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Umwelt - Rohstoffe 

Doku über gewaltiges Ökoprojekt - Ein grüner Schutz vor der Wüste

Die malische Sängerin Inna Modja führt in einer mitreißenden Doku durch die Sahelzone. Dort entsteht das größte Öko-Projekt der Welt:

Die Sahel, eine der großen Problemzonen der Welt, ist durch den Klimawandel mehr denn je von fortschreitender Wüstifizierung bedroht. Trotz der harschen Bedingungen leben hier (noch) viele Menschen. Damit das so bleibt, hat die Afrikanische Union im Jahr 2007 ein gigantisches ökologisches Projekt ins Leben gerufen: „The Great Green Wall“.

Wie eine große grüne Mauer sollen Abermillionen Bäume in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft über eine Strecke von 8.000 Kilometer einen grünen Gürtel über die Sahel bilden, dadurch die Bedingungen für Landwirtschaft und Wasserhaushalt verbessern und den Menschen eine nachhaltige Lebensgrundlage verschaffen.   mehr ...

Zum Jubiläum - Nationalpark Bayerischer Wald wird erweitert

Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen von Deutschlands ältestem Nationalpark im Bayerischen Wald wird dieser um rund 630 Hektar erweitert. Dies kündigte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München an. Mit den neuen Flächen an der Grenze zum tschechischen Nationalpark Sumava erstreckt sich der Nationalpark Bayerischer Wald dann über knapp 25 000 Hektar. Zudem sollen laut Glauber bis 2024 rund 3,5 Millionen Euro in neue Besucherprojekte investiert werden. Gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollte er am Mittwoch den Nationalpark besuchen.   mehr ...

Klimakiller Reichtum - Das schädlichste 1 Prozent

Die Entwicklungsorganisation Oxfam fordert Maßnahmen gegen den exzessiven CO2-Verbrauch der Wohlhabenden:

Die Menschheit kann die drohende Klimakatastrophe noch abwenden, allerdings nur, wenn die Wohlhabenden ihren Lebensstil drastisch ändern. Zwischen 1990 und 2015 haben sich die CO2-Emissionen in der Atmosphäre weltweit verdoppelt. Häufig wird angenommen, dies läge daran, dass sich im Zuge des Wirtschaftswachstums die globale Mittelklasse vergrößert habe. Doch ein aktueller Oxfam-Bericht zeigt: Für über die Hälfte der Emissionen sind die reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung verantwortlich. Und das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit zusammen.   mehr ...

 
 

Klimawandel / Klimapolitik

Treibhausgasneutralität - Dreisprung für ein sauberes Klima

Eine Studie rechnet vor, wie Deutschland bis 2050 seine Klimabilanz auf null drücken kann. Würde der Umbau bei Energie und Verkehr beschleunigt, ginge das sogar ohne Verzicht:

Die Reise sollte Abstand schaffen zu den Jahren in Berlin, doch sie endete vor Australiens Buschfeuern. Fast zwei Jahre war Rainer Baake, einst Umwelt-Staatssekretär des Grünen Jürgen Trittin, dann Chef der Umwelthilfe, Gründungsdirektor des Thinktanks Agora Energiewende und schließlich Energie-Staatssekretär bei Sigmar Gabriel (SPD), auf Weltreise. Doch nach Buschfeuern und vorzeitiger Rückkehr aus Australien gründete er abermals eine Denkfabrik: die Stiftung Klimaneutralität.   mehr ...

Fridays for Future - Studie hält Klimapolitik der Bundesregierung für zu zögerlich

Die Klimaziele der Bundesregierung sind einer Studie zufolge nicht mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf eineinhalb Grad Celsius vereinbar. Um das Ziel zu erreichen, seien CO2-Minderungsziele von mindestens 60 Prozent bis 2025 und 85 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 nötig, ergab die Untersuchung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie im Auftrag von Fridays for Future (FFF).   mehr ...

Forschungsexpedition fürs Klima - 389 Tage in der Arktis

Es war die bislang größte Arktis-Expedition überhaupt: Am Montagmorgen ist der Forschungseisbrecher „Polarstern“ nach 389 Tagen im hohen Norden wieder nach Bremerhaven zurückgekehrt. Am 20. September 2019 war das Schiff vom norwegischen Tromsø aus in See gestochen. Wissenschaftler:innen aus mehr als 20 Staaten unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) forschten im Wechsel. Ziel der langen Reise war es vor allem, Daten für die Klimaforschung zu sammeln.   mehr ...

 
 

Müll / Recycling

Kreislaufwirtschaft - Grüne wollen Müll mit digitalem Produktpass bekämpfen

Die Grünen sehen Müll als "Designfehler" im Wirtschaftssystem an und setzen auf eine digitale Positivliste mit "perfekt recycelbaren", langlebigen Materialien:

Die Grünen im Bundestag wollen "weg von der Wegwerfgesellschaft und rein in die Kreislaufwirtschaft". Spätestens 2050 sollen deutsche Unternehmen "ausschließlich Produkte produzieren, die langlebig, mehrfach verwendbar und vollständig recycelbar sind. Das geht aus ihrer neuen "Strategie für eine ressourcenleichte, klimaneutrale und giftfreie Kreislaufwirtschaft" hervor.   mehr ...

Recycling und Müllexport: Das gute Geschäft mit dem Müll

Für den Entsorgerverband ist der Handel mit Abfällen existenziell. Umweltschützer kritisieren umweltschädigenden „Mülltourismus“:

Deutschlands Müll reist um die Welt. 25,2 Millionen Tonnen Abfälle exportierte Deutschland 2018, wie der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) in einem aktuellen Bericht darlegt. Zehn Prozent davon gingen an asiatische Abnehmer. Der größere Teil, 89 Prozent, verblieb in Europa, ein Viertel davon wanderte in die Niederlande, dem Land mit Europas größtem Tiefseehafen in Rotterdam.   mehr ...

Bundestag - Nein zu Pfandpflicht für Elektrogeräte, Ja zu Batteriegesetz

Der Bundestag hat neue Regeln für die Batterierücknahme beschlossen, ein Pfand von bis zu 50 Euro für leistungsstarke Lithium-Akkus lehnte es ab.   mehr ...

 
 

Meere

Riesige Fischfangflotte vor Südamerika - Chinas Beutezug

Rund um die Galapagosinseln ist eine Armada chinesischer Schiffe aufgefahren. Mancherorts entfallen 99 Prozent des Fischfangs auf sie, die Regierung Ecuadors ist empört:

Messungen von Forschern - Im Atlantik schwimmen mehrere Millionen Tonnen Plastikmüll

Im Atlantik befinden sich einer neuen Studie zufolge Millionen Tonnen Mikroplastik. Allein in den oberen Wasserschichten der ersten 200 Meter seien es näherungsweise 12 bis 21 Millionen Tonnen des Materials. Zu dem Schluss kommen Messungen von Forschern des "National Oceanography Centre" (NOC) in Großbritannien, die in der Fachzeitschrift "Nature Communications" veröffentlicht wurde.   mehr ...

Schutz der Meere - Bedrohtes Paradies

Vor den Galapagosinseln tauchen seit einigen Jahren zur Fangsaison Hunderte chinesische Schiffe auf. Sie fischen am Rande des Erlaubten und bedrohen ein einzigartiges Ökosystem.   mehr ...

 

Klimareporter: "Die Kreuzfahrer geben Gas."

Elektroschrott / Obsoleszenz

Nicht erst seit den Fragen zum aktuellen Klimawandel beschäftigt die Branche die Frage: Wohin mit dem zunehmenden Elektroschrott? Die Auslagerung in die dritte Welt, wo sie regelmäßig zu Umweltskandalen führt, ist keine Lösung. Und die verbauten wertvollen Metalle (z.B. Seltene Erden) gibt es zum einen nicht im Überfluss - und zum anderen sind es eben keine nachwachsenden Rohstoffe.

Dazu kommt der Verdacht der Verbraucher, dass - nicht nur Handys und Computer - gezielt von den Herstellern so ausgelegt sind, dass es zu einer geplanten Obsoleszenz kommt und immer wieder Neugeräte gekauft werden müssen, weil die alten den Geist aufgeben. Eine immer wieder ins Auge gefasste Selbstverpflichtung der Hersteller scheint ein Holzweg zu sein; es müssen Gesetze her.

Es bleibt spannend, zu beobachten, wohin der Weg der Hersteller führt und wie sie die genannte Problematik lösen wollen ...

 

Umweltbundesamt - Mehr Annahmestellen für Elektroschrott nötig

Deutschland seit "meilenweit davon entfernt", aktuelle Vorgaben für die Sammelquote beim E-Schrott einhalten zu können, warnt der Chef des Umweltbundesamts:

Der Chef des Umweltbundesamts Dirk Messner hat sich dafür ausgesprochen, mehr Annahmestellen für Elektroschrott in Deutschland einzurichten. "Es braucht ein verbrauchernahes Netz mit deutlich mehr Sammel- und Rücknahmestellen als heute", sagte Messner der Zeitung Rheinische Post. "Man könnte etwa die Rücknahmepflicht auf zusätzliche Geschäfte im Einzelhandel ausweiten." Insgesamt müsse die Rückgabe für die Kunden einfacher werden.   mehr ...

Recycling - Deutsche bunkern fast 200 Millionen Alt-Handys

Die Bundesbürger horten in ihren Schränken und Schubladen fast 200 Millionen Alt-Handys und-Smartphones. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor. 2018 waren es noch 75 Millionen weniger, wie die Grafik von Statista zeigt. Aktuell haben 85 Prozent der Befragten mindestens ein unbenutztes Gerät zuhause, bei 51 Prozent sind es sogar drei oder mehr. Bitkom weist darauf hin, dass alte oder defekte Geräte nicht im Hausmüll entsorgt werden dürfen, sondern in kommunalen Abfallsammelstellen abgegeben werden müssen. Aber auch alle großen Mobilfunkunternehmen nehmen Altgeräte zurück. Die Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold, Silber, Palladium und Kobalt, weshalb sie in jedem Fall recycelt werden sollten.   mehr ...

Elektroschrott - Grüne fordern Pfandpflicht für Handys und Recht auf Reparatur

25 Euro Pfand sollen Verbraucher beim Kauf eines Smartphones oder Tablets nach Willen der Grünen zahlen. Die Recyclingquote von Elektrogeräten müsse steigen.   mehr ...

 
 
Weiteres Statista: "Umweltverschmutzung - Globale Elektroabfälle wachsen rasant."
Heise: "Die EU bastelt an einem Recht auf Reparatur."
Statista: "Wo der Elektroschrott landet."
Zeit: "EU zwingt Hersteller von Haushaltsgeräten zu mehr Umweltschutz."
Golem: "Deutsche Umwelthilfe - Händler verweigern Annahme von Elektroschrott."
Heise: "Neuregelung beim Recycling - Wenn Blinkschuhe zu Elektroschrott werden."
Wirtschaftswoche: "Seltene Erden - Beim Metallrecycling gibt es viele Probleme."
SZ: "Globaler Berg an Elektromüll wächst."

Greenpeace: "GUTE NACHRICHT: hat sich gerade verpflichtet seine Produkte zu 100% aus Recycling-Material herzustellen."

SZ: "Verbraucherschutz - Grüne fordern Mindestlebensdauer für Industrieprodukte."