landwirtschaft zu tun, als wir im ersten Moment denken würden. Aber eben nicht nur.

„Alles wird teurer – nicht nur Wasser“

Es ist nicht nur das Nitrat im Wasser: Für das teurere Wasser gibt es gleich mehrere Gründe. Umweltbundesamt, Grüne und auch der Bundesverband der Energie- und Wasserversorger sind sich einig, dass ein wichtiger Grund für die Preissteigerung die hohe Nitratbelastung im Grundwasser ist.   mehr ...

EU-Bericht zu Deutschland - Grundwasser weiter stark mit Nitrat belastet

Ein aktueller EU-Bericht belegt erneut: Deutschlands Grundwasser hat ein Nitratproblem. Schuld ist vor allem die Landwirtschaft. Es wird teils Jahrzehnte dauern, bis sich die Lage bessert.   mehr ...

Weltweite Untersuchung - Die meisten Markenwasser enthalten Mikroplastik

Es ist die bislang umfassendste Untersuchung zu Mikroplastik in Flaschenwasser: Die Non-Profit-Organisation „Orb Media“ hat gemeinsam mit der State University of New York 250 Wasserflaschen von elf führenden Wasser-Marken analysieren lassen. Die Flaschen stammten aus den USA, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kenia, Mexiko, Thailand und dem Libanon. Mit dabei waren Marken wie Gerolsteiner, Evian, St. Pellegrino oder Aquafina.   mehr ...

 

DWN: "UN fordern höhere Preise für Wasser in reichen Ländern."
Wirtschaftswoche: "Menschengemachte Wasserknappheit - Ein Drittel aller chinesischen Gewässer verseucht."
Oxfam: "Konzerne machen Wasser zum Luxusgut."
Spiegel: "Uno-Bericht: Es droht verheerende Wasserknappheit."
Kopp-Verlag: "Nestlè-Chef will die Kontrolle über die Wasserversorgung der Welt."
WWF: "WWF-Studie warnt vor „importiertem Wasserrisiko“ in Zeiten der Globalisierung."
Arte: "Bottled Life - Nestles Geschäfte mit Wasser."
Netzfrauen: "Die Wahrheit über Nestlès Geschäfte mit dem Wasser."
Spiegel: "Protest gegen Wasser-Privatisierung: EU kapituliert vor Bürgerinitiative."
Campact: "Wasser - Rösler zeigt 242.000 Bürgerinnen und Bürgern die kalte Schulter."
Attac: "Erfolg der ersten EU-Bürgerinitiative: Wasser ist Menschenrecht."
ARD: "Wasserprivatisierung Marsch! Wie EU und Bundesregierung Politik für Großkonzerne betreiben."